<a href=http://www.degussa.de>Degussa</a> beabsichtigt, in Shanghai eine große Verbundproduktion zur Herstellung von Methylmethacrylat (MMA) und Methacrylat-Spezialitäten zu errichten. Den Bau dieser Anlage hat der Degussa-Aufsichtsrat jetzt genehmigt. Shanghai: Degussa baut Methacrylat-Produktion<% image name="Degussa_Shanghai" %><p>
Das Investitionsvolumen für die gesamten Anlagen inklusive aller Vorstufen liegt bei rund 250 Mio €. Damit handelt es sich um die zweitgrößte Einzelinvestition der Degussa. Die World Scale-Anlage soll nach Abschluss einer rund zweijährigen Bauzeit im Laufe des Jahres 2009 in Betrieb gehen.
Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender der Degussa: „Die neue MMA-Verbund-Anlage in China unterstreicht unsere globale Wachstumsstrategie. Wir sehen eine attraktive Marktentwicklung im asiatischen Raum und festigen mit dieser Investition unsere Stellung als ein weltweit führender Hersteller von Methacrylaten.“
Degussa wird nach Vorliegen aller Genehmigungen der chinesischen Behörden eine MMA-Anlage mit einer Jahreskapazität von rund 100.000 t errichten, die überwiegend zu hoch veredelten Methacrylat-Spezialitäten und Polymeren verarbeitet werden. Das sind Bausteine für eine Vielzahl von Produkten, wie LCD-Flachbildschirme, kratzfeste Lacke, hochwertige Klebstoffe, moderne Innenverkleidungen von Autos sowie zahlreiche Kunststoffanwendungen.
Gebaut wird die Anlage auf dem Multi-User-Standort der Degussa im Shanghai Chemical Industry Park (SCIP), wo Degussa bereits mehrere neue Aktivitäten angesiedelt hat. So gingen dort im Juni eine Polyester- und eine Colorants-Anlage in Betrieb.
F&E-Ausgaben, Preisreduktionen und drastisch gefallene Finanzgewinne haben das Ergebnis der <a href=http://www.sanochemia.at>Sanochemia</a> belastet: Das EBT hat sich nach vorläufigen Zahlen von 7,9 auf 3,6 Mio € mehr als halbiert - obwohl der Umsatz um 5 % auf 30,3 Mio € gestiegen ist und damit "im Rahmen der aktualisierten Jahresprognose" liege.2005/06: Sanochemia-Gewinn hat sich halbiert<% image name="Sanochemia_Synthese" %><p>
Preisreduktionen gab es vor allem beim Sanochemia-Wirkstoff Galantamin, das bei Alzheimer-Demenz angewendet wird. Grund dafür sei ein neu vereinbarter Verrechnungsmodus für Produktion und Lieferung des Syntheseprodukts gewesen.
Eingedenk eines von 4,4 auf 1,5 Mio € verminderten Finanzgewinns will Sanochemia im nächsten Geschäftsjahr seine Veranlagungsstrategie ändern und künftig "stabilere Ergebnisbeiträge liefern". Operativ ist das EBIT von 3,5 auf 2,2 Mio € gefallen.
Die erhöhten Forschungsausgaben hätten aber auch Erfolge gebracht. Erstmals hat der Bereich durch Lizenzeinnahmen für den Wirkstoff Tolperison zur Behandlung von schmerzhaften Muskelkrämpfen einen Ergebnisbeitrag geliefert. Tolperison hat im März ein Patent erhalten und soll vor allem in Europa und den USA vermarktet werden.
Max-Planck-Forscher aus Tübingen entdeckten, dass Fadenwürmer der Gattung Pristionchus ihre Wirtskäfer an deren Duftstoffen erkennen.<% image name="Pristionchus" %><p>
<small> Der Kopf eines Fadenwurms der Gattung Pristionchus. Er verspeist gerade eine Portion Bakterien. Bild: Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie </small>
Fadenwürmer der Gattung Pristionchus sind nur etwa 1 mm lang, blind und leben in der Erde - eine schlechte Ausgangslage, um gezielt die bevorzugten Wirtskäfer für ihre Larven finden.
Sie schaffen es dennoch: Die Fadenwürmer erkennen die Käfer anhand von Duftstoffen, etwa Sexuallockstoffen, welche die Käfer selber oder aber Pflanzen aus deren Lebensraum abgeben. Je nach dem, welchen Käfer eine bestimmte Fadenwurmart bevorzugt, reagiert sie auf eine andere Duftstoff-Palette.Fadenwürmer orientieren sich "der Nase nach"
Patienten mit rezidivierter chronisch lymphatischer Leukämie (CLL), die nicht mehr auf Chemotherapie ansprechen, zeigten bei einer Behandlung mit Lenalidomid eine erhöhte Reaktion auf die Therapie. Lenalidomid: Neue Hoffnung für CLL-Patienten<% image name="Phase_II" %><p>
Dies ergab eine von Asher Chanan-Khan vom Roswell Park Cancer Institute (<a href=http://www.roswellpark.org>RPCI</a>), durchgeführte Phase-II-Studie.
"Chronisch lymphatische Leukämie ist die häufigste maligne hämatologische Erkrankung der westlichen Hemisphäre", so Chanan-Khan, "und weiterhin unheilbar." Eine Reihe von Phase-II-Studien hat zwar eine verbesserte klinische Reaktion auf Chemotherapie allein oder in Kombination mit dem monoklonalen Antikörper <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/2611>Rituximab</a> gezeigt, ein Rezidiv ist jedoch unvermeidbar - und hier sind unsere Behandlungsoptionen begrenzt.
<b>Lenalidomid</b>, ein neues immunmodulatorisches nicht chemotherapeutisches Krebsmittel, ist ein Thalidomid-Analogon, jedoch mit stärkerer in-vitro-Wirkung als Thalidomid. Zudem treten anscheinend einige häufige Nebenwirkungen, die mit Thalidomid verbunden sind, bei Lenalidomid nicht auf. Die Antikrebswirkung dieses Wirkstoffes wurde bei mehreren malignen Erkrankungen beobachtet, darunter Multiples Myelom und Myelodysplastisches Syndrom.
Im Rahmen dieser Phase-II-Studie - der ersten, die auf eine klinische Wirkung von Lenalidomid bei Patienten mit CLL hinweist - wurden 45 Patienten mit immunphänotypisch diagnostizierter B-CLL mit einer täglichen Dosis von 25 mg Lenalidomid behandelt. Wesentliche klinische Reaktionen wurden bei 47 % Patienten beobachtet.
"Insgesamt liefern diese Daten ein starkes Argument für die weitere Verfolgung von Lenalidomid in klinischen Studien, die nun im Roswell Park und anderen Krebszentren landesweit offen sind", so Chanan-Khan.
Seit 1. Dezember ist die erste Quartalsspritze gegen Osteoporose von <a href=http://www.roche.at>Roche</a> in Österreich kassenfrei erhältlich. Damit kann erstmals ein Bisphosphonat auch intravenös appliziert werden. <% image name="Bonviva" %><p>
<small>Bonviva: Jetzt auch als "Quartals-Spritze" erhältlich. </small>
In Österreich sind rund 470.000 Frauen über 50 Jahre osteoporosegefährdet, etwa 200.000 von ihnen befinden sich wegen Osteoporose in ärztlicher Behandlung. Bisphosphonate stellen in der Osteoporosetherapie der postmenopausalen Frau den Goldstandard dar. 3 bis 5 Jahre lang müssen die Patientinnen dabei die relativ aufwändigen Einnahmemodalitäten genauestens befolgen: Bisphosphonate in <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/2277>Tablettenform</a> müssen genau 0,5 bis 1 h vor dem Frühstück mit 0,25 l Wasser eingenommen werden, wobei der Oberkörper während dieser Zeit aufrecht gehalten werden muss. Zudem ist die Nahrungskarenz ist unbedingt einzuhalten.
Eine optimale Behandlung mit Bisphosphonaten lässt sich auf oralem Weg vor allem bei folgenden Gründen nicht erzielen: <small>
• Bei Erkrankungen der Speiseröhre, die den Transport in den Magen verzögern, sowie Probleme im oberen Gastrointestinaltrakt.
• Bei Schmerzen beim Schlucken und Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes, die die Aufnahme der Bisphosphonate behindern bzw. verhindern.
• Beim Unvermögen, den Einnahmevorschriften zu folgen, vor allem 30 Minuten lang aufrecht sitzen oder stehen zu können (Bettlägrigkeit, Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten). </small>
All diesen Patientinnen steht nun die hochwirksame Quartalsspritze (Wirkstoff: Ibandronat , Handelsname: Bonviva*3mg Injektionslösung in einer Fertigspritze) zur Verfügung, welche die orale Einnahme ersetzt. Durch die intravenöse Gabe werden auch Schwankungen in der Resorption vermieden (orale Bisphosphonate werden nur zu etwa 1 % resorbiert) und eine 100%ige Bioverfügbarkeit erreicht."Osteoporose-Spritze" in Österreich erhältlich
2007 erste "Gen-Zulassung" in Deutschland erwartet
Die EU-Kommission hat im Regelungsausschuss über die Zulassung der gentechnisch optimierten Stärkekartoffel Amflora mit 134:109, bei 78 Enthaltungen, entschieden. <a href=http://www.basf.de/biotechnologie>BASF Plant Science</a> erwartet nun 2007 die Zulassung der ersten gentechnisch optimierten Pflanze in Deutschland.2007 erste "Gen-Zulassung" in Deutschland erwartet<% image name="Staerke" %><p>
Für die sofortige Zulassung der "Gen-Kartoffel" wäre die „qualifizierte Mehrheit“ mit mehr als 72,3 % notwendig gewesen. Innerhalb der nächsten drei Monate wird daher der EU-Ministerrat entscheiden. Sollte dabei ebenfalls keine qualifizierte Mehrheit erreicht werden, wird die Entscheidung von der EU-Kommission getroffen.
Die EU-Kommission hatte sich im Vorfeld für den Anbau der Stärkekartoffel eingesetzt und den Zulassungsprozess mit ihrer positiven Entscheidungsvorlage gestartet.
Bereits im Februar 2006 hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Amflora als genau so sicher für Mensch, Tier und Umwelt wie jede herkömmliche Kartoffel beurteilt. Amflora ist nicht nur sicher, sondern schont auch die Umwelt: Durch ihre optimierte Stärkezusammensetzung trägt sie dazu bei, Material, Energie und Kosten zu sparen.
DSM hat ihre <a href=http://www.dyneema.com>Dyneema</a>-Faser speziell für Seile an LNG- und Öl-Tankern weiterentwickelt. Die "stärkste Kunststofffaser der Welt" eignet sich als Alternative zu starren Stahldrähten bei den Festmachleinen.<% image name="Dyneema_Strick" %><p>
<small> "Dyneema"-Seiltechnologie von DSM: Extrem starke Kunststoff-Faser für Festmachleinen und Abschleppseile. </small>
Dyneema-Seile sind deutlich leichter als traditionelle Stahldrähte oder Kunststoff-Faser. Und das macht die Handhabung der Seile einfacher, verkürzt die Zeit zum Festmachen der Schiffe und verringert so die körperliche Arbeitsbelastung der Crew-Mitglieder. Die geringe Ausdehnung des Materials minimiert zudem den Seilrückschlag.
Seile mit Dyneema beschädigen weder Stoßkalben, Bits, Klüsen oder andere Teile des Schiffes, noch müssen sie geschmiert werden - und das schont die Umwelt und hält das Deck sauber.Ultrastarke Fasern gängeln selbst LNG-Tanker
Bisherige Massenbestimmungen von Viren lieferten nur eine Genauigkeit von ±15 %. Mit Hilfe sanfter Techniken zur Ionisation und einer miniaturisierten Ionenfalle ist es Forschern aus Taiwan gelungen, die Masse einzelner Viren viel präziser zu analysieren.<% image name="Phage" %><p>
<small> Viren: Die einfachste Lebensform, die es auf unserer Erde gibt, besteht lediglich aus Erbmaterial und einer Hülle. Nach den Prokaryonten sind sie die zweithäufigste Organismen-Art, in den Weltmeeren die Nummer eins. Um zu einem besseren Verständnis dieser vielfältigen Winzlinge zu gelangen, ist es von großem Interesse, ihre Massen und deren Variabilität innerhalb einer Population zu bestimmen. </small>
Für eine Massenbestimmung müssen die Virenpartikel zunächst in die Gasphase überfährt, elektrisch aufgeladen und in einem elektrischen Feld beschleunigt werden. Dabei dürfen die Viren aber nicht zerstört werden. Die Forscher um Huan-Cheng Chang wählten dazu LIAD (Laser-induced acoustic desorption). Durch einen Laser erzeugte Schallwellen lösen die Viren-Partikel dabei aus der Probe.
Anschließend werden sie in einer "Ionenfalle" eingefangen. Es handelt sich dabei um ein elektrisches Feld, das geladene Teilchen aufgrund einer speziellen Geometrie und einer Wechselspannung regelrecht gefangen hält. Nun steht das Virus-Partikel zur Verfügung für eine Massenbestimmung: Es wird Laser-Licht in die Ionenfalle eingestrahlt.
Ist ein Partikel in der Falle, wird das Licht daran gestreut. Durch die transparenten Flächen der Ionenfalle kann dieses Streulicht detektiert werden. Ein Teil des Streulichts wird zu einer CCD-Kamera geleitet, die die Flugbahn des gefangenen Partikels aufzeichnet. Der andere Teil gelangt zu einem Messgerät, das das Streulicht-Signal genau analysiert. Das Streulicht ist gegenüber dem eingestrahlten Licht verändert, weil das Virus-Partikel in dem elektrischen Wechselfeld der Ionenfalle in Schwingungen gerät. Diese Schwingungen sind abhängig von der Masse (und der Ladung) des Virus.
So gelang es, die Massen 3 verschiedener Virentypen mit Ø zwischen 80 und 300 nm zu bestimmen - mit einer Abweichung von ±1 %. Anhand der Virenmassen können - in Kombination mit anderen analytischen Verfahren - Rückschlüsse gezogen werden, aus wievielen Bausteinen die Virenhülle aufgebaut ist oder wieviele Kopien des genetischen Materials darin enthalten sind.
Möglich wurden die hochgenauen Messungen durch die spezielle Konstruktion der Ionenfalle: Statt einer klassischen Quadrupol-Ionenfalle wählten die Taiwanesen eine zylindrische Ionenfalle (CIT, Cylindrical Ion Trap). Das Team konstruierte eine CIT mit kleineren Abmessungen als üblich, optimierte die Geometrie und tauschte die herkömmlichen Abschlusselektroden des Zylinders gegen transparente, elektrisch leitfähige Platten aus.Massenbestimmung einzelner Viren dank Mini-Ionenfalle
Die Internationale Diabetes-Föderation (<a href=http://www.unitefordiabetes.org>IDF</a>) hat neue Daten veröffentlicht, die das Ausmaß der Diabetes-Epidemie aufzeigen. 246 Mio Personen sind weltweit von der Krankheit betroffen. Davon gehören 46 % der Altersgruppe der 40-59-Jährigen an. <% image name="Diabetes2007" %><p>
Die neuen Daten prophezeien, dass die Gesamtzahl an Personen mit Diabetes innerhalb von 20 Jahren rasant auf 380 Mio steigen wird, wenn entsprechende Maßnahmen ausbleiben. IDF-Präsident Pierre Lefebvre meint: "Es ist gerade einmal 20 Jahre her, dass die verlässlichsten verfügbaren Informationen von 30 Mio Diabetes-Patienten sprachen. Nun zeichnet sich ein düsteres Bild ab. Diabetes bahnt sich seinen Weg zur Epidemie des 21. Jahrhunderts."
Diabetes - meist handelt es sich um Typ-2-Diabetes - betrifft nun 5,9 % der erwachsenen Weltbevölkerung, beinahe 80 % davon befinden sich in Entwicklungsländern. Die am meisten betroffenen Regionen sind der östliche Mittelmeerraum sowie der Nahe Osten mit 9,2 % aller Erwachsenen. An dritter Stelle folgt Nordamerika mit 8,4 %. Die höchsten Zahlen stammen jedoch aus der Westpazifik-Region mit rund 67 Mio Diabetikern, gefolgt von Europa mit 53 Mio.
<% image name="Diabetes2025" %><p>
Indien steht an der Spitze der weltweiten Top Ten hinsichtlich der höchsten Anzahl an Diabetikern mit seinen derzeit 40,9 Mio, gefolgt von China mit 39,8 Mio. Danach reihen sich USA, Russland, Deutschland, Japan, Pakistan, Brasilien, Mexiko und Ägypten. Entwicklungsländer belegen 7 Ränge der weltweiten Top Ten.
Der neu gewählte IDF-Präsident Martin Silink dazu: "Die Diabetes-Zeitbombe tickt seit 50 Jahren und sie wird immer lauter. Allen Warnungen zum Trotz haben Generationen von Weltpolitikern die Bedrohung weitgehend ignoriert. Diabetes ist nun explodiert, und am stärksten bekommen dies die Länder im Nahen Osten, Indien, China und die USA zu spüren."
<b>Lebensweise im Wandel.</b> Ein komplexes Zusammenspiel genetischer, sozialer und ökologischer Faktoren steuert den globalen explosionsartigen Anstieg von Typ-2-Diabetes. In Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen kann wirtschaftlicher Fortschritt zu Änderungen des Lebensumfeldes führen, die sich innerhalb einer oder zwei Generationen auch auf Ernährung und körperliche Betätigung auswirken. In Folge kann bei Personen Diabetes ausbrechen, obwohl sich ihr Körpergewicht nur geringfügig erhöht. In der entwickelten Welt findet Diabetes seine größte Verbreitung unter den Ärmsten. Überall wo Armut und mangelhafte Hygiene Familien zum Konsum von "Low-Cost-per-Calorie"-Nahrungsmitteln (möglichst viele Kalorien für möglichst wenig Geld) und verpackten Getränken zwingen, floriert der Typ-2-Diabetes.
Diabetes ist für 3,8 Mio Todesfälle pro Jahr verantwortlich, ein ähnliches Ausmaß wie bei HIV/AIDS. Einst als Alterskrankheit angesehen, hat Diabetes nun einen Generationenwechsel vollzogen und betrifft zunehmend Personen im Arbeitsalter, vor allem in Entwicklungsländern. Dies hat wirtschaftliche Konsequenzen.
Die Internationale Diabetes-Föderation steht an der Spitze einer Koalition aus Diabetes-Vertretungsorganisationen und anderen Interessensvertretern, die eine UN-Resolution zu Diabetes fordern, um eine angemessene Beachtung der Erkrankung zu gewährleisten. Für Länder wie den pazifischen Inselstaat Nauru kann eine UN-Resolution nicht rasch genug kommen. Nauru steht an der Spitze der Länder mit der höchsten Diabetes- Prävalenz. Beinahe ein Drittel der Gesamtbevölkerung leidet an Diabetes und seinen Folgen.Diabetes-Epidemie gerät außer Kontrolle
Herzinfarktrisiko durch Wirkstoffkombination reduziert
Neue <a href=http://www.ascotstudy.org>ASCOT</a>-Daten: Das Herzanfallrisiko kann durch Kombination des Cholesterinsenkers <b>Atorvastatin Calcium</b> mit dem Blutdrucksenker <b>Amlodipin-Besylat</b> um über die Hälfte reduziert werden, wobei die Beweise für die Vorteile dieser Behandlung bereits nach 90 Tagen vorliegen.<% image name="ECG" %><p>
Erstmals zeigen damit die Ergebnisse einer großen Studie, dass die Hinzunahme von Atorvastatin zu Amlodipin (einem Calcium-Kanal-Blocker) das Risiko von kardialen Ereignissen um 53 % senkt und dass der klinische Nutzen bereits nach nur dreimonatiger Behandlung offensichtlich wurden. Das steht im Gegensatz zur Hinzunahme von Atorvastatin zu Atenolol, die lediglich eine nicht signifikante Reduktion um 16 % am Ende der Studie erzielte.
Bereits durchgeführte Laborforschungen und klinische Studien legen nahe, dass Amlodipin und Atorvastatin die Fettablagerungen in den Arterienwänden (arteriosklerotische Plaques) stabilisieren kann. Diese Plaques wiederum können abreißen und kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzanfälle verursachen.
Die ASCOT-Studie hat eine Neueinschätzung der Behandlung von Patienten mit moderat erhöhtem Risiko kardialer Ereignisse zur Folge. Die Bedeutung der Kombination eines modernen Blutdruckregimes auf Basis eines Calcium-Kanalblockers mit einem Statin nimmt zu. Unterdessen wird der Einsatz von Betablockern - außer wenn speziell angezeigt - in Frage gestellt.
<small> Mehr als 330 Mio Erwachsene in Europa und Nordamerika leiden an Bluthochdruck, eine Krankheit, unter der zudem weitere 639 Mio Männer und Frauen in den übrigen Regionen der Welt leiden. Rund 80 % der Menschen mit Bluthochdruck unterliegen unkontrollierten kardiovaskulären Risiken. </small>Herzinfarktrisiko durch Wirkstoffkombination reduziert