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November 29th, 2006

AstraZeneca einigt sich mit Generikaherstellern

<a href=http://www.astrazeneca.com>AstraZeneca</a> erhält nach mehr als dreijährigem Rechtsstreit von den Generika-Herstellern <a href=http://www.hexal.at>Hexal</a> und <a href=http://www.1apharma.at>1A Pharma</a> Zahlungen wegen Patentverletzung zum Wirkstoff Omeprazol in Österreich. Lizenzen wurden an <a href=http://www.sandoz.at>Sandoz</a>, Hexal, 1A Pharma sowie <a href=http://www.alternova.at>Alternova</a> erteilt. <% image name="Urteil" %><p> Seit Juni 2003 war wegen des Magenmedikaments Losec (Omeprazol) ein Rechtsstreit zwischen AstraZeneca und mehreren Generika-Herstellern anhängig, der schon im Provisorialverfahren durch alle Instanzen ging (der OGH war dreimal damit befasst), bevor der Oberste Patent- und Markensenat Ende 2005 in letzter Instanz entschieden hat, dass das AstraZeneca-Patent gültig ist. Eine Beschwerde dagegen wurde vom VfGH inzwischen abgewiesen. Weiterhin strittig war, wie viele Indikationen durch das Patent tatsächlich geschützt sind und welche Zahlungen die Generikafirmen für die Zeit der Patentverletzung zu leisten haben. Mit Hexal und 1A Pharma konnte AstraZeneca nun einen Vergleich erzielen und erhält von diesen beiden eine Abgeltung. Zudem hat AstraZeneca an Sandoz, Hexal, 1A Pharma und Alternova bis zum Patentablauf eine Lizenz erteilt. Omeprazol-Generika dieser vier Hersteller dürfen somit gegen Zahlung einer Lizenzgebühr am Markt bleiben. "Größte Gewinner dieser Einigung sind die Krankenkassen", sagt AstraZeneca-Sprecher Michael Slabina, "weil dadurch sichergestellt wird, dass günstiges Omeprazol weiterhin am Markt zur Verfügung steht, obwohl das Patent erst nächstes Jahr abläuft. Auch das Originalprodukt Losec ist nach mehreren Preissenkungen jetzt nur noch um ein paar Cent teurer als die Generika. Die Krankenkassen ersparen sich insgesamt mehr als 10 Mio € pro Jahr." Gegen Ratiopharm, die ein weiteres Omeprazol-Generikum vertreibt, sind mehrere Gerichtsverfahren anhängig. "AstraZeneca wäre hier zu einem Vergleich bereit. Von Ratiopharm gibt es jedoch bisher keine Verhandlungsbereitschaft", so Slabina. AstraZeneca einigt sich mit Generikaherstellern

November 28th

Clinitek Advantus: Automatische Harnanalyse

Speziell für die Anforderungen im Krankenhaus und in größeren Arztpraxen hat <a href=http://www.bayerdiag.com>Bayer Diagnostics</a> Clinitek Advantus entwickelt. Wie sein Vorgänger Clinitek 500 arbeitet das Gerät in 1 h automatisch bis zu 500 Multistix-Harnteststreifen ab. Clinitek Advantus: Automatische Harnanalyse <% image name="Bayer_Clinitek" %><p> <small> Kompletter Harnstatus auf einen Blick mit Clinitek Advantus. </small> Die Ergebnisse können mit Hilfe einer benutzerfreundlichen Schnittstelle und einem umfassenden Datenmanagement im System gespeichert oder an LIS/HIS gesendet werden. Durch die vielfältigen Möglichkeiten der Dateneingabe passt sich das neue Gerät an individuelle Bedürfnisse an. Neben der Touchscreen-Funktion oder dem optionalen Barcodeleser kann auch eine Computertastatur genutzt werden. Ladelisten können über den PC erstellt und via LAN an das Clinitek Advantus übermittelt werden. Der Ethernet-Anschluss erleichtert die Einbindung in die LIS. Regelmäßige Qualitätskontrollen können auf dem Clinitek Advantus in dem Intervall von 1 bis 99 Tagen eingestellt werden. Nach Ablauf des festgesetzten Termins für die Qualitätskontrolle können Analysen blockiert werden. Wenn positive Teststreifenergebnisse mikroskopisch verifiziert werden sollen, können im Anschluss die Sedimentbefunde neben den Teststreifenergebnissen über den Touchscreen und/oder über eine externe Tastatur eingegeben werden, konsolidiert ausgedruckt und an die LIS gesendet werden. Zusätzlich können die Farbe – auf Wunsch automatisch – und die Klarheit der Harnprobe beurteilt werden.

Degussa baut Solarsilizium-Produktion aus

Gab es 2004 noch einen Überschuss an Silizium von rund 5.000 t, wird 2010 mindestens dieselbe Menge bereits fehlen. <a href=http://www.degussa.de>Degussa</a> wird daher die eigenen Kapazitäten für Trichlorsilan ausbauen und zusätzlich eine Monosilanproduktion neu zu errichten. Diese chemischen Verbindungen spielen bei der Herstellung von Solarsilizium eine wichtige Rolle. Degussa baut Solarsilizium-Produktion aus <% image name="Degussa_Solarsilizium" %><p> <small> Solarsilizium fällt als braunes Pulver an. Ausgangsmaterial dafür ist Rohsilizium. </small> 2003 hatte Degussa deshalb mit der <a href=http://www.solarworld.de>SolarWorld</a> das sächsische Joint Solar Silicon (JSSI, Freiberg) gegründet, an dem der Chemiekonzern einen Anteil von 51 % hält. JSSi arbeitet seitdem an der Entwicklung eines neuartigen Herstellungsverfahrens für Solarsilizium. Dessen Energieverbrauch liegt deutlich niedriger als bei dem bisher verwendeten Verfahren in so genannten Siemens-Reaktoren. <table> <td> <% image name="Degusssa_Solarsiliziumreaktor" %> </td> <td align="right"> Seit April 2005 läuft in Rheinfelden der Prototyp für den Reaktor. In zwei Jahren sollen nun weitere parallele Reaktoren gebaut werden, die bereits bestehende Anlage wird in den Neubau integriert. <p> Ab 2008 sollen so Kapazitäten für 850 t Solarsilizium/Jahr zur Verfügung stehen. Beide Unternehmen investieren für die Neuanlagen einen hohen zweistelligen Mio-€-Betrag. <small> Degussa und SolarWorld haben zunächst eine Produktionszeit von 10 Jahren vereinbart. Die Bonner können über diese Rohstoffquelle bis zu 20 % des eigenen Siliziumbedarfs decken. Und sie können jedes Gramm Silizium gut gebrauchen, denn ihre Tochter Deutsche Solar AG hat feste Lieferverträge über ein Gesamtvolumen von mehr als 2,3 Mrd € in den Büchern. </small> </td> </table>

S&T verwaltet IT-Arbeitsplätze für Brenntag

S&T übernimmt für <a href=http://www.brenntag-cee.com>Brenntag CEE</a> die Wartung der Desktop Services für 1200 IT-Arbeitsplätze in Zentral- und Osteuropa. Der Chemiedistributeur bezieht zusätzlich 4.000 Desktop-Endgeräte über <a href=http://www.snt.at>S&T Österreich</a>. Der Vertrag läuft vorab für die nächsten drei Jahre und hat ein Volumen von 5 Mio €. S&T verwaltet IT-Arbeitsplätze für Brenntag <% image name="Brenntag_Lager" %><p> <small> Brenntag, führender europäischer Chemiedistributeur, setzt bei Hardwarelieferungen und bei Managed Desktop Services auf S&T Österreich. </small> Alle Brenntag-Niederlassungen in Westeuropa und in den CEE-Ländern bestellen die Hardware für ihre IT-Arbeitsplätze online per E-Shop direkt bei S&T Österreich - und zentralisiert damit die Hardware-Versorgung für einen großen Teil seiner Unternehmensgruppe. S&T Österreich kümmert sich um die Abwicklung der Bestellungen, die Hardware selbst kommt von Dell und HP. Die einzelnen Länder sind dabei in Subverträgen erfasst, so dass auch länderspezifische Anforderungen erfüllt werden können. Die gesamte Hardwarelieferung, die Servicierung und Wartung der Geräte, die Installation und das Asset Management liegen zur Gänze bei S&T.

Shell produziert Solarzellen der nächsten Generation

<a href=http://www.shell.com/renewables>Shell</a> und <a href=http://www.saint-gobain.de>Saint-Gobain Glass Deutschland</a> haben grünes Licht für die Produktion von Dünnschicht-Solarzellen aus Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) gegeben. Die Solarzellen der nächsten Generation werden durch das neue Gemeinschaftsunternehmen Avancis im sächsischen Torgau hergestellt. <% image name="Shell_Solarzellen" %><p> Die Produktion der neuen CIS-Module wird voraussichtlich 2008 anlaufen. Die geplante jährliche Produktionskapazität der Anlage liegt zunächst bei 20 MW und soll zügig ausgebaut werden. Die Produktionskapazität der Anlage wird ausreichen, um jedes Jahr 6.000 weitere Haushalte in Europa mit sauberer Energie zu versorgen. Für diese Strommenge würde ein Kohlekraftwerk jährlich etwa 14.000 t CO2 ausstoßen. Shell und Saint-Gobain sind der Überzeugung, dass siliziumfreie Solartechnologie im Wettbewerb mit den traditionellen Formen der Energieerzeugung mehr Zukunft haben wird als konventionelle Solarlösungen auf Siliziumbasis. Während Shell sein Know-how im Bereich der CIS-Technologie einbringt, steuert Saint-Gobain seine Produktionserfahrung auf den Gebieten Glas und Baumaterialien bei. „Wir glauben, dass wir mit dieser neuen Produktionsstätte und der Arbeit unserer F&E-Abteilung in München echte Spitzenleistungen in der Dünnschicht-Technologie erbringen können. Im Labor haben wir mit einem der neuen Module bereits einen für Photovoltaik sehr hohen Wirkungsgrad von 13,5 % erzielt. Durch die Zusammenarbeit mit Saint-Gobain unterstreichen wir unsere Absicht, zu einem der führenden Unternehmen im Bereich der alternativen Energien zu werden“, erklärte Kurt Döhmel, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Shell Holding GmbH. Shell produziert Solarzellen der nächsten Generation

Borouge baut weltgrößten Gas-Cracker

<a href=http://www.linde.de>Linde Engineering</a> wird für Borouge, die gemeinsame Tochter von <a href=http://www.borealisgroup.com>Borealis</a> und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) für 1,3 Mrd € einen neuen Ethylen-Cracker in Ruwais, Abu Dhabi, planen und errichten. <% image name="Borstar_PE_Plant" %><p> <small> Der Cracker wird eine Kapazität von rund 1,5 Mio t/Jahr haben und damit der größte Gas-Cracker sein, der je gebaut wurde. </small> Die Arbeit am Borouge 2 Cracker (EU2) soll bereits in den nächsten Wochen starten und binnen 41 Monaten Wirklichkeit werden. Die Bau-Vergabe ist der erste Schritt in Richtung "Borouge 2" - das größte Expansionsprojekt von Borouge, das die Produktionskapazität bis 2010 letztlich verdreifachen soll. Das "Borouge 2"-Projekt umfasst neben dem Ethylen-Cracker den weltgrößten Olefinumwandler mit einer Kapazität von jährlich 752.000 Jahrestonnen und 2 Borstar Polypropylen-Anlagen mit einer gemeinsamen Jahreskapazität von 800.000 t sowie einen neue Borstar PE-Anlage mit einer Jahreskapazität von 540.000 t, welche die bestehende Anlage mit 600.000 Jahrestonnen ergänzen wird. All diese Bauvorhaben sollen während des ersten Quartals 2007 vergeben werden. Borouge baut weltgrößten Gas-Cracker

Kondom zum Sprühen dank vulkanisierendem Latex

Das Institut für Kondom-Beratung (<a href=http://www.spraykondom.de>IfK</a>) in Kooperation mit der Firma Vinico ein neuartiges Kondom entwickelt. Kondom zum Sprühen dank vulkanisierendem Latex <% image name="Spraykondom" %> Dabei wird aus einer Sprühdose - ähnlich wie bei einem Deodorant - gemeinsam mit Aerosol flüssiger Latex versprüht. Latex als Ergebnis einer Emulsion aus Kautschuk und Wasser zeichnet sich dadurch aus, bei Zimmertemperatur zu vulkanisieren. Somit sei es möglich, dass der Kautschuk vom plastischen in den elastischen Zustand übergeht und sich folglich binnen Sekunden in Gummi umwandelt. Das Kondom aus der Spraydose verspricht "hohe Anpassungsfähigkeit und optimalen Schutz". Momentan wird noch an der Optimierung des Sprühkondoms gearbeitet. Insbesondere soll die Vulkanisationszeit der "zweiten Haut" von derzeit 10 Sekunden noch weiter unterboten werden. Vor der für Sommer 2008 geplanten Marktreife müssen noch einige Testsreihen im Labor durchgeführt werden, um den Verträglichkeits- und Sicherheitsvorschriften entsprechen zu können. Die Einführung soll vorerst auf den deutschen, österreichischen und schweizerischen Markt eingegrenzt werden. Spätere Pläne sehen vor, auch auf dem afrikanischen Kontinent Fuß zu fassen.

Millipore bringt kleinere Filtermodule

<a href=http://www.millipore.com/bioprocess>Millipore</a> hat die Filtermodule der gebrauchsfertigen Produktreihe "Millistak+ Pod" um ein neues Format erweitert und ermöglicht so eine effektive Verarbeitung kleinerer Bioreaktor-Chargen von 5–20 l. Millipore bringt kleinere Filtermodule <% image name="Millipore_Labscalepod" %><p> <small> Das "Millistak+ Pod"-Filtersystem eignet sich für eine Reihe primärer und sekundärer Klärfiltrations-Anwendungen. </small> Die neuen Filtermodule sind mit 0,027 m² und 0,054 m² Filterfläche erhältlich. Da die neuesten Formate die gleichen Filtermedien enthalten, die auch für den Technikums- und Prozessmaßstab verwendet werden, sind sie für die lineare Maßstabsanpassung geeignet und können wechselnden Prozessanforderungen angepasst werden.

November 27th

Fernwärme heizt 600.000 österreichische Wohnungen

Knapp 600.000 Wohnungen in Österreich werden derzeit mit Fernwärme beheizt - das bedeutet hochgerechnet 26.000 Neuanschlüsse im Jahr 2006. Rund 17 % aller Wohnungen in Österreich werden somit mit Fernwärme beheizt. 2006 stieg der Fernwärme-Absatz um 2,3 %. Fernwärme heizt 600.000 österreichische Wohnungen <% image name="Gaszaehler"%> <p> Um die Investitionen der Fernwärmewirtschaft weiter zu stimulieren, fordert die <a href=http://www.gaswaerme.at>Gas-Lobby</a> Förderungen für Fernwärmenetze, die mit Abwärme gespeist werden. „In den 1980er Jahren gab es entsprechende Förderungen, die sehr erfolgreich waren und einen enormen Investitionsschub in der Branche ausgelöst haben“, so Franz Schindelar, stellvertretender Obmann des Fachverbands Gas Wärme, „solche Fördermodelle sind auch heute wieder sinnvoll.“ Linz und Wien sind mit einem Anteil von 60 bzw. 35 % Vorreiter. In Gemeinden mit über 20.000 Einwohnern werden &Oslash; bereits 30 % der Wohnungen mit Fernwärme beheizt. Diese Marktentwicklung spiegelt sich auch in der Anzahl der Marktteilnehmer: Waren es 2000 noch 213 Fernwärmeunternehmen, so gibt es mittlerweile 350 in Österreich. Zwischen 2006 und 2015 wird der Fernwärme-Bedarf nach Schätzungen der heimischen Gas-Lobby um rund 17 % ansteigen. Die Netzlänge wird im selben Zeitraum von 3.600 auf rund 4.400 km wachsen. Entsprechend wird die österreichische Fernwärmewirtschaft in den kommenden Jahren hohe Investitionen tätigen: Zwischen 2006 und 2015 sind Großinvestitionen in der Höhe von rund 1,5 Mrd € geplant. Das entspricht einem jährlichen Investitionsvolumen ähnlich dem der Papierindustrie. Allein in Wien wird in den kommenden Jahren rund 50 % mehr investiert werden als in der Vergangenheit. Unter anderem sind die Errichtung von Großspeicheranlagen (Spittelau, Simmering) sowie der Ausbau von Fernkälteanlagen an mehreren Standorten geplant. Aber auch in den Bundesländern gibt es zahlreiche Großprojekte: In Niederösterreich soll vermehrt Fernwärme aus dem Kraftwerk Dürnrohr genutzt werden. Oberösterreich investiert in das Netz des Linzer Stadtteils Froschberg, die Müllverbrennungsanlage in Wels sowie zahlreiche Biomasseprojekte. Und in der Steiermark sind Großprojekte in Werndorf (Güterterminal), Seiersberg (Einkaufszentrum bei Graz) und Raaba (Bürozentrum) im Bau bzw. geplant.

Polonium (Po), Ordnungszahl 84

Eingedenk der vermeintlichen Vergiftung des russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko: Was es mit Polonium auf sich hat. <b>Polonium (Po)</b> ist das chemische Element mit der Ordnungszahl 84. Es ist ein silbriges, radioaktives Metall, das sich chemisch ähnlich wie Tellur und Wismut verhält. Es entsteht ständig in der Natur in der langen natürlichen radioaktiven Zerfallskette von Uran-238. Es wurde <u>1897</u> von Marie und ihrem Ehemann Pierre Curie entdeckt und nach ihrem Heimatland Polen benannt, das damals unter Fremdherrschaft war und politisch nicht als unabhängiges Land betrachtet wurde. Po kommt in der Natur in Form einiger <u>Isotope</u> (mit den Atomgewichten 208, 209, 210) vor (sehr selten: rund 100 Mikrogramm pro Tonne Uranerz), jährlich werden künstlich schätzungsweise etwa 100 g hergestellt. Es wird technisch beispielsweise gemischt mit Beryllium als Neutronenquelle verwendet (so auch als Triggermaterial für Atombomben), zum Eliminieren statischer Aufladungen in der Photo- und Textilindustrie und als leichtgewichtige Wärmequelle für thermoelektrische Zellen (z.B. in der Raumfahrt). So kann 1 g Po-210 140 Watt Energie erzeugen. Raucher nehmen mit dem <u>Zigarettenrauch</u> größere Mengen davon auf, da sich Po in der normalen Umwelt als Radonfolgeprodukt auch auf Tabakblättern absetzt. Po-210 hat eine <u>Halbwertszeit</u> von 138 Tagen und emittiert beim Zerfall ein Alphateilchen mit 5,4 MeV Energie, das eine Reichweite in Gewebe von weniger als 0,1 mm hat. In den menschlichen Körper gebracht (etwa über Inhalation, vor allem beim Rauchen, durch eine kleine Wunde oder durch Ingestion mit der Nahrung) ist es ein starkes Gift. Laut Herwig Paretzke, Direktor des Instituts für Strahlenschutz des <a href=http://www.gsf.de>GSF Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit</a>, könnten bereits 0,1 Mikrogramm reines Po-210 im Verlaufe von Tagen im Körper eine tödliche Dosis von 10 Gray hervorrufen (der Dosis-Konversionskoeffizient beträgt ca. 5 x 10 hoch -7 Sv/Bq, die spezifische Aktivität ist fast 2 x 10 hoch 14 Bq/g). Die <u>Halbwertszeit von Po im menschlichen Körper</u> beträgt 30-50 Tage; es wird zu 90 % über Fäzes und zu 10 % über Urin ausgeschieden. Wegen des nur sehr geringen Gammastrahlungsanteils beim radioaktiven Zerfalls ist eine Po-210-Inkorporation eines Menschen von außen nicht in einem Ganzkörperzähler sonder nur über Ausscheidungsanalytik festzustellen. Polonium (Po), Ordnungszahl 84

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