ASH DEC: Erster Dünger aus "urbaner Phosphatmine"

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Nach der Inbetriebnahme der Pilotanlage in Leoben im Juni ist es ASH DEC gelungen, die Wertschöpfungskette zu schließen: Das Phosphat aus den Rückständen der Klärschlammverbrennung wurde recycelt und daraus 220 t NPK Vollwertdünger produziert und in Ungarn verkauft.

Der Ofen und die Kühlschnecken der Leobener "Phosphatmine".

ASH DEC hat damit erstmals den Beweis erbracht, dass mit "Urban Mining" Geld zu verdienen ist und der Nährstoffkreislauf geschlossen werden kann. Urban Mining umfasst die Erschließung von Rohstoffen aus den Reststoffen der Industriegesellschaft.

Mit der Pilotanlage in Leoben startete der Abbau aus der ersten urbanen Phosphatmine der Welt. ASH DEC erzeugt dort mit einem patentierten Verfahren aus Klärschlammaschen einen hochwertigen Dünger, der alle Grenzwerte einschlägiger Verordnungen einhält und bei zahlreichen kritischen Parametern handelsüblichen Phosphatdüngern überlegen ist (etwa bei der Belastung mit Cadmium und Uran). Im Prozess werden die unerwünschten Schwermetalle über die Rauchgasreinigung abgeschieden und die Nährstoffe für Pflanzen verfügbar gemacht.

Weitere Anlagenprojekte in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Russland sind in Entwicklung. Die Vorarbeiten für die ersten beiden industriellen Anlagen in Bayern und im Wallis sind bereits weit fortgeschritten. Mit der Inbetriebnahme dieser Anlagen 2009 und 2010 wird ASH DEC bis zu 60.000 Jato Dünger verkaufen und damit bereits knapp 30 Mio € umsetzen. Allein das europäische Umsatzpotenzial für das neue Verfahren liegt bei 1 Mrd € jährlich.
ASH DEC: Erster Dünger aus "urbaner Phosphatmine"