Novartis: US-Zulassung für Kisqali

Das Brustkrebsmedikament wurde von der Food and Drug Administration freigegeben.

Novartis-Stammsitz
Foto: Novartis
Novartis: US-Zulassung für bessere Brustkrebstherapie

 

Novartis hat von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung für Kisquali erhalten, ein Medikament zur Bekämpfung von Brustkrebs bei postmenopausalen Frauen. Das meldete der Schweizer Pharmakonzern in einer Aussendung. Ihm zufolge erwies sich Kisqali in Kombination mit dem Aromatase-Inhibitor Letrozole gegenüber der ausschließlichen Gabe von Letrozole im Rahmen der Phase-III-Studie „Monaleesa-2“ mit 668 Teilnehmerinnen als überlegen. Das Risiko des Tumorfortschritts oder des Todes durch den Tumor habe sich um 44 Prozent verringern lassen. Zuverlässige Daten hinsichtlich der durchschnittlichen Überlebensrate werden laut Novartis allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen. Kisqali wird drei Wochen lang einmal täglich in Form von drei Tabletten mit insgesamt 600 Milligramm eingenommen. Danach folgt eine einwöchige Phase ohne Verabreichung des Mittels.

 

In den USA ist Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Laut Schätzungen der American Cancer Society, auf die Novartis hinwies, dürfte diese heuer bei rund 250.000 Frauen diagnostiziert werden. Bei bis zu einem Drittel der Betroffenen, bei denen der Krebs im Frühstadium erkannt wird, ist mit einer Metastasierung des Tumors zu rechnen.

 

Wie es in den Verabreichungsvorschriften der FDA heißt, wurde bei der Therapie mit Kisqali und Letrozole eine Reihe von Nebenwirkungen festgestellt. Dazu gehören die Schwächung der körpereigenen Abwehr von Bakterien und Pilzen (Neutropenie), Müdigkeit, Schwindel, Durchfall, Blutplättchenmangel (Leukopenie), Haarausfall, Verstopfung, Erbrechen sowie Kopf- und Rückenschmerzen. Außerdem kann die Behandlung auch Föten schädigen. Daher weist die FDA Novartis an, die Patientinnen auf dieses Risiko hinzuweisen und sie zur Einnahme von Kontrazeptiva während der Therapie zu veranlassen.