Albemarle legt zu

Der US-amerikanische Lithiumproduzent hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2017 gut verdient.

 

Der US-amerikanische Spezialchemikalienhersteller und Lithiumproduzent Albemarle meldet für das erste Halbjahr 2017 einen Nettoumsatz von 1,46 Milliarden US-Dollar (1,24 Milliarden Euro). Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 (1,33 Milliarden US-Dollar bzw. 1,13 Milliarden Euro) ist das ein Anstieg um rund 9,7 Prozent Prozent. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im Jahresvergleich von 382,5 Millionen US-Dollar (323,8 Millionen Euro) um 12,5 Prozent auf 430,3 Millionen US-Dollar (364,3 Millionen Euro). Unternehmenschef Luke Kissam begründete besseren Zahlen mit gestiegenen Verkaufsmengen und -preisen.

 

Für das Gesamtjahr rechnet Kissam mit einem Nettoumsatz zwischen 2,90 und 3,05 Milliarden US-Dollar (2,45 bis 2,58 Milliarden Euro). Gegenüber 2016 wäre dies ein Anstieg um 5,2 Prozent. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 835 und 875 Millionen US-Dollar (707 und 740 Millionen Euro) liegen, im Vergleich zu 2016 ein Plus um 4,8 Prozent.

 

Albemarle gehört zu den wichtigsten Lithiumproduzenten der Welt und beliefert unter anderem Panasonic sowie Samsung mit dem Alkalimetall. Die Produktion erfolgt nahe des Salar de Atacama in Chile etwa 1.500 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima sowie in der 1864 zwecks Silberförderung gegründeten Stadt Silver Peak im US-Bundesstaat Nevada. Diese befindet sich rund 300 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Nevadas, Carson City. Nach eigenen Angaben erweiterte Albemarle im Dezember 2016 seinen Vertrag mit der chilenischen Regierung. Das Unternehmen verfügt in Chile nun über Vorkommen, die ihm erlauben, 27 Jahre lang rund 80.000 Lithium pro Jahr zu erzeugen. In Nevada produziert Albemarle etwa 6.000 Lithium pro Jahr. Die vorhandenen Reserven ermöglichen dem Unternehmen, dies noch etwa 20 Jahre lang fortzusetzen.