Linde Group: Ausbau in China

Der Industriegase-Konzern investiert mehr als 110 Millionen Euro in neue Stickstoffgeneratoren sowie weitere Systeme zur Flüssiggasversorgung. Sie sollen noch heuer in Betrieb gehen.

Linde-Hauptsitz
Foto: Linde Group
Linde Group: asiatisch-pafizischer Raum als Wachstumsregion

 

Um über 110 Millionen Euro baut die deutsche Linde-Group in China neue Produktionsanlagen für industrielle Gase. Sie dienen der „On-site-Gaseversorgung von Schlüsselkunden in großen Fertigungs-Clustern für Halbleiter und Flachbildschirme in den östlichen und zentralen Provinzen Chinas“, meldete Linde. Mit neuen sowie bestehenden Kunden seien „zahlreiche langfristige Verträge zur Versorgung mit Elektronikgasen“ geschlossen worden. Errichtet werden die Anlagen von Linde LienHwa, dem in Taipei auf Taiwan ansässigen Elektronikgase-Joint Venture des deutschen Konzerns in China. Dieses gilt als größter Erzeuger industrieller Gase in Taiwan. LienHwa selbst ist vor ­allem in der Nahrungsmittelindustrie tätig. Unterstützt wird Linde LienHwa bei den Projekten von der Linde Engineering Division. Errichtet werden mehrere Stickstoffgeneratoren mit einer Gesamtkapazität von mehr als 110.000 Normkubikmetern pro Stunde sowie weitere Systeme zur Flüssiggaseversorgung. Sämtliche Anlagen sollen noch heuer in Betrieb gehen.

 

Wie seitens der Linde Group verlautete, betrachtet diese den „gesamten asiatisch-pazifischen Raum“ als wichtige Wachstumsregion und engagiert sich dort entsprechend. Erst kürzlich eröffnete der Konzern ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrums für Elektronik in Taichung, etwas 150 Kilometer südwestlich von Taipei. Die Linde-Group verweist verweist in diesem Zusammenhang auf Schätzungen von Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI), eines internationalen Verbands von Halbleiterproduzenten, denen zufolge in den kommenden Jahren „mehr als die Hälfte der neuen Investitionen in Halbleiterfabriken“ in China erfolgen wird. Von 2014 bis einschließlich heuer stecke der staatliche chinesische National IC Industry Investment Fund rund 16,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Halbleiterindustrie: „Weitere 82 Milliarden Euro könnten über private Investoren und Lokalregierungen hinzukommen.“