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June 29th, 2006

Im Steigen: Transportunfälle mit Gefahrgut

Während die Anzahl der Arbeitsunfälle mit gefährlichen Gütern in Wien, Niederösterreich und Burgenland seit 2003 insgesamt zurückgeht, steigen die Verletzungen beim Transport in den Betrieben und auf der Straße - vor allem durch Verbrennungen und Verätzungen - signifikant an. Im Steigen: Transportunfälle mit Gefahrgut <% image name="Gefahrgut" %><p> Josef Drobits, Gefahrgutexperte der <a href=http://www.auva.at>AUVA</a>-Landesstelle Wien, ist nach Analyse der Arbeitsunfallstatistik der jüngsten fünf Jahre alarmiert: "Technische Details oder Erleichterungen für Kleinmengen werden zwar nachgefragt, generell hapert es leider bei den Schulungs-, Anweisungs-, und Kontrollsystemen in den Betrieben. Nur die Gefahrgutkurse, die im Gefahrgut-Beförderungsgesetz (GGBG) verpflichtend vorgesehen sind, weisen entsprechende Teilnehmerzahlen auf. Die Bereitschaft zur Eigenfortbildung ist leider sehr gering." &#8226; Im Straßenverkehr löst das Fahrverhalten des Lenkers bei rund der Hälfte der Gefahrgutunfälle den Unfall aus. Bei rund 40 % waren Gefahrgutverpackungen oder die Sicherung von Ladegut mangelhaft. &#8226; Arbeitsunfälle passieren am häufigsten mit heißen Flüssigkeiten oder deren Dämpfen, mit verätzenden Säuren und Laugen. Betroffen sind in erster Linie die Hände, aber auch Füße - häufig aufgrund offenen Schuhwerks -, und Augen. Gasvergiftungen rückten bereits an die dritte Stelle hinter Verbrennungen und Verätzungen vor. Drobits: "Relativ simple Maßnahmen würden bereits zu deutlichen Verbesserungen führen. Oft fehlt ein geeigneter Schutz der Hände. &#8226; Verletzungen durch Tanküberfüllungen dürften gar nicht mehr passieren: Technische Überfüllstopper sind verpflichtend vorgeschrieben. Trotzdem werden nach wie vor gleich mehrere Körperpartien vom Kopf abwärts durch überschwappende Chemikalien bei diffizilen Ladevorgängen verletzt.

Bayer verkauft Diagnostik-Geschäft an Siemens

<a href=http://www.bayer.de>Bayer</a> will die Division Diagnostics von Bayer HealthCare an <a href=http://www.siemens.de>Siemens</a> für 4,2 Mrd € veräußern. Siemens wird dadurch einmalige Synergien von 100 Mio € realisieren. Bayer verkauft Diagnostik-Geschäft an Siemens <% image name="Bayer_Diagnostik" %><p> "Damit setzen wir unsere Strategie zur gezielten Ausrichtung unseres HealthCare-Geschäftes konsequent um. Wir konzentrieren uns auf Arzneimittel für Mensch und Tier sowie auf konsumentennahe Produkte", sagt Bayer-Boss Werner Wenning, der vom Aufsichtsrat gleichzeitig eine Verlängerung seines Engagements bis 2010 erhalten hat. Die Division Diabetes Care ist von der Transaktion nicht berührt. Das gilt auch für das Geschäft mit Kontrastmitteln (Diagnostische Bildgebung) von Schering, das ein wesentlicher Bestandteil der künftigen Bayer Schering Pharma AG sein wird. Siemens kommt damit dem Ziel, bildgebende Diagnostik und Labordiagnostik sowie klinische IT in der gesamten Wertschöpfung unter einem Dach zu vereinen, einen wesentlichen Schritt näher. Erst Ende April hat Siemens die US-Company <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/3379>Diagnostic Products</a> übernommen. <a href=http://www.diagnostics.bayervital.de>Bayer HealthCare Diagnostics</a> steigerte 2005 den Umsatz 2005 um 8,4 % auf 1,4 Mrd € und beschäftigt mehr als 5.000 Mitarbeiter. Die Division verfügt über ein breites Portfolio von In-vitro-Diagnostika für die Bewertung und Therapiekontrolle einer ganzen Reihe von Erkrankungen, darunter Herz-Kreislauf-, Nieren-, Infektions- und Krebserkrankungen sowie Diabetes. Hauptgeschäftsfelder sind Laboratory-Testing, Near Patient Testing und Molecular Testing.

June 28th

US-Zulassung für AIDS-Medikament Prezista

Die belgische <a href=http://www.tibotec.com>Tibotec</a> hat von der FDA die beschleunigte Zulassung für das HIV-Medikament Prezista (Darunavir) erhalten. US-Zulassung für AIDS-Medikament Prezista <% image name="Tibotec_Logo" %><p> Die Zulassung gilt bei gleichzeitiger Verabreichung von Ritonavir (rtv) 600/100 mg zweimal täglich in Kombination mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen für Humane Immundefizienz-Virus-1-Infektionen (HIV) bei Erwachsenen, die sich bereits einer antiretroviralen Behandlung unterzogen haben. Prezista ist der erste Wirkstoff aus der Forschungspipeline des Unternehmens, der die behördliche Zulassung erhalten hat. Das beschleunigte Zulassungsverfahren der FDA gestattet eine frühere Zulassung von Medikamenten, die gegenüber bestehenden Therapien bei schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen einen bedeutenden therapeutischen Vorteil aufweisen. Im Jänner hatte Tibotec auch bei der EMEA einen Antrag auf Marktgenehmigung eingereicht. Die US-Zulassung und der Antrag in Europa gründeten sich auf zwei Phase-IIb-Studien (POWER 1 und POWER 2) sowie die unterstützenden Analysedaten aus dem nicht randomisierten Open-Label-Versuch (POWER 3). Tibotec entwickelt augenblicklich ein Global Access Program, um AIDS-Patienten in Entwicklungsländern den Zugriff auf seine Therapien gegen die Entstehung von Retroviren zu erleichtern. Es umfasst Zugangspreise, die Zulassung, medizinische Aufklärung für die sachgemäße Anwendung sowie freiwillige Lizenzierung.

SLIRP-Gen: Schalter für Östrogen und Testosteron

<a href=http://www.wissenschaft-australien.de>Australische Wissenschaftler</a> haben ein neues Gen entdeckt, das zu einem Durchbruch in der Bekämpfung von Brust- und Prostatakrebs sowie von Diabetes führen könnte. SLIRP-Gen: Schalter für Östrogen und Testosteron <% image name="Notschalter" %><p> Das Gen wurde von Forschern des Laboratory for Cancer Medicine am Western Australian Institute for Medical Research entdeckt und SLIRP getauft. Das Team unter der Leitung von Peter Leedman der University of Western Australia stellte fest, dass das Gen das Potenzial hat, jene Hormone auszuschalten, die Krebszellen am Leben halten - bei Brustkrebszellen das Östrogen und bei Prostatakrebszellen das Testosteron. "Die meisten Krebsarten sind für ihre Entwicklung auf diese Hormone angewiesen", erläutert Leedman. "Wenn wir SLIRP dahingehend einsetzen können, die Hormone zu blocken, wären wir möglicherweise in der Lage, diese Krankheiten aufzuhalten." Die Entdeckung gibt Hoffnung für die Entwicklung neuer zielgerichteter Behandlungen für Brust- und Prostatakrebs mit deutlich weniger Nebenwirkungen - neue Medikamente könnten auf bestimmte Gene abzielen und nicht auf ganze Körperregionen. Auch bei der Entwicklung von Bluttests zur Diagnostizierung von Brust- oder Prostatakrebs könnten die neuen Erkenntnisse einen entscheidenden Beitrag zur Früherkennung leisten. Ein weiterer Effekt, den die Wissenschaftler mit SLIRP in Verbindung bringen konnten, ist das Ausschalten von Genen, die beim Energiestoffwechsel eine Rolle spielen. Die Fähigkeit von SLIRP, einen der Schlüsselregulatoren des Energiestoffwechsels auszuschalten, könnte daher auch zu Fortschritten bei der Bekämpfung von Diabetes oder Gewichtsproblemen führen.

BASF kreiert neue Fantasy Colors

<a href=http://www.glasurit.de>Glasurit Fantasy Colors</a> ändern je nach Blickwinkel die Erscheinung. Jetzt hat Glasurit die Palette der Autolacke um drei Farben erweitert. BASF kreiert neue Fantasy Colors <% image name="BASF_Glasurit_Nightlife" %><p> <small> Die neue Glasurit-Fantasy-Colors "Nightlife" (oben) und "Sunlight". </small> Die neuen gedeckten Farbtöne „Sunlight“, „Asteroid“ und „Nightlife“ bestehen aus einer Kombination aus gedeckten Farben wie Silber oder Schwarz und dem gesamten Farbspektrum. Vor allem im Sonnenlicht entfalten diese Farbtöne ihre volle Schönheit und Eleganz. <% image name="BASF_Glasurit_Sunlight" %><p> Wie schon die anderen Fantasy-Color-Farbtöne sind auch die neuen Varianten als Fertigton lieferbar. Sie werden als Zweischicht-Lackierungen verarbeitet.

Ab 2008 werden in Güssing Solarzellen produziert

Die Blue Chip Energy GmbH wird ab 2008 im burgenländischen Güssing hocheffiziente Solarzellen auf Siliziumbasis herstellen. 140 neue Jobs sollen dadurch geschaffen werden. <% image name="PV_Anlagen" %><p> Das Investment dafür beläuft sich auf 48,3 Mio €. Das Projekt wird mit 14 Mio € gefördert - 7,7 Mio € kommen dabei vom Bund, 6,2 Mio € vom Land. Blue Chip Energy hat die Berliner <a href=http://www.solonag.de>Solon AG</a> als strategischen Partner. Ab 2008 sollen von Blue Chip Energy in Güssing Solarzellen auf Siliziumbasis mit einer Jahreskapazität von zunächst 20 MW hergestellt werden und auch an Solon geliefert werden. Solon ist in Österreich bereits am Tiroler Standort Steinach aktiv. Im Juli 2005 hat der Modulspezialist hier die Hilber Technic Cooperation GmbH (HTC) übernommen. HTC fertigt den Solon-Mover, ein Photovoltaiksystem. Im März 2006 hat Solon zudem den Sprung auf den US-Markt gewagt und einen Anteil von 19 % an Global Solar Energy übernommen. Ab 2008 werden in Güssing Solarzellen produziert

Fluoreszenzassays: Am Weg zum mobilen Labor

Am Münchner <a href=http://www.pb.izm.fhg.de/izm/020_RD_Activities/001_applied_research/020_systemIntegration/archiv_system/2004/Polytronic04.html>Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM</a> wird ein BioChip entwickelt, der in einem Diagnosesystem für humane Antikörper Anwendung findet, wo er bis zu 100 Immuntests parallel durchführen soll. Fluoreszenzassays: Am Weg zum mobilen Labor <% image name="Fuoreszenzassayprozessor" %><p> <small> Assayprozessor zur vollautomatischen Bearbeitung mehrerer BioChip-Kartuschen. </small> Das System wird aus einem Assayprozessor und einem Fluoreszenz-Reader bestehen. Die BioChip-Kartusche, die als Mikrofluidiksystem mit integriertem Chipfeld für die serologisch relevanten Antigen-Dots konzipiert ist, hat nur die Größe einer Scheckkarte und kann als Einwegartikel produziert werden. Die Auswertung der Immunreaktionen wird fluoreszenzspektrometrisch durch die sequentielle Anregung der einzelnen Dots mit einem LED-Array realisiert. Jede Arztpraxis könnte mit einem derartigen System ausgestattet sein und so auf teure Laborinfrastruktur verzichten. Zudem lägen die serologischen Ergebnisse in maximal 2 Stunden vor, was nicht nur mühsame Patientenwege erspart, sondern schneller zum Befund und somit zu einer gezielten Therapie führt. In Vorabstudien mit Seren von Patienten mit reaktiver oder postinfektiöser Arthritis ermöglichte ein Prototyp des BioChip-Systems anhand von 39 reaktiven Antigen-Dots von 10 verschiedenen Erregern zuverlässig die Identifizierung des verantwortlichen Pathogens. An der Realisation des Gesamtsystems sind weiterhin <a href=http://www.mikrogen.de>Mikrogen</a>, <a href=http://www.scherer-trier.de>Kunststofftechnik Scherer & Trier</a>, Steer Mechatronik sowie die Uni Regensburg beteiligt.

Wacker erweitert Polysilicium-Produktion

<a href=http://www.wacker.com>Wacker Chemie</a> will bis Ende 2009 die Polysilicium-Produktion am Standort Burghausen um weitere 4.500 auf dann 14.500 Jahrestonnen ausbauen. Durch die neue Anlage entstehen 270 Arbeitsplätze. <% image name="Wacker_Logo" %><p> Durch bereits laufende Erweiterungsmaßnahmen steigt die Nennkapazität von derzeit etwa 5.500 t Polysilicium pro Jahr bis Anfang 2008 voraussichtlich auf rund 10.000 Jahrestonnen. Erstes Polysilicium aus der jetzt beschlossenen "Ausbaustufe 7" soll im 4. Quartal 2008 zur Verfügung stehen. Die volle Kapazität der neuen Anlage wird voraussichtlich Ende 2009 erreicht. Wacker hat für diese Ausbaumaßnahme Investitionen von rund 300 Mio € vorgesehen. Wesentliche Voraussetzung für die Investition am Standort Burghausen waren Maßnahmen zur weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeit, auf die sich Unternehmensleitung, Betriebsrat und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie geeinigt haben. Zudem wurden die Einstiegsgehälter für neue Mitarbeiter in den nächsten fünf Jahren auf 90 % des Tarifgehalts festgelegt. Mit der Erweiterung trägt Wacker dem weltweit steigenden Bedarf an polykristallinem Reinstsilicium Rechnung, den das Unternehmen erwartet - der Nachfrageschub kommt neben der Halbleiterindustrie vor allem aus der Solarbranche. Der Konzern ist gegenwärtig der zweitgrößte Hersteller von Polysilicium weltweit und strebt in diesem Bereich die Marktführerschaft an. Wacker erweitert Polysilicium-Produktion

June 27th

Clevere Schlauchkupplungen von Bohlender

<a href=http://www.bola.de>Bohlender</a> hat mit "BOLA-Vario" neue zweiteilige Kupplungen aus PVDF zum Verbinden von elastischen Schläuchen (z.B. von Peristaltik-Pumpen) im Programm. Clevere Schlauchkupplungen von Bohlender <% image name="BOLA_Schlauchkupplung" %><p> Sie verfügen über hartwandige Leitungen aus Glas, Metall, PTFE oder anderen Kunststoffen. Ihre Funktionsweise ist ebenso einfach wie genial: Den elastischen Schlauch schiebt man auf einen Konus und fixiert ihn mit einer Überwurfmutter auf der eigentlichen Vario-Kupplung. Die weiterführende, hartwandige Schlauchleitung klemmt man mit einer optional erhältlichen Laborverschraubung auf das GL-Gewinde auf der Gegenseite der Schlauchkupplung - fertig.

AE&E entschwefelt in Tschechien

Austrian Energy & Environment (<a href=htpp://www.aee.co.at>AE&E</a>) erhielt von Skoda Praha Invest – einer Tochter des tschechischen Energieversorgers CEZ – den Zuschlag für den Bau der Rauchgasentschwefelungsanlage für das Kohlekraftwerk Tusimice in Nordböhmen. Das Gesamtvolumen des Projektes beträgt rund 50 Mio €. AE&E entschwefelt in Tschechien <% image name="AEE_Logo" %><p> AE&E wird den Auftrag mit der erst Anfang Juni zur Gruppe hinzugekommenen Austrian Energy & Environment CZ s.r.o in Brünn ausführen. Darüber hinaus hat AE&E auch die Option für die Lieferung einer Rauchgasentschwefelungsanlage für das Kohlekraftwerk Prunerov mit einem Auftragswert ähnlicher Größenordnung erhalten. In Tusimice will AE&E die beiden neuen Linien der Rauchgasentschwefelungsanlage bis 2012 in Betrieb nehmen – zwei Rauchgaswäscher sorgen künftig für eine Entschwefelung des Rauchgases von rund 11.600 mg/m³ auf 200 mg/m³, was in Folge eine Reduktion des Schwefeldioxid-Ausstoßes um 98,5 % bewirkt. Zudem kommt es zu einer drastischen Verringerung der Staubemissionen.

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