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F&E für große Kältespeicher stößt auf Resonanz

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6,5 Mio l Wasser passen in den Kältespeicher, den Boehringer Ingelheim derzeit im baden-württembergischen Biberach errichtet. Seit 2003 wurden hier Studien zum Thema Kaltwasserspeicherung betrieben, seit Herbst 2007 läuft nun der Bau. Jetzt soll der 27 m hohe Kältespeicher in Betrieb gehen.

Das Be- und Entladesystem für den Kältespeicher, den der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim in Biberach baut, wurde an der TU Chemnitz entwickelt. Es sorgt dafür, dass das Wasser mit möglichst wenig Turbulenzen ein- und ausströmt. © Thorsten Urbaneck

Hier wird auf Know-how von Chemnitzer Forschern zurückgegriffen: Thorsten Urbaneck hat an der TU Chemnitz das Konzept für große Kaltwasserspeicher seit 2003 entwickelt.

Nah- und Fernkälte sind aus mehreren Gründen vorteilhaft zur Versorgung der Klimatisierung: Der Platzbedarf im Gebäude ist gering, es müssen keine Geräte an die Fassade angebracht werden, es gibt keinen Maschinenlärm, Wartungen und aufwändige Bedienung von Geräten übernehmen Spezialisten und sorgen für einen sicheren und effektiven Betrieb.

"Unser Ausstoß von CO2 wird um 2.100 t reduziert, zudem sinkt der Wasserverbrauch um 21.500 m³/Jahr. Finanziell rechnen wir mit erheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten", informiert Boehringer Ingelheim.

Für die Kälteversorgung in der Pharma-Industrie ist ein stark schwankender Bedarf typisch. Genau hier greift ein Vorteil des Kaltwasserspeichers: "Der Kältespeicher entkoppelt die Kälteerzeugung vom Kälteverbrauch", erläutert Urbaneck. Dadurch kann das System sehr schnell auf eine schwankende Nachfrage reagieren. "Vor allem das schwierige Problem der Schichtung des Wassers in unterschiedliche Temperaturbereiche zeigt sich als gut gelöst", resümiert Urbaneck.
F&E für große Kältespeicher stößt auf Resonanz