Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (<a href=http://www.oeaw.ac.at>ÖAW</a>) hat am Campus Vienna Biocenter ihr Life Science Zentrum Wien eröffnet. Der 64 Mio € teure Forschungsstandort beherbergt jetzt das <a href=http://www.imba.oeaw.ac.at>IMBA</a> (Institut für Molekulare Biotechnologie) und das <a href=http://www.gmi.oeaw.ac.at>GMI</a> (Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie).<% image name="OEAW_Eingang" %><p>
Nach knapp dreijähriger Planungs- und zweieinhalbjähriger Bauzeit wurde Ende 2005 eines der modernsten Laborgebäude Europas fertiggestellt. Nachdem die Innenadaption abgeschlossen ist und die Wissenschaftler übersiedelt sind, nimmt das Forschungszentrum nun seinen Vollbetrieb auf. Auf 20.000 m² beherbergt es neben Labors und Büros auch Spezialeinrichtungen wie ein 3D-Elektronenmikroskop, eine pathogenfreie Zone, Wuchskammern und Gewächshäuser.
Das neue Gebäude befindet sich im dritten Wiener Gemeindebezirk und steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) und zu den Max F. Perutz-Laboratorien. Zwischen dem IMBA und dem IMP besteht eine enge Forschungskooperation – die beiden Institute teilen sich die Infrastruktur im wissenschaftlichen und administrativen Bereich.
GMI-Direktor Dieter Schweizer meint scherzhaft: „Wir befinden uns mit der Pflanzenforschung hier gewissermaßen im Feindesland. Indem wir aber nicht als eine Art Ghetto auf weiter Flur, sondern in unmittelbarer Nähe zur biomedizinischen Forschung angesiedelt sind, ergeben sich optimale Synergien.“ Immerhin, erinnert Schweizer, seien es Botaniker gewesen, welche mit der Vererbungslehre und der RNA-Interferenz auch für die Humanmedizin äußerst verwertbare Erkenntnisse gewonnen haben.
IMBA-Chef Josef Penninger ergänzt: „Wir sind vor fünf Jahren angetreten, ein Weltklasse-Forschungsinstitut zu schaffen. Heute können wir rundum blicken und sagen, dass wir die besten Köpfe geholt haben und sie in völliger akademischer und finanzieller Freiheit arbeiten lassen können. Jetzt sollte sich die Stadt Wien auch endgültig entscheiden, einen Campus hier aufzubauen – wir müssen den wissenschaftlichen Fleckerlteppich wegbekommen.“
Auch der realisierende Wiener Architekt Boris Podrecca kann sich für das eben eröffnete Gebäude noch Anbauten im derzeitigen Entwicklungsgebiet der Stadt Wien vorstellen: „Wo heute noch Baracken von einst stehen, wird vielleicht schon bald ein Campus-Areal wie jenes in Helsinki entstehen. Alle Vorarbeiten dazu wurden gemacht.“ Und fügt hinzu: „Bei alldem: Wir sind nicht in Atlanta, sind nicht in Tonga, brauchen auch nicht Transdanubien für eine Elite-Uni – und schon gar nicht sollten wir Wissenschaftler in die Prärie nach Gugging hinauskatapultieren.“
<small> Inklusive Ausstattung hat das neue Life Science Zentrum rund 64 Mio € gekostet, wobei der Bauplatzes von der Stadt Wien finanziert wurde. Die Bauwerkskosten von rund 30 Mio. Euro wurden von der Stadt Wien und vom Bund getragen. </small>Wien eröffnet Life Sciences Zentrum
Die FactoryTalk-Suite visualisiert und verknüpft alle Bereiche einer Fertigungsanlage in Echtzeit. Gemeinsam mit dem Logix-Controller bildet sie die Integrated Architecture von <a href=http://www.rockwellautomation.com>Rockwell Automation</a> – und die will damit das flexibelste Automations-Konzept am Markt sein.<% image name="Fliessband" %><p>
<small> Vollkommen integriert: Rockwell verspricht eine umfassende und schnelle Automationslösung. </small>
Die Verzahnung von Manufacturing Execution System (MES) und der Buchhaltung wird Wirklichkeit. Die Fabriken der Chemie- und Pharmabranche finden dadurch zunehmend ihr vollständiges Abbild in integrierten Software-Systemen. Programm-Pakete sind entstanden, die auf die Variablen der Märkte mit einer flexiblen Lagerhaltung und Fertigung reagieren.
Norbert Nohr, „Solution Architect“ bei Rockwell Automation in Deutschland, sieht in der IP-basierten Automation mit standardisierten Komponenten nach wie vor den entscheidenden Treiber in der Automationsbranche und spricht von „einer hohen Nachfrage der Maschinenbauer“, die ihre Bauteile an die internationalen Standards der Softwarehersteller anpassen.
<b>Live Services.</b> Das Zusammenwachsen von Fertigung und Automation hat Rockwell vor einigen Jahren mit dem System-Schwenk in Richtung „Live Services“ vorbereitet: „Anstelle eines einzigen, zentralen Anfrage-Server für alle Komponenten im System verwenden wir dabei jetzt ,verteilte Pfade’ – die Daten aus der Steuerung werden dabei nur als ,Verweis’ in einem Directory Service abgelegt, ,Eigentümer’ der Variable bleibt dagegen die Steuerung selbst“, erklärt Nohr.
Klingt kompliziert, vereinfacht das Management der Systeme aber entscheidend: „Dieses direkte Referenzieren ermöglicht nicht nur die automatische Visualisierung aller Systemkomponenten am Bildschirm. Über einen ,Single Point of Entry’ stellen wir so eine einzige Programmier-Umgebung zur Verfügung, die keine aufgeblähte Datenbank mehr benötigt – das Anlegen von Rezepturen wie das Design der Steuerung erfolgt so im gleichen System.“
<b>Integriert.</b> Möglich wurde das durch Rockwells „Integrated Architecture“ – eine übergeordnete, einheitliche Plattform für sämtliche Steuerungs- und Bedienaufgaben in der Produktionsanlage. Dessen Herzstück ist der „Logix-Controller“ – gewissermaßen der Manager aller für eine Anlage relevanten Steuerungsvariablen samt Sicherheits-Richtlinien dafür. Mit diesen wiederum „spricht“ die FactoryTalk-Suite, um Steuerung, Visualisierung sowie das Manufacturing Execution System zusammenzuführen.
Gesprochen wird dieser FactoryTalk in den unterschiedlichsten Produktionsbereichen – bei herkömmlichen Fertigungsaktivitäten ebenso wie bei der Anzeige wichtiger Messdaten in Echtzeit, der Auftrags-Nachverfolgung, der interaktiven Steuerung des Fertigungsprozesses, bei Diagnostik und Kalibrierung sowie der automatisierten Qualitätskontrolle und Datenverwaltung. Propack Data – die Produktionsmanagement-Suite für die Life Sciences ist ebenfalls in FactoryTalk integriert – sie bietet eine Transaktionsperformance von rund 100 Millisekunden zwischen zwei Batch-Prozessen, während konkurrierende Systeme dafür mehrere Sekunden benötigen. Etwas, das vor allem bei Brauereien relevant ist.
All diese Produktionsbereiche – ob sie nun miteinander in Verbindung stehen oder nicht – nutzen dabei dieselbe Referenz-Architektur. „Und dieses einfache Konzept bedeutet einen klaren technologischen Vorsprung“, ist Nohr überzeugt, „effektivere Datenhaltung und schnellere Inbetriebnahme von Systemen gehen damit einher.“
Letzter Schrei ist die Verknüpfung des Logix-Controllers mit FieldCare, dem anlagennahen Asset Management-Tool von Endress+Hauser. Die integrierte Lösung basiert auf offenen Standards wie dem HART Protocol und kann alle Feldgeräte einer Anlage verwalten, die dem FDT-Standard entsprechen.Rockwell spricht den FactoryTalk
<a href=http://www.sofarimex.pt>Sofarimex</a>, ein Joint-venture der Laboratórios Azevedos und sanofi aventis, setzt bei der Planung seiner Produktionsabläufe am Standort Cacém bei Lissabon auf die Unterstützung der Optimierungssoftware ORion-PI von <a href=http://www.axxom.com>Axxom</a>. <% image name="Pillen_aboutpixel" %><p>
Sofarimex wickelt jährlich rund 5.000 Aufträge für sanofi aventis, GSK und Novartis ab – in aufwändigen Produktionsprozessen werden Medikamente in Form von Tabletten, Flüssigkeiten, Pasten sowie gefriergetrockneten Produkten hergestellt.
Von der Planungslösung ORion-PI erhofft sich Sofarimex eine spürbare Verbesserung der Produktionsprozesse, insbesondere in Hinblick auf die Produktivität und den Lieferservice des Standorts. Darüber hinaus sollen die Lagerbestände verringert und bei den Rohmaterialien mehr Transparenz bei den Wiederbeschaffungszeiten erreicht werden.
<b>Smarte Algorithmen.</b> Auf Basis so genannter Cost-Scaling-Algorithmen lassen sich mit der Software von Axxom auch Szenarien von Hunderten Standorten sowie Tausenden Produkten und Kunden realistische planen. Die Optimierung der Prozesse erfolgt dabei entlang der gesamten Supply Chain: Bei Zulieferern, in der Produktion, im Vertrieb, beim Kunden.
Das Verfahren erlaubt dabei auch die Integration aller Planungsebenen in einem einzigen Datenmodell – Zielkonflikte zwischen strategischen, operativen oder taktischen Ebenen werden dabei von der Software automatisch austariert.Sofarimex plant mit ORion-PI von Axxom
Avalox beseitigt Erreger bei Sinusitis binnen 3 Tagen
Eine Studie untersuchte unter Praxisbedingungen, wie schnell Bakterien aus den Nasennebenhöhlen durch eine Therapie mit <a href=http://www.bayerhealthcare.com>Bayers</a>
Antibiotikum Avalox (Moxifloxacin) entfernt werden.Avalox beseitigt Erreger bei Sinusitis binnen 3 Tagen<% image name="Allergie" %><p>
Eine akute bakterielle Sinusitis entsteht meistens durch eine aus der Nase aufsteigende Infektion, wenn der Abfluss durch eine Erkältung blockiert ist. Die Infektion kann bis zu 30 Tage dauern und auch in eine chronische Entzündung übergehen.
Nach Schätzungen sind die Patienten in UK 6 Mio Tage jährlich wegen der akuten bakteriellen Sinusitis nicht voll arbeitsfähig. In den USA erkranken pro Jahr zirka 20 Mio Personen daran. Die Arbeitsunfähigkeitstage belaufen sich auf 12,5 Mio Tage, die mit einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auf etwa 58,7 Mio.
In Studie waren 192 Patienten mit akuter bakterieller Sinusitis aufgenommen worden. Bei 42 wurden während der Untersuchung 48 verschiedene Bakterienarten identifiziert. Sie erhielten Avalox einmal täglich über 10 Tage. Die Studienärzte entnahmen an drei aufeinander folgenden Tagen nach Therapiebeginn mit einem Endoskop Sekret aus den Nasennebenhöhlen.
Die Untersuchung des Sekrets zeigte, ob noch Bakterien vorhanden waren. Am zweiten Behandlungstag waren bereits 83,3 % der Bakterien beseitigt. Am dritten Tag nach Therapiebeginn waren keine Bakterien mehr nachweisbar.
Karl Millauer, CEO der <a href=http://www.christwater.com>Christ Water Technology</a>, sieht sein Unternehmen als eines der führenden industriellen Wassertechnologieunternehmen Europas. Den bisherigen Joint-ventures in China (Austar), Indien (Nishotec) und den USA (Tenergy) sollen weitere folgen.Christ Water treibt Internationalisierung voran<% image name="Christ_Septron" %><p>
<small> Septron Biosafe: Billigeres Reinstwasser dank integrierter Membraneinheit. </small>
„Wir haben aufgrund unserer vollständigen Marktabdeckung eine einzigartige Stellung am Markt – unser Turnkey-Konzept für alle flüssigen Prozess-Schritte reicht von der Abwasserbehandlung über Reinwasser in der Lebensmittelindustrie bis hin zu ,Ultra Pure Water’ im Pharmabereich“, sagt Millauer. Die Anlagen von Christ benötigen also keinerlei Schnittstellen zu Drittanbietern, werden mit einer einzigen Dokumentation ausgeliefert.
Christ setzt dabei weniger auf das kommunale Wassergeschäft, das aufgrund von jeweiligen Vorfinanzierungen ein enorm kapitalintensives ist, sondern „spielt in der Champions League des Water Treatments“: Reines Wasser und aseptische Füllungen für die Halbleiterbranche, Kraftwerke, Pharma- und Biotech-Companies sowie Getränkeabfüller und Brauereien.
<b>Globalisierung.</b> Derzeit ist Internationalisierung hoch im Kurs bei Christ Water: „Wir folgen derzeit gewissermaßen unseren Kunden nach Asien oder in die US-Märkte. Dabei hilft uns unser hohes Standardisierungsniveau – wir können alle metrischen Standards und sämtliche PLC- und Regleroptionen anbieten, ,sprechen' also die Sprache von Allen Bradley, Siemens und Mitsubishi.“
Zudem will Christ mit der Forcierung des Pharma-Geschäftes mehr Unabhängigkeit von den „crazy cycles“ der Halbleiterindustrie erlangen. In den nächsten drei Jahren soll dazu in diesem Bereich der Umsatz von 46 auf 100 Mio € gesteigert werden. Insgesamt erwartet Millauer Umsätze von mehr als 200 Mio € - der österreichische Pharma-Markt wird dazu gerade einmal 1 Mio € beisteuern.
<b>Septron und Liprocontrol.</b> Der letzte Schrei aus der F&E-Pipeline von Christ ist der „Septron Bio-Safe“ – das weltweit erste Elektrodeionisationsmodul mit integrierter Membranstufe. Es wird bei der Reinstwasserbereitung für die Pharma-Industrie eingesetzt und macht eine weitere Filtration überflüssig. Die Anlage ist damit billiger, hat einen geringeren Platzbedarf und ist leichter zu installieren und zu warten. Ebenso neu ist das Zapfstellenmanagementsystem Liprocontrol (Liquid Process Control), das eine Fernüberwachung von Kunden-Anlagen ermöglicht.
2007 wird das von der EU-Kommission mit 11 Mio € finanzierte Forschungsprojekt "Biotracer" starten. Wissenschaftlicher Leiter ist Martin Wagner von der Veterinärmedizinischen Universität Wien (<a href=http://www.vu-wien.ac.at>VUW</a>). Das Ziel: Verlässlichere und bessere Reaktionen bei Lebensmittelkontaminationen.11 Mio € für die Biotracer-Forschung<% image name="VUW_Wagner" %><p>
<small> Martin Wagner vom Institut für Milchhygiene hat für die Veterinärmedizinische Universität Wien rund 2,2 Mio € an Forschungsgelder an Land ziehen können. </small>
Vier Jahre lang sollen jetzt die Charakteristika pathogener Mikroben erforscht und in dynamischen Computer-Modellen dargestellt werden. Die Nachverfolgbarkeit von Kontaminationen im Lebensmittelbereich soll dadurch deutlich verbessert werden. Untersucht werden Futtermittelproduktionsketten (vor allem Mykotoxine und Salmonellen) sowie Pathogene in der Fleisch- und Milchverarbeitung (Campylobacter- und Listeria-Arten sowie S. aureus). Zudem werden erstmals in der EU auch potenzielle Bioterror-Substanzen untersucht (etwa in Hinblick auf unbehandeltes Mineralwasser).
Martin Wagner erläutert den Hintergrund des Projekts: "Es geht uns darum, ein ,integriertes Risiko' zu bestimmen - entlang der gesamten Wertschöpfungskette und nicht alleine am Endprodukt. Computer-Modelle sollen beim Auftreten einer Kontamination künftig die jeweiligen Folgen für die Tiere, deren Veredeler, den Handel und natürlich auch die Konsumenten schnell und genau voraussagen können."
Bis dato "herrscht in der Lebensmittel-Analytik immer noch das Prinzip vor, das von Robert Koch vor 140 Jahren eingeführt wurde". Und das bedeutet "bis zu 7 Tage, um eine Kontamination verlässlich zu bestimmen". Die analytische Kette besteht heute noch im Bebrüten und dem Anreichern der potenziell kontaminierten Zellen - künftig sollen statt dessen Biomarker auf Basis von Genen, Proteinen oder Stoffwechselprodukten eingesetzt werden. Testsysteme im Nano-Liter-Bereich sollen so sehr schnell und präzise feststellen, ob ein Keim tatsächlich pathogen oder nur ein Subklon ist, der wie ein "Tourist durch die Lebensmittelkette" reist.
<b><u>Diagnostik goes Telecom.</u></b> Wie weit dieses "Biotracing" reichen kann, erläutert Jeffrey Hoorfar vom Institut für Lebensmittel- und Veterinärforschung in Kopenhagen, der mit Wagner gemeinsam das EU-Projekt leiten wird: "In Dänemark gehen wir derzeit gerade daran, unsere Farmen mit entsprechenden Luft-Proben bezüglich Geflügelpest sowie Maul- und Klauenseuche zu überwachen. Diese ,molekularbiologischen Geigerzähler' senden dabei ihre Daten ständig an einen Satelliten, der diese sodann zur Auswertung an ein Labor weiterleitet. Bei einer Kontamination sendet uns das System unmittelbar eine SMS."
Sechs europäische Verbände - inklusive dem österreichischen Kunststoff-Cluster - wollen im Rahmen des europäischen Projektes <a href=http://www.t-form.org>T-ForM</a> den gesamten Thermoformprozess optimieren.Thermoformen: 40 % schneller und 35 % billiger<% image name="T-ForM" %><p>
Neben der Einführung von Konstruktionsguidelines zur Reduzierung der Durchlaufzeiten werden ein simulationsgestütztes Konstruktions- und Fertigungsverfahren entwickelt. Als Forschungsunternehmen ist für die österreichischen Unternehmen das IKP Stuttgart zuständig, das langjährige Erfahrung im Thermoformbereich hat.
Das gesamte Softwarepaket aus den Bereichen CAD/CAM und Simulation steht für KMU entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis 31. August 2009 gratis zur Verfügung. Voraussetzung dafür ist eine Mitgliedschaft im KC sowie die Teilnahme an den österreichischen „T-ForM“-Projektmeetings zum Erfahrungsaustausch. Bei diesen Treffen, die drei bis vier Mal im Jahr stattfinden, erfahren die Teilnehmer nicht nur die Projektergebnisse, sie können zudem Verbesserungsvorschläge in das Projekt einbringen. Das erste Treffen findet am 22. Juni in Oberösterreich statt.
<small> Interessierte Unternehmen wenden sich an <a href=mailto:monika.daucher@clusterland.at>Monika Daucher</a>. </small>
Wie Pseudomonas-Bakterien Hygiene-Attacken überstehen - deutsche Forscher haben das Verdauungsenzym SdsA entdeckt, welches das für Bakterien ansonsten tödliche Molekül SDS spaltet.<% image name="GBF_Schubert" %><p>
<small> GBF-Arbeitsgruppenleiter Wolf-Dieter Schubert bei der Arbeit. </small>
Pseudomonas aeruginosa kann in den Atemwegen des Menschen oder in Wunden schwere Entzündungen auslösen. Da das Bakterium ausgesprochen widerstandsfähig ist und oft sogar die Behandlung mit gebräuchlichen Hygiene- und Pflegeprodukten überlebt, ist es mit vorbeugenden Hygienemaßnahmen nur schwer zu bekämpfen.
Einen Grund für diese Widerstandsfähigkeit haben Wissenschaftler der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) in Braunschweig und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) jetzt entdeckt: Der Keim sondert ein SdsA genanntes Verdauungsenzym ab, welches das Molekül SDS spaltet.
SDS (Sodiumdodecylsulfat) ist ein Grundbestandteil vieler schäumender Pflege- und Hygieneartikel wie Zahnpasten, Shampoos und Duschgels. Und: SDS ist für viele Bakterien tödlich. Aufgrund seiner seifenähnlichen Eigenschaften löst es ihre Zellmembran auf - wenn sie es nicht wie P. aeruginosa durch SdsA unschädlich machen können.
Via Röntgenstrukturanalyse haben die Wissenschaftler den räumlichen Aufbau von SdsA mit atomarer Genauigkeit untersucht und können dem Enzym jetzt bei der Arbeit regelrecht zusehen. Die Forscher fanden heraus, dass die Bakterien die molekularen Bruchstücke des von SdsA gespaltenen SDS aufnehmen und als Nährstoffe nutzen.
Die Widerstandsfähigkeit gegen SDS und die Fähigkeit, es sogar als Nahrung verwerten zu können, ist ein Grund dafür, dass sich der Erreger auch dort ansiedelt, wo er eigentlich gar nicht gern gesehen ist: Man findet P. aeruginosa etwa in Waschbecken, Spülmaschinen und sogar Shampooflaschen.P. aeruginosa: "Shampoo als Leibgericht"
In Oberösterreich ist seit Juni 2005 Österreichs erste Biogas-Anlage in Betrieb, die gereinigtes und veredeltes Biogas aus der Tierhaltung ins bestehende Erdgas-Netz einspeist. Die einzigartige Anlage wird in Pucking von erdgas oö. und der OÖ. Ferngas AG betrieben. Deren Zwischenbilanz: Eine kontinuierliche Erdgas-ähnliche Qualität ist bei der Biogas-Einspeisung möglich. Biogas im Erdgasnetz: Die Qualität stimmt<% image name="Biogas_Einspeiseanlage" %><p>
erdgas oö.-Chef Klaus Dorninger und OÖ. Ferngas-Vorstand Gerhard Siegl gewinnen dem mit 1,3 Mio € dotierten Forschungsprojekt viel Positives ab. Für sie steht fest: Bei steuerlicher Förderung ist eine effiziente Nutzung biogener Energie möglich. Wirkungsgrad: Rund 80 %. "Wenn die Politik es will", so die beiden, "dann kann der technisch effizienteste Kraftstoff künftig auf Österreichs Straßen verwendet werden." Denn: Eine Studie der Austrian Energy Agency bescheinigt dem Biogas eine Fahrleistung von 60.000 km pro ha Anbaufläche. Bioethanol (Methylether) kommt dagegen nur auf 25.000 km pro ha, Biodiesel (Raps) gar nur auf 15.000 km je ha.
Gut möglich also, dass bereits in wenigen Monaten ein intensives Gerangel um landwirtschaftliche Anbauflächen stattfinden wird. Denn in Österreich wird alleine das Bioethanolwerk der Agrana in Pischelsdorf ein Viertel der Ernteflächen für sich in Anspruch nehmen. Und für 1 Mio m³ Biogas sind rund 200 ha an Anbaufläche für die entsprechenden nachwachsenden Rohstoffe nötig. Siegl ist dennoch optimistisch: "Wo landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen in Österreich sind, da ist auch unser Erdgasnetz gut ausgebaut. Die Synergien wären also da."
Die Herausforderung beim Biogas-Einsatz ist die Umformung zu Erdgas vergleichbarer Qualität: Für das Erdgasnetz muss das Biogas einen Mindestbrennwert von 10,7 kWh/m³ erreichen, was durch einen Methangehalt von mindestens 97 % erreicht wird. In Pucking erfolgt die Veredelung des Biogases mehrstufig, wobei aus 10 m³ Biogas pro Stunde nach dem Reinigungsprozess 6 m³ zu Erdgas-Qualität veredeltes Biogas werden, das sodann in das Erdgas-Netz eingespeist werden kann. Im Zuge der Verdichtung und Reinigung des Rohgases bei Temperaturen von bis zu 130 °C werden alle Mikroorganismen abgetötet. Übrig bleibt ein Gemisch aus Schwefelwasserstoffen und Kohlendioxid, das in Folge wieder zur Düngung verwendet werden kann.
Das Biogas stammt in der Pilotanlage aus der Haltung von 9.000 Legehennen, 1.500 Masthühnern und 50 Schweinen. Es liefert jährlich bis zu 400.000 kWh, was dem Jahresbedarf von 40 Wohnungen entspricht. Im Vergleich zu herkömmlichen Ölheizungen können dadurch 108 t CO<small>2</small> eingespart werden. Bei Biogasveredelung durch die Nutzung von tierischen Exkrementen können zudem die Methan-Emissionen reduziert werden. Im Falle der Biogas-Aufbereitung in Pucking können jene Mengen an Methan eingespart werden, die ohne Biogas-Anlage durch die Ausbringung der Gülle auf den Feldern entstehen würde – ein CO<small>2</small>-Äquivalent von 56 t/Jahr.
Volkswirtschaftlich interessant an dem Verfahren ist: Als geschlossener Kreislauf kann das Biogas ganzjährig genutzt werden – ein heimischer Energieträger würde dabei dezentral über die bestehende Erdgas-Infrastruktur verbreitet. Verbrennung entstünde dort, wo Wärme benötigt wird; Verstromung dort, wo Strom und Wärme bzw. Kälte benötigt werden. Und: Das veredelte Biogas kann in Folge auch als Treibstoff für Erdgas-Fahrzeuge verwendet werden. Als Kraftstoff kommt es als CNG (Compressed Natural Gas) zum Einsatz. Mit einem Fülldruck von 200 bar wird es dabei auf rund ein Zweihundertstel seines Volumens reduziert. Ein Erdgasauto fährt sodann um rund die Hälfte günstiger als mit Benzin betriebenes.
Austrian Energy & Environment (<a href=http://www.aee.co.at>AE&E</a>) berichtet von vollen Auftragsbüchern an allen Standorten. Besonders erfolgreich ist derzeit die spanische Tochter - sie hat in kürzester Zeit drei Großaufträge in China und Brasilien im Gesamtwert von mehr als 100 Mio € an Land gezogen.
AE&E gewinnt Aufträge in China und Brasilien<% image name="Industrieschlote" %><p>
In China erhielt Babcock Power España von Tianjin Bohai Chemical Industries den Zuschlag für die Lieferung von zwei kompletten Kohlevergasungslinien im Wert von 40 Mio €. Aufgrund der hohen Erdöl- und Erdgas-Preise können mittels des aus der Kohlevergasung gewonnenen Synthesegases wesentliche Einsparungen der Produktionskosten erzielt werden.
Weitere 25 Mio € umfasst ein Auftrag zur Errichtung einer anspruchsvollen Kohlevergasungsanlage in der chinesischen Provinz Giuzhou. Die staatliche Tianfu wird mit der Anlage künftig aus 200.000 t Methanol pro Jahr Ammoniak und Dimethyl gewinnen.
In Brasilien wird Babcock Power España bis März 2008 für Klabin, einen der weltweit größten Produzenten von Papier und Faltkartons, einen Hochleistungskessel für die Papierfabrik Monte Alegre errichten. Der Auftrag über 43 Mio € beinhaltet auch den Einsatz der von AE&E entwickelten Wirbelschichttechnologie „System Powerfluid“, welche die Flexibilität der für eine thermische Leistung von 210 MW ausgelegten Wirbelschichtanlage deutlich erhöht. Neben Biomasse (Eukalyptus- und Pinienholz) werden dort auch Altreifen und Schlämme aus dem Produktionsprozess verwertet werden können.