Ergebnisse der internationalen Phase-III-Studie NO16966 zeigen, dass Xeloda und Avastin bei fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom eine neue wirksame Behandlungsalternative bieten.<% image name="Xeloda" %><p>
Die Studie zeigte dass XELOX - die chemotherapeutische Kombination aus dem oral verabreichtem Chemotherapeutikum Xeloda (<a href=http://www.roche.com>Roche</a>) und Oxaliplatin (<a href=http://www.sanofiaventis.com>sanofi aventis</a>) - in Bezug auf das progressionsfreie Überleben bei der Behandlung von metastasierendem Darmkrebs genau so wirksam wie die derzeitige Standardbehandlung mit FOLFOX-4 (5-FU + Oxaliplatin Infusion) ist und diese in der praktischen Handhabung übertrifft.
Die Ergänzung der Chemotherapie (FOLFOX-4 und XELOX) durch das antiangiogene Avastin führt zudem zu einer Verlängerung des progressionsfreien Überlebens gegenüber einer alleinigen Chemotherapie um 20 %.
Die Ergebnisse bestätigen erneut, dass oral verabreichtes Xeloda die 5-FU/Leucovorin-Infusionen bei der Darmkrebs-Behandlung ersetzen sollten. "Im Vergleich zur FOLFOX-4-Therapie verbringt der Patient bei der XELOX-Kombination wesentlich weniger Zeit mit Infusionsbehandlungen, nämlich nur 2 gegenüber 48 h und benötigt weniger Krankenhausaufenthalte", so Jim Cassidy, einer der Versuchsleiter der Studie und Onkologieprofessor an der Uni Glasgow.
<small> <b>Avastin</b> wurde im Jänner 2005 in Europa und im Februar 2004 in den USA als First-Line-Behandlung von metastasierendem Darmkrebs zugelassen. Seit Juni 2006 darf es in der USA auch als Second-Line-Behandlung dabei angewendet werden. Im Juli wurde bei der EMEA die Zulassung von Avastin für fortgeschrittenen Brustkrebs und im August für metastasierenden, nicht kleinzelligen Lungenkrebs beantragt. Das gesamte Avastin-Entwicklungsprogramm wird voraussichtlich weltweit 40.000 Patienten umfassen. </small>Neue Chancen bei metastasierenden Darmkrebs
<a href=http://www.christ-water.com>Christ Water</a> hat ihren Anteil an der in Mumbai ansässigen Firma Christ Nishotech Water Systems Pvt. Ltd von 10 auf 50 % erhöht.Christ Water verstärkt Engagement in Indien<% image name="Christ_Firmengebaeude" %><p>
Cay Mansson, Leiter der Business Unit Pharma & Life Science: "Diese Investition ist ein sehr wichtiger Schritt für die Christ-Gruppe, um das Pharma- und Biotech-Geschäft weiter global auszubauen."
Das Joint-venture, das sich überwiegend mit der Fertigung und dem Vertrieb sowie dem Service von wassertechnischen Anlagen für die Pharma- und Biotech-Industrie befasst, wurde 2004 gegründet und hat sich seitdem erfolgreich entwickelt. Der indische Pharmamarkt ist einer der zurzeit am stärksten wachsenden Märkte der Welt, vor allem beflügelt durch eine sehr starke Generika-Industrie.
Durch das verstärkte Engagement von Christ soll künftig auch eine Plattform für das Engineering und die Produktion von Anlagen für die Märkte außerhalb Indiens geschaffen werden. Christ Nishotech hat derzeit 30 Beschäftigte. Es ist geplant, die Belegschaft in Kürze auf über 100 Beschäftigte auszubauen.
<a href=http://www.TransMedics.com>TransMedics</a> hat die Zulassung zum CE-Zeichen für sein Organ Care System erhalten. Es ist das erste System, das es erlaubt, menschliche Spenderherzen außerhalb des menschlichen Körpers bei normalem Funktionszustand zu halten. <table>
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<% image name="ECG" %>
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Das "Organ Care System" erlaubt die klinische ex-vivo Evaluierung von Spenderorganen in Echtzeit. Warmes, mit Sauerstoff angereichertes, nährstoffreiches Blut wird vom Entnahmezeitpunkt bis zur Implantation durch das Organ geleitet, wodurch das Organ außerhalb des Körpers in einem funktionierendem Zustand gehalten wird, bis es zur Implantation bereit ist.
</td>
</table><p>
Im Vergleich zur herkömmlichen Kaltlagerung oder kalten Perfusionstechnologien ermöglicht es das Organ Care System dem Organ, längere Zeit außerhalb des Körpers auszuhalten und weniger Schaden aufgrund von Mangel an Blutzufuhr zu nehmen, den das Organ während des Transportes zum Empfänger erfährt.
"Das Organ Care System wird dem grundlegenden Lösungsbedarf angesichts eines globalen Mangels an erhältlichen Organen für Patienten mit Organversagen im Endstadium gerecht", so TransMedics-CEO Waleed Hassanein.
Zusätzlich zur Steigerung der Anzahl an transplantierbaren Organen und der Risikominderung von post-operativen Kompliktaionen ist das Organ Care System auch darauf ausgerichtet, dem Gesundheitswesen signifikante Kostenreduzierungen zukommen zu lassen. Die Technologie wurde entwickelt,
• um die Zeitspanne zu reduzieren, in der auf Spenderorgane wartende Patienten auf kostspielige Überbrückungstherapien gehalten werden müssen;
• um schnellere Erholung und kürzere Krankenhausaufenthalte nach eine Transplantation sicher zu stellen;
• und auch um die Notwendigkeit für eine medizinische Therapie zur Behandlung von Kompliktaionen sowie die Notwendigkeit von Re-Transplantationen zu verringern.
<small> Die Anzahl von Menschen, die eine Transplantation benötigen, steigt schneller als die Zahl der erhältlichen Spender. Von 12.000 Menschen, die derzeit in Deutschland auf ein Spenderorgan warten, wird nur ein Drittel eine Transplantation erhalten. Nahezu 1.000 Transplantationskandidaten sterben jedes Jahr. Obwohl es im vergangenen Jahr einige Fortschritte bei der Steigerung der Spenderzahlen gab, steigt die Nachfrage nach Spenderorganen ebenfalls. In UK warten heute 6.000 Patienten auf eine Organtransplantation. Indes werden weniger als 3.000 Transplantationen jährlich vorgenommen. Unglücklicherweise werden über die Hälfte der Herzen, die für eine Spende zur Verfügung stehen, nicht genutzt. Diese Situation ist in den USA ähnlich. <small>CE-Zeichen für Organ Care System von TransMedics
2005 konnten Österreichs Bauern ein leichtes Einkommensplus verzeichnen. Insgesamt waren die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft je Betrieb mit 19.843 € um 2,3 % höher als 2004. <% image name="Getreidefeld" %><p>
Die mit Abstand <u>größte Verbesserung</u> verzeichneten die Veredelungsbetriebe (+17 %), gefolgt von den Futterbaubetrieben (+11 %), den landwirtschaftlichen Gemischtbetrieben (+9 %) und den Betrieben mit 25 bis 50 % Forstanteil (+8 %) sowie bei jenen mit über 50 % Forstanteil (+4 %). Im Gegensatz dazu kam es bei den Dauerkulturbetrieben nach 2 guten Jahren zu einer Einbuße von 37 % und bei den Marktfruchtbetrieben zu einem Rückgang von 8 %.
Die Ø <u>höchsten Einkommen</u> erreichten aber nach wie vor die Marktfruchtbetriebe, gefolgt von den Veredelungsbetrieben und Betrieben mit über 50 % Forstanteil. An letzter Stelle lagen 2005 die Dauerkulturbetriebe.
Die Einkünfte der <u>Bergbauern</u> stiegen 2005 um 11 % auf 19.568 € an. Da die <u>Biobetriebe</u> stets ein günstigeres Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag aufweisen, lagen dort die Einkünfte 2005 mit 21.566 € je Betrieb (+5 %) um fast 9 % über dem Ø aller Betriebe. Die Erträge aus der <u>Forstwirtschaft</u> lagen aufgrund gestiegener Holzpreise und eines höheren Anteils an Stammholz um 5 % über dem Vorjahresniveau. Die <u>Förderungen</u>, die den bäuerlichen Betrieben direkt zu Gute kommen, waren je Betrieb um 7 % höher als 2004. Dafür waren insbesondere die Umstellung der Flächen- und Tierprämien auf die einheitliche Betriebsprämie, die Rückerstattung für den Agrardiesel sowie eine gestiegene Inanspruchnahme des ÖPUL-Programms verantwortlich.
Landwirtschaftsminister Josef Pröll verwies zudem auf die Impulse, die für die gesamte Wirtschaft im ländlichen Raum gesetzt wurden: "Die bäuerlichen Betriebe investierten 2005 insgesamt 6,2 Mrd €, wovon der Industrie und dem Gewerbe 2,9 Mrd € zugute kamen."Grüner Bericht 06: Bauern verdienen mehr
Die Schweizer <a href=http://www.oncalis.com>Oncalis</a> und <a href=http://www.chemdiv.com>ChemDiv</a> aus San Diego sind eine weitreichende F&E-Partnerschaft eingegangen. Oncalis wird mit seiner auf Hefezellen basierenden Technologie Assays entwickeln - ChemDiv wird in vitro und in vivo Dienstleistungen erbringen, um Kandidaten für Rezeptor-Tyrosine-Kinase-Inhibitoren zu entwickeln.Oncalis und ChemDiv forschen gemeinsam<% image name="Reagenzglaeser1" %><p>
Oncalis ist erst <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/4201>kürzlich</a> vom Schweizer Biotech ESBATech ausgegliedert worden und entwickelt nun deren Kleinmolekül-Plattform unabhängig weiter.
ChemDiv stellt Lead-Moleküle für die einzigartige, auf Hefe basierende Screening-Plattform zur Verfügung, die jetzt vollständig von Oncalis übernommen wurde, sowie eine hochmoderne Hochdurchsatz-Screeningplattform und geistige Eigentumsrechte an Forschungsprojekten.
Die Zusammenarbeit mit ChemDiv sieht sowohl in der Schweiz als auch an ChemDivs Chemical Diversity Forschungsinstitut in Moskau die gemeinsame Entdeckung und Entwicklung von Wirkstoffkandidaten für mit Krebs zusammenhängende Kinase-Zielmoleküle vor.
Oncalis-CEO Alcide Barberis kommentiert: "Die Zusammenarbeit verschafft uns Zugang zu ChemDivs fast 1 Mio Kleinmoleküle umfassende Bibliothek, zu einem Heer von Chemikern, krebsorientiertem Medizinchemie-Know-how sowie in vitro und in vivo Modellen."
Die <a href=http://www.omv.com>OMV</a> nahm gemeinsam mit Shell und Todd Pohokura die Lieferungen aus dem neuseeländischen Gasfeld Pohokura auf. Die ab 2007 erwartete Förderrate von rund 40.000 Barrel Öl-Äquivalent (boe/d) pro Tag deckt rund 40 % von Neuseelands Gasbedarf. <% image name="Rohoelaufsuchung" %><p>
Die gesamten Entwicklungskosten von Pohokura betragen rund 600 Mio $ - es ist das zweitgrößte Gasfeld Neuseelands und befindet sich im Taranaki-Becken, wo auch das Maui-Gasfeld sowie das Maari-Ölfeld liegen, welche die OMV bearbeiten wird.
Die OMV wird durch ihre Anteile an Pohokura und Maui als drittgrößter Gasproduzent rund 11 % des neuseeländischen Marktes versorgen.
In Summe ist die OMV nun der größte Produzent flüssiger Kohlenwasserstoffe (Öl und Kondensat) in Neuseeland.OMV startet Gasförderung in Neuseeland
Neue Daten zeigen, dass mehr als zwei Drittel weniger Influenza-Todesfälle auf die Behandlung mit dem von <a href=http://www.roche.com>Roche</a> vermarkteten Tamiflu (Oseltamivir) zurückgeführt werden können.<% image name="Tamiflu" %><p>
Tamiflu senkt laut den vorgestellten Daten das mit der saisonalen Influenza bei schwer kranken Patienten verbundene Sterberisiko. Die Behandlung infizierter Erwachsenen führte zu einer <u>um 71 % verringerten Mortalität.</u> Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung antiviraler Therapien bei saisonaler Influenza auf und heben die Schwere und das Mortalitätsrisiko der Krankheit hervor.
Die populationsbasierte Überblicksstudie wurde in zwei aufeinanderfolgenden Influenza-Saisons an 512 Patienten durchgeführt, die in der Provinz Ontario aufgrund von mit einem positiven Influenzatest verbundener Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Mehr als die Hälfte dieser Patienten, vor allem diejenigen mit anderen Krankheiten, waren zuvor geimpft worden. 84 % wurden zum Zeitpunkt der Einlieferung bzw. Diagnose mit Antibiotika behandelt und 32 % mit antiviralen Mitteln (3 % Amantadin; 97 % Oseltamivir).
Von der Gesamtzahl der Influenza-Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, wurde bei 67 % Influenza mit oder ohne Lungenentzündung, bei 13 % eine Atemwegsinfektion (akute Bronchitis etwa) und bei 62 % ein von Viren ausgelöster grippaler Infekt festgestellt. Von allen erwachsenen Patienten starben 6,4 % - und diese Todesfälle wurden auf Influenza zurückgeführt. Die Behandlung von Erwachsenen mit antiviralen Mitteln wurde mit einer Verringerung von Todesfällen durch Influenza von mehr als 2/3 assoziiert.
<small> <b>Tamiflu</b> wurde mit dem Ziel entwickelt, gegen alle klinisch relevanten Influenzaviren zu wirken. Das Arzneimittel funktioniert, indem es die Wirkung des Neuraminidase-Enzyms (NAI) auf der Oberfläche des Virus hemmt. Wird die Neuraminidase gehemmt, kann das Virus sich nicht ausbreiten und andere Zellen des Körpers infizieren. </small>Tamiflu senkt das Risiko, an Influenza zu sterben
Die <a href=http://www.omv.at>OMV</a>, die Erdgasgroßhändler <a href=http://www.econgas.at>EconGas</a>, GWH, <a href=http://www.centrex.at>Centrex</a> sowie die Gazprom-Tochter <a href=http://www.gazexport.com>Gazexport Ltd.</a> haben neue Gaslieferverträge unterzeichnet, welche die Gasimporte nach Österreich bis 2027 fixieren und damit die 2012 auslaufenden Verträge verlängern. <% image name="Gaszaehler" %><p>
Das neue Vertragsvolumen beträgt rund 7 Mrd m³/Jahr. Insgesamt wurden damit Gaslieferungen im Umfang von ca. 150 Mrd m³ für Österreich gesichert. OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer spricht von „der langfristigen Sicherung der Erdgasversorgung in Österreich“.
EconGas, an der die OMV 50 % hält, wird dabei in ein direktes Vertragsverhältnis mit Gazexport eintreten und dabei den bisherigen Vertragspartner OMV Gas ablösen. Durch den Abschluss eines direkten Liefervertrages zwischen GWH Gas (einem Gemeinschaftsunternehmen von OMV, Gazexport und Centrex) und Gazexport wird GWH 20 % des österreichischen Marktes – die Landesferngasgesellschaften in Kärnten, Salzburg und der Steiermark – mit russischem Gas beliefern.
<small> Die seit 1968 nach Österreich importierten Gasvolumina betrugen per September 2006 rund 150 Mrd m3. Auch für den Transit von russischen Gasmengen nach Ungarn, Slowenien, Kroatien, Italien, Deutschland und Frankreich nimmt Österreich eine zentrale Stelle ein. Bereits heute transitiert OMV Gas jährlich rund 45 Mrd m³ durch ihr Pipelinenetz. Dies entspricht in etwa einem Drittel der russischen Erdgasexporte nach Westeuropa. Mit 1. September 2006 beliefen sich die kontrahierten Transitmengen auf ca. 600 Mrd m³. <small>OMV und Gazexport verlängern Gaslieferverträge
Immunantwort liefert Prognosen zur Tumorausbreitung
Grazer Forscher haben gemeinsam mit Medizinern vom <a href=http://www.inserm.fr>INSERM Paris</a> bewiesen, dass weit präzisere Prognosen über den Krankheitsverlauf bei Dickdarm-Patienten möglich sind als bisher bekannt. Immunantwort liefert Prognosen zur Tumorausbreitung<% image name="Trajanoski" %><p>
<small> Zlatko Trajanoski: "Vorhersagen über die Wahrscheinlichkeit, ob ein Krebs-Patient wieder erkrankt, sind möglich." </small>
Derzeit liegt der Fokus bei der Diagnose und Behandlung von Krebspatienten auf dem Tumor selbst und nicht auf den Immunzellen. Das Grazer Team um den Bioinformatiker Zlatko Trajanoski untersucht dagegen die Immunzellen sowohl im Tumor als auch im benachbarten Gewebe. Mit Erfolg: Denn die Art, die Dichte und die Lokalisation der Immunzellen in Darm-Tumoren ermöglichen exakte Prognosen auf die klinischen Folgen: "Wir können den Medizinern bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung ein sehr genaues Bild des wahrscheinlichen Krankheitsverlaufs anbieten", sagt Trajanoski, der das Institut für Genomik und Bioinformatik der TU Graz leitet.
Das Forscherteam hat erst im Vorjahr den Nachweis dafür erbracht, dass Immunzellen für die Tumorbekämpfung mitverantwortlich sind. Gemeinsam mit der Uni Innsbruck soll nun untersucht werden, ob die neuen Erkenntnisse auch auf Prostata- oder Eierstockkrebs zutreffen.
In dreijähriger Entwicklungsarbeit bauten die Grazer Bioinformatiker eine Datenbank auf, in der sie klinische und genomische Daten erfassten. Dafür untersuchten sie die Daten zu 400 Gewebeproben von Krebspatienten und prüften ihre Erkenntnisse an 2 Kontrollgruppen. Die französischen Kollegen hatten bereits 1985 bis 2000 Proben von insgesamt 1.000 Patienten gesammelt. Diese Zellproben können auch heute noch dank Bioinformatik neue Erkenntnisse liefern: "Sie verhalten sich wie erloschene Sterne: Noch lange nachdem sie verglüht sind, sehen wir sie leuchten", so Trajanoski.
Die Österreich-Tochter des deutschen Medizintechnik-Spezialisten <a href=http://www.ottobock.at>Otto Bock Healthcare</a> hat den neuen Standort in Wien-Simmering eröffnet. 19 Mio € wurden in die Erweiterung investiert - hier werden etwa der "DynamicArm" oder das "C-Leg" gefertigt.Otto Bock Healthcare baut Wiener Standort aus <% image name="Rollstuhlzeichen" %><p>
Die Wiener Niederlassung hat sich im internationalen Prothetik-Sektor einen Spitzenplatz gesichert. Mit ihren 320 Mitarbeitern kommt der Wienere Otto Bock Healthcare im Bereich F&E eine wichtige Rolle zu - rund ein Viertel der Mitarbeiter ist in diesem Bereich tätig.
Am neuen Standort im 11. Bezirk an dem früher ein Siemens-Werk untergebracht war, hat Otto Bock Healthcare bisher rund 12 Mio € investiert. Das Gebäude wurde komplett renoviert und adaptiert und erfüllt alle Anforderungen einer High-Tech-Produktionsstätte. Auf dem Nachbargrundstück errichtet das Medizintechnik-Unternehmen bereits ein weiteres Produktionsgebäude um 7 Mio €.
Ende 2005 kam eine in Wien entwickelte Armprothese auf den Markt, die einen bemerkenswerten Fortschritt im Glied-Ersatz für Oberarmamputierte bedeutet: Der "DynamicArm". Der Benützer kann den künstlichen Arm heben und senken, die Hand öffnen und schließen und bis zu 6 kg Gewicht damit heben. Ein spezielles Ellbogen-System gleicht die Bewegungen dabei optisch und funktionell den natürlichen Bewegungen eines Armes an. Ermöglicht werden diese Aktivitäten durch ein ausgeklügeltes Zusammenwirken von Elektronik und Mechanik.
Maßstäbe in der Orthopädie-Technik konnte das Unternehmen auch mit dem C-Leg setzen, das 1999 mit dem österreichischen Staatspreis für Innovation honoriert wurde. Die computergesteuerte Beinprothese für Oberschenkelamputierte wird seit 1997 in Wien gefertigt und weltweit vermarktet. Die Bewegung der Prothese wird durch einen Mikroprozessor im Kniegelenk gesteuert. 50-mal pro Sekunde errechnen hochsensible Sensoren, in welcher Phase des Schritts sich das Bein befindet. Durch eine elektronische Steuerung passt sich das C-Leg jeder Situation automatisch an - ob beim Treppensteigen, Gehen im Dunkeln oder Gehen im Einkaufsgedränge.