Lanxess: Arlanxeo-Verkauf zum Schuldenabbau

Die Saudi Aramco soll den Anteil des deutschen Spezialchemikalienkonzerns am Kautschuk-Joint-Venture übernehmen.

Foto: Lanxess
Lanxess: Kautschuk-Firma für die Saudis

Der deutsche Spezialchemikalienkonzern Lanxess will seinen 50-Prozent-Anteil am Kautschukproduzenten Arlanxeo um 1,4 Milliarden Euro an die Saudi Aramco verkaufen. Mit dieser hatte er Arlanxeo 2016 gegründet. Laut einer Aussendung plant Lanxess, mit dem Transaktionserlös „seine finanzielle Basis zu stärken und seine Nettofinanzverbindlichkeiten zu reduzieren“. Vorgesehen ist, den Verkauf noch heuer abzuschließen. Notwendig dafür ist das Placet der zuständigen Kartellbehörden.

 

Zufolge dem aktuellen Geschäftsbericht hatten sich die Nettoverbindlichkeiten von Lanxess nach Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren von 2016 auf 2017 auf 2,25 Milliarden Euro fast verzehnfacht. Begründet war dies durch den Kauf des US-amerikanischen Additivproduzenten Chemtura. Er stellte die bisher größte Akquisition in der Firmengeschichte von Lanxess dar.