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Mittwoch, 13. Jänner 2010, 16:58
Materialveränderungen im Nanometermaßstab
An der JKU Linz ist am 12. Jänner in Anwesenheit von Wirtschaftsminister Mitterlehner ein neues Christian-Doppler-Labor eröffnet worden. Es wird sich, unterstützt von den Unternehmenspartnern Voestapine Stahl und EV Group, mit mikroskopischer und spektroskopischer Materialcharakterisierung beschäftigen.
Laborleiter David Stifter, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Reinhart Kögerler (Präsident der Christian Doppler-Gesellschaft), Erich Peter Klement (Dekan Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) und JKU-Rektor Richard Hagelauer bei der Eröffnung des CD-Labors. ©JKU Zielsetzung des am Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik (ZONA) der JKU angesiedelten und von David Stifter geleiteten CD-Labors ist die Entwicklung von Charakterisierungsmethoden, die bislang noch nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Im Zentrum steht dabei ein neuartiges 3D-Mikroskops mit flexiblen Kontrastmöglichkeiten sowie das Nutzbarmachen nichtlinearer optischer Methoden, wie tiefenaufgelöstes Abbilden mittels Second-Harmonic-Generation, abbildende Summen-Frequenz-Spektroskopie oder Coherent Anti-Stokes Raman Scattering-Mikroskopie. Die neuen Methoden sollen mithilfe von bestehenden Techniken validiert werden. Für Stahlbänder und Halbleiter Die Anwendungsgebiete dieser Charakterisierungsmethoden liegen im präzisen Verfolgen geringster Materialveränderungen bis in den Nanometerbereich, was sie für die Unternehmenspartner des CD-Labors interessant machen. Für die F&E der Voestalpine Stahl GmbH ist das hier gewonnen Know-how für das Verfahren der kontinuierlichen Stahlbandbeschichtung interessant. Die EV Group wiederum ist Systemanbieter und Lieferant von Anlagen zur Herstellung von Mikrosystemen und Halbleiterbauteilen, hier sollen die Früchte der Zusammenarbiet mit der Universität in die Weiterentwicklung des Wafer Bondings fließen. Wissenschaftliche Partner sind das Institut für Wissensbasierte Mathematische Systeme (FLLL) der JKU und die Sektion für Biomedizinische Physik (DBP) der Medizinischen Universität Innsbruck. Das neue CD-Labor verfügt über ein Jahresbudget von 550.000 Euro, das je zur Hälfte vom Wirtschaftsministerium und von den Industriepartnern aufgebracht wird. |
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