Bayer senkt Covestro-Anteil

Durch einen Aktienverkauf und die Begebung von Schuldverschreibungen will der deutsche Chemiekonzern rund zwei Milliarden Euro lukrieren.

Bayer-Vorstandschef Werner Baumann
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Bayer-Vorstandschef Werner Baumann: Covestro mittelfristig vollständig verkaufen

 

Der deutsche Chemiekonzern Bayer hat seinen direkten Anteil an Covestro um 8,5 Prozent auf 44,8 Prozent vermindert. Dies erfolgte durch die Abgabe von rund 17,25 Millionen Aktien des Werkstoffherstellers (vormals BayerMaterialSciences) zu einem Preis von 62,25 Euro je Aktie, insgesamt also etwa 1,07 Milliarden Euro. Die Aktien gingen ausschließlich an institutionelle Investoren, teilte Bayer mit. Ferner begab der Konzern Schuldverschreibungen im Wert von einer Milliarde Euro, die in Covestro-Aktien umgetauscht werden können. Den anfänglichen Umtauschpreis bezifferte Bayer mit 80,93 Euro je Stück. Verzinst werden die Schuldverschreibungen mit 0,05 Prozent pro Jahr.

 

Ungelegen kommen die Einnahmen wohl kaum. Vorbehaltlich der Zustimmung der europäischen und US-amerikanischen Behörden hat Bayer die Übernahme des Agrarriesen Monsanto zu stemmen. Dieser ist in Europa unter anderem als wesentlichster Hersteller des Pflanzenschutzmittels Glyphosat bekannt.

 

In der Bayer-Bilanz muss Covestro übrigens weiter voll konsolidiert werden, weil der Konzern mit seinen direkten und indirekten Anteilen in der Hauptversammlung weiterhin die Mehrheit an dem Werkstoffproduzenten hat. Bayer hat angekündigt, sich mittelfristig „vollständig von Covestro trennen“ zu wollen.