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Last update: 2012.02.03, 16:19
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Synthetisches Somatropin wirkt nicht immer gleich

Je nach Herstellungsverfahren ist der Aufbau des Wachstumshormons Somatropin geringfügig anders. Dies kann die Wirkung der Medikamente verändern und das Therapieziel gefährden, warnt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Sie spricht sich deshalb dagegen aus, Somatropin in die Gruppe 1 der Medikamente mit "denselben Wirkstoffen" - einzuordnen.

Somatropin wird heute mit gentechnisch optimierten Bakterien oder anderen Mikroorganismen hergestellt. Es ist nach dem Insulin das zweite synthetisch hergestellte Peptidhormon, das auf den Markt gelangte. © Sandoz

Das menschliche Wachstumshormon Somatropin wird bereits seit den 1960er Jahren zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt - etwa bei hormonell bedingtem Kleinwuchs oder der durch einen Gehirntumor verursachten Akromegalie. Bis Mitte der 1980er Jahre wurde es aus den Hirnanhangsdrüsen Verstorbener isoliert.

Mittlerweile sind Präparate verschiedener Hersteller im Handel. Deren verschiedene Herstellungsverfahren führen zu kleinsten Abweichungen im Aufbau des Hormons. "Trotz des vermeintlich identischen Wirkstoffs gibt es bei den Präparaten Unterschiede, die bei der Anwendung und Verschreibung berücksichtigt werden müssen", sagt Andreas Pfeiffer von der Abteilung für Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin an der Berliner Charité.

"Gehen Ärzte aufgrund der geplanten Einordnung in Gruppe 1 von der Gleichwertigkeit der Präparate aus, könnten sie damit das Therapieziel gefährden." Hinzu kommt, dass zu den verschiedenen Präparaten unterschiedliche Injektionssysteme gehören.

Biosynthetische Somatropin-Präparate seien daher in der Gruppe 2 der vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Arzneimittelgruppen besser aufgehoben. Darin finden sich Arzneimittel mit "pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Stoffe insbesondere mit chemisch verwandten Stoffen."


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