Die Importverbote für 2 GMO-Maissorten nach Österreich werden teilweise aufgehoben. Die EU-Umweltminister haben die österreichische Position nicht mehr unterstützt. Damit hat die EU-Kommission grünes Licht, die Importverbote (es betrifft Mon810 von <a href=http://www.monsanto.com>Monsanto</a> und T25 von <a href=http://www.bayercropscience.de>Bayer</a>) teilweise zu kippen. <% image name="Maiskolben" %><p>
<small> Beide Genmaissorten sind in der EU zum Anbau zugelassen, Mon810 wird vor allem in Spanien und Frankreich großflächig angebaut. Österreich hatte bereits 1999 gegen beide Sorten ein Importverbot erlassen. </small>
Die EU-Kommission möchte nun zumindest den Import von Produkten nach Österreich ermöglichen, welche die beiden GMO-Maissorten enthalten - die Einfuhr von Saatgut bleibt allerdings weiterhin untersagt. Da beim Treffen der Umweltminister keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen den Kommissionsvorschlag zustande kam, kann nun die EU-Kommission selbständig über die Teilaufhebung des Importverbotes entscheiden.
<b>Erst kürzlich</b> hatte die EU-Kommission 4 weitere GMO-Sorten zugelassen. Vermarktet werden dürfen künftig Lebens- und Futtermittel aus einer von Monsanto und <a href=http://www.kws.de>KWS Saat AG</a> entwickelten herbizidresistenten Zuckerrübe sowie aus 3 GMO-Maissorten, darunter auch der unter dem Markennamen Herculex bekannte 59122-Mais mit einer Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer, der gemeinsam von <a href=http://www.dupont.com>DuPont</a> und <a href=http://www.dowagro.com>Dow AgroSciences</a> entwickelt wurden. Ebenfalls erlaubt wurden Maisprodukte, die aus Kreuzungen bereits zugelassener GMO-Maislinien (1507xNK603, MON810xNK603) hervorgegangen sind und sowohl Resistenzen gegen Schadinsekten wie Herbizide besitzen. Zulässig ist jeweils deren Import, nicht jedoch der Anbau.
Der erstmals großflächige Anbau der GMO-Zuckerrübe wird in den USA 2008 erwartet. Insgesamt sind derzeit 31 gentechnisch optimierte Pflanzen in der EU zugelassen.Österreichs Gentech-Importverbot fällt
Dank der Forschungsarbeit von Christian Kunz kann Österreich auf eine im europäischen Vergleich besonders hohe FSME-Durchimpfungsrate blicken. Die International Scientific Working Group on Tick-Borne Encephalitis (<a href=http://www.isw-tbe.info>ISW-TBE</a>) ernennt ihn anlässlich seines 80. Geburtstages zum ersten Ehrenmitglied.Christian Kunz wird Ehrenmitglied der ISW-TBE<% image name="Kunz" %><p>
<small> Christian Kunz - der "Vater" der Zeckenschutzimpfung. </small>
Kunz erkannte bereits in den 1960er Jahren, dass das FSME-Virus eine immer größer werdende Gefahr darstellt, vor allem für Risikogruppen wie Bauern oder Forstarbeiter. 1973 konnte er einen Impfstoff produzieren, den er erstmals an sich und einem Mitarbeiter testete. Der Versuch verläuft erfolgreich. Kunz: "In den darauf folgenden Jahren bin ich durch das Land gefahren, um Menschen mit hohem Erkrankungsrisiko zu impfen. Bis 1976 hatten wir 30.000 Menschen geimpft!"
Die nächste Herausforderung war die Suche nach einem Partner, die lange Zeit erfolglos blieb. Aber 1976 kam schließlich der FSME-Impfstoff auf den österreichischen Markt, 1981 wurde die erste Zeckenschutz-Impfkampagne gestartet. "Mit Erfolg: In der Vorimpfära gab es jährlich bis zu 700 FSME-Erkrankungen, 2006 hingegen nur mehr 84 ", sagt Michael Kunze, Vorsitzender der ISW-TBE und Vorstand des Instituts für Sozialmedizin der Medizinuni Wien. Derzeit sind rund 88 % aller Österreicher zumindest einmal gegen FSME geimpft worden.
"2000-2006 wurden mindestens 2.800 FSME-Fälle, darunter 20 Todesfälle, durch die Impfung verhindert", berichtet Franz X. Heinz, Leiter des Instituts für Virologie an der Medizinuni Wien. In den ähnlich stark betroffenen Nachbarländern sind die Durchimpfungsraten wesentlich geringer, etwa 24 % in Deutschland, 17 % in der Schweiz und 16 % in Tschechien.
GEA Batignolles Technologies Thermiques, eine Tochter der <a href=http://www.geagroup.com>GEA Group</a>, eröffnet eine neue Fertigungsstätte in Katar. In der neuen Fabrik produzieren 60 Mitarbeiter Luftkühler und luftgekühlte Kondensatoren für die Öl- und Gasindustrie sowie die petrochemische Industrie im Mittleren Osten.GEA eröffnet Fertigungsstätte in Katar<% image name="GEA_Katar" %><p>
Aufgrund der Wasserknappheit in der Region ist Luftkühlung die bevorzugte Methode bei vielen Produktionsprozessen in der Öl- und Gasindustrie. Das neue Werk ist auf die Produktion von Luftkühler ausgerichtet, die den weltweit höchsten Qualitätsstandards entsprechen.
Der Trend zu Investitionen in Verarbeitungsprozesse wie Raffinerien, GTL-Anlagen und komplexe Gasverarbeitungs- sowie petrochemische Prozesse im Mittleren Osten hat für die GEA Group einen beständigen Markt für Luftkühler eröffnet.
Die neue Fertigungsstätte vor Ort erhöht die Kundennähe, verbessert die Serviceleistungen und verringert die Transaktionskosten maßgeblich. Nach der letzten Werkseröffnung im September bei Shanghai beweist auch diese Fertigungsstätte die Absicht der GEA Group, in starke Wachstumsregionen zu investieren und mit eigenen Produktionsstandorten präsent zu sein.
Die Gabellichtschranke Simatic PXO830 GL, der Lichtleitersensor Simatic PXO840 LV70 und der Laser-Distanzsensor Simatic PXO650 L90L erweitern das Angebot der <a href=http://www.siemens.com/simatic-sensors/px>optischen Sensoren</a> von Siemens A&D. Neue optische Näherungsschalter von Siemens<% image name="Siemens_Naeherungsschalter1" %><p>
<small> Die Geräte bieten eine hohe Erkennungsgenauigkeit und Zuverlässigkeit, sind leicht zu montieren und flexibel anzuschließen. </small>
Das Spektrum der neuen photoelektrischen Sensoren reicht vom Erfassen kleinster Objekte bis hin zum Detektieren großer Gegenstände aus bis zu 30 m Entfernung. Die Näherungsschalter eignen sich für Vorgänge wie Überwachen, Prüfen, Erkennen oder Positionieren.
Die Gabellichtschranke <b>Simatic PXO830 GL</b> erkennt Objektgrößen ab 0,2 mm und ist in den Gabelweiten 30, 50, 80 und 120 mm verfügbar. Die Schaltfrequenz von 2 KHz erlaubt schnelle Prozessdurchläufe. LED-Anzeigen lassen eine von allen Seiten gut erkennbare Statusüberprüfung zu. Sender und Empfänger sind in einem stabilen und leichten Kunststoffgehäuse integriert.
Hohe Erkennungsgenauigkeit auf kurze Distanzen bietet der Lichtleitersensor <b>Simatic PXO840 LV70</b>. Die kleinen Geräte lassen sich auf eine Standard-DIN-Schiene aufschnappen. Bis zu 4 Geräte kommunizieren dabei über 1 optische Schnittstelle. Das Display zeigt detaillierte Problemdiagnosen an, womit sich Fehler schnell beheben lassen. Zusätzlich zum Schaltausgang verfügt der Sensor über einen Analogausgang mit 0-10 V.
Mit seinen hohen Tast- und Reichweiten erfasst der Laser-Distanzsensor <b>Simatic PXO650 L90L</b> schließlich Objekte in Distanzen bis zu 6 m. Bei Einsatz zusätzlicher Reflektoren werden Gegenstände in bis zu 30 m Entfernung erkannt. Die verwendeten Laser bieten einen kleinen und eingegrenzten Messfleck, zum Beispiel 4 x 12 mm in 6 m Entfernung, und messen dadurch Abstände auch über große Distanzen punktgenau. Sichtbares Laser-Rotlicht und eine 2-Tasten-Bedienung vereinfachen die Justage. "Arbeitslicht" ist ein unsichtbarer IR-Laser Klasse 1.
<a href=http://www.schenckprocess.com>Schenck Process</a> verspricht mit dem Spezialdosierer ProFlex C ein robustes und störunanfällige Wägesystem mit hoher Eigenfrequenz, das sich mit 2 Dosiergrößen und 3 Behältergrößen "jedem noch so spezifischen Raumangebot" anpassen lässt. ProFlex C: Spezialdosierer von Schenck Process<% image name="Schenck_ProFlex" %><p>
<small> Neue Dosiergeneration für die Compound-Industrie. </small>
Die außermittige Schneckenanordnung des ProFlex C ermöglicht eine optimierte Aufstellung von bis zu 8 Dosierern. Sowohl Antriebs- wie auch Schneckenanordnung sind noch auf der Baustelle bei der Montage anpassbar. Angeboten werden 2 Förderlängen im Standard mit Förderstärken bis zu 6000 dm³/h.
Dank senkrechter Behälterwände wird nicht nur jeder Millimeter ausgenutzt, auch das Fließhalten des Schüttgutes ist optimal. Die Erfahrung, dass mit separaten Antrieben für Schnecke bzw. Paddel der Materialfluss optimiert wird, wurde bei der Entwicklung berücksichtigt.
Weiteres Plus ist die leichte Reinigung der Behälter, die einen Produktwechsel ohne großen Aufwand möglich machen. Für Servicearbeiten werden nur 2 leicht zugängliche Seiten benötigt. Das Multipoint Wägesystem mit 2 DMS-Wägezellen rundet die Produktneuheit ab.
Die Salzburger <a href=http://www.dmt-gmbh.at>DMT Gruppe</a> rechnet 2008 mit einer Umsatzverdoppelung auf 200 Mio €. Und der Weltmarkt für schlüsselfertige Anlagen zur Verstreckung von Kunststofffolien zieht in den nächsten Jahren weiter an - zuletzt konnte DMT Großaufträge aus Saudi Arabien, Mexiko, China und der Ukraine an Land ziehen.<% image name="DMT_Logo" %><p>
Der Weltmarkt für Fertigungsanlagen zur Verstreckung von Kunststofffolien unterliegt starken Schwankungen. 2007 sind die Bestellungen verglichen zu den beiden Vorjahren deutlich angestiegen. Als Grund dafür nennt Wolfgang Pinegger, der Mehrheitseigentümer und Chef der DMT Gruppe, dass die Nachfrage für Folienreckanlagen weltweit dramatisch gestiegen ist.
Heuer werden international Aufträge mit einem Volumen von 400 Mio € vergeben, rund 180 Mio € an Auftragseingängen verzeichnete das österreichisch-französische Engineering-Unternehmen bereits bis Ende September, das sind rund 50 % des gesamten Auftragswertes.
In <b>China</b> konnte DMT im Mai ein Vergabeverfahren der PAO YAN TSAE YIH gewinnen. Im Juni unterzeichnete DMT einen Auftrag der Changzhou Yu Xing Electrical Insulation Materials. In Yiwn (Provinz Zhejiang) und in Huai An City (Provinz Jiangsu) bestellte im August die Zhejiang Yimei Film Industry zwei BOPP-Anlagen bei DMT. Ebenso bestellte Zhejiang Baihui Packaging 2 weitere BOPP-Anlagen.
In <b>Saudi-Arabien</b> liefert DMT eine schlüsselfertige Anlage mit bis zu 6 BOPP-Anlagen für die zum Chemiekonzern TASNEE gehörende ROWAD National Plastics. Eines der größten Turnkey-Projekte in der Geschichte von DMT wickelt der Anlagenbauer bei ALTOPRO in <b>Mexiko</b> ab. Für rund 50 Mio $ entstehen hier in den nächsten Jahren 3 BOPP-Anlagen.
Ebenso ein Turnkey-Projekt realisiert DMT für die ukrainische ATEM, die heuer die erste Streckanlage in der <b>Ukraine</b> seit 15 Jahren bei DMT bestellte.
Nach mehreren Jahren Entwicklungsarbeit konnte DMT heuer auch den MESIM-Prototyp (Mechanical Simultaneous) patentieren und in Linz errichten. In die Weltneuheit setzt Pinegger große Erwartungen: Da die Kosten der Anschaffung lediglich um 20 % über jenen von herkömmlichen Anlagen liegen, der Energieaufwand aber nur bei 80 %, hat MESIM bei der Herstellung von Schrumpffolien, beschichteten Folien und Spezialfolien etwa für Touchscreens klare technologische und Kostenvorteile.
<small> <b>DMT</b> (Darlet-Marchante-Technologies) wurde 1990 in der Nähe von Lyon gegründet. 2004 stieg Wolfgang Pinegger in die Gruppe ein - aus einer französischen wurde eine österreichisch-französische Firma und die Geschäftsführung nach Salzburg verlegt. Heute ist DMT einer von weltweit nur noch vier Herstellern von Anlagen zur Verstreckung von Kunststofffolien. Zur DMT Gruppe gehört auch die Linzer ARTEC, die sich mit Recyclinglösungen befasst. </small>DMT-Gruppe erreicht 2008 Umsatzverdoppelung
Chromosomen werden vor der Zellteilung verdoppelt, um dann exakt auf die Tochterzellen aufgeteilt zu werden. Ein wichtiger Regulator dabei ist der Chromosomale Passenger Complex (CPC). Forscher am Max-Planck-Institut für <a href=http://www.biochem.mpg.de>Biochemie</a> in Martinsried und am Heidelberger <a href=http://www.embl.org>EMBL</a> ist nun die Aufklärung dessen Struktur gelungen.Regulator der Chromosomen-Aufteilung geklärt <% image name="CPC1" %><p>
<small> Struktur des "Chromosomalen Passenger Complex". Die 3 zentralen Komponenten binden als Monomere dicht aneinander: Borealin (rot), INCENP (grün) und Survivin (blau). Bild: Klein </small>
Der Chromosomale Passenger Complex (CPC) bindet bei der Zellteilung zunächst an den zentralen Ankerpunkt (Centrosom) der Chromosomen und später an die zentralen Spindelfasern, welche die Chromosomen bei der Aufteilung auf die Tochterzellen auseinander ziehen. Bisher war bekannt, dass der Wächter der Zellteilung aus 4 Komponenten besteht - INCENP, Survivin, Borealin und Aurora A -, die nur gemeinsam zum Erfolg der korrekten Chromosomen-Aufteilung führen.
Den Forschern ist es nun gelungen, die zentralen Strukturen der Untereinheiten des Chromosomen-Transporters aufzuklären. Sie zeigen, welche Molekül-Abschnitte notwendig sind, damit der Transport der Chromosomen funktioniert und die Zellteilung korrekt abläuft. Mit der Kristallisation und Röntgenstruktur-Analyse des CPC aus E. coli konnte Arockia Jeyaprakash am EMBL die Struktur aufklären. Ulf Klein erzeugte anschließend Mutanten in Hefezellen und menschlichen HeLa-Zellen, bei denen Teile der für CPC verantwortlichen Gene ausgeschaltet wurden. Damit konnte er exakte Aussagen machen, welche Aminosäuren für die Funktion des CPC notwendig sind.
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<small> Borealin ist ein essentieller Bestandteil des CPC. Zellen, die normales Borealin synthetisieren, teilen sich fehlerfrei (li.). Zellen, die eine veränderte Form des Proteins aufweisen, das nicht mehr im CPC gebunden ist, können keine Zellteilung mehr durchführen (Pfeil). Blau: DNA, rot: Spindel, grün: Borealin. Bild: Jeyaprakash </small>
So konnten sie die Lehrmeinung widerlegen, dass INCENP, Survivin, Borealin und Aurora B selbständige Regulatoren der Zellteilung sind. Die 4 Proteine bilden eine Einheit, bei der helikale Teilbereiche der Passenger-Proteine eng miteinander verbunden sind und mehrere Kontaktstellen zwischen den Aminosäuren bestehen. "Wir waren über die enge Verzahnung der Kooperationspartner des CPC überrascht. Wir verstehen jetzt, dass durch das Fehlen eines Partners die gesamte Struktur nicht mehr aufrecht erhalten werden kann und damit die Bindung des CPC an die Mitose-Spindel unmöglich wird", so Klein.
Die Forscher fanden zudem heraus, dass Survivin, das in der separaten Kristallstruktur des Komplexes ein Doppel-Molekül (Dimer) ist, im gesamten chromosomalen Komplex nur als einfaches Molekül vorkommt und Borealin stattdessen in einer Art Mimikry an das vorhandene Einzelmolekül bindet. Hier können sie die Diskussion um die Rolle von Survivin ebenfalls beilegen. Bisher hatten Studien zur Funktion von Survivin gezeigt, dass es unbedingt im Zytoplasma der Zellen als Dimer vorhanden sein muss, um der Apoptose entgegenzuwirken. Jeyaprakesh konnte jetzt zeigen, dass es als Monomer ein wichtiger Regulator der Zellteilung ist und deshalb auch ein geeignetes Zielmolekül für Krebstherapeutika.