Sanofi will Tamilflu OTC verkaufen

Der französische Pharmakonzern hat mit dem Hersteller Roche vereinbart, in den USA Verhandlungen über den rezeptfreien Verkauf des Grippemittels zu führen.

Foto: Sanofi
Sanofi-Vizepräsident Alain Main: „rascherer und einfacherer Zugriff“ auf Tamilflu

 

Sanofi möchte das bisher rezeptpflichtige Grippemittel Tamilflu von Roche in den USA künftig rezeptfrei („over the counter“, OTC) verkaufen. Die beiden Pharmakonzerne einigten sich darauf, dass Sanofi diesbezüglich Verhandlungen mit der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA führen wird. Der französische Pharmakonzern hat zugesagt, alle notwendigen Studien zu finanzieren, um die FDA zur Zustimmung zu dem „Switch“ von Tamilflu vom rezeptpflichtigen in den rezeptfreien Bereich zu bewegen.

 

Alain Main, der zuständige Vizepräsident von Sanofi, sagte, die USA seien der weltgrößte Markt für nicht rezeptpflichtige Medikamente. Gelinge es, Tamilflu rezeptfrei zu verkaufen, könnten Patienten rascher und einfacher Zugriff auf das Mittel bekommen. Und gerade das sei notwendig, um die Ausbreitung der Grippe zu verhindern. In den USA erkranken laut Main jährlich etwa 31 Millionen Menschen an Grippe. Das entspricht knapp zehn Prozent der Bevölkerung von rund 326 Millionen Personen. Etwa sieben Millionen US-Amerikaner werden mit Produkten wie Tamilflu behandelt.

 

Außerhalb der USA wird Roche Tamilflu weiterhin selbst verkaufen. Sanofi hat das Recht, mit den Behörden nicht genannter ausgewählter Märkte über einen „Switch“ von Tamilflu in den OTC-Bereich zu verhandeln.