Agrana: Ergebnis sinkt wie angekündigt

Die Rückgänge bei den Preisen für Zucker, Ethanol sowie Isoglukose schlugen sich in der Jahresbilanz 2018/19 deutlich nieder.

Foto: Agrana
Agrana-Generaldirektor Johann Marihart: für laufendes Geschäftsjahr deutlich besseres Ergebnis zu erwarten als für 2018/19

 

Wie angekündigt schlugen sich der Verfall des Zuckerpreises und der Rückgang der Preise für Ethanol sowie Isoglukose im Jahresergebnis 2018/19 des Zucker- und Stärkekonzerns Agrana nieder. Der Jahresumsatz sank verglichen mit den Werten des Geschäftsjahres 2017/18 um 4,8 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro, das EBIT verringerte sich 65,1 Prozent auf 66,6 Millionen Euro. Das Konzernergebnis schließlich fiel um 78,7 Prozent auf 30,4 Millionen Euro.

 

Ausschließlich im größten Geschäftsbereich, Frucht, erhöhten sich sowohl der Umsatz als auch das EBIT. Der Umsatz wuchs um 1,5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro, das EBIT um 2,1 Prozent auf 77,3 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür war das Geschäft mit Fruchtsaftkonzentraten.

Im Segment Stärke wuchs zwar der Umsatz um 1,4 Prozent auf 762,7 Millionen Euro. Das EBIT fiel indessen um 36,2 Prozent auf 51,2 Millionen Euro. Hier wirkte sich das niedrigere Preisniveau bei Ethanol und Isoglukose aus.

Das kleinste Segment, Zucker, schließlich verzeichnete einen Umsatzrückgang um 23,2 Prozent auf 501,2 Millionen Euro. Bezüglich des EBIT verzeichnete die Agrana in diesem Segment einen Verlust von 61,9 Millionen Euro, nachdem sie 2017/18 einen Gewinn von 34,8 Millionen Euro erwirtschaftet hatte.

 

Generaldirektor Johann Marihart konstatierte, mit dem Jahresergebnis 2018/19 könne die Agrana „zweifellos nicht zufrieden sein. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir jedoch wieder mit einem deutlich besseren Gesamtergebnis insbesondere durch einen EBIT-Anstieg im Segment Frucht. Einmal mehr bewährt sich gerade in der schwierigen Zuckermarktsituation unsere Strategie der Diversifizierung, mit der wir schwankende wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den verschiedenen Segmenten ausbalancieren können“.