Archive

January 14th

Schott Solar errichtet Produktion in New Mexico

<a href=http://www.schott.com>Schott</a> wird bis 2009 eine Produktionsstätte für PV-Zellen und Module sowie Receiver für solarthermische Kraftwerke in Albuquerque, New Mexico, errichten. Mit einem Investitionsvolumen von 100 Mio $ entstehen zunächst 350 neue Arbeitsplätze. Schott Solar errichtet Produktion in New Mexico <% image name="Schott_Inlineprozess" %><p> Schott rechnet damit, dass die Nachfrage nach solaren Technologien steigt, da der Markt für erneuerbare Energien in den USA wächst. Langfristige will Schott am neuen Standort insgesamt rund 500 Mio $ investieren und die Mitarbeiterzahl auf 1.500 erhöhen. Die neue Anlage ergänzt den US-Standort in Billerica, Massachusetts, wo mit einer Kapazität von 15 MW PV-Module gefertigt werden. 2007 lag die Gesamtkapazität der PV-Produktion von Schott weltweit bei 130 MW. Schott Solar plant für 2010 jährlich je 450 MW kristalline Solarzellen und -module herzustellen sowie zusätzlich 100 MW im Bereich der ASI-Dünnschichttechnologie. <% image name="Schott_Silizium" %><p> <small> <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/6184/#6250>Kürzlich</a> gab Schott ein Joint Venture mit Wacker Chemie zur Produktion von multikristallinen Siliziumblöcken und -wafern bekannt, dem Ausgangsmaterial für Solarzellen. Diese Partnerschaft sichert Schott Solar die Versorgung mit Silizium. Bis 2010 ist eine Waferproduktion von 1 GW geplant. </small> Die in der Anlage in New Mexico gefertigten Solarzellen werden mit der kürzlich entwickelten ISO Textur hergestellt. Diese Technologie erzeugt eine besondere Oberflächenstruktur und ermöglicht Solarzellen mit höherer Effizienz. <% image name="Schott_Parabolkraftwerk" %><p> <small> Parabolrinnenkraftwerk "Nevada Solar One" in Boulder City in der Nähe von Las Vegas: Das 64-MW-Kraftwerk, das im Juni 2007 ans Netz ging, ist das erste große solarthermi­sche Kraftwerk seit 15 Jahren und wird jährlich etwa 129 Mio kWh Solarstrom produzieren. Das entspricht dem Strombedarf von 15.000 US-Haushalten. Es erstreckt sich über 1,4 Mio m² und ist damit so groß wie 212 Fußballplätze. Bauherrin und Betreiberin ist die Acciona Solar Power, eine Tochter der spanischen Acciona. </small> Schott ist auch ein führender Hersteller von solarthermischen Receivern, die in Parabolrinnen-Kraftwerken zum Einsatz kommen. Eine Fertigungsstätte für Receiver befindet sich im deutschen Mitterteich, eine weitere soll im März 2008 in Sevilla die Produktion aufnehmen. Zusammen mit der Anlage in Albuquerque steigt die Produktionskapazität auf mehr als 600 MW/Jahr. Solarthermische Parabolrinnen-Kraftwerke nutzen Parabolspiegel zur Bündelung der Sonnenstrahlung auf ein Receiverrohr. Die eingefangene Sonnenstrahlung erhitzt das in dem Rohr strömende Thermoöl auf 370 °C. Dieses wird über einen Wärmetauscher geleitet, in dem Dampf produziert wird, der dann in Turbinen Strom erzeugt.

Stickstoffmonoxid regt Reparatur von Nervenzellen an

Michael Stern aus der Zellbiologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hat entdeckt, dass der Regenerationsprozess der Nervenzellen durch Stickstoffmonoxid gefördert wird. Zeigen konnte er dies an Heuschrecken, beschrieben hat er es in <i>Developmental Neurobiology</i>. Stickstoffmonoxid regt Reparatur von Nervenzellen an <% image name="Locusta_migratoria" %><p> <small> Erwachsene Wanderheuschrecke (Locusta migratoria, Männchen) &copy; Michael Stern </small> Mittlerweile sind viele Gründe für die Unfähigkeit unseres Zentralnervensystems (ZNS) zur vollständigen Reparatur bekannt. Eine Ursache sind "Stopp-Proteine", die im Rückenmark das erneute Wachstum verletzter Nervenfasern verhindern. Werden diese Proteine durch Medikamente ausgeschaltet, wachsen die Nervenzellen schneller. Allerdings gehen mit solch einer Behandlung, die bisher lediglich bei Tieren angewendet wurde, schwere Nebenwirkungen einher. Daher wird verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, die Nervenregeneration aktiv zu fördern. Als Forschungsobjekte eignen sich dafür Tiere, bei denen keine Proteine auftreten, welche die Regeneration verhindern, Insekten mit einem vergleichsweise einfachen Nervensystem etwa. <% image name="Heuschrecken-Embryo" %><p> <small> Heuschrecken-Embryo mit freigelegtem Nervensystem in einer Kulturschale. </small> Michael Stern konnte zeigen, dass die Nervenfasern im ZNS bei Heuschrecken nach einer Schädigung das Wachstum wieder aufnehmen. Dazu färbte er im freigelegten Nervensystem von 7 mm großen Heuschreckenembryos die nachwachsenden Nervenfasern mit Fluoreszenzfarbstoffen an. Unter dem Mikroskop konnte er dann die Veränderungen an den Nerven beobachten. So ließ sich zeigen, dass Stickstoffmonoxid die Nervenregeneration fördert. In weiteren Versuchen kann mit diesem System jetzt die Wirkung anderer Stoffe auf Nervenzellen im ZNS getestet werden - ohne Tierversuche an Wirbeltieren. <small> <b>Stickstoffmonoxid</b>, als Schadstoff in Autoabgasen bekannt, benutzt der Organismus in sehr geringen Konzentrationen als Signalstoff zur Kommunikation zwischen den Zellen. Es wird unter anderem in Nervenzellen und Blutzellen produziert. Kommt es zu einer Störung oder Verletzung, wird die Konzentration des Stickstoffmonoxids gesteigert, um die Regeneration der Nervenzellen zu fördern. </small>

January 12th

FDA lizenziert 14 neue Tests zur Blutbestimmung

Die <a href=http://www.fda.gov>FDA</a> hat 14 neue Test der französischen <a href=http://www.diagast.com>DIAGAST</a> zur Blutgruppen-Bestimmung lizenziert. Letztere ist entscheidend für sichere Transfusionen. FDA lizenziert 14 neue Tests zur Blutbestimmung <% image name="Facon__PK7300" %><p> Diese 14 neuen Tests sollen Blutspendeeinrichtungen und Transfusions-Services zusätzliche Möglichkeiten bieten, um sicher zugeordnete Transfusionen zu garantieren. Sie bieten vielfältigere Bluttests und schützen so vor Produktknappheiten. Den exakten Bluttyp von Spendern und Patienten festzustellen ist ein kritischer Prozess - falsch zugeordnete Bluttransfusionen können mitunter zu lebensbedrohenden Reaktionen führen. Die "OLYMPUS PK System"-Reagenzien zur Blutgruppen- und Phänotypen-Bestimmung verwenden monoklonale Antikörper, um die Faktoren A, B, O und Rh sowie weitere Faktoren, die sehr seltene Bluttypen charakterisieren, zu testen. <small> <b>Monoklonale Antikörper</b> können an spezifische Substanzen erkennen und an sie andocken - etwa an die Proteine, die bei der Bestimmung der Blutgruppe verwendet werden. </small>

Bioethanol: Rutenhirse weit ertragreicher als Mais

Landwirte in Nebraska und Dakota haben erstmals größere Gebiete mit Rutenhirse - ein in Nordamerika einheimisches, mehrjähriges Gras (Panicum virgatum, englisch: Switchgrass), das oft an den Ackergrenzen wächst - bebaut und dabei bewiesen, dass es 5 Mal mehr Energie bereitstellen kann als es zu ihrem Anbau benötigt, berichtet <i>Scientific American</i>. <% image name="Switchgrass1" %><p> <small> In Zusammenarbeit mit dem US Department of Agriculture haben die Landwirte den beim Anbau und der Ernte benötigten Einsatz an Saatgut, Dünger und Treibstoff gemessen sowie die Niederschlagsmengen und die Gras-Ernten auf 3 bis 9 ha großen Feldern aufgezeichnet. Resultat: Die Felder ernteten - in Abhängigkeit vom Niederschlag - von 5,2 bis 11,1 t Grasballen/ha. &copy; Wikipedia (2) </small> In einer Bioraffinerie ließe sich so im Schnitt für jedes eingesetzte Megajoule an Petroleum (in From von Diesel und Stickstoffdünger) 13,1 Megajoule an Energie in Form von Ethanol gewinnen. Denn nach dem einmaligen Setzen kann die Pflanze rund 20 Jahre lang geerntet werden. Der "Switchgrass-Ethanol" würde also 540 % jener Energie bereitstellen, die nötig war, um ihn zu produzieren. Im Vergleich dazu erzielt ein aus Mais gewonnener Ethanol gerade einmal bis zu 25 % mehr Energie. Das US Department of Energy (DOE) finanziert derzeit zum Teil den Bau von 6 - insgesamt rund 1,2 Mrd $ teuren - Zellulose-Bioraffinerien, die notwendig sind, um das Switchgrass in den Treibstoff umzuwandeln. Die erste wird die "Range Fuels Biorefinery" in Soperton (Georgia) sein, die Abfälle aus der Holzindustrie in Biokraftstoffe und Chemikalien verarbeiten soll. <table> <td> Das Switchgrass speichert soviel Kohlenstoff in den Wurzeln, um 94 % jener Treibhausgase, die beim Anbau sowie der Ethanol-Verbrennung entstehen, zu kompensieren - soferne auch die nicht in der Treibstoff-Produktion verwendeten Pflanzenteile als Brennstoff in der Bioraffinerie verwendet werden. Die Energiepflanze würde sich optimal für jene Brachflächen eignen, für die Bauern derzeit Subventionen erhalten - in den USA 14,2 Mio ha. Die Ausbeuten ließen sich mit ausreichender Stickstoffdüngung sowie verbesserter Züchtungen und genetischer Optimierungen noch optimieren. </td> <td><% image name="Switchgrass" %></td> </table> Bioethanol: Rutenhirse weit ertragreicher als Mais

January 11th

CIBC World Markets prophezeit 150 $ je Barrel

Einer potenziellen Rezession in den USA und Japan zum Trotz: Die kanadische <a href=http://www.cibcwm.com/wm>CIBC World Markets</a> prognostiziert, dass die weltweite Ölförderung aufgrund der rasant ansteigenden Nachfrage in sich entwickelnden Wirtschaften in Kombination mit beschleunigter Erschöpfung bestehender Quellen und Verzögerungen bei der Inbetriebnahme neuer Ölfelder bis 2012 rund 8 Mio Barrel/Tag unter den Schätzungen der <a href=http://www.iea.org>IEA</a> liegen wird. <% image name="OMV_Fackel" %><p> "Bei den Prognosen der IEA werden 2 bedeutende Kräfte übersehen, welche die Weltproduktion in den letzten Jahren praktisch stagnieren ließen", sagt Jeff Rubin, Chefökonom bei CIBC World Markets. "Die erste ist <b>Erschöpfung</b>. Es muss schneller gefördert werden, damit die Produktion nicht rückläufig wird. Die Erschöpfung bestehender Felder hat um mehr als 4 % zugenommen. Das bedeutet, dass die Produktion derzeit jedes Jahr um fast 4 Mio Barrel pro Tag sinkt." "Die zweite wesentliche Kraft, die die Voraussagen bezüglich der Ölförderung sprengt, sind die enormen <b>Projektverzögerungen</b> und massiven Kostenüberschreitungen bei vielen der neuen Großprojekte. Von Kasachstan bis zu Nigerias Deltaregion werden langwierige Verzögerungen bei einigen der bedeutendsten Energie-Großprojekten der Welt über die nächsten 5 Jahre großen Einfluss auf das tatsächliche Wachstum der Förderung haben." CIBC World Markets untersuchte fast 200 für die nächsten 5 Jahre geplante neue Ölprojekte und stellte dabei fest, dass die Produktionszeitpläne viel zu optimistisch sind. Projektverzögerungen sind in der Gruppe die Regel, nicht die Ausnahme. Zudem wurde festgestellt, dass die große Abhängigkeit von zunehmend kostenaufwendigen und technisch anspruchsvollen Feldern wie dem Kashagan-Projekt in Kasachstan, Russlands Sakhalin II sowie kanadischen und venezuelanischen Ölsand-Projekten die weltweite Förderung gegenüber einer scheinbar endlosen Serie von Projektverzögerungen anfällig gemacht hat. Rubin ist der Ansicht, dass Verzögerungen in <b>Venezuela und Kanada</b> frühere Produktionsvoraussagen für 2012 um mehr als 700.000 Barrels/Tag unterschreiten. In manchen Ländern haben in die Höhe schießende Entwicklungskosten zu komplizierten und oft angespannten Neuverhandlungen von Lizenzverträgen mit Gastländern geführt. In manchen Fällen ist es sogar zu temporären oder unbegrenzten Aussetzungen von Betriebsgenehmigungen gekommen. Zu den Projektverzögerungen tritt die Erschöpfung bestehender Felder hinzu. Der jüngste Anstieg hängt teilweise mit der wachsenden Bedeutung von Hochsee- und insbesondere <b>Tiefwasserfeldern</b> zusammen, die eine doppelt so hohe Erschöpfungsrate aufweisen wie konventionelle Felder. Rasante Erschöpfungsraten seien bereits in der Nordsee und nun im Cantarell-Feld in Mexiko erkennbar. "Seit 2000 sind Hochseefelder die größte Quelle neuen Förderwachstums. Da sie im Bezug auf die Gesamtproduktion an Bedeutung gewinnen, werden auch die Erschöpfungsraten steigen. Selbst wenn diese über die nächsten 5 Jahre konstant bleibt, müssen wir fast 20 Mio Barrel neuen Öls pro Tag produzieren, nur um die Menge auszugleichen, die in dieser Zeit durch Erschöpfung verloren geht." Wegen der zunehmenden Ölnachfrage in <b>China</b>, <b>Indien</b>, <b>Russland</b> und den größten Ölförderstaaten der Welt selbst werde die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen Angebot und Nachfrage die Rohölpreise bis 2012 bis auf 150 $/Barrel in die Höhe treiben. "Die steigende Zahl von Autobesitzern in Russland und China hat die Treibstoffnachfrage in beiden Ländern enorm erhöht", so Rubin. "Die Nachfrage nach Benzin wächst derzeit in beiden Ländern um mehr als 6 %. Allerdings sind massive Ölpreissubventionen in OPEC-Staaten, durch die die Ölnachfrage fast zweistellig gestiegen ist, ein noch bedeutender Faktor." "Nicht nur, dass nahezu keine Preiselastizität zwischen dem eigenen Ölverbrauch der OPEC und der Weltölpreise besteht, sondern paradoxerweise könnte der heimische Ölverbrauch in diesen Ländern bei steigenden Rohölpreisen sogar ansteigen, da höhere Rohölpreise die Einkommen erhöhen, wodurch wiederum die Nachfrage nach massiv subventioniertem heimischem Benzin steigt." Dieser ungebremste Anstieg bei der Nachfrage in den meisten <b>Ölförderstaaten</b> hat zur Folge, dass diese nicht in der Lage sein werden, die steigende Nachfrage in den Entwicklungsländern zu stillen. Obgleich die russische Produktion über die nächsten 5 Jahre voraussichtlich etwas ansteigt, wird die gesamte Produktionszunahme durch die Inlandsnachfrage aufgebraucht. Da die Rohölnachfrage in China und Indien weit mehr einkommenselastisch als preiselastisch ist, werden diese Länder die OECD-Märkte für das zunehmend knapper werdende globale Angebot überbieten. Die <b>OECD</b>, heute der größte Ölmarkt weltweit, ist wesentlich preisempfindlicher. Daher werde der Ölverbrauch, der in den letzten 2 Jahren bereits gesunken ist, in den nächsten 5 Jahren als Reaktion auf die konstant steigenden Preise um fast 10 % bzw. 4 Mio Barrel/Tag abnehmen. CIBC World Markets prophezeit 150 $ je Barrel

Neuroth expandiert nach Slowenien

<a href=http://www.neuroth.at>Neuroth</a> steigt in den slowenischen Hörakustik-Markt ein und vergrößert damit ihr Filialnetz um 25 auf insgesamt 138 Niederlassungen. Anfang Jänner wurden dazu die Hörakustik-Unternehmen Audiovox international d.o.o. und Gatton international d.o.o. mit dem österreichischen Hörakustiker fusioniert. <% image name="Neuroth_Waltraud_Schinko" %><p> <small> Waltraud Schinko-Neuroth, Vorstandsvorsitzende der Neuroth AG: "Wir sind gefordert schnellstmöglich unsere in Österreich gelebten Neuroth-Standards in Slowenien umzusetzen." </small> Damit steht in Slowenien ein flächendeckendes Versorgungsnetz an Hörcentern, das die weltmarktführenden Hörgeräte-Hersteller wie Oticon, Phonak, Siemens und Widex aus einer Hand anbietet, zur Verfügung. Insgesamt verfügt Neuroth nun in Slowenien (25), Schweiz (20), Liechtenstein (1) und Österreich (92) über insgesamt 138 Niederlassungen mit knapp 600 Mitarbeitern. Neuroth investiert in den kommenden 3 Jahren in den weiteren Ausbau der flächendeckenden Versorgung für Hörgeräteakustik sowie in neue technische Ausstattung. Ziel ist es, dass alle bestehenden Niederlassungen in den kommenden 6 Monaten nach den neuesten, europäischen Hörakustik-Standards aus- bzw. umgebaut werden. <small> Nach der Bevölkerungsstatistik und den bisherigen Hörgeräte-Anpassungen schätzt Neuroth, dass es in Slowenien zur Zeit 50.000 bis 70.000 Hörgeräte-Träger gibt. Die Zahl an betroffenen Menschen, die an Hörminderung leiden wird auf rund 150.000 Menschen geschätzt. </small> Neuroth expandiert nach Slowenien

ARC-Forscher machen Handy zum Gesundsheitswächter

Für die Lebensqualität chronisch Kranker ist die kontinuierliche medizinische Überwachung zentral. Das <a href=http://ehs.arcsmed.at>eHealth-systems</a>-Team der Austrian Research Centers hat einen anwenderfreundlichen Telemonitoring-Ansatz entwickelt, bei dem medizinische Messgeräte direkt mit dem Handy des Patienten kommunizieren können. <% image name="ARC_Blutdruckmessgeraet" %><p> <small> Durch einfaches Berühren eines NFC-fähigen Blutdruckmessgerätes mit einem NFC-fähigen Mobiltelefon kann der Blutdruckwert verschlüsselt und bequem ausgelesen und weitergesendet werden - ohne auch nur eine Taste zu betätigen. </small> Die Anwendung ist ähnlich einfach wie die berührungslose Karte für den Schilift. So können etwa die Werte des Blutdruckmessgerätes direkt ins Handy eingelesen und verschlüsselt an den Arzt weitergeschickt werden. Als Mittler zwischen Arzt und Patienten dienen handelsübliche Handies, die mit Near Field Communication (NFC) ausgestattet sind. NFC ist eine drahtlose Übertragungstechnik, die für die Kommunikation zwischen Geräten über kurze Distanzen von wenigen Zentimetern ausgelegt ist. Durch einfaches Berühren eines NFC-fähigen Blutdruckmessgerätes mit einem NFC-fähigen Mobiltelefon kann der Blutdruckwert einfach ausgelesen und weitergesendet werden - ohne auch nur eine Taste zu betätigen. Der Patient kann so seine selbst gemessenen Gesundheitsdaten jederzeit und ortsunabhängig an eine Monitoringzentrale senden. Der Arzt kann diese Daten entweder in regelmäßigen Abständen einsehen oder wird bei einer Grenzwertüberschreitung automatisch gewarnt. Auch für die regelmäßigen Arztbesuche sind diese Daten ein wichtiges Instrument zur Verfeinerung der Diagnose und Therapie, da die Daten einen raschen und graphischen Überblick über den Verlauf von Gesundheitsparametern der Patienten zwischen den Arztbesuchen geben. ARC-Forscher machen Handy zum Gesundsheitswächter

Aktivität von Tubulysin aufgeklärt

Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (<a href=http://www.gbf.de>HZI</a>) haben die biologische Aktivität des Moleküls Tubulysin aufgeklärt. Es ist einer der stärksten Hemmer der Zellteilung, den man kennt. Gerade diese ist bei Krebs krankhaft erhöht und gefährlich. Aktivität von Tubulysin aufgeklärt <table> <td><% image name="Kontrolle_Mitose" %></td> <td><% image name="Tubulysin_Mitose" %></td> </table><p> <small> Krebszellen ohne (links) und mit Tubulysin-Behandlung. Blau: Zellkern, grün: Zellskelett. &copy; Sasse </small> Problem bei zytotoxischen Stoffen wie dem Tubulysin ist, dass eine pharmazeutische Anwendung zunächst unmöglich scheint. Die Substanz hemmt das Wachstum aller Zellen des menschlichen Körpers und nicht ausschließlich den entarteten Krebs. So kommt es etwa zu Haarausfall, weil die Substanz auch die Vermehrung jener Hautzellen angreift, die für das Haarwachstum verantwortlich sind. Oder es treten Veränderungen im Blutbild auf, bei der den Patienten dann Abwehrzellen fehlen. Solche Probleme lassen sich einzig dadurch vermeiden, indem der Wirkstoff auf molekularer Ebene so verändert wird, dass er gezielt Tumorzellen angreift. Im Falle des Tubulysins haben Chemiker in den USA in Zusammenarbeit mit Florenz Sasse vom HTI einen entscheidenden Beitrag geleistet: Gemeinsam konnten sie zeigen, an welchen Ecken und Enden des Moleküls "geschraubt" werden kann. "Tubulysin", erläutert Sasse "ist in jeder Hinsicht ein schwieriges Molekül. Es wird von Bodenbakterien als Stoffwechselnebenprodukt gebildet. Wir haben die Tubulysine 1994 entdeckt. Aber weil es ein Nebenprodukt ist, ist es schwierig, größere Mengen davon zu produzieren. Zudem wurde das Molekül während seiner langen Evolution von den Bakterien funktionell optimiert: Das heißt für uns, dass einzelne Molekülbausteine nicht so einfach variiert werden können. Verändern wir die Struktur, so verlieren wir die Wirksamkeit." Aber nachdem eine amerikanische Gruppe es 2006 geschafft hatte, Tubulysin vollsynthetisch im Reagenzglas nachzubauen, konnten die Forscher jetzt näher bestimmen, welche Teile des Moleküls für die biologische Aktivität wichtig sind. Man kann nun Bereiche im Molekül verändern, die für die Wirkung nicht entscheidend sind, aber dennoch seine Eigenschaften für die Krebstherapie verbessern. Auch kann es jetzt an andere Stoffe angehängt werden, die es direkt zum Tumor transportieren. "Damit können wir die Toxizität des Tubulysins regulieren", sagt Sasse. Aber bis zu einer gezielten Krebstherapie ohne Nebenwirkungen ist es noch ein langer Weg. <small> Original: Andrew W- Patterson, Hillary M. Peltier, Florenz Sasse und Jonathan A. Ellman; "Designs, Synthesis and Biological Properties of Highly Potent Tu1bulysin D Analogues."; Chem. Eur. J. 2007, 13, 9543-9541. </small>

Vereisung in der Kreidezeit nachgewiesen

Ein Team um André Bornemann von der Uni Leipzig konnte belegen, dass es während einer der wärmsten Perioden der Erdgeschichte - in der Kreidezeit vor 91 Mio Jahren - zu einer kurzzeitigen, aber massiven Vereisung kam. Dieser Befund stellt die gängige Vorstellung in Frage, wonach ausgedehnte polare Eismassen in einer "Treibhauswelt" nicht existieren konnten. <table> <td><% image name="Foraminiferen" %></td> <td> Die Forscher untersuchten dazu kreidezeitliche Tiefseesedimente aus dem westlichen tropischen Atlantik. Diese enthalten gut erhaltene kalkschalige Mikrofossilien (Foraminiferen), die sowohl am Boden als auch im Oberflächenwasser lebten. Das Verhältnis der Sauerstoffisotope 18O und 16O in deren Kalkschalen spiegelt die Zusammensetzung des Meerwassers wider. Sauerstoff-Isotopendaten liefern auch Hinweise zur Rekonstruktion der damaligen Meerwassertemperatur. </td> </table><p> <small> Foraminiferen aus der Kreidezeit unter dem Rasterelektronenmikroskop. </small> Sauerstoff-Isotope in Foraminiferenschalen können aber auch durch Schwankungen im Salzgehalt sowie durch den Aufbau und das Abschmelzen großer kontinentaler Eismassen beeinflusst werden. Um diese konkurrierenden Prozesse besser unterscheiden zu können, wurde eine zweite, unabhängige Methode zur Bestimmung der Oberflächenwassertemperatur angewandt. Diese beruht auf der Analyse organischer Komponenten in den Sedimenten, die von Archaeen produziert wurden. Eine Kombination beider Methoden erlaubt es, die Größe der Eismasse abzuschätzen. Für das Oberflächenwasser wurden mit beiden Methoden konsistent 35-37 °C während des Turons (vor 93,5-89,3 Mio Jahren) bestimmt. Der tropische westliche Atlantik war demzufolge damals 6-8 °C wärmer als heute. Darüber hinaus weist eine positive Exkursion in den gemessenen Sauerstoff-Isotopenverhältnissen der analysierten Kalkschalen während dieses Temperaturmaximums auf ein relativ kurzes Vereisungsereignis vor etwa 91,2 Mio Jahren hin, das etwa 200.000 Jahre angedauert hat. Abschätzungen aus den Isotopendaten lassen vermuten, dass ein Eisschild von 50-60 % des heutigen antarktischen Eisschildes existiert hat, der einen Meeresspiegelrückgang von maximal 40 m bewirkt hat. Die Ergebnisse zeigen, dass die extrem warmen tropischen Ozeantemperaturen während der Kreidezeit paradoxerweise keine Barriere dargestellt haben, um Eisbildung auf geologischen Zeiträumen von mehreren hunderttausend Jahren zu unterbinden. Offen bleibt, wo sich solch große Eismassen während der Kreidezeit gebildet haben könnten. Die wahrscheinlichste Region hierfür stellt die Antarktis dar, die schon damals am Südpol lag und möglicherweise schon in der Kreidezeit Gebirgszüge besessen hat, die hoch genug waren, um weiträumig Schnee und Eis zu akkumulieren. Die Vergletscherung ausgedehnter Festlandsregionen während der Kreidezeit war dagegen die Ausnahme, wie das episodische Auftreten von Reptilien und subtropischen Pflanzen in den hohen Breiten belegt. <small> Bornemann, A., Norris, R.D., Friedrich, O., Beckmann, B., Schouten, S., Sinninghe Damsté, J.S., Vogel, J., Hofmann, P., Wagner, T. (2008): Isotopic evidence for glaciation during the Cretaceous supergreenhouse. Science 319, 189-193 </small> Vereisung in der Kreidezeit nachgewiesen

CP: Neue Laborwaagenserie von Sartorius

<a href=http://www.sartorius.de>Sartorius</a> hat mit „CP“ einen Nachfolger der Laborwaagenserie „Competence“ eingeführt. Die neue Laborwaagenreihe umfasst 29 Modelle, die von der Mikrowaage bis zu Hochlast-Modellen mit einen Wägebereich bis 34 kg reichen. CP: Neue Laborwaagenserie von Sartorius <% image name="Sartorius_CP_Laborwaage_1" %><p> <small> Die neuen Waagen sorgen selbständig für eine regelmäßige Justierung und arbeiten immer zuverlässig auf einem gleichbleibend hohen Genauigkeitsniveau. </small> Wann immer es der Prozess verlangt, können diese Waagen mit dem internen, motorbetriebenen Justiergewicht mit nur einem Tastendruck automatisch intern justiert werden. Bei Änderung der Umgebungstemperatur um einen bestimmten Wert oder nach Ablauf eines definierten Zeitintervalls führt die Kalibrier- und Justierfunktion isoCAL vollautomatisch eine interne Justierung durch. <% image name="Sartorius_CP_Laborwaage_2" %><p> <small> Alle Modelle der Sartorius CP sind mit dem nur bei Sartorius verfügbaren monolithischen Wägesystem ausgestattet. </small> Das Windschutzkonzept für die Analysen- und Mikrowaagen sowie für die 1-mg-Präzisionswaagen ist speziell auf die jeweilige Ablesbarkeit angepasst und bietet eine optimale Abschirmung gegen Luftzug. In Verbindung mit einem Computer unterstützt die neue CP-Laborwaagenserie die Dokumentationspflicht beim Einsatz in einem Qualitätsmanagement-System.

Seiten