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November 27th, 2006

TCG Unitech: Ölpumpen-Großauftrag von VW

Der oberösterreichische Autozulieferer <a href=http://www.unitech.at>TCG Unitech</a> meldet einen Großauftrag von VW im Wert von 60 Mio €. Das in Micheldorf ansässige Unternehmen übernimmt die Entwicklung und Produktion einer neuen Motor-Ölpumpe, die in der künftigen Dieselmotor-Generation von VW zum Einsatz kommen wird. <% image name="TCG_Unitech_Oelpumpe" %><p> Damit werden ab 2008 eine Vielzahl verschiedener Pkw-Dieselmodelle der Marken Audi, Skoda, Seat und VW mit Ölpumpen von TCG Unitech Systemtechnik ausgerüstet. TCG Unitech produziert seit langem für Audi und BMW. So werden aktuell die V8- und V10-Großmotoren von Audi mit modernen Hochleistungs-Pumpen von TCG Unitech ausgestattet. Ab 2007 werden auch die Ölpumpen für die neuen Audi FSI 1,8 und 2.0 l-Motoren (Global Engine) aus Micheldorf kommen. BMW setzt für seine 6-Zylinder-Benzinmotoren ausschließlich auf geregelte Ölpumpen aus dem Hause TCG. Der Auftrag, auch über 2010 hinaus diese Ölpumpe an die Bayern zu liefern, wurde ebenfalls erst vor wenigen Wochen bei TCG Unitech platziert. Allein auf Basis der erhaltenen Aufträge kann TCG Unitech nun ein 20%-iges Umsatzwachstum ab 2007 bis 2010 einplanen. Mit der Entwicklung der neuen Ölpumpe für VW wurde bereits begonnen. Die Serienproduktion wird 2008 starten. Dann werden jährlich bis zu 1 Mio Pumpen das Werk von TCG Unitech Systemtechnik in Micheldorf in Richtung Wolfsburg verlassen. TCG Unitech: Ölpumpen-Großauftrag von VW

Arrow startet Phase I mit Kombipräparat gegen HCV

Die Londoner <a href=http://www.arrowt.co.uk>Arrow Therapeutics</a> hat eine Phase-I-Studie zu A-831 begonnen - einem Antivirus-Inhibitor für kleine Moleküle gegen die Infektion mit Hepatitis C. Darin werden Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik abgestufter Dosen an gesunden, freiwilligen Testpersonen in UK bewertet. <% image name="Phase_I1" %><p> A-831 ist der erste in klinischen Studien untersuchte NS5a-Inhibitor. Die aus der chemischen Sammlung von Arrows stammende und intern optimierte Substanz A-831 wies gute Sicherheit und gute pharmakokinetische Eigenschaften in den vorklinischen Studien sowie hervorragende Wirksamkeit im Replicon Assay auf. A-831 ist das erste Kombipräparat aus Arrows breiter Linie für das NS5a-Target. Ein weiteres Kombipräparat, das auch auf das NS5a-Protein abzielt, soll bald in die vorklinische Entwicklung eintreten. Der Bedarf an Hepatitis-C-Inhibitoren ist groß: An den weltweit rund 170 Mio Betroffenen wirkt die derzeitige Standardbehandlung (Pegyliertes Interferon + Ribavirin) nur bei etwa 50 %. Wie bei AIDS werden wahrscheinlich zahlreiche Arzneimittel in einer Kombitherapie benötigt, um das Problem der Arzneimittelresistenz zu überwinden. 2005 betrug der Wert des Hepatitis-C-Marktes etwa 2,2 Mrd $ - er soll bis 2010 auf 4,4 Mrd $ und auf 8,8 Mrd $ im Jahr 2015 steigen. Arrow Therapeutics konzentriert sich seit 1998 ausschließlich auf die Entdeckung und Entwicklung von neuartiger Arzneimitteln gegen Infektionen. Das Leitprojekt von Arrow zur Behandlung des RS-Virus (Respiratory-syncytial-Virus, RSV) befindet sich in Phase lla und wird zusammen mit Novartis durchgeführt. Das Hepatitis-C-Programm besteht aus mehreren Serien verschiedener chemischer Klassen. Die am weitesten entwickelten Kombipräparate hemmen NS5a. Arrow hat auch ein Hepatitis-C-Polymerase-Programm in der Leitoptimierung. <small> Finanziert wurde Arrow in den ersten zwei Runden von Unibio of London, GIMV Belgien, Alta Partners USA, 3i Group London, TVM München und NVM Edinburgh, die 18,1 Mio GBP einbrachten. Die jüngste Finanzierungsrunde wurde 2004 abgeschlossen, wobei 23 Mio GBP aus den USA, Japan und Europa kamen. Derzeit ist Atlas Venture der führende Investor. </small> Arrow startet Phase I mit Kombipräparat gegen HCV

Neues Nachweisverfahren für Antibiotika-Resistenz

Der Austausch eines einzigen Gen-Bausteins im Tuberkulose-Erreger verursacht Resistenz gegen das Antibiotikum Rifampicin. Forscher vom <a href=http://www.dkfz.de>DKFZ</a> und den Unis Heidelberg und Bielefeld entwickelten ein Testverfahren, das diese Genveränderung auf der Ebene des Einzelmoleküls nachweist. Neues Nachweisverfahren für Antibiotika-Resistenz <% image name="Petrischale" %><p> <small> Die gängigen Methoden zum Resistenznachweis nehmen gerade bei Mikroorganismen wie den Tuberkuloseerregern, die in der Kulturschale nur sehr langsam wachsen, zuviel Zeit in Anspruch. </small> Bei dem neuen von Forschern um Jens-Peter Knemeyer entwickelten Verfahren werden kleine DNA-Sonden, die hochspezifisch ausschließlich an die mutierte Gensequenz binden, gemeinsam mit der Technik der konfokalen Mikroskopie eingesetzt: Die DNA-Sonden sind mit einem Fluoreszenzfarbstoff gekoppelt, der unter Laserlicht aufleuchtet. Dieses Leuchtsignal erscheint jedoch nur dann, wenn die Sonde sich an ihre Zielsequenz auf dem Bakterienerbgut anlagert. Jeder dieser Mini-Lichtblitze, die entstehen, wenn sich Sonde und Zielmolekül aneinander binden, weist ein einziges mutiertes DNA-Molekül nach. Durch die Messung der Dauer und der Abklingzeiten der Lichtblitze unterscheiden die Forscher ein echtes Messergebnis vom allgegenwärtigen Hintergrundleuchten: Aufgrund chemischer Eigenschaften der beteiligten Moleküle klingt die spontane Fluoreszenz wesentlich schneller ab als das Signal der an den Farbstoff gekoppelten Sonde. Statt, wie beim Nachweis der Antibiotika-Resistenz, die Lichtblitze in einer Probenlösung zu erfassen, kann die Untersuchungsmethode auch in lebenden Zellen durchgeführt werden. Mit geeigneten Sonden lassen sich so alle Moleküle in einer Zelle nachweisen, die kennzeichnend für eine bestimmte Erkrankung sind.

Gen-Probe führt Gen-Test für Prostatakrebs ein

<a href=http://www.gen-probe.com>Gen-Probe</a> hat für seinen PCA3-Test das CE-Siegel erhalten und wird den Prostatakrebs-spezifischen Molekulardiagnosetest nun in der EU vermarkten. <% image name="Laborglaeser" %><p> Der Gen-Test entdeckt die Überexpression von PCA3 mRNA im Urin. Studien haben gezeigt, dass PCA3 in den Prostatakrebszellen in 60- bis 100-facher Überexpression verglichen mit normalen Zellen vorliegt, was darauf hindeutet, dass PCA3 ein nützlicher Biomarker für Prostatakrebs sein kann. Vorläufige Daten zeigen, dass der PCA3-Test spezifischer für Prostatakrebs als der herkömmliche Serum-PSA-Test (Prostate Specific Antigen) ist und somit die Wahrscheinlichkeit falscher Positivbefunde verringert. PSA wird von gesunden und kanzerogenen Prostatazellen produziert - nicht-kanzerogene Leiden wie benigne Prostatahyperplasie können deshalb erhöhte Serum-PSA-Werte verursachen, die untersucht werden müssen. Das führt zu unnötigen medizinischen Untersuchungen und zu Angst bei den Patienten. "Nur 25 bis 30 % der Männer, die aufgrund erhöhter PSA-Werte eine Biopsie machen lassen müssen, haben wirklich Prostatakrebs. Darum ist die Mehrzahl der erhöhten Werte bei PSA-Tests die Folge von nicht kanzerogenen Leiden", so Mark Emberton vom University College Hospital in London. "Unnötige Biopsien sind eine Last für das Gesundheitssystem. Wir sind optimistisch, dass der PCA3-Test, wenn er in Kombination mit Serum-PSA verwendet wird, zur genaueren Bestimmung geeigneter Biopsiepatienten und zu verbesserter Erkennung von bzw. Diagnose bei Prostatakrebs führen wird." <small> Der PCA3-Urinmolekulartest wird in den Laboren NovioGendix (Nimwegen), Centre of Applied Molecular Technologies Universite catholique de Louvain (Brüssel), Medi-Lab (Manchester), The Doctors Laboratory (London), Labor Limbach (Heidelberg) und LCL (Paris) angeboten. </small> Gen-Probe führt Gen-Test für Prostatakrebs ein

Neuer LC Detektor von Agilent mit RFID-Marker

Verbesserte Rausch-Spezifikationen versprechen die neuen Diodenarray- und Multiwellenlängendetektoren der Serie 1200 von <a href=http://www.chem.agilent.com>Agilent Technologies</a>. Mit diesen LC Detektoren werden selbst unter schwankenden Umgebungstemperaturen und Feuchtigkeitsbedingungen niedrigere Nachweisgrenzen erreicht. <% image name="Agilent_LC_1200_DAD" %><p> RFID-Marker (Radio Frequency Identification) für Durchflusszellen und UV-Lampen bieten nun neue Möglichkeiten der Datenrückverfolgbarkeit: Die RFID-Marker zeichnen Parameter wie Produkt- und Seriennummer, Herstellungsdatum, Abmessungen der Durchflusszelle, Lebens- und Betriebsdauer der Lampe sowie das letzte Datum einer erfolgreich durchgeführten Zellen- oder Lampenüberprüfung auf. Darüber hinaus verfügen die neuen Geräte über: &#8226; Duallampen für Empfindlichkeiten zwischen 190 und 950 nm. &#8226; Einen programmierbaren Spalt zur einfachen Optimierung von Empfindlichkeit, Linearität und Spektralauflösung. &#8226; Rauscharme Elektronik und elektronische Temperatursteuerung für niedrige Nachweisgrenzen selbst bei sehr instabilen Umgebungsbedingungen. &#8226; 9 verschiedene Durchflusszellen. &#8226; Problemloses Upgrade auf eine Aufzeichnungsrate von 80 Hz für Hochgeschwindigkeits-Trennungen Neuer LC Detektor von Agilent mit RFID-Marker

November 24th

Österreichpremiere für Dual-Source-CT

Österreich ist mit einer Installation der „Dual Source Computertomographie“ (DSCT) von <a href=http://www.siemens.de>Siemens</a> (Somatom Definition) in Salzburg am letzten Stand der Dinge in Sachen bildgebender Verfahren. Österreichpremiere für Dual-Source-CT <% image name="Computertomograf_Siemens" %><p> <small> Die extrem kurze Rotationszeit von 83 Millisekunden erlaubt eine hohe zeitliche Auflösung und die detailgenaue Darstellung der Herzkranzgefäße in höchster Bildqualität – und die bisher übliche Gabe von Betablockern zur Herabsetzung der Herzfrequenz entfällt. </small> Der Begriff „Dual Source“ steht dabei für die erste Computertomographie mit 2 Röntgenröhren in 1 Gerät. Durch die Anwendung von 2 Röntgenstrahlern mit 2 Detektoren erlaubt das System detaillierte Untersuchungen in unvergleichlich kurzer Untersuchungszeit, bei bester Bildqualität und mit bis zur Hälfte der bisher nötigen Strahlung. Das <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/2622>erste DSCT-Gerät</a> wurde im Oktober 2005 an der Uni Erlangen installiert. 2006 folgten weitere Installationen in München und der Mayo Clinic in den USA. In Salzburg befindet sich derzeit im <a href=http://www.doringer.at>Institut Dr. Doringer</a> Österreichs erste Gesundheitseinrichtung mit dieser Technologie. DSCT eröffnet ein breiteres Spektrum klinischer Anwendungsmöglichkeiten, das neben den üblichen CT-Untersuchungen nun auch die Möglichkeit der Herzdiagnostik umfasst. So können in Salzburg jetzt auch Menschen mit hoher Herzfrequenz und Herzunregelmäßigkeiten mittels CT-Technologie genau untersucht werden – mit der Hälfte der bisher dafür nötigen Strahlung.

Brady-Etiketten haften auf vereisten Oberflächen

Der US-Ausrüster <a href=http://www.bradyeurope.com>Brady</a> sorgt mit bedruckbaren Thermotransfer-Etiketten für eine sichere Identifizierung von "Tiefkühl"-Proben. <% image name="Brady-FreezerBondz-Labels" %><p> <small> FreezerBondz-Etiketten sind so aufgebaut, dass sie permanent auf tiefkalten und vereisten Laborproben haften. </small> Die FreezerBondz-Etiketten der Serie B-492 schmieren auch nicht bei wiederholtem Einsatz. Beim Bedrucken zeigen sie zudem hohe Beständigkeit gegenüber aggressiven Laborchemikalien wie DMSO, Xylen, Toluen and Ethanol. Die Etiketten haften zuverlässig auf vereisten Oberflächen von Röhrchen und Ampullen und überstehen flüssigen Stickstoff ebenso wie die Autoklavierung. Die Etiketten sind ebenso bei Raumtemperatur sowie für Anwendungen im Wasserbad bei Temperaturen bis zu 121 °C einsetzbar. Dank ihrer starken Opazität decken sie, falls notwendig, vertrauliche Informationen ab und erfüllen damit die US-Vorschriften zum Patientenschutz. Brady-Etiketten haften auf vereisten Oberflächen

November 23rd

Schmetterlingskrankheit mit Stammzellen therapiert

Forscher der Uni Modena haben die erste erfolgreiche Therapie von Epidermolysis bullosa durchgeführt: Aus Stammzellen neu erzeugtes Hautgewebe hat nach dessen Verpflanzung das Oberhautgewebe an den erkrankten Stellen wieder vollkommen regeneriert. <% image name="Petrischale" %><p> <small> Mit Stammzellen aus dem Labor neue Hautzellen gezüchtet. © Medienzentrum Universitätsklinikum Heidelberg </small> Die für den Patienten sehr schmerzhafte Krankheit wird durch einen Gendefekt hervorgerufen, der die Ablösung größerer Partien der Oberhaut (Epidermis) von der Lederhaut (Dermis) bewirkt und dabei schwere Infektionen hervorruft. Den Italienern ist es gelungen, aus der Epidermis des Patienten entnommene Stammzellen mit gesunden Genen zu therapieren und sie dann soweit zu vermehren, dass sich 9 für die Transplantation ausreichend große Hautstücke gebildet haben. Der Molekularbiologe Fulvio Mavilio kommentiert den Heilungsverlauf: "Die erste stabile Haftung der transplantierten Hautstücke hat sich nach 8 Tagen eingestellt. Nach 1 Jahr schließlich waren Erscheinungsbild und Haftfähigkeit der Epidermis an beiden Beinen wie die eines gesunden Hautgewebes. Dieses Ergebnis ist ausschließlich der durch die Stammzellenkur bewirkten genetischen Korrektur zu verdanken. Es handelt sich um den ersten Fall einer erfolgreichen Gentherapie, die mit Stammzellen der Oberhaut und ohne die Entnahme von Blutgefäßen durchgeführt wird." <small> An Epidermolysis bullosa leiden in Europa 30.000 und weltweit 500.000 Menschen. 80 % davon erkranken zudem an Hautkrebs. </small> Schmetterlingskrankheit mit Stammzellen therapiert

Nether-Flex: Unzugängliche Ventile leicht bedienen

<a href=http://www.netherlocks.com>Netherlocks</a> hat ein flexibles Schaftsystem entwickelt, mit dem sich Ventile an kompliziert erreichbaren Stellen leichter bedienen lassen. Nether-Flex: Unzugängliche Ventile leicht bedienen <% image name="Nether-Flex" %><p> <small> Nether-Flex: Rückt problematische Ventile in angenehme Reichweite und macht Gerüste überflüssig. </small> Kompakt gebaute Prozessanlagen müssen oft trotz sorgfältigster CAD-Planung nach der ersten Inbetriebnahme noch einmal verändert werden, da betriebstechnische Schwächen festgestellt wurden. Schwer erreichbare Handräder machen dabei am häufigsten Probleme: Ventile sind entweder zu hoch, zu tief oder hinter einer Brandschutzwand angebracht. Die Antwort von Netherlocks darauf lautet "Dualisation" in Form von "Nether-Flex". Das System besteht aus einer Bedienereinheit, die an einer leicht erreichbaren Position aufgestellt ist, einer zweiten Einheit, die an der jeweiligen Armatur montiert ist, und einer flexiblen Verbindung zwischen den beiden Stationen. In die Bedienerstation selbst ist ein Zähler mit leicht verstellbaren Sollwerten integriert, die anzeigt, ob das Ventil geöffnet oder geschlossen ist. Das Produkt eignet sich für den Einsatz in allen extremen Umgebungen und hat einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +80 &deg;C.

CAC startet Chemieanlage in Sibirien

Die Chemieanlagenbau Chemnitz (<a href=http://www.cac-chem.de>CAC</a>) hat nach zweieinhalb Jahren Planung und Bau mit russischen Spezialisten eine Chloralkalielektrolyse in Sajansk (Irkutsk) in Betrieb genommen. CAC startet Chemieanlage in Sibirien <% image name="CAC_Sajansk" %><p> Damit wurde zum ersten Mal auf russischem Boden eine veraltete Quecksilberelektrolyse durch eine moderne Membranelektrolyse ersetzt. Diese Technologie sei vor allem durch eine 30 % bessere Stromausbeute, erheblich weniger Platzbedarf und äußerst geringe Umweltbelastungen gekennzeichnet. Das erzeugte Chlor wird vollständig am Standort für die Herstellung von PVC genutzt. Die neue Anlage soll den Produktionsprozess wirtschaftlicher machen und damit den Chemiestandort Sajansk - im Einzugsgebiet des Baikalsees - sichern.

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