ARA sieht sich auf gutem Weg

Die Altstoff Recycling Austria dominiert weiterhin den Markt für die Sammlung von Verpackungsabfällen.

ARA-Vorstände Knausz (l.) und Scharff
Foto: ARA/Kurt Keinrath
Gut behauptet: Die ARA unter Christoph Scharff (r.) und Werner Knausz hat bei der Sammlung von Verpackungsabfälle von Haushalten einen Marktanteil von rund 80 Prozent.

 

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2016 zeigt sich der Vorstand der Altstoff Recycling Austria (ARA), Christoph Scharff. Zwei Jahre nach der Öffnung des Marktes für Verpackungsabfälle von Haushalten hatte die ARA laut eigenen Angaben einen Marktanteil von rund 80 Prozent und war damit weiterhin Marktführer. Über alle Marktsegmente hinweg gerechnet, sammelte die ARA rund 734.000 Tonnen Verpackungsabfälle, von denen sie rund 698.000 Tonnen der Verwertung zuführte. Davon wiederum wurden rund 630.000 Tonnen stofflich verwertet, die übrigen 70.000 Tonnen dienten der Strom- und Wärmeerzeugung in thermischen Reststoffverwertungsanlagen, sagte Scharff. Im Jahr 2015 hatte die ARA 761.000 Tonnen an Verpackungsabfällen erfasst und rund 732.000 Tonnen der Verwertung zugeführt, davon 622.000 Tonnen der stofflichen und rund 110.000 Tonnen der thermischen Verwertung.

 

An Lizenztarifen erzielte die ARA 2016 rund 152,8 Millionen Euro gegenüber 145,9 Millionen Euro im Jahr 2015. Die Erlöse aus dem Altstoffverkauf und sonstigen Tätigkeiten beliefen sich auf 46,4 Millionen Euro, verglichen mit 41,6 Millionen Euro im Jahr 2015.

 

Scharffs Vorstandskollege Werner Knausz ergänzte, die ARA sei auf gutem Wege, die im Zuge der Marktöffnung eingetretenen Umsatzrückgänge wieder wettzumachen: „Zu rund zwei Dritteln haben wir das schon geschafft. Bis Ende 2018 sollten wir die Rückgänge vollständig ausgeglichen haben.“ Zu diesem Zweck verlängert die ARA ihre Wertschöpfungskette. Im November 2016 etwa wurde das Transport- und Logistikunternehmen LogMan übernommen. Mit Juli nimmt die Digido-GmbH ihre Tätigkeit auf. Laut dem Transparenzbericht der ARA betreibt sie „eine IT-Plattform zum digitalen Austausch von Transportdaten zwischen allen an einem Transport Beteiligten. Das Unternehmen ist für alle Stoffströme und branchenübergreifend tätig“.

 

Eine nicht zu unterschätzende Herausforderung könnte laut Scharff die Umsetzung des Kreislaufwirtschaftspakets der EU in Österreich werden. Dieses sieht für die Zeit ab 2025 noch höhere Recyclingquoten vor als bereits bisher. Vor allem gilt das für die Bereiche Kunststoff und Aluminium. Es werde nicht genügen, „einfach ein bisschen mehr zu sammeln“. Statt dessen müsse beim Produktdesign angesetzt werden. Deshalb habe die ARA einen diesbezüglichen Forschungsschwerpunkt etabliert.