Bio Europe Spring zum ersten Mal in Wien

Im Rahmen des Branchenevents Bio Europe Spring kamen von 25. bis 27. März Vertreter von Startups, Investoren und eingesessenen Playern in Wien zusammen.

Bild: LISA Vienna/Michlmayr
Ministerin Margarete Schramböck (Mitte) mit den AWS-Geschäftsführern Edeltraud Stiftinger (rechts) und Bernhard Sagmeister (links)

Rund 2.500 Teilnehmer waren von 25. bis 27. März im Ausstellungsgelände und Kongresszentrum der Messe Wien, als zum insgesamt dritten Mal ein Event der Bio-Europe-Reihe in der österreichischen Bundeshauptstadt stattfand. Nach der etwas größeren Herbstveranstaltung, die 2009 und 2013 in Wien Station machte, war es diesmal die Frühjahrsausgabe „Bio Europe Spring“, für die in gewohnter Weise die Wiener Life-Sciences-Plattform LISAvienna als lokaler Partner fungierte. Über das Partnering-System des Veranstalters EBD Group wurden schon vorab rund 15.000 Vieraugengespräche vereinbart, die um die kleine Ausstellungsfläche platzierten Partneringboxen erwarteten also regen Verkehr. Sowohl große Player aus dem Pharmabereich also auch Startups aus allen Sparten der Bio- und Medizintechnik erhielten Gelegenheit zu Firmenpräsentation. 70 österreichische Unternehmen nutzten den Gemeinschaftsstand der LISAvienna als zentrale Anlaufstelle der Eventbesucher. Daneben wurden in einem Vortragsprogramm mit zahlreichen Podiumsdiskussionen wegweisende Entwicklungen thematisiert, beispielsweise neue Modelle der Partnerschaft und des Investments.

 

Stärkefeld der Bundeshauptstadt

Sowohl Bundes- als auch Landespolitiker konnten zur Eröffnung der Veranstaltung begrüßt werden. Wirtschafts- und Digitalisierungs-Ministerin Margarete Schramböck sprach in ihren eröffnenden Worten von drängenden Aufgaben einer europäischen Industriepolitik, die sich wieder darauf konzertieren solle, produzierende Unternehmen zu fördern, was auch der Life-Sciences-Branche zugutekomme. Der Wiener Stadtrat Peter Hanke hob die Life Sciences als Stärkefeld der Stadt Wien hervor, das sich in Wirtschaft und Wissenschaft manifestiere.

Mehrere Unternehmen stellten sich im Rahmen eines Pressegesprächs anlässlich der Bio Europe Spring vor: Apeiron finanziert derzeit durch Einnahmen aus einem selbst zur Marktreife entwickelten Antikörper klinische Studien zu Krebsimmuntherapien. Allcyte widmet sich der Unterstützung der Pharmaforschung durch funktionelle Analyse der Arzneimittelwirkung in Patientenzellen. Das Greiner-Spinoff Genspeed hat einen Diagnostik-Kit zur Bestimmung von Keimen in weniger Stunden entwickelt.