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July 19th, 2006

Insulin aus der Färberdistel

Dem kanadischen Biotech <a href=http://www.sembiosys.com>SemBioSys Genetics</a> ist es gelungen, kommerziell nutzbares Insulin im Samen von gentechnisch veränderten Färberdisteln mit 1,2 % des Proteingehaltes zu speichern. Und das soll die Insulinproduktion grundlegend verändern. Insulin aus der Färberdistel <% image name="Fermenter_Bullauge" %><p> <b>Weltbedarf auf 64.750 km².</b> Andrew Baum, der Chef von SemBioSys Genetics, rechnet vor: "Auf diesem Niveau können wir 1 kg Insulin pro Acre (4047 m²) Färberdistelproduktion herstellen - genug, um 2.500 Patienten für eine einjährige Behandlung zu versorgen. Wir glauben, dass wir den gesamten für 2010 prognostizierten Insulinbedarf der Welt mit einer Produktion von Anbaupflanzen auf weniger als 64.750 km² decken könnten." Der Antrag für eine Investigational New Drug (IND) soll im zweiten Halbjahr 2007 gestellt werden. Anfang 2008 sollen klinische Versuche stattfinden. <b>Nachfrageanstieg.</b> Die Nachfrage nach Insulin zur Behandlung von Diabetes erreichte 2005 geschätzte 4.000 bis 5.000 kg. Es wird damit gerechnet, dass sie bis 2010 auf 16.000 kg ansteigt - aufgrund besserer Diagnosen und eines Anstiegs der Inzidenz auf der Grundlage demographischer Trends sowie von Verbrauchsgewohnheiten. Ein erheblicher Insulinbedarf wird auch aufgrund neuer Methoden der Verabreichung erwartet: Inhalative Insulingeräte benötigen das Fünf- bis Zehnfache an Insulin als bei der Verabreichung via Injektion. Anfang 2006 erhielt die erste Technik zur Verabreichung von inhalativem Insulin, das Exubera-Inhalationspulver von <a href=http://www.pfizer.com>Pfizer</a>, ihre Zulassung in den USA und in der EU. Pfizer plant die Markteinführung des Produkts in den USA im weiteren Verlauf dieses Jahres. <b>Billigere Herstellung.</b> SemBioSys glaubt, dass ihr auf der Grundlage der Färberdistel produziertes Insulin die Kapitalkosten im Vergleich zur bestehenden Insulinherstellung um 70 % und die Produktkosten um 40 % reduzieren kann. Für eine Produktionskapazität von 1.000 kg des auf der Basis der Färberdistel produzierten Insulins seien rund 80 Mio $ an Investitionen notwendig. Zum Vergleich: Für eine Produktionskapazität von 1.000 kg des via Fermentierung gegenwärtig produzierten Insulins ist eine Investition von rund 250 Mio $ erforderlich. <u>Bestehende kommerzielle Insulinproduktionen</u> sind üblicherweise auf Hefe (Saccharomyces cerevisiae) oder Bakterien (E. coli) angewiesen, die für die Produktion von Humaninsulin gentechnisch verändert wurden. Diese Organismen werden in großen, kapitalintensiven Bioreaktoren aus Stahl herangezüchtet. Danach wird das Insulin extrahiert und für die endgültige Rezeptur gereinigt. SemBioSys verwendet die Färberdistel zur Produktion von rekombinanter Proteine wie Humaninsulin. Mit zunehmendem Wachstum der Pflanze und der Entwicklung des Samens wird das Insulinprotein im Samen produziert. Dieser wird mit dem proprietären Extraktionsverfahrens von SemBioSys weiterverarbeitet. Zur eigentlichen Insulinproduktion kommen schließlich konventionelle enzymatische oder chemische Verfahren zur Zellteilung sowie nachgelagerte Verarbeitungsmethoden zum Einsatz. <% image name="Faerberdistel" %><p> <u>Die Wahl der Färberdistel</u> als kommerzielles Pflanzensystem wurde aufgrund des besseren technischen Profils der Pflanze sowie der gebotenen Vorteile zur Einhaltung der strikten aufsichtsrechtlichen Kriterien getroffen, die für aus gentechnisch veränderten Pflanzen gewonnene Pharmazeutika erwartet werden. Die Färberdistel benötigt eine geringe Anbaufläche und kann leicht von einer anderen Färberdistelproduktion isoliert werden.

OMV erneut in Tunesien fündig

Die <a href=http://www.omv.com>OMV</a> stieß in Süd-Tunesien erneut auf Öl und Gas. Diese zweite erfolgreiche Explorationsbohrung innerhalb eines Jahres zeigt das hohe Potenzial dieses Blockes. <% image name="Rohoelaufsuchung" %><p> Gemeinsam mit der staatlichen tunesischen Ölgesellschaft ETAP untersucht die OMV als Hälftepartner den Block "Jenein Sud" - ein Areal von 1.992 km2, etwa 700 km südlich von Tunis. Die Explorationsbohrung erreichte ihren tiefsten Punkt bei 3.970 m. Dabei traf sie auf mehrere Schichten mit insgesamt 25 m netto Öl- und Gas/Kondensatmächtigkeit. Die kumulative Testrate aus verschiedenen Schichten der Bohrung beträgt 5.970 bbl Öl und 1,6 Mio m3 Gas pro Tag. Via 3D-Seismik und weiteren Bohrungen wird die OMV dieses Gebiet jetzt weiter untersuchen. <b>Fusionspläne.</b> In Österreich forderte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein indessen, die geplatzte Fusion zwischen <a href=http://www.verbund.at>Verbund</a> und OMV als Teil der Regierungsverhandlungen nach der Nationalratswahl am 1. Oktober zu machen. Der Merger war im Mai am Widerstand der Landeshauptleute <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/3554>gescheitert</a>. OMV erneut in Tunesien fündig

Styrolux 3G46: SBS für anspruchsvolle Anwendungen

BASF hat mit "3G46" eine neue, hochtransparente Type ihres Kunststoffs <a href=http://www.styrolux.de>Styrolux</a> auf den Markt gebracht, die speziell für hochwertige Anwendungen entwickelt wurde. <% image name="BASF_Styrolux" %><p> Styrolux 3G46 ist ein Vertreter der Styrol-Butadien-Blockcopolymere (SBS), bei dem Zähigkeit und Transparenz so günstig kombiniert sind, dass er sich besonders für optisch anspruchsvolle extrudierte Blisterverpackungen oder für Präsentations-Displays eignet. Auch Produkte wie Becher und Schalen, die durch Thermoformen entstehen und Spritzgussteile lassen sich damit in noch höherer Transparenz als bisher herstellen. Seine Stärke zeigt Styrolux 3G46 in Abmischungen mit Standardpolystyrol (GPPS): Die außerordentlich hohe Durchsichtigkeit bleibt selbst bei GPPS-Anteilen von bis zu 40 % erhalten – eine enorme Verbesserung zu den bisherigen Produkten. Solch günstigen Mischungen verleiht die neue SBS-Type eine gute Bruchfestigkeit bei trotzdem hoher Steifigkeit. Im Vergleich zu den ebenfalls hochtransparenten Mehrschichtfolien aus Polyester hat das neue Styrolux darüber hinaus eine bis zu 30 % geringere Dichte, muss nicht vorgetrocknet werden und lässt sich leichter verarbeiten, was zu einem weiteren Kostenvorteil für den Kunden führt. Styrolux 3G46: SBS für anspruchsvolle Anwendungen

QconCAT: Protein-Quantifizierung wird genauer

Das Regensburger Biotech <a href=http://www.entelechon.com>Entelechon</a> entwickelt – dank Unterstützung aus dem deutschen „BioChance Plus“-Förderprogramm – sein Verfahren zur absoluten Quantifizierung von Proteinen zur Marktreife. <% image name="Objekttraeger" %><p> <small> © aboutpixel </small> Das Verfahren wird einen Flaschenhals der Biotech-Forschung beseitigen: In der quantitativen Proteomik wird bisher aus Kostengründen meist nur eine relative Quantifizierung von Proteinen durchgeführt, die aber keine Langzeitstudien oder vergleichende Untersuchungen zwischen einzelnen Versuchsreihen erlaubt. Eine absolute Quantifizierung von Proteinmengen im großen Maßstab scheiterte bisher an der Notwendigkeit, für jedes Zielprotein geeignete Referenzstandards in bekannten Mengen bereitzustellen. Denn dies war technisch aufwändig und kostenintensiv. <b>QconCAT</b> erlaubt nun die parallele absolute Mengenbestimmung einer großen Menge von Proteinen aus Zellextrakten, Proteomen und Subproteomen verschiedener Zielorganismen in nur einem Schritt. Das Verfahren bedient sich dabei so genannter Referenzpeptide – den Peptide Mass Tags –, die als Konkatamer gemeinsam in einem Gen codiert und zu niedrigen Kosten biosynthetisch hergestellt werden. Mit geeigneten Metaboliten erfolgt dabei eine Isotopenmarkierung, welche die Unterscheidung von Referenz- und Analytpeptiden ermöglicht. Beide Peptidfraktionen werden nach der Mischung des Konkatamers mit den Analytproteinen proteolytisch freigesetzt. Das Peptidgemisch kann sodann eingesetzt werden, um Proteinproben mit Hilfe der Massenspektrometrie absolut zu quantifizieren. Mögliche Einsatzbereiche von QconCAT sind neben der Mengenbestimmung von Proteinen in der Grundlagenforschung die Quantifizierung von Biomarkern bei der Entwicklung von Diagnostika und im Drug Discovery-Prozess, die Anwendung bei Routinetests im präklinischen oder toxikologischen Kontext sowie in diagnostischen Anwendungen. Jetzt wird Entelechon das Verfahren optimieren und eine Produktionsplattform aufbauen, die standardisierte Sets zur Quantifizierung von industrieweit interessanten Proteinen bereitstellt, etwa für die Erfassung bestimmter Signalwege oder die Untersuchung von Krankheitsbildern auf zellulärer Ebene. Ferner ist die Herstellung und der Einsatz von individualisierten QconCAT-Proteinen im Kundenauftrag geplant. QconCAT: Protein-Quantifizierung wird genauer

July 18th

EOP Biodiesel steigt in Österreich ein

Die deutsche <a href=http://www.eopbiodieselag.de>EOP Biodiesel AG</a> hat für einen "niedrigen einstelligen Millionenbetrag" 50,1 % an der österreichischen ABID Biotreibstoffe AG übernommen. <% image name="EOP_Biodiesel" %><p> Gemeinsam wollen die beiden jetzt bis Mitte 2007 eine Ölmühle sowie eine Biodiesel-Produktionsanlage in Österreich errichten. Letztere soll zu Beginn 50.000 t Treibstoff aus Rapsöl und anderen pflanzlichen Ölen herstellen, ab 2008 wird die Kapazität auf 100.000 t gesteigert. Bis die österreichische Produktionsanlage fertig gestellt ist, will man Bio-Treibstoff aus dem deutschen Falkenhagen am österreichischen Markt anbieten. EOP Biodiesel ist in Polen, Lettland, Rumänien und der Ukraine aktiv. In Deutschland selbst will EOP Biodiesel die Produktionskapazität von 32.500 auf 132.500 Jahrestonnen Biodiesel in den kommenden Jahren vervierfachen. EOP Biodiesel steigt in Österreich ein

July 17th

Über 1.000 Jahre Lebensdauer - neuer OLED-Rekord

Immer öfter baut man in Displays von Handys, Digitalkameras oder Handhelds organische Leuchtdioden (OLED) ein. Das Institut für Angewandte Photophysik (<a href=http://www.iapp.de>IAPP</a>) der TU Dresden hat jetzt einen neuen Rekordwert für die Lebensdauer organischer Leuchtdioden vermeldet. <% image name="OLED2" %><p> Die Leuchtelemente des IAPP besitzen eine geschätzte Lebensdauer von bis zu 10 Mio h - das sind 1.123 Jahre. Der bisherige Rekord einer amerikanischen Firma lag bei 1,5 Mio h. Die Lebensdauer von Leuchtdioden ist deshalb so relevant, weil sie mit zunehmender Helligkeit abnimmt. Um in Zukunft auch weitaus hellere Leuchtdioden entwickeln zu können, ist vorsorglich eine möglichst hohe Lebensdauer entscheidend. Momentan sind die Dioden im Verhältnis etwa so hell wie ein Computerbildschirm. Darüber hinaus ist der Stromverbrauch sehr niedrig und der Wirkungsgrad - Umsetzung von elektrischer Energie in Licht - mit 11 % mehr als doppelt so hoch wie bei einer Glühlampe. Bei den in Dresden entwickelten Leuchtdioden stapelten die Wissenschaftler organische Farbstoffe (mit unterschiedlichen elektronischen Eigenschaften) schichtförmig in einer bestimmten Abfolge. Zudem wurden elektronische Eigenschaften der verwendeten organischen Materialien gezielt geändert. Kleine Ladungsträger sind so in den Schichten eingesperrt und die Diode leuchtet. Die enorme Lebensdauer konnte in Kombination von Bauweise und Materialeigenschaften erreicht werden. Organische Leuchtdioden werden in Zukunft auch Flüssigkristallbildschirme ablösen, sind die Forscher überzeugt. Denn Bildschirme mit OLEDs sind energiesparender und heller. Zudem benötigen sie wenig Platz und der Betrachtungswinkel spielt keine Rolle. Eine energiesparende Variante der Deckenbeleuchtung wird künftig mit den OLEDs ebenfalls möglich sein. Ob in Ziegelform oder als Leuchtplatte: Für die Beleuchtung eines 20 Quadratmeter großen Raumes würde man zurzeit einen Quadratmeter organische Leuchtdioden benötigen. Eine kommerzielle Umsetzung ist mit der aus der TU Dresden ausgegründeten <a href=http://www.novaled.com>Novaled AG</a> geplant. Über 1.000 Jahre Lebensdauer - neuer OLED-Rekord

Borealis unterstützt Ausbildung in Wels

Im Rahmen der verstärkten Zusammenarbeit mit Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen in Österreich und Deutschland überlässt <a href=http://www.borealisgroup.com>Borealis</a> dem <a href=http://www.fh-wels.at>FH-Campus Wels</a> und dem Transfercenter für Kunststofftechnik (<a href=http://www.tckt.info>TCKT</a>) in Wels drei Anlagen zur Kunststoffverarbeitung. Borealis unterstützt Ausbildung in Wels <% image name="Borealis_Campus_Wels" %><p> <small> Übergabe des Blasfolienextruders © Landespresse/Dedl </small> Betrieben werden die Anlagen am Standort des TCKT, das bei der Ausbildung und bei Forschungsprojekten im Bereich Material- und Verarbeitungstechnik eng mit dem FH-Campus Wels zusammenarbeitet. Für die praxisorientierte Ausbildung steht mit dem Blasfolienextruder (Typ HS 35 HT von Hosokawa Alpine, Neuwert: 200.000 €) nun eine Anlage zur Herstellung von Schlauchfolien, die etwa für Lebensmittelverpackungen oder für Müllbeutel eingesetzt werden, zur Verfügung. Die Industriemaschine war bis dato im Borealis-Werk in Burghausen im Einsatz. Dem TCKT übergibt das bayrische Borealis-Werk einen Flachfolienextruder (Typ PM 30 des Herstellers Plastik-Maschinenbau, Neuwert: 57.000 €). Die Labormaschine erlaubt die Herstellung von Folien mit einer Stärke von 0,02 bis 0,5 mm zu Versuchs- und Prüfzwecken. Die dritte Anlage, die Borealis dem TCKT widmet, stammt aus dem Borealis-Labor in Linz: Eine Thermoformanlage (Hersteller Illig, Neuwert: 40.000 €) zur Herstellung von Polypropylen-Bechern.

July 14th

Kleben und "Entkleben" auf Knopfdruck

Klebstoffe sollen schnell und zuverlässig aushärten - und sich unkompliziert wieder lösen lassen, wenn sie ihren Dienst getan haben. Jetzt wurde erstmalig ein Klebstoff entwickelt, der diese konträren Ansprüche vereint. <% image name="Klebstoff" %><p> <small>Über eine Spule wird der Klebstoff einem hochfrequenten Magnetwechselfeld ausgesetzt. Durch die Schwingung wird er erwärmt und kann in wenigen Sekunden einen Kunststoffgriff ans Glas kleben. © Fraunhofer IFAM </small> Üblicherweise härtet Hitze Klebstoffe aus - hitzeempfindliche Kunststoffe halten das aber oft nicht aus. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen gemeinsam mit der <a href=http://www.degussa.de>Degussa</a> Klebstoffe entwickelt, die dieses Problem umgeht: "Die Klebstoffe enthalten den Füllstoff <b>MagSilica</b>. Dieser ist nanostrukturiert und durch hohe Frequenzen anregbar", so IFAM-Forscher Andreas Hartwig. "Im Hochfrequenzfeld härtet der Klebstoff ohne Hitzeeinwirkung von außen sofort aus. Ebenso lassen sich die Klebverbindungen auf Knopfdruck wieder lösen." Den Forschern gelingt das, indem sie dem Klebstoff ein <b>Pulver aus superparamagnetischen Partikeln</b> beimischen. Diese bestehen aus Eisenoxid, das in Nanopartikel aus Siliziumdioxid eingebettet ist. Werden die Klebstoffe einem hochfrequenten Magnetwechselfeld ausgesetzt, schwingen die Partikel und erwärmen den Klebstoff. Sowohl ein- als auch zweikomponentige Klebstoffe härten dadurch innerhalb von Sekunden aus. "Das Lösen erfolgt auf ähnliche Weise", verrät Hartwig. "Wir setzen die Klebverbindung wieder einem hochfrequenten Magnetfeld aus. Das Feld hat die gleiche Frequenz wie beim Aushärten, aber eine höhere Intensität." Damit das Verfahren funktioniert, muss mindestens eines der zu verbindenden Bauteile elektrisch nicht leitend sein. Das Prinzip konnten die Forscher an verschiedenen Materialkombinationen und unterschiedlichen Musterformulierungen demonstrieren. Nun arbeiten sie daran, die Ergebnisse in kommerziellen Klebstoffen und damit hergestellten Produkten umzusetzen. Kleben und "Entkleben" auf Knopfdruck

Transkaukasische BTC-Pipeline eröffnet

Die mit massiver Unterstützung der USA gebaute fast 1800 km lange BTC-Pipeline (Baku-Tiflis-Ceyhan) hat in Aserbaidschan ihren Betrieb aufgenommen. <% image name="Gazprom_Pipeline" %><p> Mit der Röhre wollen die USA die Abhängigkeit vom Öl der Saudis verringern - sie sichert den Zugang zu den Vorkommen im Kaspischen Meer unabhängig von Russland und Iran. Die mit Baukosten von 2,5 Mrd € extrem teure Route macht Tankerfahrten durch den Bosporus überflüssig und verbindet erstmals das Kaspische Meer direkt mit dem Mittelmeer. Bei voller Auslastung soll die Pipeline täglich 1 Mio Barrel Öl in Richtung Westen transportieren - rund ein Zehntel des täglichen Ölimports der USA. Die Pipeline wurde von einem internationalen Konsortium unter der Führung von BP in zwei Jahren gebaut. Der kasachische Staatspräsident Nursultan Nasarbajew kündigte in Baku an, die Ölindustrie seines Landes werde die neue Pipeline ebenfalls für Exporte in Richtung Westen nutzen. Ölexperten hatten Zweifel geäußert, dass die aserbaidschanischen Vorkommen im Kaspischen Meer langfristig ausreichen werden, um die Pipeline auf die geplante Betriebsdauer von 40 Jahren zu füllen. Die russische Seite meint indessen, dass die BTC-Pipeline nur aus politischen und nicht aus ökonomischen Motiven entstanden sein - die Transportkosten der BTC-Pipeline seien etwa doppelt so hoch wie der bisherige Exportweg des aserbaidschanischen Öls über den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Transkaukasische BTC-Pipeline eröffnet

Österreich einigt sich auf NAP II

Österreich hat den Nationalen Allokationsplan (NAP) für den Beitrag der Industrie zur Erreichung des Kyotoziels für die Periode 2008 bis 2012 fertig gestellt. Vereinbart wurde eine Zuteilung von Zertifikaten für 32,8 Mio t CO<small>2</small>-Emissionen. Österreich einigt sich auf NAP II <% image name="Schlot" %><p> Damit liegt die Gesamtmenge unter jener des NAP I. Das Einsparungsvolumen gegenüber dem prognostizierten Ausstoß an CO<small>2</small> beträgt 5,5 Mio t. Dieser Wert liegt deutlich über der geforderten Klimaschutzeinsparung in der ersten Periode (1,8 Mio t). Allerdings wird nun nicht mehr die gesamte zugeteilte Menge gratis vergeben: 400.000 t werden künftig versteigert, sodass über die gesamte Periode 2 Mio t über eine Auktion der Industrie und E-Wirtschaft zur Verfügung stehen.

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