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Heraeus: 25 Jahre Elektronenstahlschmelze in Hanau

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Bereits in den 1940er-Jahren beschäftigte sich Heraeus mit hochschmelzenden Sondermetallen. 1984 eröffnete das Unternehmen eine der größten Elektronenstrahlschmelzen Europas in Hanau.
Heraeus: 25 Jahre Elektronenstahlschmelze in Hanau

Niob-Präzisionsteile werden vor allem in der Lichttechnik verwendet. © Heraeus

Niob und Tantal sind mit ihren Schmelzpunkten von 2.500 und 3.000 Grad Celsius die wichtigsten Produkte von Heraeus. Niob ist ein beliebter Legierungsbestandteil für Stahl, nur drei bis vier Prozent der Weltproduktion (60.000 Tonnen) werden als reines Metall verwendet. Auf diese Nische ist der Betrieb spezialisiert. Zunächst entsteht in der Schmelze ein Niob-Zylinder mit 300 Millimetern Durchmesser. Daraus werden durch Fließpressen, Prägen, Stauchen und Geradeausziehen Präzisionsbauteile von drei bis vier Millimetern Stärke hergestellt.

Das Metall ist aufgrund seiner hohen Temperatur- und Korrosionsbeständigkeit vor allem in der Lichttechnik sehr begehrt. Weitere Anwendungsgebiete sind Halbzeuge für Medizin- und Halbleitertechnik, sowie Elementarteilchenbeschleuniger. Seit der Errichtung der Elektronenstrahlschmelze vor 25 Jahren wurden Herstellung und Verarbeitung in Kooperation mit internationalen Forschungseinrichtungen optimiert.

Heraeus ist ein Familienunternehmen mit 155-jähriger Tradition. Der Edelmetall- und Technologiekonzern hat seinen Sitz in Hanau. Rund drei Milliarden Euro erwirtschaftet das Unternehmen durch seine Produkte, 13 Milliarden Euro durch den Handel mit Edelmetallen. Weltweit sind rund 13.000 Mitarbeiter in 110 Gesellschaften beschäftigt.