Marinomed meldet „Rekordumsatz“

Mit 6,1 Millionen Euro verzeichnete das Wiener Biotechnologieunternehmen ein Umsatzplus von 30 Prozent. Wegen hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung schreibt es vorerst weiter Verluste, erwartet aber für heuer eine gute Entwicklung. 

Foto: Marinomed
Marinomed-Chef Andreas Grassauer: gute Aussichten für heuer

 

Einen „Rekordumsatz“ von 6,1 Millionen Euro meldet das Wiener Biotechnologieunternehmen Marinomed für 2019. Gegenüber 2018 ist das ein Plus von rund 30 Prozent. Operativ schreibt Marinomed allerdings weiterhin Verluste. Das Betriebsergebnis belief sich auf -6,2 Millionen Euro, verglichen mit -5,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2019. Zurückzuführen dürfte das nicht zuletzt auf die Investitionen in Forschung und Entwicklung sein, die sich von 2,9 auf 4,8 Millionen Euro fast verdoppelten. Das Jahresergebnis war mit -7,2 Millionen Euro ebenfalls nach wie vor negativ, aber deutlich besser als 2018, als -12,1 Millionen Euro verzeichnet wurden.

 

Für heuer erwartet Marinomed „erneut eine gute Auftrags- und Umsatzentwicklung“, hieß es in einer Aussendung. Und als Hoffnungsträger erweist sich gerade die COVID-19-Pandemie: Die Carragelose-Produkte des Unternehmens zeigten in klinischen Studien im Jahr 2014 bei Patienten, die mit anderen Coronaviren als SARS-CoV-2 infiziert waren, positive Wirkung. Zu dem neuen Virus gibt es noch keine Daten. Allerdings ist Marinomed nach eigenen Angaben in diesbezügliche Forschungen involviert. „Sollten sich auch hier ähnlich positive Effekte zeigen, gehen wir von einer weiteren Nachfragesteigerung auf globaler Ebene aus“, konstatierte CEO Andreas Grassauer. Dennoch erwartet er für 2020 und die Folgejahre weiterhin Verluste. Der Grund sind die „anhaltend hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung“.