Der Jahresbericht des European Antimicrobial Resistance Surveillance System (<a href=http://www.rivm.nl/earss>EARSS</a>) belegt: Die Verbreitung von MRSA (Methicillin-resistenter S. aureus) ist im sechsten Jahr in Folge in ganz Europa beständig auf dem Vormarsch. Am schlimmsten betroffen sind Malta, Zypern, Rumänien, Portugal und UK. EARSS warnt vor S. aureus-Epidemie<% image name="Arztschild" %><p>
Die Zunahme der MRSA-Fälle sei in hohem Maße symptomatisch für die Zunahme der antimikrobiellen Resistenz. Der Bericht warnt davor, dass antimikrobielle Resistenzen die wirksame Behandlung von Infektionen ernsthaft bedroht und zu einer stetigen Zunahme der Todesfälle und Krankheitsbelastung führt. In der erweiterten EU treten jährlich 3 Mio dieser Infektionen auf.
Die unsachgemäße Anwendung von Antibiotika ist weiterhin einer der Hauptfaktoren, die zur zunehmenden Anzahl von resistenten Pathogen in Europa beitragen. Zahlreiche dieser ursächlichen Organismen wie MRSA haben eine Resistenz gegen mehrere Antibiotika entwickelt. Krankenhauspatienten sind aufgrund ihres oft geschwächten Immunsystems besonders gefährdet gegenüber diesen resistenten Bakterienstämmen und entwickeln dadurch Infektionen, welche sich etwa in infizierten Brandwunden, tiefen Abszessen, chirurgischen Wundinfektionen, Perforationen oder komplizierten Blinddarmentzündungen äußern.
Während die antimikrobielle Resistenz generell in ganz Europa zunimmt, zeigen die EARSS-Daten aber auch, dass bestimmte Resistenztrends durch lokale Bedingungen wie Häufigkeit des Auftretens und Stamm von Pathogenen, örtliche Gepflogenheiten bei der Verschreibung von Antibiotika sowie Kontrollmaßnahmen von Krankenhäusern beeinflusst werden können. So konnten Slowenien und Frankreich ihre Infektionsraten bei S. aureus durch Implementierung entsprechender langfristiger Kontrollmaßnahmen senken.
Am schnellsten verlieren derzeit Fluoroquinolone ihre Aktivität gegen <b>E. coli</b>. Dabei sind kombinierte Resistenzen häufig. In <b>K. pneumoniae</b> wird eine hohe Prävalenz resistenter Stämme bei der dritten Generation an Cephalosporinen, Fluoroquinolonen und Aminoglycosiden in Ost- und Südosteuropa auffällig. Kombinierte Resistenz ist die dominante Bedrohung durch <b>P. aeruginosa</b>, wobei eine geringere Resistenz in Nordwest-Europa vorherrscht, sie dagegen im Südosten zunimmt.
<small> Das EARSS wird vom Direktorat G für Gesundheit und Verbraucherschutz der EU-Kommission finanziert und vom Niederländischen Institut für Gesundheits- und Umweltschutz koordiniert. Seit 2004 überwacht es mit Daten aus mehr als 900 Labors und 1.4000 Krankenhäusern in 32 europäischen Ländern die Anfälligkeit gegen antimikrobielle Resistenz in invasive Infektionen verursachenden Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas auruginosa, Streptococcus pneumoniae, Staphylococcus aureus, Escherichia coli und Enterococcus faecalis/faecium. </small>
An ihrem spanischen Standort Tarragona hat <a href=http://www.bayermaterialscience.de>Bayer MaterialScience</a> jetzt die Erweiterung ihrer Produktionsanlage für Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI) um 50.000 Jahrestonnen auf eine jährliche Kapazität von 150.000 t abgeschlossen. Und verfügt damit weltweit über eine Produktionskapazität von fast 1,1 Mio Jahrestonnen. Bayer erweitert MDI-Kapazität in Tarragona<% image name="Bayer_MDI" %><p>
Parallel dazu wurden in Tarragona auch die Anlagenkapazitäten für die Vorprodukte Kohlenmonoxid (CO) und Diphenylmethan-Diamin (MDA) vergrößert. „Mit dieser Erweiterung tragen wir der steigenden Nachfrage nach MDI in Ost- und Westeuropa sowie im Nahen Osten Rechnung“, sagt Peter Vanacker, Leiter der Business Unit Polyurethanes bei Bayer MaterialScience.
Bereits <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/3987>im Sommer</a> wurde die MDI-Produktionsanlage in Krefeld-Uerdingen um 36.000 t auf eine Kapazität von 200.000 Jahrestonnen erweitert. Am integrierten Standort Shanghai baut Bayer MaterialScience <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/4187>zurzeit</a> eine World-Scale-Produktionsanlage, die jährlich 350.000 t MDI produzieren kann. Sie soll 2008 den Betrieb aufnehmen und vorwiegend die Region Asien-Pazifik beliefern. Im Juni 2006 wurde dort ein so genannter Splitter zur Gewinnung von monomerem und polymerem MDI aus MDI-Gemischen mit einer Anlagenkapazität von 80.000 Jahrestonnen in Betrieb genommen. Weitere Produktionsanlagen für MDI betreibt Bayer in Brunsbüttel, Baytown und New Martinsville, Belford Roxo und Niihama.
Ein neuer Angriffspunkt für eine Alzheimer-Impfung steht im Mittelpunkt von MimoVax - einem jetzt bewilligten EU-Projekt. Das von <a href=http://www.affiris.com>AFFiRiS</a> koordinierte Projekt nutzt Immunreaktionen gegen bisher nicht berücksichtigte Formen des Alzheimer verursachenden Beta-Amyloides. MimoVax: EU-Projekt entwickelt Alzheimer-Impfstoff <% image name="Injektionsspritzen" %><p>
Frank Mattner, Projekt-Koordinator und CSO von AFFiRiS, erklärt: "Alzheimer wird von Ablagerungen des Beta-Amyloid-Peptides verursacht. Zu diesen Plaques kommt es, wenn sich Teile eines körpereigenen Proteins von der Oberfläche von Nervenzellen lösen und miteinander verklumpen. Ein hoher Anteil dieser abgelösten Peptide, der Beta-Amyloide, besteht aus 40 oder 42 Aminosäuren. Der erste von AFFiRiS entwickelte Impfstoff richtet sich genau gegen diese Peptidform und trägt dazu bei die Plaques abzubauen."
Im Rahmen von MimoVax wird nun untersucht, ob es auch gelingt, eine Immunreaktion gegen andere - seltenere - Formen des Beta-Amyloides zu provozieren. Tatsächlich bestehen nicht alle Peptide in den Plaques aus 40 oder 42 Aminosäuren. Denn mechanischer Stress oder Enzyme können den Abbau oder die chemische Veränderung einiger Aminosäuren verursachen. Obwohl sich diese modifizierten Peptide auch als Angriffspunkte für Impfstoffe eignen, wurde bisher noch kein entsprechendes Entwicklungsprogramm gestartet. MimoVax ändert das nun.
Entscheidend für die positive Bewertung des Projekts war eine Technologie von AFFiRiS, die es erlaubt ein grundlegendes Problem von Impfstoffen gegen degenerierte Proteine des menschlichen Körpers wie das Beta-Amyloid zu umgehen: Die Auto-Immunreaktion. Durch geschickte Auswahl der richtigen zur Impfung verwendeten Peptide erlaubt die Mimotop-Technologie der AFFiRiS eine punktgenaue Immunreaktion nur gegen die degenerierte Form des Proteins ohne die natürliche Form anzugreifen. Ein Prinzip, das sich bereits bei dem ersten von AFFiRiS entwickelten Impfstoff bewährt hat.
<small> <b>MimoVax</b> ist ein Specific Targeted Research Project unter dem 6. EU-Rahmenprogramm. Es läuft über 3 Jahre und wird mit 2,4 Mio € von der EU unterstützt. Neben AFFiRiS nehmen an dem Projekt die österreichischen JSW Research GmbH, piCHEM R&D GmbH sowie biolution Co & KEG teil. International kommen noch die TU München, die Philipps-Uni Marburg sowie die spanische Klinik EuroEspes Biomedical Research Center hinzu. </small>
<a href=http://www.bayerhealthcare.de>Bayer HealthCare</a> und <a href=http://www.nuvelo.com>Nuvelo</a> haben in zwei Phase III-Studien mit Alfimeprase, einem Präparat zur Auflösung von Blutgerinnseln, die primären und wichtige sekundäre Endpunkte nicht erreicht.<% image name="Arteriosklerose" %><p>
In der randomisierten und doppelblinden NAPA-2-Studie (Novel Arterial Perfusion with Alfimeprase-2) zur Therapie der akuten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit wurde der primäre Endpunkt - die Vermeidung eines offenen gefäßchirurgischen Eingriffs innerhalb von 30 Tagen nach der Therapie - nicht erreicht.
In SONOMA-2 (Speedy Opening of Non-functional and Occluded Catheters with Mini-dose Alfimeprase) zur Behandlung von Patienten mit zentralvenösem Katheterverschluss wurde der primäre Endpunkt ebenfalls nicht erreicht. Ziel war es, die Funktion von verschlossenen Kathetern innerhalb von 15 min nach Verabreichung wieder herzustellen.
Die Patientenaufnahme zu NAPA-3 und SONOMA-3 wurde vorübergehend ausgesetzt, bis weitere Analysen abgeschlossen sind.Alfimeprase enttäuscht in Phase III
Die <a href=http://www.ages.at>AGES</a> hat in einer Risikobewertung die Gefahr hoch eingestuft, dass sich die Rebkrankheit namens Flavescence dorée in Österreich etabliert. Es wurde daher ein Überwachungsprogramm gestartet.<% image name="Weintrauben" %><p>
<small> Flavescence dorée, das "blonde Gold", kann ganze Weingärten vernichten. Die in der EU als Quarantänekrankheit eingestufte Rebkrankheit ist bereits bis an die Grenzen Österreichs vorgedrungen. </small>
Verursacht wird die Krankheit durch zellwandlose Bakterien, so genannte Phytoplasmen. Diese besiedeln die Siebzellen der Pflanze und stören damit den Stoffwechsel der Rebe. In Folge vergilben die Blätter: Bei Weißweinsorten nehmen sie eine goldgelbe Farbe an, die Blätter von Rotweinsorten werden leuchtend rot. Blüten und Beeren vertrocknen, der ganze Rebstock kann absterben. Die Beeren reifen schlecht, wodurch ihre Qualität stark beeinträchtigt wird. Einmal aufgetreten, helfen nur noch drastische Maßnahmen: Erkrankte Rebstöcke müssen gerodet werden, der Überträger muss bekämpft werden.
<b>Zikaden als Transportmittel.</b> Übertragen werden die Phytoplasmen von der Amerikanischen Rebzikade (Scaphoideus titanus). Diese rund 5 mm große Zikadenart saugt ausschließlich an Weinreben. Dabei nehmen die Tiere die Phytoplasmen bereits infizierter Reben auf und übertragen sie auf die nächsten Reben, an denen sie saugen. Dadurch kann sich die Krankheit im Weingarten explosionsartig ausbreiten. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde die Amerikanische Rebzikade in den 1950er Jahren nach Europa eingeschleppt. Heute ist sie in Frankreich, Italien, Nordspanien, Nordportugal, Schweiz, Kroatien, Ungarn und Slowenien verbreitet.
Im September 2004 wurden die ersten, allerdings nicht infizierten Zikaden von der AGES erstmals in Weinbaugebieten in der Südoststeiermark entdeckt. Auch heuer sind noch keine infizierten Zikaden bzw. Rebstöcke nachgewiesen worden. Da Flavescence dorée jedoch in Slowenien bereits festgestellt wurde, besteht die Gefahr, dass Zikaden bei ihren ausgedehnten Zügen am Ende des Sommers die Krankheit nach Österreich einschleppen. Daher werden sämtliche Überwachungsmaßnahmen durch die AGES verstärkt und Notfallspläne ausgearbeitet."Blondes Gold" bedroht Österreichs Weinbau
Das russische Netzwerk von <a href=http://www.quehenberger.com> Quehenberger</a> wächst mit drei neuen Niederlassungen in Saratov, Samara und Wolgograd auf insgesamt 9 Standorte im Süden des Landes.
<% image name="Quehenberger_LKW" %><p>
<small> Quehenberger expandiert in Südrussland. </small>
Österreichs größter Logistik-Profi Quehenberger baut sein Osteuropa-Netzwerk aus - und setzt dabei insbesondere auf das Wirtschaftswachstum in Russland. „Das überdurchschnittliche Umsatzwachstum der bestehenden 6 Standorte veranlasste die Quehenberger-Tochter Welz zur Expansion“, erklärt Area-Manager Robert Müller.
Die neuen Niederlassungen firmieren unter Welz Wolga. Weitere Filialen sollen in Astrachan und Rostov folgen. In Vorbereitung befinden sich auch Niederlassungen in Wladiwostok, Nachodka und Port Vostochnij. Damit werden Anbindungen in die chinesischen, koreanischen und japanischen Märkte geschaffen.
<small> Derzeit beschäftigt Quehenberger 140 Mitarbeiter in Russland. Das Leistungsspektrum umfasst neben den nationalen russischen Transporten auch Import- und Exportverkehre nach Westeuropa und Südostasien. Müller dazu: „Die Im- und Exporte aus China erfolgen nicht nur über Container via Seefracht sondern ebenso via Transsibirischer Eisenbahn oder - wenn es um Nordwestchina geht - auch auf der Straße“. </small>Quehenberger eröffnet neue Standorte in Russland
Die RE-MODEL-Studie mit 2,076 Patienten zeigt, dass Dabigatran Etexilat von <a href=http://www.boehringeringelheim.com>Boehringer Ingelheim</a> bei Prävention venöser Thromboembolien (VTE) nach einem Kniegelenksprothese-Eingriff ebenso wirksam ist wie das LMW-Heparin Enoxaparin. <% image name="Boehringer_Ingelheim_Logo" %><p>
Patienten, die sich Hüft- oder Knieprotheseeingriffen unterziehen müssen, unterliegen einem besonders hohen Risiko, VTE zu entwickeln. Deren Prävention wird deutlich einfacher: Anstelle mit zahlreichen subkutanen Injektionen wird Dabigatran Etexilat jedoch früh oral postoperativ gegeben. Dabei sind weder Koagulationsüberwachung noch eine gewichtsabhängige Dosierung erforderlich, wodurch der Wirkstoff verbesserten Komfort für Patienten bietet.
<b>Dabigatran Etexilat</b> ist ein oral verabreichter, direkt wirkender Thrombininhibitor. Das Antikoagulans im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium verhindert Thrombin, das Schlüsselenzym der Blutgerinnselbildung. Es kann oral als Fixdosis verabreicht werden, zeigt ein rapides Einsetzen der Reaktion, liefert einen vorhersehbaren und konsequenten Antikoagulationseffekt ohne Notwendigkeit der Überwachung der Koagulation und besitzt geringes Potenzial zu Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen bzw. mit Nahrungsmitteln.
<small> Dabigatran Etexilat wird derzeit von Boehringer Ingelheim für eine Reihe von Indikationen von thromboembolischen Erkrankungen im Rahmen eines globalen Studienprogramms mit dem Titel RE-VOLUTION geprüft. An den Studien nehmen mehr als 27.000 Patienten aus Asien, Australien, Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika und Südafrika teil. </small>Nach Kniegelenksprothesen-Eingriff:<br>Dabigatran Etexilat als VTE-Prävention wirksam
Eine Studie der Uni Bologna zur Behandlung des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) zeigt: Ein neues Behandlungsschema könnte dazu beitragen, dass ältere Patienten mit diffusem, großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) - dem häufigsten Typ des aggressiven NHL - auf die Behandlung besser ansprechen.CHOP + Zevalin: Bei älteren NHL-Patienten wirksam <% image name="Zevalin" %><p>
In der einarmigen Phase-II-Studie wurden Wirksamkeit und Sicherheit von <a href=http://www.zevalin.com>Zevalin</a> bei 20 Patienten im Alter von über 60 Jahren untersucht. Zuvor unbehandelte Patienten erhielten zunächst eine CHOP-Chemotherapie (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison). Die Patienten, bei denen nach 6 CHOP-Chemotherapiezyklen mindestens eine partielle Remission eintrat, bekamen zusätzlich eine Konsolidierungsbehandlung mit <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/4374>Zevalin</a> (Yttrium-90 Ibritumomab Tiuxetan).
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass alle Patienten auf CHOP-Behandlung ansprachen: Bei 75 % wurde eine komplette Remission und bei 25 % eine partielle Remission erzielt. Nach der Konsolidierungsbehandlung mit Zevalin konnte bei 4 von 5 Patienten die partielle in eine komplette Remission verbessert werden.
Während das CHOP-Chemotherapieschema seit vielen Jahren den Behandlungsstandard für NHL-Patienten darstellt, hat die Einführung von Rituximab zu einer Erweiterung der CHOP-Therapie geführt (R-CHOP). Jetzt soll die Wirksamkeit von Zevalin als First-Line-Konsolidierungsbehandlung bei DLBCL-Patienten, die eine Kombitherapie aus Chemotherapie und Rituximab erhalten, untersucht werden.
<small> <b>Zevalin</b> (Yttrium-90 Ibritumomab Tiuxetan) ist das einzige in Europa zugelassene Immuntherapeutikum mit der Wirkung der lokalen Bestrahlung durch Yttrium-90 zur Behandlung erwachsener Patienten mit CD20-positivem, follikulärem B-Zellen-NHL, die auf eine Behandlung mit Rituximab nicht ansprechen oder einen Rückfall erleiden. NHL ist die häufigste maligne hämatologische Erkrankung und eine der am schnellsten wachsenden Krebsarten. </small>
<a href=http://www.schering.de>Schering</a> und die <a href=http://www.genzyme.com>Genzyme</a> haben in Phase-III ihr Präparat MabCampath (Alemtuzumab) mit Chlorambucil bei noch nicht vorbehandelten Patienten mit chronisch-lymphatischer B-Zell-Leukämie (B-CLL) verglichen. MabCampath konnte dabei das Risiko der Krankheits-Verschlechterung oder des Todes um 42 % reduzieren.<table>
<td><% image name="Schering_Bayer" %></td>
<td><% image name="Genzyme_Logo" %></td>
</table>
Genzyme und Schering wollen nun Anfang 2007 die Erweiterung der aktuellen Zulassung für MabCampath beantragen, damit künftig auch nicht vorbehandelte Patienten mit B-CLL das Präparat erhalten können. In Folge soll das vollständige Potenzial des Medikaments in der Kombi- und Konsolidierungstherapie erforscht werden.
In die internationale, randomisierte, offen durchgeführte Studie CAM307 wurden 297 Patienten einbezogen. Dabei zeigten jene Patienten, die im Mittel über einen Zeitraum von knapp 12 Wochen MabCampath erhielten, signifikant höhere Raten eines allgemeinen Ansprechens auf die Behandlung sowie einer kompletten Remission, verglichen mit Patienten unter einer Chlorambucil-Behandlung über im Mittel 24 Wochen. Die allgemeine Ansprechrate lag mit 83 % in der MabCampath-Gruppe um fast 30 % höher als in der Chlorambucil-Gruppe mit 55 %. Die Rate an kompletten Remissionen war unter MabCampath sogar 12 x so hoch wie unter Chlorambucil (24 % im Vergleich zu 2 %).
Studienleiter Peter Hillmen bemerkt: „Zusätzlich haben wir unter MabCampath eindrucksvolle Ansprechraten bei Patienten gesehen, die zytogenetische Besonderheiten mit schlechter Prognose aufwiesen. Unter konventioneller Chemotherapie haben diese Patienten sehr schlechte Ansprechraten und gewöhnlich nur noch eine kurze Überlebenszeit. Die guten Ergebnisse mit MabCampath versprechen für diese Patienten eine wirksamere Behandlungsoption.“
<small> Schering und Genzyme entwickeln MabCampath gemeinsam in onkologischen und anderen Indikationen. Es wirkt über das „CD52“-Antigen, eines der häufigsten Antigene auf B- und T-Zellen. Sobald MabCampath daran bindet, aktiviert es das Immunsystem, das dann die betreffende Zelle zerstört. Dies funktioniert sowohl im Blut als auch im Knochenmark. </small>Phase-III: MabCampath wirksamer als Chlorambucil