EU-Kommission ließ Ökobilanzierungen prüfen Wissenschaften 24.12.06 von Facebook Twitter LinkedIn via eMail teilen Die EU beauftragte den Consulter PE Europe, einen Status Quo in Sachen Ökobilanzen zu ermitteln. Für PVC und Konkurrenzprodukte fasste die <a href=http://ec.europa.eu/enterprise/chemicals/sustdev/pvc_en.htm>Studie</a> alle zugänglichen Ökobilanzen zusammen. Ergebnis: Ein Großteil der 100 untersuchten Bilanzen zu PVC ist unbrauchbar. EU-Kommission ließ Ökobilanzierungen prüfen <% image name="Polyvinylchlorid" %><p> <small>© Wikipedia</small> 70 % der untersuchten Studien sind <u>keine ganzheitlichen Ökobilanzen</u> – vielmehr handelt es sich um Materialvergleiche, welche die Produktionsfaktoren eines Werkstoffes mit denen eines anderen messen. Ökobilanzen dagegen analysieren und vergleichen Umweltauswirkungen von Anwendungen, Werkstoffen oder Systemen während ihres gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Verarbeitung und Anwendung bis zur Entsorgung. Viele Daten, die zur Erstellung der untersuchten Ökobilanzen verwendet wurden, waren zudem nicht auf dem aktuellsten Stand. <u>Eine Gewichtung sämtlicher Lebensphasen fehlt vollkommen.</u> Die Einbeziehung und Wertung der Nutzungsphase ist bei Bilanzierungen von langlebigen Produkten wie Fenstern und Fußböden jedoch von hoher Bedeutung. PVC-Bodenbeläge punkten etwa in der Nutzungsphase durch Einsparung von Reinigungsmitteln, während andere Werkstoffe etwas bessere Ökobilanzen in der Produktionsphase aufweisen. Materialsieger konnte die Studie keinen ermitteln – zu heterogen sind die Ergebnisse der einzelnen Bilanzen. <u>Für PVC wurde kein Grund gefunden, das Material</u> gegenüber Konkurrenzwerkstoffen <u>auszugrenzen</u>.