Am Mikro|skop

Wie funktioniert Arzneimittelproduktion? Wie und wo wird geforscht? Welche Position nimmt Österreich im internationalen Zusammenspiel der Pharmabranche ein? Am Mikro|skop widmet sich dem Themenkreis pharmazeutische Forschung und Produktion im Licht aktueller nationaler, europäischer und internationaler Entwicklungen. Martina Rupp bittet dazu unterschiedliche ExpertInnen vors Mikrofon.

Am Mikro|skop ist eine Initiative des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) und des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI). Als Medienpartner fungiert Chemiereport/Austrian Life Sciences, Österreichs führendes Magazin für die Chemie-, Pharma- und Life-Sciences-Branche.

 

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Produktion: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com

Konzept und Grafik: accelent communications / www.accelent.at

Lebensstil versus Medikamente – wann muss Medizin einschreiten?

In Österreich ist jede zehnte Frau und jeder siebente Mann adipös, also krankhaft übergewichtig. Und immer mehr Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Adipositas ist also ein Thema für die Volksgesundheit. Doch wie kann man gegensteuern? Ist es eine Frage des Lebensstils, bei dem man ansetzen muss? Oder benötigen die Menschen andere – nämlich medizinische – Hilfe? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Martina Rupp in der 15. Episode von Am Mikro|skop mit Priv.-Doz. Dr. Johanna Brix, Klinik Landstraße und Präsidentin der Österreichischen Adipositas Gesellschaft, und Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Florian Kiefer, PhD, Medizinische Universität Wien.

Bild Florian Kiefer
"Adipositas ist die einzige Massenerkrankung, für die medikamentöse Therapien nicht erstattet werden."
Florian Kiefer
Medizinische Universität Wien, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel
Bild Johanna Brix
"Adipositas ist eine Gatekeeper-Erkrankung, die bis zu 50 weitere Erkrankungen triggert."
Johanna Brix
Klinik Landstraße und Präsidentin der Österreichischen Adipositas Gesellschaft

Könnte es eng werden? Versorgungssicherheit in Krisenzeiten

Der Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Energie-Krise lässt auch innerhalb der Pharmaindustrie die Alarmglocken schrillen. Wie sehr ist die Arzneimittelproduktion von steigenden Preisen und drohenden Engpässen betroffen? Ist die Herstellung im Ernstfall bedroht? Ist womöglich sogar die Versorgung der Patient*innen mit Medikamenten gefährdet? Und was müsste getan werden, um diese kritische Infrastruktur in jedem Fall aufrechtzuerhalten? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Martina Rupp in der 14. Episode von Am Mikro|skop mit Ilse Bartenstein, Vorsitzende des Pharmaausschusses im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO), und Karl Heinz Hofbauer, Leiter der Takeda Produktionsstätten in Wien.

Bild Ilse Bartenstein
"Es muss für Notsituationen auch Notmaßnahmen geben. Gewerberechtliche Verfahren dauern Monate. Wir brauchen eine einfache Anzeigenpflicht bei der Energieumstellung in der Produktion."
Ilse Bartenstein
Vorsitzende des Pharmaausschusses im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO)
Bild Karl Heinz Hofbauer
"Wir haben uns bei Takeda klar dazu committed, dass wir bis 2035 CO2-frei in unserer Produktion sein wollen, indem wir beispielsweise Teile unseres Gasverbrauchs durch Biogas ersetzen."
Karl Heinz Hofbauer
Leiter der Takeda Produktionsstätten in Wien

ÄrztInnen und Pharmaindustrie – Mythos und Realität der Zusammenarbeit

Im Interesse der PatientInnen sollten alle Partner des Gesundheitswesens an einem Strang ziehen. Doch wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen ÄrztInnen und Pharmaindustrie wirklich? Was sind die rechtlichen und ethischen Grundlagen der Kooperation? Wie funktioniert der Informationsfluss? Was sind Mythen, die nichts mit der Realität zu tun haben? Und wo müsste man tatsächlich etwas verbessern? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Martina Rupp in der 13. Episode von Am Mikro|skop mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hilbe, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie, und PD Dr. Johannes Pleiner, Präsident der Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin.

 

Bild Johannes Pleiner
"Klinische Studien sind der am strengsten regulierte Bereich der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Pharmaindustrie, damit man den Daten, die hier generiert werden, wirklich trauen kann."
Johannes Pleiner
Präsident der Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin
Bild Wolfgang Hilbe
"Wenn forschende Industrie und Onkologie nicht in einer ganz engen Zusammenarbeit stehen, sind wir nicht im Stande, diese Wellen an Innovation zu den Patienten zu bringen."
Wolfgang Hilbe
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie

Klinische Forschung – unverzichtbarer Prüfstein für neue Medikamente?

Klinische Forschung ist im Zuge der Pandemie ins Scheinwerferlicht gerückt. Was vorher nur Insider beschäftigt hat, ist plötzlich für jedermann interessant geworden. Doch wie funktioniert klinische Forschung? Ist sie bloß der qualitative Prüfstein für neue Medikamente oder trägt sie maßgeblich zur Entwicklung neuer Ansätze bei? Wie sind die Rollen bei klinischen Prüfungen verteilt? Und: Gibt es genug klinische Forschung in Österreich? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Martina Rupp in der zwölften Episode von Am Mikro|skop mit Dr. Barbara Tucek, AGES Medizinmarktaufsicht, Leiterin der Abt. Klinische Begutachtung für Humanarzneimittel im zentralen Verfahren und wissenschaftliche Beratung, und Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Markus Zeitlinger, MD, Leiter der Abteilung für klinische Pharmakologie an der MedUni Wien.

Bild Barbara Tucek
"Studienmedikationen werden kostenlos zur Verfügung gestellt, was gerade bei Innovationen, die wirklich teuer sein können, eine große Rolle spielt."
Barbara Tucek
AGES Medizinmarktaufsicht, Leiterin der Abt. Klinische Begutachtung für Humanarzneimittel im zentralen Verfahren und wissenschaftliche Beratung
Bild: Markus Zeitlinger
"Man hat bei der Entwicklung der COVID-Impfstoffen Entwicklungs- und Zulassungsprozesse inei-nandergeschachtelt. Das war ein finanzielles Risiko, aber kein Sicherheitsrisiko."
Markus Zeitlinger
Leiter der Abteilung für klinische Pharmakologie an der MedUni Wien

Müssen wir den Patentschutz schützen?

Die Diskussion über die Aufhebung des Patentschutzes auf COVID-19-Impfstoffe erhitzt seit Monaten die Gemüter. Was für die einen ein Akt der Solidarität mit ärmeren Ländern ist, bedeutet für andere den Anfang vom Ende geistigen Eigentums. Doch worüber genau wird gestritten? Wie ist der Patentschutz geregelt? Wie würde eine teilweise Aufhebung rechtlich aussehen? Und welche Konsequenzen hätte sie für die Branche und die Versorgung der Patient:innen in Österreich bzw. Europa? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Martina Rupp in der elften Episode von Am Mikro|skop mit Dr. Maria Krenn, Stellvertreterin des Vorstandes des Österreichischen Patentamts und Leiterin der Geschäftsstelle Biopatent-Monitoring-Komitee und Dr. Angela Siegling, austria wirtschaftsservice, Innovationsschutz/IP Management.

 

Bild Andrea Siegling
„Patente sind Eigentumstitel. Der Schutz von Eigentum gehört zur Basis unseres Rechtssystems.“
Angela Siegling
austria wirtschaftsservice, Innovationsschutz/IP Management
Bild Maria Krenn
„Wenn wir das Patentsystem nicht mehr hätten, würde sich die Frage stellen, wer die Unsummen bereitstellt, die für Arzneimittelinnovationen notwendig sind.“
Maria Krenn
Stellvertreterin des Vorstands des Österreichischen Patentamts

Österreich – immer noch Standort für medizinisch-pharmazeutische Top-Forschung?

Österreich rühmt sich seit Jahrhunderten, exzellente MedizinerInnen und ForscherInnen hervorzubringen. Zuletzt scheint dieser Glanz aber ein wenig abzublättern, und es mehren sich die Anzeichen, dass Spitzen-ForscherInnen ins Ausland gehen und Österreich seinen Ruf als Standort für Top-Forschung verlieren könnte. Sind und bleiben also die künftigen Top-ForscherInnen in Österreich? Sind die Rahmenbedingungen dafür gegeben? Und ist die Aus- und Weiterbildung darauf ausgerichtet? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Martina Rupp in der zehnten Episode von Am Mikro|skop mit Caroline Schober, Vizerektorin für Forschung & Internationales an der Medizinischen Universität Graz, und Georg Schneider, Managing Director des IST Austria.

Bild Caroline Schober
"Wenn Forscher in Österreich bleiben sollen, brauchen Sie Zeit zum Forschen neben der Patientenbetreuung"
Caroline Schober
Vizerektorin für Forschung und Internationales der Meduni Graz
Bild Georg Schneider
"Es ist wichtig, dass Industrieunternehmen in räumlicher Nähe zu den Forschungseinrichtungen angesiedelt sind."
Georg Schneider
Managing Director des IST Austria

Prävention versus Reparaturmedizin

Prävention findet sich in nahezu jedem Regierungsprogramm, und auch von österreichischen EntscheidungsträgerInnen werden Präventionskonzepte beschworen. Dennoch kommt die Prävention hierzulande nach Meinung vieler ExpertInnen zu kurz. Deshalb die Frage: Was könnten sinnvolle Präventionsmaßnahmen bewirken? Wo müsste man ansetzen? Und würde sich Prävention gegenüber Reparaturmedizin vielleicht sogar rechnen? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Martina Rupp in der neunten Episode von Am Mikro|skop mit Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, und Bernhard Ecker, Präsident des FOPI – Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich.

„Bei vielen Massenerkrankungen wird am Anfang gespart und am Schluss machen wir teure Reparaturmedizin.“
Bernhard Ecker
Präsident des FOPI
„Diabetes könnte durch Bestimmung des HbA1C-Werts in der Anfangszeit erkannt und sehr wirkungsvoll bekämpft werden.“
Thomas Szekeres
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Krebsforschung – make the impossible possible

Die Krebsforschung ist eine Erfolgsstory. Immer mehr Menschen können geheilt werden oder mit einer Krebserkrankung ein deutlich längeres und besseres Leben führen als noch vor 10 oder 20 Jahren. Dies liegt vor allem an der Entwicklung neuer Therapieformen der Pharmaindustrie. Doch was steckt hinter den oft fast futuristisch wirkenden Ansätzen? Wie funktioniert die Forschungsarbeit? Und was sind die Herausforderungen? Diese Fragen diskutiert die neue Moderatorin Martina Rupp in der achten Episode von Am Mikro|skop mit Darryl McConnell, Senior Vice President, Research Site Head Austria bei Boehringer Ingelheim RCV.

Darryl McConnell
„Seit den 80er-Jahren kennen wir vier Gene, deren Mutationen für mehr als 50 Prozent aller Krebsarten verantwortlich sind. Und erst seit letztem Jahr steht das erste Medikament zur Verfügung, das auf eine dieser Mutationen abzielt.“
Darryl McConnell
Research Site Head Austria bei Boehringer Ingelheim RCV
Martina Rupp
Martina Rupp konnte als neue Moderatorin des Podcasts Am Mikro|skop gewonnen werden und sprach mit Daryl McConnell über die spannenden Entwicklungen in der Behandlung vieler Krebsarten.
Martina Rupp
Moderatorin von Am Mikro|skop

Der ökologische Aspekt von Arzneimitteln – wie grün sind unsere Medikamente?

Wie grün sind unsere Medikamente? Was tun Pharmaunternehmen, um Umwelteinflüsse gering zu halten? Welche Bedeutung kommt der Pharmaindustrie in der Klimakrise zu? Und welche Initiativen werden gesetzt, um mehr Nachhaltigkeit zu erzielen? Diese Fragen diskutiert Corinna Milborn in der siebenten Episode von Am Mikro|skop mit Dr. Wolfgang Bonitz (Head Corporate Social Responsibility, Novartis Pharma) und Dr. Jörg Adrian (VP Technical Organisation and Innovation, Constantia Flexibles International).

Jörg Adrian
„Der Trend geht ganz klar in die Richtung, für Primärverpackungen von Medikamenten nur eine Polymersorte zu verwenden, damit sie besser rezykliert werden können.“
Jörg Adrian
VP Technical Organisation and Innovation, Constantia Flexibles International
Wolfgang Bonitz
„Der Novartis-Konzern übernimmt die volle Verantwortung für das, was in unserer Lieferketten passiert. Alle Lieferanten müssen sich an unsere Standards halten.“
Wolfgang Bonitz
Head Corporate Social Responsibility, Novartis Pharma

Nutzung von Gesundheitsdaten – geben wir unser Innerstes preis oder ebnen wir den Weg für bessere Forschung?

Gesundheitsbezogene Daten verstärkt zu nützen und diese zu verknüpfen, ist ein lang gehegter Wunsch der Wissenschaft. Das Ansinnen lässt aber fast reflexartig die Alarmglocken der Datenschützer schrillen. Wie ist die aktuelle rechtliche Situation? Welche Daten sind eigentlich für die Arzneimittelforschung von Interesse? Und welche Spielregeln braucht es für die Nutzung? Diese Fragen diskutiert Corinna Milborn in der sechsten Episode von Am Mikro|skop mit Univ.-Prof. Dr. Tanja Stamm, PhD (Medizinische Universität Wien, Zentrum für Medizinische Statistik, Informatik und Intelligente Systeme, Head of Section for Outcomes Research) und Dr. Michael Stampfer (Geschäftsführer des WWTF Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds).

Michael Stampfer
„Es hat keinen Sinn, dass Wissenschaftler das Gefühl bekommen, sie machen etwas falsch, wo sie doch nur ihre Arbeit machen.“
Michael Stampfer
Geschäftsführer des WWTF Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds
Tanha Stamm
„Es ist wichtig, dass man nicht mit der Keule des Datenschutzes alles erschlägt, was man aus den Daten manchen könnte.“
Tanja Stamm
Zentrum für Medizinische Statistik, Informatik und Intelligente Systeme der Medizinischen Universität Wien

Supply Chain der Arzneimittelproduktion: Sind wir von China und Indien abhängig?

Auf welchen Wegen kommen Medikamente zu uns nach Europa? Wo und wie werden sie produziert? Was braucht man, damit ein fertiges Medikament auf den Markt kommt? Bei welchen Arzneimitteln oder Wirkstoffgruppen sind wir von China oder Indien abhängig – wie vielfach kolportiert? Diese Fragen diskutiert Corinna Milborn in der fünften Episode von Am Mikro|skop mit Dr. Andrea Michael Meyer, Head of Supply Chain Sanofi Europe. Und sie hinterfragt dabei auch, was wir aus der COVID-Krise gelernt haben.

Andrea Michael Meyer
"77 Prozent der Wirkstoffe von innovativen Medikamenten werden in Europa hergestellt."
Andrea Michael Meyer
Head of Supply Chain Sanofi Europe

Originalmedikamente versus Biosimilars versus Generika – gegeneinander oder miteinander?

Sind Originalmedikamente besser als Generika? Sind Generika der Garant für ein leistbares Gesundheitssystem? Sind Biosimilars die Zukunft? Oder ist die gesamte Diskussion verkehrt? Im Licht der Diskussion über die Kosten des Gesundheitssystems und damit auch der Medikamentenkosten braucht es das gesamte Spektrum – meinen die Diskutanten der vierten Episode von Am Mikro|skop. Diesmal mit Ilse Bartenstein, Vorsitzende des Pharmaausschusses im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO), und Bernhard Ecker, Präsident des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI).

FCIO-Pharmaauschuss-Vorsitzende Ilse Bartenstein
"Österreich braucht planbare Rahmenbedingungen und eine faire Erstattung für die Arzneimittelproduktion ..."
FCIO-Pharmaausschuss-Vorsitzende Ilse Bartenstein
ist sich mit...
FOPI-Präsident Bernhard Ecker
"... nur so werden Ressourcen für die dringend benötigte Forschung frei."
FOPI-Präsident Bernhard Ecker
einig.

Patentschutz bei Arzneimitteln – berechtigtes Anliegen oder Vehikel zur Gewinnmaximierung?

Wie funktionieren Patente im Arzneimittelbereich? Wie wirken sie sich auf Erforschung & Entwicklung neuer Therapien aus? Und was spricht für bzw. gegen die Aufhebung von Patenten, wie sie im Licht der COVID-19-Pandemie von einigen Seiten – zumindest für gewisse Zeit – gefordert wurde?

Das diskutiert Corinna Milborn in der dritten Episode von Am Mikro|skop mit Daniel Alge, Präsident der Patentanwaltskammer.

Daniel Alge
"Es hat sich gezeigt, dass gerade im Arzneimittelbereich ohne Patentschutz keine Innovation stattfindet."
Daniel Alge
Präsident der Patentanwaltskammer
Daniel Alge
"Kein Staat der Welt kann sich diese Unsummen an Forschung und klinischen Versuchen leisten."
Daniel Alge
Präsident der Patentanwaltskammer im Gespräch mit Corinna Milborn

Open Innovation – Pharmaforschung im Wandel

Die Arzneimittelentwicklung hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren grundlegend verändert. Früher gab es einen nahezu linearen Ablauf von der Grundlagenforschung an akademischen Institutionen über die Präklinik in Pharmaunternehmen bis zur klinischen Prüfung in Spitälern. Fixe Übergabepunkte kennzeichneten diesen Prozess. Heute stellt sich die Forschung & Entwicklung als buntes Mosaik dar – mit vielfältigen Kooperationen, PPPs im Bereich Forschungsförderung und dem Einbeziehen kreativer Startups. Das bietet enorme Chancen, birgt aber auch Gefahren. Wie also funktioniert Pharmaforschung heute? Diese Fragen bespricht Corinna Milborn in der zweiten Episode von Am Mikro|skop mit Michaela Fritz, Vizerektorin für Forschung und Innovation der MedUni Wien, und Manfred Rieger, Head R&D Austria bei Takeda Österreich.

Manfred Rieger
"Es ist ganz wichtig, dass in Österreich geforscht wird, weil Patienten dann sehr früh Zugang zu neuen Medikamenten bekommen. Das kann lebensrettend sein."
Manfred Rieger
Standortleiter R&D bei Takeda Österreich
Michaela Fritz
"Die Kooperationen sind viel interaktiver geworden. Wir versuchen frühzeitig mit Partnern aus der Pharmaindustrie zu kooperieren."
Michaela Fritz
Vizerektorin der Medizinischen Universität Wien

Mehr Arzneimittelproduktion in Österreich – berechtigtes Anliegen oder falsch verstandene Forderung?

Durch die COVID-19-Pandemie sind die weltweiten Forschungs- und Produktionsabläufe der Pharmaindustrie ins Rampenlicht geraten, und schnell wurde die Forderung nach mehr Arzneimittelproduktion in Österreich laut. Doch geht das so einfach? Welche Rahmenbedingungen braucht man dafür? Wie funktionieren die Herstellungsprozesse? Wie arbeiten Unternehmen auf der ganzen Welt zusammen? Welche Bedeutung hat die österreichische Pharmaindustrie – für die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten, aber auch aus volkswirtschaftlicher Sicht? Diese Fragen bespricht Corinna Milborn in der ersten Episode von Am Mikro|skop mit dem Ökonomen Gottfried Haber und Michael Kocher, Country President bei Novartis Austria.