Am Mikro|skop

Wie funktioniert Arzneimittelproduktion? Wie und wo wird geforscht? Welche Position nimmt Österreich im internationalen Zusammenspiel der Pharmabranche ein? Am Mikro|skop widmet sich dem Themenkreis pharmazeutische Forschung und Produktion im Licht aktueller nationaler, europäischer und internationaler Entwicklungen. Corinna Milborn, Infochefin von Puls4, bittet dazu unterschiedliche ExpertInnen vors Mikrofon.

Am Mikro|skop ist eine Initiative des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) und des Forums der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI). Als Medienpartner fungiert Chemiereport/Austrian Life Sciences, Österreichs führendes Magazin für die Chemie-, Pharma- und Life-Sciences-Branche.

 

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Produktion: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com

Konzept und Grafik: accelent communications / www.accelent.at

Patentschutz bei Arzneimitteln – berechtigtes Anliegen oder Vehikel zur Gewinnmaximierung?

Wie funktionieren Patente im Arzneimittelbereich? Wie wirken sie sich auf Erforschung & Entwicklung neuer Therapien aus? Und was spricht für bzw. gegen die Aufhebung von Patenten, wie sie im Licht der COVID-19-Pandemie von einigen Seiten – zumindest für gewisse Zeit – gefordert wurde?

Das diskutiert Corinna Milborn in der dritten Episode von Am Mikro|skop mit Daniel Alge, Präsident der Patentanwaltskammer.

Daniel Alge
"Es hat sich gezeigt, dass gerade im Arzneimittelbereich ohne Patentschutz keine Innovation stattfindet."
Daniel Alge
Präsident der Patentanwaltskammer
Daniel Alge
"Kein Staat der Welt kann sich diese Unsummen an Forschung und klinischen Versuchen leisten."
Daniel Alge
Präsident der Patentanwaltskammer im Gespräch mit Corinna Milborn

Open Innovation – Pharmaforschung im Wandel

Die Arzneimittelentwicklung hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren grundlegend verändert. Früher gab es einen nahezu linearen Ablauf von der Grundlagenforschung an akademischen Institutionen über die Präklinik in Pharmaunternehmen bis zur klinischen Prüfung in Spitälern. Fixe Übergabepunkte kennzeichneten diesen Prozess. Heute stellt sich die Forschung & Entwicklung als buntes Mosaik dar – mit vielfältigen Kooperationen, PPPs im Bereich Forschungsförderung und dem Einbeziehen kreativer Startups. Das bietet enorme Chancen, birgt aber auch Gefahren. Wie also funktioniert Pharmaforschung heute? Diese Fragen bespricht Corinna Milborn in der zweiten Episode von Am Mikro|skop mit Michaela Fritz, Vizerektorin für Forschung und Innovation der MedUni Wien, und Manfred Rieger, Head R&D Austria bei Takeda Österreich.

Manfred Rieger
"Es ist ganz wichtig, dass in Österreich geforscht wird, weil Patienten dann sehr früh Zugang zu neuen Medikamenten bekommen. Das kann lebensrettend sein."
Manfred Rieger
Standortleiter R&D bei Takeda Österreich
Michaela Fritz
"Die Kooperationen sind viel interaktiver geworden. Wir versuchen frühzeitig mit Partnern aus der Pharmaindustrie zu kooperieren."
Michaela Fritz
Vizerektorin der Medizinischen Universität Wien

Mehr Arzneimittelproduktion in Österreich – berechtigtes Anliegen oder falsch verstandene Forderung?

Durch die COVID-19-Pandemie sind die weltweiten Forschungs- und Produktionsabläufe der Pharmaindustrie ins Rampenlicht geraten, und schnell wurde die Forderung nach mehr Arzneimittelproduktion in Österreich laut. Doch geht das so einfach? Welche Rahmenbedingungen braucht man dafür? Wie funktionieren die Herstellungsprozesse? Wie arbeiten Unternehmen auf der ganzen Welt zusammen? Welche Bedeutung hat die österreichische Pharmaindustrie – für die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten, aber auch aus volkswirtschaftlicher Sicht? Diese Fragen bespricht Corinna Milborn in der ersten Episode von Am Mikro|skop mit dem Ökonomen Gottfried Haber und Michael Kocher, Country President bei Novartis Austria.