Pestizid-Studien verbessern

Die EFSA erstellte ein Gutachten über die Verwendung epidemiologischer Studien bei der Risikobewertung von Pestiziden und hält dazu eine öffentliche Konsultation ab.

Getreide
Foto: BMLFUW/Petra Huber
Oft unzulänglich: Das PPR Panel der EFSA ist mit manchen epidemologischen Studien alles andere als zufrieden.

 

Mit der Verwendung epidemiologischer Studien bei der Risikobewertung von Pestiziden befasst sich ein wissenschaftliches Gutachten des EFSA Panel on Plant Protection Products and their residues (PPR Panel). Diesem zufolge kommt es bei solchen Studien häufig zu Unzulänglichkeiten. Zu den wichtigsten gehören Voreingenommenheiten, unzureichende Charakterisierungen der Exposition, Mängel bei den statistischen Auswertungen sowie die schlechte Qualität der Beschreibung der Forschungsergebnisse.

 

Daraus leitet das PPR Panel eine Reihe von Empfehlungen ab. Unter anderem sollten die Untersuchungen hinsichtlich der Expositionen verbessert werden, etwa durch die Messung von Biomarker-Konzentrationen spezifischer Pestizide auf individuellem Niveau. Ferner kann die Nutzung geographischer Informationssysteme (GIS) zur Plausibilisierung von Studienergebnissen dienen.

 

Im Rahmen einer öffentlichen Konsultation besteht bis einschließlich 28. Juli die Möglichkeit, zu dem Gutachten Stellung zu nehmen. Verfügbar ist dieses unter http://www.efsa.europa.eu/en/consultations/call/170612.