VCI meldet Umsatzrückgang

Im ersten Quartal war der Umsatz der deutschen Chemie- und Pharmabranche um 3,8 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2018. Auch die Aussichten für das Gesamtjahr sind nicht überragend.

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VCI-Präsident Hans Van Bylen: „schwieriges Jahr“ zu erwarten

 

Der Umsatz der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie belief sich im ersten Quartal 2019 auf rund 48,3 Milliarden Euro. Er war damit um etwa 3,8 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2018, meldet der Branchenverband VCI in seinem aktuellen Konjunkturbericht. Die Produktion sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um sechs Prozent. Bei den Erzeugerpreisen war hingegen ein Plus von 1,6 Prozent zu verzeichnen. VCI-Präsident Hans Van Bylen sagte, sein Verband erwarte „weiterhin ein schwieriges Jahr für die Chemie“. Wie berichtet, geht der VCI von einem Produktionsrückgang um 3,5 Prozent aus. Der Branchenumsatz dürfte um etwa 2,5 Prozent auf 197,9 Milliarden Euro fallen.

 

Laut dem Bericht erwarten Ökonomen, dass die deutsche Wirtschaft heuer um weniger als ein Prozent wächst. Bei der Industrie gilt ein „leichter Produktionsrückgang“ als möglich. In der Folge ist mit einem Umsatzrückgang der Chemie- und Pharmabranche im deutschen Inlandsgeschäft zu rechnen. Das Auslandsgeschäft wiederum werde durch internationale Entwicklungen wie den Brexit sowie den Handelskonflikt der USA mit China und Europa getrübt: „Trump wird seine aggressive Handelspolitik fortsetzen und auch Europa und Deutschland ins Visier nehmen. Insgesamt bleibt die Verunsicherung bei den Marktakteuren groß.“