OMV: Erdgas fürs Klima

Generaldirektor Rainer Seele will Erdöl verstärkt im Petrochemiebereich einsetzen, verlautete er bei der Hauptversammlung. Für Ölheizungen in Neubauten sieht er keine Zukunftsperspektiven.

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OMV-Generaldirektor Rainer Seele: „Erdgas als Problemlöser“

 

Die OMV wird Erdöl künftig verstärkt im Petrochemiebereich einsetzen. Das sagte Generaldirektor Rainer Seele bei der Hauptversammlung des Öl- und Gaskonzerns am 22. Mai in Wien. Im Heizungssektor sei eine „Zukunftsperspektive für Öl nicht gegeben“. Die Bundesregierung wolle die Installation von Ölheizungen in Neubauten ab 2020 verbieten. Zu diesem Ziel bekenne sich auch die OMV, betonte Seele. Im Verkehrssektor wolle sein Unternehmen den Einsatz von Erdgas forcieren. Wenn dieser Kraftstoff Benzin und Diesel ersetze, könnten die CO2-Emissionen erheblich vermindert werden.

 

Laut Seele ist die OMV dabei, eine neue Nachhaltigkeitsstrategie zu erarbeiten. Ein zentraler Punkt werde gerade die Verstärkung des Erdgasgeschäfts sein, weil sich damit der CO2-Ausstoß senken lasse. „Erdgas ist ein Problemlöser, und zwar heute, nicht erst morgen“, resümierte Seele.

 

Unterdessen schreitet die Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien („Turnaround“) voran, berichtete der zuständige OMV-Vorstandsdirektor Manfred Leitner. Das Vorhaben soll kommende Woche abgeschlossen werden. Leitner zufolge belaufen sich die Kosten auf etwa 35 Millionen Euro.