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July 18th, 2006

EOP Biodiesel steigt in Österreich ein

Die deutsche <a href=http://www.eopbiodieselag.de>EOP Biodiesel AG</a> hat für einen "niedrigen einstelligen Millionenbetrag" 50,1 % an der österreichischen ABID Biotreibstoffe AG übernommen. <% image name="EOP_Biodiesel" %><p> Gemeinsam wollen die beiden jetzt bis Mitte 2007 eine Ölmühle sowie eine Biodiesel-Produktionsanlage in Österreich errichten. Letztere soll zu Beginn 50.000 t Treibstoff aus Rapsöl und anderen pflanzlichen Ölen herstellen, ab 2008 wird die Kapazität auf 100.000 t gesteigert. Bis die österreichische Produktionsanlage fertig gestellt ist, will man Bio-Treibstoff aus dem deutschen Falkenhagen am österreichischen Markt anbieten. EOP Biodiesel ist in Polen, Lettland, Rumänien und der Ukraine aktiv. In Deutschland selbst will EOP Biodiesel die Produktionskapazität von 32.500 auf 132.500 Jahrestonnen Biodiesel in den kommenden Jahren vervierfachen. EOP Biodiesel steigt in Österreich ein

July 17th

Über 1.000 Jahre Lebensdauer - neuer OLED-Rekord

Immer öfter baut man in Displays von Handys, Digitalkameras oder Handhelds organische Leuchtdioden (OLED) ein. Das Institut für Angewandte Photophysik (<a href=http://www.iapp.de>IAPP</a>) der TU Dresden hat jetzt einen neuen Rekordwert für die Lebensdauer organischer Leuchtdioden vermeldet. <% image name="OLED2" %><p> Die Leuchtelemente des IAPP besitzen eine geschätzte Lebensdauer von bis zu 10 Mio h - das sind 1.123 Jahre. Der bisherige Rekord einer amerikanischen Firma lag bei 1,5 Mio h. Die Lebensdauer von Leuchtdioden ist deshalb so relevant, weil sie mit zunehmender Helligkeit abnimmt. Um in Zukunft auch weitaus hellere Leuchtdioden entwickeln zu können, ist vorsorglich eine möglichst hohe Lebensdauer entscheidend. Momentan sind die Dioden im Verhältnis etwa so hell wie ein Computerbildschirm. Darüber hinaus ist der Stromverbrauch sehr niedrig und der Wirkungsgrad - Umsetzung von elektrischer Energie in Licht - mit 11 % mehr als doppelt so hoch wie bei einer Glühlampe. Bei den in Dresden entwickelten Leuchtdioden stapelten die Wissenschaftler organische Farbstoffe (mit unterschiedlichen elektronischen Eigenschaften) schichtförmig in einer bestimmten Abfolge. Zudem wurden elektronische Eigenschaften der verwendeten organischen Materialien gezielt geändert. Kleine Ladungsträger sind so in den Schichten eingesperrt und die Diode leuchtet. Die enorme Lebensdauer konnte in Kombination von Bauweise und Materialeigenschaften erreicht werden. Organische Leuchtdioden werden in Zukunft auch Flüssigkristallbildschirme ablösen, sind die Forscher überzeugt. Denn Bildschirme mit OLEDs sind energiesparender und heller. Zudem benötigen sie wenig Platz und der Betrachtungswinkel spielt keine Rolle. Eine energiesparende Variante der Deckenbeleuchtung wird künftig mit den OLEDs ebenfalls möglich sein. Ob in Ziegelform oder als Leuchtplatte: Für die Beleuchtung eines 20 Quadratmeter großen Raumes würde man zurzeit einen Quadratmeter organische Leuchtdioden benötigen. Eine kommerzielle Umsetzung ist mit der aus der TU Dresden ausgegründeten <a href=http://www.novaled.com>Novaled AG</a> geplant. Über 1.000 Jahre Lebensdauer - neuer OLED-Rekord

Borealis unterstützt Ausbildung in Wels

Im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit mit Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen in Österreich und Deutschland überlässt <a href=http://www.borealisgroup.com>Borealis</a> dem <a href=http://www.fh-wels.at>FH-Campus Wels</a> und dem Transfercenter für Kunststofftechnik (<a href=http://www.tckt.info>TCKT</a>) in Wels drei Anlagen zur Kunststoffverarbeitung. Borealis unterstützt Ausbildung in Wels <% image name="Borealis_Campus_Wels" %><p> <small> Übergabe des Blasfolienextruders © Landespresse/Dedl </small> Betrieben werden die Anlagen am Standort des TCKT, das bei der Ausbildung und bei Forschungsprojekten im Bereich Material- und Verarbeitungstechnik eng mit dem FH-Campus Wels zusammenarbeitet. Für die praxisorientierte Ausbildung steht mit dem Blasfolienextruder (Typ HS 35 HT von Hosokawa Alpine, Neuwert: 200.000 €) nun eine Anlage zur Herstellung von Schlauchfolien, die etwa für Lebensmittelverpackungen oder für Müllbeutel eingesetzt werden, zur Verfügung. Die Industriemaschine war bis dato im Borealis-Werk in Burghausen im Einsatz. Dem TCKT übergibt das bayrische Borealis-Werk einen Flachfolienextruder (Typ PM 30 des Herstellers Plastik-Maschinenbau, Neuwert: 57.000 €). Die Labormaschine erlaubt die Herstellung von Folien mit einer Stärke von 0,02 bis 0,5 mm zu Versuchs- und Prüfzwecken. Die dritte Anlage, die Borealis dem TCKT widmet, stammt aus dem Borealis-Labor in Linz: Eine Thermoformanlage (Hersteller Illig, Neuwert: 40.000 €) zur Herstellung von Polypropylen-Bechern.

July 14th

Kleben und "Entkleben" auf Knopfdruck

Klebstoffe sollen schnell und zuverlässig aushärten - und sich unkompliziert wieder lösen lassen, wenn sie ihren Dienst getan haben. Jetzt wurde erstmalig ein Klebstoff entwickelt, der diese konträren Ansprüche vereint. <% image name="Klebstoff" %><p> <small>Über eine Spule wird der Klebstoff einem hochfrequenten Magnetwechselfeld ausgesetzt. Durch die Schwingung wird er erwärmt und kann in wenigen Sekunden einen Kunststoffgriff ans Glas kleben. © Fraunhofer IFAM </small> Üblicherweise härtet Hitze Klebstoffe aus - hitzeempfindliche Kunststoffe halten das aber oft nicht aus. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen gemeinsam mit der <a href=http://www.degussa.de>Degussa</a> Klebstoffe entwickelt, die dieses Problem umgeht: "Die Klebstoffe enthalten den Füllstoff <b>MagSilica</b>. Dieser ist nanostrukturiert und durch hohe Frequenzen anregbar", so IFAM-Forscher Andreas Hartwig. "Im Hochfrequenzfeld härtet der Klebstoff ohne Hitzeeinwirkung von außen sofort aus. Ebenso lassen sich die Klebverbindungen auf Knopfdruck wieder lösen." Den Forschern gelingt das, indem sie dem Klebstoff ein <b>Pulver aus superparamagnetischen Partikeln</b> beimischen. Diese bestehen aus Eisenoxid, das in Nanopartikel aus Siliziumdioxid eingebettet ist. Werden die Klebstoffe einem hochfrequenten Magnetwechselfeld ausgesetzt, schwingen die Partikel und erwärmen den Klebstoff. Sowohl ein- als auch zweikomponentige Klebstoffe härten dadurch innerhalb von Sekunden aus. "Das Lösen erfolgt auf ähnliche Weise", verrät Hartwig. "Wir setzen die Klebverbindung wieder einem hochfrequenten Magnetfeld aus. Das Feld hat die gleiche Frequenz wie beim Aushärten, aber eine höhere Intensität." Damit das Verfahren funktioniert, muss mindestens eines der zu verbindenden Bauteile elektrisch nicht leitend sein. Das Prinzip konnten die Forscher an verschiedenen Materialkombinationen und unterschiedlichen Musterformulierungen demonstrieren. Nun arbeiten sie daran, die Ergebnisse in kommerziellen Klebstoffen und damit hergestellten Produkten umzusetzen. Kleben und "Entkleben" auf Knopfdruck

Transkaukasische BTC-Pipeline eröffnet

Die mit massiver Unterstützung der USA gebaute fast 1800 km lange BTC-Pipeline (Baku-Tiflis-Ceyhan) hat in Aserbaidschan ihren Betrieb aufgenommen. <% image name="Gazprom_Pipeline" %><p> Mit der Röhre wollen die USA die Abhängigkeit vom Öl der Saudis verringern - sie sichert den Zugang zu den Vorkommen im Kaspischen Meer unabhängig von Russland und Iran. Die mit Baukosten von 2,5 Mrd € extrem teure Route macht Tankerfahrten durch den Bosporus überflüssig und verbindet erstmals das Kaspische Meer direkt mit dem Mittelmeer. Bei voller Auslastung soll die Pipeline täglich 1 Mio Barrel Öl in Richtung Westen transportieren - rund ein Zehntel des täglichen Ölimports der USA. Die Pipeline wurde von einem internationalen Konsortium unter der Führung von BP in zwei Jahren gebaut. Der kasachische Staatspräsident Nursultan Nasarbajew kündigte in Baku an, die Ölindustrie seines Landes werde die neue Pipeline ebenfalls für Exporte in Richtung Westen nutzen. Ölexperten hatten Zweifel geäußert, dass die aserbaidschanischen Vorkommen im Kaspischen Meer langfristig ausreichen werden, um die Pipeline auf die geplante Betriebsdauer von 40 Jahren zu füllen. Die russische Seite meint indessen, dass die BTC-Pipeline nur aus politischen und nicht aus ökonomischen Motiven entstanden sein - die Transportkosten der BTC-Pipeline seien etwa doppelt so hoch wie der bisherige Exportweg des aserbaidschanischen Öls über den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Transkaukasische BTC-Pipeline eröffnet

Österreich einigt sich auf NAP II

Österreich hat den Nationalen Allokationsplan (NAP) für den Beitrag der Industrie zur Erreichung des Kyotoziels für die Periode 2008 bis 2012 fertig gestellt. Vereinbart wurde eine Zuteilung von Zertifikaten für 32,8 Mio t CO<small>2</small>-Emissionen. Österreich einigt sich auf NAP II <% image name="Schlot" %><p> Damit liegt die Gesamtmenge unter jener des NAP I. Das Einsparungsvolumen gegenüber dem prognostizierten Ausstoß an CO<small>2</small> beträgt 5,5 Mio t. Dieser Wert liegt deutlich über der geforderten Klimaschutzeinsparung in der ersten Periode (1,8 Mio t). Allerdings wird nun nicht mehr die gesamte zugeteilte Menge gratis vergeben: 400.000 t werden künftig versteigert, sodass über die gesamte Periode 2 Mio t über eine Auktion der Industrie und E-Wirtschaft zur Verfügung stehen.

July 13th

Popcorn-Polymere setzen Wirkstoffe schneller frei

Mit Kollidon CL-F und Kollidon CL-SF bringt <a href=http://www.pharma-solutions.basf.com>BASF</a> jetzt zwei neue Tablettensprengmittel auf den Markt, die sich besonders für die Herstellung von sehr kleinen Tabletten eignen. Popcorn-Polymere setzen Wirkstoffe schneller frei <% image name="Kollidon_Ausbreitung" %><p> Die neuen Sprengmittel sorgen für den raschen Zerfall der Tabletten und erhöhen die Bioverfügbarkeit pharmazeutischer Wirkstoffe. Diese können so noch schneller freigesetzt werden. Erreicht wird dies durch die besonderen Quelleigenschaften der Popcorn-Polymere Kollidon CL-F und Kollidon CL-SF. Beide Produkte zeichnen sich durch eine geringe Partikelgröße aus und sorgen auch in kleinen Tabletten für eine gleichmäßige Verteilung. Die hochfunktionellen Tablettensprengmittel sind Ergänzungen des bestehenden Kollidon CL-Sortiments. Kollidon CL-F und Kollidon CL-SF werden bei der Konferenz der „Controlled Release Society“ (22.-26.7) in Wien vorgestellt.

AMI: Binnen 6 Jahren 70 Lehrlinge ausgebildet

Seit der Erweiterung des Berufsbildes Chemiewerker in das neu gestaltete Berufsbild Chemieverfahrenstechniker im Jahr 2000 wurden bis 2006 in der <a href=http://www.agrolinz.com>AMI</a> rund 70 Lehrlinge ausgebildet. <% image name="AMI_Lehrlinge" %><p> Der Lehrberuf Chemieverfahrenstechniker, der in der Lehrlingsausbildung der Agrolinz Melamine International (AMI) unterrichtet wird, erstreckt sich im Gegensatz zu anderen Lehrberufen über einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Die Schwerpunkte der Ausbildung beziehen sich auf Messtechnik, Prozessleittechnik und die Steuerung von Produktionsanlagen sowie auf die Persönlichkeitsbildung. Wie in den Jahren davor konnten auch heuer wieder AMI-Lehrlinge mit einem ausgezeichneten Lehrabschluss bestehen. Im September treten 6 neue Lehrlinge die Ausbildung zum Chemieverfahrenstechniker in der AMI an. AMI: Binnen 6 Jahren 70 Lehrlinge ausgebildet

Wien setzt auf Fernkälte: Erste Großprojekte umgesetzt

Wien Energie will künftig nicht nur ein Netz für Fernwärme, sondern auch für Fernkälte betreiben. Das Großprojekt "TownTown" im dritten Wiener Gemeindebezirk weist den Weg - 21 Bürogebäude werden dort via Betonkernaktivierung gekühlt. Künftig soll auch "Free Cooling" mit Donauwasser durchgeführt werden. Wien setzt auf Fernkälte: Erste Großprojekte umgesetzt <% image name="TownTown_Fernkaelte" %><p> <small> In 20 Jahren wird der Kühlenergiebedarf in Europa genau so hoch sein wie der Heizenergiebedarf. </small> Neben Komfortansprüchen bei Wohnungen und Büros sorgen moderne Glasfassaden bereits ab einer Außentemperatur von 6 &deg;C bei entsprechender Sonneneinstrahlung für Kühlbedarf. Zudem führt eine verbesserte Gebäudedämmung dazu, dass die Hitze, die sich durch Beleuchtung und EDV-Anlagen in den Räumen entwickelt, im Gebäude verbleibt. Hier können Fernkälte-Systeme Abhilfe schaffen. Und in eben deren Ausbau will die Fernwärme Wien in den nächsten Jahren jährlich zwischen 20 und 25 Mio € investieren. 2010 sollen dann rund 100 MW an Kälteleistung derart zugestellt werden. Österreichweit sieht die Fernwärme Wien bis dahin die doppelte Menge als realistisch an. <b>Vorreiter.</b> In Europa wurden bereits Fernkältenetze in Paris, Stockholm, Helsinki, Amsterdam und Barcelona aufgebaut - diese haben insgesamt einen Anteil von 2 bis 4 % am gesamten EU-Kältemarkt. „In Österreich steht die Fernkälte heute dort, wo Fernwärme Anfang der 1970er Jahre war“, erklärt Franz Schindelar, stellvertretender Obmann des <a href=http://www.gaswaerme.at>Fachverbandes Gas Wärme</a> und technischer Direktor der Fernwärme Wien. Während der <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/3233>Flughafen Wien</a> kürzlich seine Kältezentrale in Eigenregie deutlich ausgebaut hat, versucht die Fernwärme Wien mit einem ersten Großprojekt in Wien diese Technologie schmackhaft zu machen. <% image name="TownTown_Beton" %><p> <small> Betonkernaktivierung spart Platz und sorgt für angenehmes Raumklima. </small> Die Rede ist von "TownTown" in Wien Landstraße - ein Komplex von 21 Bürogebäuden, der in direkter Nähe zum Erholungsgebiet Prater liegt. Unterstützt wird dort das Fernkälte-System durch den Einsatz von Betonkernaktivierung. Dabei wird die hohe Speicherkapazität des Betons genutzt - mit einem wasserdurchströmten Rohrsystem werden Decken und Böden direkt beheizt bzw. gekühlt. Am Tag nimmt die kühle Decke, die im Raum anfallende Wärme auf und speichert sie teilweise bzw. leitet sie weiter an das Wassersystem. In der Nacht führt das im System zirkulierende Wasser die Wärme aus dem System wieder ab. In Wien sieht die Fernwärme Wien vor allem rund um das Fernwärmewerk Spittelau, das Allgemeine Krankenhaus, die UNO-City sowie in der Innenstadt weitere Fernkälte-Potenziale. In den nächsten Jahren sollen daher jährlich 20 bis 25 Mio € in den Ausbau des Fernkältenetzes fließen. <b>Free Cooling.</b> Ein weiterer Vorteil von Fernkälte ist der geringere Verbrauch an Primärenergie: Denn es ist auch möglich, Kälte aus kühlem Wasser oder kühler Luft zu gewinnen. In Skandinavien wird dieses Free Cooling bereits mit Meerwasser praktiziert, in Österreich ist eine Verwendung von Donauwasser möglich. So könnte in Wien ein Teil des jährlichen Kühlbedarfs – etwa 20 bis 25 % – in den Wintermonaten über Free Cooling bereitgestellt werden. <b>Wärmespeicher.</b> Neben Free Cooling stehen in Wien zusätzliche Wärmepotenziale zur Verfügung, deren Überkapazitäten in den Sommermonaten über Wärmespeicher für die Produktion von Fernkälte genutzt werden können: Zu diesen zusätzlichen Wärmepotenzialen zählt die Abwärme aus dem neuen Biomassekraftwerk in Simmering, ab 2008 aus der im Bau befindlichen dritten Müllverbrennungsanlage Pfaffenau und voraussichtlich ab 2009 durch die Nutzung der Geothermiewärme im Bereich Aspern. Wie bei der Fernwärme ist auch bei einer Kältezentrale der Wirkungsgrad gegenüber dezentralen Kältemaschinen wesentlich höher. Die bei Fernkälte höheren Anfangsinvestitionen amortisieren sich derart relativ rasch. <small><b>So funktioniert Fernkälte:</b> Ähnlich dem Prinzip der Fernwärme werden bei Fernkälte-Systemen mehrere Objekte zentral mit Klimatisierung versorgt. Fernkälte wird vor allem mit thermischen Kältemaschinen erzeugt, wobei im Gegensatz zu herkömmlichen Klimaanlagen keine FKW und H-FKW emittiert werden. Dabei wird Fernwärme als Primärenergie einer Kältezentrale zugeführt, wo mittels Absorptionsprozess jene Kälte erzeugt wird, die zur Kühlung der Gebäude nötig ist. Dieses auf 6 &deg;C abgekühlte Klimakaltwasser wird in isolierten Rohrleitungen zu den Abnehmern transportiert und in deren Klimasystem eingespeist, wo die Fernkälte über ein Rohrssystem verteilt wird. Das von dort mit 12 bis 16 &deg;C zurücklaufende Wasser wird wiederum im Absorber auf 6 &deg;C abgekühlt. Dieser Vorgang erfolgt in einem geschlossenen Kreislauf. </small>

Vietnam zapft Strom aus Reisschalen an

Bisher wurden Restprodukte des vietnamesischen Reisanbaus als Abfall entsorgt. Doch die Reisschalen bergen ein enormes energetisches Potenzial. Für die Uni Hanoi hat das <a href=http://http://www.iff.fraunhofer.de>Fraunhofer IFF</a></a> eine Anlage entwickelt, die diese Biomasse mit einer zirkulierenden Wirbelschichtfeuerung (ZWSF) verbrennt. <% image name="Wirbelschichtfeuerungsanlage" %><p> <small> Am Fraunhofer IFF in Magdeburg werden erste Tests an der Wirbelschichtfeuerungsanlage durchgeführt. Dabei wird aus Biomasse Energie erzeugt. </small> Die Spezialisten am Fraunhofer IFF und an der Hanoi University of Technology wollen nun gemeinsam untersuchen, wie gut sich das Material energetisch nutzen lässt. Voraussichtlich im Oktober wird die ZWSF in Hanoi erstmals in Betrieb genommen. Die Wissenschaftler wollen in dem Projekt detailliert das Verbrennungsverhalten der Reisschalen und anderer typischerweise in Vietnam anfallender Biomasse wie Schilfgras oder Zuckerrohr untersuchen. Insbesondere interessieren sie sich dafür, ob sich in der Wirbelschichtanlage konventionelle Brennstoffe wie Kohlen minderer Qualität mit der Biomasse mischen lassen. Vietnam zapft Strom aus Reisschalen an

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