Niederösterreich: Werkmeister für die Kunststofftechnik

 Die niederösterreichische Wirtschaftsagentur ecoplus und ihre Partner haben einen neuen Lehrgang gestartet.

Foto: Erich Marschik
Enge Zusammenarbeit: Lehrgangsleiter Peter Krippl (WIFI), Markus Brunnthaler, Fachvertretungsvorsitzender der Kunststoffverarbeiter Niederösterreich in der niederösterreichischen Wirtschaftskammer, Kammerpräsidentin Sonja Zwazl, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, ecoplus-Kunststoff-Cluster-Manager Harald Bleier und Helmut Schwarzl, Vorsitzender der Berufsgruppe Kunststoffverarbeitenden Industrie der WKÖ (v. l.)

 

Seit kurzem läuft am WIFI Niederösterreich der neue Pilotlehrgang Kunststofftechnik zur Ausbildung von Werkmeistern in diesem Bereich. Entwickelt wurde er vom Kunststoff-Cluster der Wirtschaftsagentur ecoplus in Zusammenarbeit mit der niederösterreichischen Chemieindustrie, der Fachvertretung der niederösterreichischen Kunststoffverarbeiter und dem WIFI. Eine Förderung stellt der Wirtschafts- und Tourismusfonds des Landes Niederösterreich bereit. Behandelt werden in dem zwei Jahre dauernden Lehrgang die wichtigsten Themen und Grundlagen der Kunststofftechnik, darunter Chemie, Formenbau, Fertigungstechnik und Maschinentechnik sowie Mitarbeiterführung, Wirtschaft und Automatisierungstechnik. Das didaktische Konzept verbindet Theorie- und Praxisunterricht. Damit werden die Teilnehmer sowohl „fachlich als auch persönlich für Führungsaufgaben“ in einschlägigen Unternehmen vorbereitet, heißt es seitens des Landes. Die Unternehmen sind in den Lehrgang in einer Steuerungsgruppe eingebunden und können so dessen Verlauf beeinflussen. Am ersten Pilotlehrgang nehmen 23 Personen teil.

 

Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav verlautete, die niederösterreichische Wirtschaft sei „in einer Boomphase, die Auftragsbücher sind voll. Einziger Wermutstropfen ist der Fachkräftemangel, der sich auch in der Kunststoffindustrie stark bemerkbar macht. Attraktive Angebot zur Aus- und Weiterbildung sind hier wichtige Maßnahmen, um erfolgreich gegenzusteuern. Der neue Pilotlehrgang ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, was alles erreicht werden kann, wenn alle wichtigen Akteure an einem Strang ziehen“. Der Geschäftsführer der ecoplus, Helmut Miernicki, erläuterte, deren Kernaufgabe sei, „für die heimische Wirtschaft die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Die enge Zusammenarbeit mit den Betrieben beim neuen Pilotlehrgang ist daher für uns besonders wichtig, denn so wird garantiert, dass die Ausbildung den Anforderungen der Wirtschaft entspricht. Besonders stolz sind wir auch, dass zum ersten Mal seit gut zehn Jahren ein Werkmeisterlehrgang Kunststofftechnik in Niederösterreich zustande kommt und dass ecoplus im Rahmen des Kunststoff-Cluster in Niederösterreich daran mitgewirkt hat“.