Agrana: Start für Betainanlage

Trotz einiger Herausforderungen in der Bauphase durch die COVID-19-Pandemie konnte der Konzern die Fabrik am Standort Tulln kürzlich in Betrieb nehmen.

Foto: Agrana / C. Shellswell
Neuer Standort: In Tulln kann die Agrana jährlich rund 8.500 Tonnen kristallines Betain erzeugen.

 

Nach 15 Monaten Bauzeit nahm die Agrana ihre neue Betainkristallisations-Anlage am Standort Tulln in Betrieb. Das teilte der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern per Aussendung mit. Gemeinsam mit der US-amerikanischen Amalgamated Sugar Company investierte er dort rund 40 Millionen Euro. Tulln ist der dritte Standort, an dem die Agrana kristallines Betain herstellt. Die Kapazität der neuen Anlage liegt bei rund 8.500 Tonnen pro Jahr. Schon seit fünf Jahren gewinnt die Agrana in Tulln aus der bei der Zuckerherstellung anfallenden Rübenmelasse flüssiges Betain-Konzentrat.

 

Generaldirektor Johann Marihart und Amalgated-Sugar-CEO John McCreedy verlauteten, infolge der COVID-19-Pandemie sei es während der Bauzeit „zu einigen Herausforderungen“ gekommen. Dennoch habe die Anlage im August fertiggestellt werden können. Nun seien die beiden Unternehmen in der Lage, Kunden in der Kosmetik-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie mit hochwertigem kristallinem Betain zu versorgen. Als wichtigste Absatzmärkte nannte die Agrana Asien und Australien sowie den arabischen Raum.