Solvay und Albemarle: Zufrieden mit erstem Quartal

Der belgische Chemiekonzern und der US-amerikanische Lithium-Erzeuger haben Umsatz und EBITDA gesteigert.

 

Einen „starken Start ins Jahr 2017“ meldet der belgische Chemiekonzern Solvay. Der Nettoumsatz wuchs im ersten Quartal 2017 gegenüber dem ersten Quartal 2016 um 9,7 Prozent auf 2,97 Milliarden Euro, das EBITDA um 12 Prozent auf 616 Millionen Euro. Hinsichtlich des EBIT verzeichnete Solvay ein Plus von 16 Prozent auf 429 Millionen Euro. Laut Angaben des Unternehmens hat sich der Nettoumsatz in fast allen Geschäftsbereichen erhöht, bei Advanced Materials um 4,0 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro, bei Advanced Formulations und Performance Chemicals um jeweils zwölf Prozent auf 741 bzw. 668 Millionen Euro und bei Functional Polymers um 19 Prozent auf 430 Millionen Euro. Kaum ins Gewicht fällt dem gegenüber der Umsatzrückgang von 4 auf 3 Millionen Euro im Bereich Corporate & Business Services. Solvay begründete diese Entwicklung mit höheren Verkaufsmengen und Verkaufserlösen, die die ebenfalls gestiegenen Einkaufspreise für die Rohstoffe überkompensierten.

 

CEO Jean-Pierre Clamadieu sagte, er wolle den „Weg des Wachstums“ fortsetzen. Für das Gesamtjahr 2017 erwarte Solvay eine Steigerung des EBITDA im „mittleren einstelligen Prozentbereich“. Der Free Cash Flow werde sich auf etwa 800 Millionen Euro belaufen, verglichen mit 164 Millionen im ersten Quartal.

 

Mehr Geld mit Lithium

 

Zufrieden mit dem ersten Quartal zeigte sich auch Luke Kissam, der CEO des US-amerikanischen Chemiekonzerns Albemarle, der zu den weltweit wichtigsten Lithium-Produzenten gehört. Sein Unternehmen meldete für das erste Quartal 2017 ein Umsatzplus von 14 Prozent auf 722 Millionen US-Dollar (660,70 Millionen Euro) sowie einen EBITDA-Zuwachs von 10 Prozent auf 211 Millionen US-Dollar (193,08 Millionen Euro). Mit der Lithium-Erzeugung erwirtschaftete Albemarle nach eigenen Angaben ein EBITDA von rund 100 Millionen Dollar (91,48 Millionen Euro), um 56 Prozent mehr als im ersten Quartal 2016. Die Brom-Produktion erbrachte 68 Millionen US-Dollar (62,21 Millionen Euro), im Jahresvergleich ein Plus von 11 Prozent.

 

Ferner erhielt Albemarle im ersten Quartal 2017 die Genehmigung, seine Produktion in der australischen Greenbushes-Mine bis 2019 auf 160.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE) zu verdoppeln. Ein weiteres Projekt zur Steigerung der LCE-Erzeugung in China von 30.000 auf 40.000 Tonnen läuft dem Unternehmen zufolge planmäßig und soll 2018 abgeschlossen werden. Im ersten Quartal 2017 steigerte Albemarle seinen Lithium-Verkauf um 39 Prozent, der Preis war um 21 Prozent höher als im ersten Quartal 2016.

 

Für das Gesamtjahr erwartet Albemarle einen Umsatz von 2,95 bis 3,05 Milliarden US-Dollar (2,69 bis 2,78 Milliarden Euro), das bereinigte EBITDA soll zwischen 835 und 875 Millionen Dollar (763,66 bzw. 800,33 Millionen Euro) liegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 erwirtschaftete das Unternehmen 2,67 Milliarden US-Dollar (2,44 Milliarden Euro) Umsatz, das bereinigte EBITDA belief sich auf 758 Millionen US-Dollar (693,31 Millionen Euro).