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Last update: 2012.02.03, 16:19
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US-Bioethikkommission berät Synthetische Biologie

Am 8. und 9. Juli tritt in Washington, DC, zum ersten Mal jene neu besetzte Bioethikkommission zusammen, die US-Präsident Barack Obama nach der Auflösung eines vergleichbaren Beratergremiums seines Vorgängers geschaffen hat. Zu Fragen der synthetischen Biologie ist mit Markus Schmidt diesmal auch ein Österreicher als Vortragender eingeladen.


Markus Schmidt ist Experte für biologische Sicherheit und einer der Gründer der Organisation for International Dialogue and Conflict Management. ©IDC

Die synthetische Biologie ist gleichsam der „letzte Schrei“ der heute auf festen molekularen Beinen stehenden Lebenswissenschaften. Sie steht dafür, nicht mehr bloß stellenweise in das immer genauer entschlüsselte Geschehen in Lebewesen einzugreifen, sondern ganze biologische Systeme künstlich zu schaffen. Dazu werden verschiedene strategische Ansätze zur Verfügung: Synthetisch geschaffene biochemische Systeme werden in Lebewesen eingebaut, chemische Systeme werden von Grund auf so konstruiert, dass sie bestimmte Eigenschaften von Lebewesen zeigen, Organismen werden auf ihre Minimalausstattung reduziert, um aus ihnen biologische Schaltkreise zu bauen.

Österreichischer Experte für den Umgang mit Risiken
Das Betreten dieses Neulands ruft auch die Sorge um einen gewissenhaften Umgang mit den nun zur Verfügung stehenden Mitteln hervor. Politische Entscheidungsträger setzen immer häufiger auf die wissenschaftlich-ethische Begleitung des politischen Prozesses. Auf derartige Fragenkomplexe ist Markus Schmidt spezialisiert, der Vorstandsmitglied und Mitgründer der in Wien ansässigen IDC (Organisation for International Dialogue and Conflict Management) und Forscher im österreichischen Genomforschungsprogramm „Gen-Au“ ist.

Schmidt hat sich mit der öffentlichen Wahrnehmung und dem Risikomanagement auf den Gebieten gentechnisch veränderte Organismen, Nanotechnologie und Synthetische Biologie befasst und arbeitet auch im Institut des Genomik-Pioniers Craig Venter mit, der neben Drew Endy von der Stanford University oder George Church von der Harvard Medical School ebenfalls vor der Bioethikkommission sprechen wird.


Das Treffen der Kommission ist öffentlich zugänglich und via Live-Stream auf http://www.bioethics.gov mitverfolgbar.


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