Astrazeneca: Milliardeninvestition in China
Rund 15 Milliarden US-Dollar (12,5 Milliarden Euro) will der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca bis 2030 in seine Fabriken sowie Forschungseinrichtungen in China investieren. Das berichtete Generaldirektor Pascal Soriot anlässlich des Besuchs des britischen Premierministers Keir Starmer in der Volksrepublik. Nicht zuletzt gehe es um den Ausbau der Kapazitäten hinsichtlich Zelltherapien und Radiokonjugaten, präzisierte Soriot. Die Investitionen betreffen ihm zufolge die gesamte Wertschöpfungskette. Laut Soriot wird sich die Zahl der Beschäftigten von Astrazeneca in China mit den Investitionen von derzeit etwa 17.000 auf mehr als 20.000 Personen erhöhen. Unklar ist, ob die Gesamtsumme die bereits im vergangenen Jahr angekündigte Errichtung eines Forschungszentrums in Peking – der zweiten derartigen Einrichtung des Konzerns in China – umfasst, die rund 2,1 Milliarden Euro kosten wird. Mit den Medikamenten, die Astrazeneca erzeugt, wurden in der Volksrepublik 2025 etwa 68 Millionen Personen behandelt.

Premier Starmer von der Labour Party, der politisch alles andere als unumstritten ist, gab sich höchst erfreut: Die Investition trage dazu bei, in Großbritannien „tausende Arbeitsplätze“ zu erhalten. Sie fördere auch die dortige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und unterstütze damit „unseren weltweit erstklassigen Life-Sciences-Sektor“.
Nicht nur in China baut Astrazeneca seine Fabriken und Forschungseinrichtungen aus. Im vergangenen Jahr kündigte der Konzern an, bis 2030 umgerechnet etwa 41,8 Milliarden Euro in den USA investieren zu wollen, darunter eine Fabrik in Virginia zur Herstellung von Arzneimitteln gegen chronische Erkrankungen. Zum Vergleich: Dieser Betrag entspricht fast dem gesamten Umsatz, den Astrazeneca im Jahr 2024 erwirtschaftete. Er belief sich auf rund 45,2 Milliarden Euro.
