<small> Österreichs Gesundheitsbefragung 2006/2007:<br> Mehr Gesunde, aber auch mehr chronisch Kranke </small>

Hauptbild




Eine steigende Lebenserwartung in guter Gesundheit, gleichzeitig aber auch eine beträchtliche Zahl von Menschen mit chronischen Beschwerden - so die heurigen Kernergebnisse der von Statistik Austria durchgeführten Gesundheitsbefragung.
Österreichs Gesundheitsbefragung 2006/2007: Mehr Gesunde, aber auch mehr chronisch Kranke

Lässt man die Österreicher ab 15 Jahren ihren Gesundheitszustand bewerten, so antworten aktuell jeweils rund 75,5 % mit „sehr gut“ oder mit „gut“, wobei Frauen ihren allgemeinen Gesundheitszustand generell etwas pessimistischer sehen.

&#8226; In den letzten Jahrzehnten stieg die Lebenserwartung in Österreich beachtlich. 1991-2006 lag der jährliche Zugewinn für Frauen bei 0,25 Jahren, für Männer sogar bei 0,32 Jahren. In Summe ergibt das für Frauen ein Plus von 3,7 auf 82,7 Jahre, für Männer ein Plus von 4,8 auf 77,1 Jahre. Die Zahl der in guter Gesundheit verbrachten Jahre stieg noch stärker, nämlich um 6,3 auf 63,2 Jahre bei den Frauen bzw. um 6,1 auf 61,8 Jahre bei den Männern.

&#8226; Gesundheitlicher „Problembereich“ Nummer eins ist die Wirbelsäule: Rund 1/3 der Personen ab 15 Jahren, also fast 2,3 Mio Menschen, leiden unter Wirbelsäulenbeschwerden. Diese sind auch die häufigste Ursache von Schmerzen: 1,5 Mio Menschen hatten in den 12 Monaten vor der Befragung im Bereich der Wirbelsäule zumindest zeitweise erhebliche Schmerzen, 1 Mio litten akut (in der Woche vor der Befragung) daran.

&#8226; Mit großem Abstand an zweiter Stelle gesundheitlicher Probleme steht Bluthochdruck. Davon akut betroffen sind 1,3 Mio Menschen, nahezu jeder 5. ab 15 Jahren. An dritter Stelle folgen Allergien: Einschließlich des allergischen Asthmas (192.000 Personen) leiden 1,1 Mio Österreicher daran. Von 2 weiteren chronischen Krankheitsbildern sind jeweils knapp mehr als 1 Mio Österreicher betroffen, nämlich von entzündlichen und nicht entzündlichen Gelenkserkrankungen sowie von Kopfschmerzen bzw. Migräne.

&#8226; An Diabetes mellitus leiden österreichweit 390.000 Personen. 68 % der Diabetiker und 74 % der Diabetikerinnen sind dabei 65 Jahre oder älter. Beinahe ebenso viele (380.000 Personen, davon nur rund 50.000 Männer) haben den eigenen Angaben zufolge Osteoporose.

&#8226; 12 % der Männer und 13 % der Frauen ab 15 Jahren sind den Definitionen der WHO zufolge adipös (fettleibig bzw. stark übergewichtig). In absoluten Zahlen sind damit in Österreich 400.000 Männer und 460.000 Frauen von den negativen gesundheitlichen Folgen der Fettleibigkeit bedroht. Personen mit starkem Übergewicht sind in Ostösterreich häufiger. Der Anteil der stark übergewichtigen Bevölkerung ist seit 1999 deutlich gestiegen und zwar bei beiden Geschlechtern um jeweils 4 Prozentpunkte. Der negative Trend betrifft alle Altersgruppen, insbesondere aber Frauen ab 75 Jahren. 1999 gab es 29.000 stark übergewichtige ältere Frauen, aktuell sind es 64.000.

&#8226; 1,6 Mio Österreicher rauchen täglich. Der Anteil der Raucher ist mit 27,5 % noch immer deutlich höher als jener der rauchenden Frauen (19,4 %). Allerdings hat sich seit den frühen 1970er Jahren der Anteil der Raucherinnen (1972: 9,8 %) verdoppelt, während bei den Männern im selben Zeitraum die Raucherrate um 29 % zurückging (1972: 38,7 %). Da immer weniger Männer aber gleichzeitig immer mehr Frauen rauchen, hat sich die Zahl der rauchenden Personen nicht geändert.

&#8226; 32 % der Männer und 23 % der Frauen kommen in ihrer Freizeit zumindest 3 x in der Woche durch sportliche Betätigung ins Schwitzen. Männer betreiben generell öfter Sport als Frauen. Am sportlichsten sind bei den Männern die 15- bis 29-Jährigen (42 %), bei den Frauen sind es dagegen die 45- bis 59-Jährigen (28 %).