<a href=http://www.novartis.com>Novartis</a> will für 442 Mio € das britische Biotech <a href=http://www.neutecpharma.com>NeuTec</a> übernehmen und damit sein Portfolio zur Behandlung von resistenten Bakterienstämmen und schweren Pilzerkrankungen. Novartis will britische NeuTec<% image name="Novartis_Logo" %><p>
Für das Lead-Medikament Mycograb gegen die Pilzinfektion Candidia läuft in Europa bereits das Zulassungsverfahren. In den USA ist der Zulassungsantrag 2009 geplant. Aurograb gegen Antibiotika-resistente Bakterienstämme befindet sich in Phase III und soll 2010 in den USA und der EU zur Zulassung angemeldet werden.
Novartis versucht derzeit, sein Angebot für Infektionskrankheiten auszubauen, und konzentriert sich dabei auf Hepatitis: Erst kürzlich hat Novartis von Human Genome Sciences für 507 Mio $ das experimentelle Hepatitis C-Medikament Albuferon übernommen. Im März hatte Novartis zudem einen Hepatitis C-Wirkstoff bei Idenix eingekauft.
Der von Novartis offerierte Preis entspricht einer Prämie auf den Kurs vor den Übernahmeberichten von 109 % - Biotechs werden von den Pharmariesen derzeit heiß umworben.
Bayer konsolidiert Pflanzenschutz-Produktion in Brasilien
<a href=http://www.bayercropscience.com>Bayer CropScience</a> konzentriert die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln für den brasilianischen Markt im Werk Belford Roxo in der Nähe von Rio de Janeiro. <% image name="Pflanzenzucht2" %><p>
Neue Produktionsanlagen für rund 9 Mio € zur Herstellung von Flüssigformulierungen für Insektizide und Fungizide am Standort Belford Roxo ergänzen nun die dort bereits bestehenden Produktionsstätten. Die Produktion von Pflanzenschutzmitteln in Portão in Südbrasilien wurde im Gegenzug eingestellt.
Parallel zur Inbetriebnahme der neuen Anlagen in Belford Roxo hat Bayer CropScience ein neues Logistik-Konzept für den Standort entwickelt, das mit der brasilianischen EBAMAG Logística umgesetzt wird.
Marc Reichardt, Leiter der Region Lateinamerika bei Bayer CropScience, sieht den Ausbau in Belford Roxo als wichtiges Signal für die Zuversicht des Unternehmens in die langfristigen Perspektiven des Agrar-Marktes Brasilien. "Trotz der augenblicklich schwachen Verfassung der brasilianischen Landwirtschaft wollen wir weiter in neue Produkte für diesen Markt investieren und damit einen Beitrag zur Entwicklung der Agrarwirtschaft des Landes leisten."
So hat Bayer CropScience kürzlich in Brasilien die Zulassung seines neuen Insektizids <b>Oberon</b> für den Einsatz im Gemüse- und Baumwollanbau erhalten, das noch in dieser Saison auf den Markt gebracht werden soll. Mit <b>CropStar</b> plant das Unternehmen den Launch eines neuen Saatgutbehandlungsmittels für Mais rechtzeitig für die Saison 2006 / 2007.
Seit kurzem bereichert <b>Nativo</b> das Fungizid-Angebot von Bayer. Nativo ist ein Breitspektrum-Fungizid, das die Wirkstoffe Trifloxystrobin und Tebuconazole, die beiden am häufigsten eingesetzten Fungizide von Bayer CropScience, in einer Fertigmischung enthält und besonders wirksam gegen den in Brasilien weit verbreiteten Asiatischen Sojabohnen-Rost ist. Das Produkt wird auf den jetzt neu in Betrieb genommenen Produktionslinien im Werk Belford Roxo hergestellt.
Am Standort Belford Roxo beschäftigt Bayer CropScience rund 300 von insgesamt 900 Mitarbeitern im Land. 2005 setzte das Unternehmen rund 500 Mio € in Brasilien um.Bayer konsolidiert Pflanzenschutz-Produktion in Brasilien
Die Dosierexperten von <a href=http://www.prominent.com>ProMinent</a> wollen künftig nicht nur im Chemical Fluid Handling zur Weltspitze gehören: Ab Juli zielt eine eigene GmbH innerhalb der ProMinent-Gruppe speziell auf den Bereich Wasseraufbereitung. <% image name="Prominent_WTS" %><p>
2005 legte ProMinent beim Umsatz um 11 % auf 239 Mio € zu. Den seit 12 Jahren ungebrochenen Wachstumstrend wollen die Dosierexperten auch mittelfristig fortsetzen und den Umsatz 2008 auf 309 Mio € erhöhen. Nach den Übernahmen der schwedischen Tomal und der schottischen Proshield sind weitere Zukäufe geplant.
Die aktuellste Entwicklung heißt <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/3330>delta</a> – eine Membran-Dosierpumpe mit dem innovativen Antriebskonzept optoDrive. In Sachen Membranbruch-Sicherheit bietet ProMinent mit der mechanisch ausgelenkten <b>Makro TZ</b> eine intelligente Alternative zu den herkömmlichen Optionen. In den Dosierkopf dieser Motor-Dosierpumpe für Anwendungen bis 12 bar ist diese Sicherung bereits integriert und erhöht sowohl deren Zuverlässigkeit als auch die Pumpenstandzeit.
<% image name="Prominent_PB_6_Makrotz" %><p>
<small> Dosierpumpen vom Typ Makro TZ Mb sind mit der mechanisch ausgelenkten Mehrschicht-Sicherheitsmembran ausgestattet. </small>
Als „Sensor“ wirkt dieser Pumpe eine kapselförmige Kammer im Einspannbereich. Im Falle eines Bruchs der ersten Membranschicht führt die elastische Ausdehnung zum Auslösen eines Bewegungsschalters und zum Signal an den Betreiber. Bis zum erforderlichen Membranwechsel gewährleistet die zweite Membranschicht eine sichere Restlaufzeit. Die Anwender sparen zusätzliche Vorkehrungen gegen Leckagen und Chargen-Verunreinigung.ProMinent will im Water Treatment wachsen
<a href=http://boinc.bio.wzw.tum.de/boincsimap>SIMAP@HOME</a> ist das erste deutsche Grid-Projekt und hat seit Dezember 2005 rund 5.000 Freiwillige mit mehr als 10.000 Computern aus 50 Ländern gewinnen können. Mehr als 2 Teraflops stehen so für die Protein-Sequenzierung zur Verfügung.SIMAP@home: Rechenpower für die Protein-MatrixProteine sind Produkte einer Optimierung über Jahrmillionen. Ihre Eigenschaften lassen sich nicht einfach aus der Folge der Aminosäurebausteine ablesen. Das wichtigste Werkzeug ist dabei der Vergleich der Sequenzen untereinander: Proteinähnlichkeiten geben Hinweise auf die Verwandtschaftsverhältnisse - verwandte Proteine haben oft gleiche oder ähnliche Eigenschaften und Funktionen im Organismus, da sie sich im Lauf der Evolution nur langsam verändern. Da man derzeit viel mehr Proteinsequenzen kennt, als man eingehend in Labors untersuchen kann, werden die experimentellen Erkenntnisse über ein Protein auch auf dessen Verwandte übertragen.
Die Anfrage der Biologen "welche Proteine sind mit meinem Protein verwandt" wird täglich hunderttausendfach von den Computern weltweit bearbeitet. Daraus entstand die Idee, alle bekannten Proteine zu vergleichen ("alle gegen alle") und damit eine ultimative Lösung des Problems anzubieten. Mit dem Ergebnis in Form einer Datenbank können nicht nur Anfragen rasch beantwortet werden, der entstandene Datensatz ist eine ideale Basis zur Beantwortung vieler Fragen der Molekularbiologen.
Aktuell sind die Sequenzen von ungefähr 4 Mio Proteinen öffentlich bekannt. Die vollständige Berechnung der Sequenzähnlichkeiten erfordert eine enorme Rechenkapazität. Auf einem einzelnen Computer würde die Berechnung der 16.000 Mrd Vergleiche etwa 80 Jahre dauern. Daher entschlossen sich die Münchner, auf die Hilfe von Freiwilligen zurückzugreifen, welche die ungenutzte Rechenkapazität ihrer Computer zur Verfügung stellen.
<b>SIMAP</b> ("Similarity Matrix of Proteins") ist ein Gemeinschaftsprojekt der TU München und dem Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit bei München. Mit SIMAP steht eine vollständige Matrix aller bekannten Proteinverwandtschaften zur Verfügung, die ständig aktualisiert wird.
Österreichs Papier verarbeitende Industrie (PPV) setzte 2005 erstmals mehr als 1 Mio t Papierwaren im Wert von 1,7 Mrd € im In- und Ausland ab. Mit einem Umsatzplus von nur 1,2 % verlor der Export aber deutlich an Dynamik.2005: Papierverarbeiter legen nur moderat zu<% image name="Papierproduktion" %><p>
Der Produktionswert wuchs um 2,2 %, der Absatz stieg um 1 %. Bei den Exporten wurde ein Umsatzplus von 1,2 % auf 1,1 Mrd € erreicht. In Osteuropa und Übersee würden Einfuhren zunehmend durch Eigenproduktion ersetzt. Neben den 9.300 Beschäftigten der PPV im Inland arbeiten bereits mehr als 9.000 Mitarbeiter in Produktionsstätten heimischer Firmen im Ausland.
Insgesamt konnten steigende Kosten für Rohstoffe, Personal und Energie nur zum Teil durch eine Erhöhung der Produktivität aufgefangen werden. Papierpreis-Erhöhungen ließen sich wegen der bestehenden Überkapazitäten und starkem Wettbewerb nur teilweise auf dem Markt durchsetzen.
Heuer erwartet die Branche ein Wachstum im Ausmaß der BIP-Zunahme. Die kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen für die Gestaltung der Arbeitszeit seien allerdings ein Hemmschuh im internationalen Wettbewerb.
Siemens Österreich vertreibt mit dem AlcoQuant 6020 ein neues Atem-Alkohol-Testgerät, das als batteriebetriebenes Handgerät schnell und präzise arbeitet. <% image name="Siemens_Alkoquant" %><p>
Die Geräte sind mit einem elektrochemischen Sensor ausgestattet, der spezifisch auf Alkohol anspricht. Andere Einflussfaktoren wie ätherische Öle (Eukalyptus, Pfefferminz) oder Tabakgeruch spielen praktisch keine Rolle mehr. Um Messfehler auszuschließen, überprüft ein Micro-Controller laufend alle internen Funktionen. Das System erlaubt kurze Mess-Intervalle und damit wesentlich mehr und schnellere Überprüfungen als bisher. Während der Probenahme kontrollieren und protokolliert der AlcoQuant die ausgeatmete Luftmenge – und erkennt jeden Täuschungsversuch.
Bereits im Dezember 2005 lieferte Siemens 200 Stück an das Innenministerium: Der AlcoQuant 6020 wird von der Exekutive in Ergänzung der bestehenden Alkomaten zur schnellen Vorselektion und Erhöhung der Kontrolldichte eingesetzt. Er ist um 575 € (plus USt) auch für den privaten Einsatz verfügbar. Neue Generation der Alkoholkontrolle
Austrian Energy & Environment (<a href=http://www.aee.co.at>AE&E</a>) erhielt vom polnischen Energieversorger Elektrownia Rybnik S.A den Auftrag für die schlüsselfertige Erstellung einer Rauchgasentschwefelungsanlage (REA) für das Steinkohle-Kraftwerk Rybnik.<% image name="Industrieschlote" %><p>
Der Lieferumfang umfasst das Engineering, die Lieferung der Komponenten für die beiden REA-Blöcke sowie die Inbetriebnahme. Die Anlage sorgt für eine drastische Reduktion des Schadstoffausstoßes.
Insgesamt werden 3 x 225 MW und 1 x 220 MW Leistung entschwefelt. Die Fertigstellung und Übergabe der Anlage ist für Herbst 2008 geplant.AE&E entschwefelt in Polen
Eine für Spül- und Waschmaschinen entscheidende Weiterentwicklung ist dem <a href=http://www.borealisgroup.com/linz>Borealis Innovation Centre in Linz</a> gelungen: Das Polypropylen-Compound (PP) GB366WG ersetzt metallische Werkstoffe.PP-Compound optimiert Waschmaschinen<% image name="Borealis_GB366WG" %><p>
<small> GB366WG wurde speziell für den Ersatz metallischer Werkstoffe in Spül- und
Waschmaschinen entwickelt. </small>
Für das mit 30 % Glasfaser verstärkte Polypropylen wurde ein neues Stabilisatorsystem entwickelt, das die Eigenschaften des Kunststoffes für diesen Einsatzzweck weiter verbessert und eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegen die hohen Beanspruchungen durch Temperatur und aggressive Reinigungsmittel gewährleistet. Basis dafür sind unter anderem Werkstoffe, die am Borealis-Standort in Schwechat produziert werden.
Verfärbung und Degradation von Bauteilen in den Spülmaschinen werden so vermieden, die Langzeitleistung der Geräte erhöht. Teile aus GB366WG zeichnen sich neben den Gewichtsvorteilen auch durch die Unempfindlichkeit gegenüber Korrosion, hohe Steifigkeit, überragende Schlagzähigkeit sowie gleichmäßige Schwindung aus.
Da die Hersteller von Weißwaren einem harten Wettbewerb unterliegen, sind auch die mit GB366WG möglichen Produktivitätssteigerungen und Produktionskostensenkungen äußerst wichtig. Das neue Borealis-Compound ermöglicht die Integration anderer Bauteile, wodurch die Zahl der Produktionsschritte und der Bedarf an Oberflächen-Nachbehandlungen sinken. Dank der geringen Wärmeleitfähigkeit von PP können separate Wärmeisolierungen reduziert werden.
Borealis-Manager Werner Posch ist überzeugt: „Führende Hersteller von Weißwaren haben lange auf ein derartiges Allround-Material gewartet. Mit Komponenten aus GB366WG können sie ihren Abnehmern hervorragende Geräteeigenschaften gewährleisten.“ Bauteile aus GB366WG sind auch für den US-Markt geeignet.
<a href=http://www.degussa.de>Degussa</a> verkauft ihre kanadische Tochter Raylo Chemicals und deren Standort Clover Bar an <a href=http://www.gilead.com>Gilead Sciences</a> unterzeichnet. Der Kaufpreis beträgt rund 115 Mio €.Degussa verkauft Raylo Chemicals an Gilead<% image name="Degussa_Lynchem" %><p>
Darüber hinaus haben beide Unternehmen langfristige Lieferverträge vereinbart, wonach Degussa das US-Biotech mit Rohstoffen beliefert und bestimmte Wirkstoffe für Gilead-Produkte produziert. Gilead und Raylo arbeiten bereits seit 14 Jahren bei der Entwicklung von Synthesen zusammen.
Degussa konzentriert sich an ihren europäischen Standorten für Exklusivsynthese stattdessen künftig auf die Produktion patentgeschützter Wirkstoffe und hochwertiger Zwischenprodukte, die strengen behördlichen Qualitätsanforderungen unterliegen. Pharma-Rohstoffe, bestimmte Zwischenprodukte und nicht patentgeschützte Wirkstoffe wird das Geschäftsgebiet Exclusive Synthesis im Rahmen seiner Asienstrategie in China und Indien herstellen – entweder in dem neuen Joint-venture <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/3600>Degussa Lynchem</a> oder mit anderen langfristigen Kooperationspartnern.
Die größte bisher durchgeführte Proteom-Studie von Hefe-Mitochondrien liefert neue Erkenntnisse über die Funktion von Mitochondrien-Proteinen. <% image name="Mitochondrien" %><p>
<small> Mitochondrien - die Kraftwerke der Zelle. </small>
Neben der Zellatmung erfüllen Mitochondrien wichtige Aufgaben im Stoffwechsel von Eiweißen, Fetten, Zuckern und Eisen sowie beim programmierten Zelltod. Dafür sind zahlreiche Proteine nötig. Einen kleinen Teil dieser Proteine stellen die Mitochondrien aus eigener Erbinformation her. 99 % der Proteine werden jedoch im Zellkern programmiert, im Cytosol zusammengebaut und dann in das Zellorganell transportiert. Dieser Transport ist allerdings nicht so einfach, denn die Mitochondrien liegen in der Zelle wie eine Art Unterzelle klar abgegrenzt. Über diese Grenze geht es nur über andere Proteine, die als Shuttle dienen.
Ursprünglich waren es diese Transport-Proteine, welche die Forschung interessierten. Doch bei rund 1.000 Proteinen, die in Mitochondrien vorkommen, waren diese mit herkömmlichen Methoden nicht zu fassen. Das Würzburger <a href=http://www.rudolf-virchow-zentrum.de>Rudolf-Virchow-Zentrum</a> setzte Massenspektrometrie und Hochleistungscomputer ein, um die unglaubliche Datenmenge zu ordnen und in einer Datenbank mit bereits Bekanntem zu vergleichen. Nach mehr als 20 Mio Datensätzen sind nun 851 Proteine bekannt - 84 % des gesamten Proteoms. Da das Proteom hoch dynamisch ist - im Gegensatz zum Genom ändert es sich ständig -, eine stolze Leistung.
Bei der Datenbankanalyse stoßen die Würzburger auf eine erste große Überraschung: Trotz der Hauptfunktion als "Kraftwerke" der Zelle sind nur 14 % aller Proteine daran beteiligt. Mehr als ein Viertel (250 Proteine) sind dafür zuständig, das eigene kleine Mitochondrien-Genom abzulesen und in Proteine zu übersetzen.Proteom von Hefe-Mitochondrien entschlüsselt