<a href=http://www.agrana.com>Agrana</a> weitet seine Aktivitäten in Richtung Westbalkan aus. Mit dem bosnisch-österreichischen Unternehmen SCO Studen & CO Holding/Wien als 50 %-Partner wird Agrana in Brcko eine Rohzuckerraffinerie errichten. <% image name="Agrana_Logo" %><p>
Die Investitionskosten liegen bei rund 30 Mio €, die Kapazität bei rund 150.000 t Zucker jährlich. Die Investition stellt einer der ersten eines ausländischen Unternehmens in Bosnien-Herzegowina seit Beendigung des Balkan-Konfliktes dar. 160 neue Arbeitsplätze werden jetzt in Brcko geschaffen.
"Südosteuropa, insbesondere die Länder des Westbalkans, waren traditionell ein wichtiger Absatzmarkt für Zuckerexporte der Agrana. Durch die WTO-bedingte Einstellung der C-Zuckerproduktion und die neue EU-Zuckermarktordnung sind Zuckerexporte aus der EU nicht mehr möglich. Der Balkan zählt aber weiterhin zu den Kernmärkten von Agrana, weshalb der Bau einer Raffinationsanlage für Rohzucker zur Versorgung dieser Märkte erforderlich ist", begründet Agrana-Generaldirektor Johann Marihart.
Am Standort Brcko befindet sich bereits eine von SCO betriebene Ölmühle für Speisefette. Der Baubeginn für die neue Zuckerraffinerie soll noch heuer erfolgen, sodass mit einer Inbetriebnahme 2007 gerechnet werden kann. Als Rohstoff kommt Rohzucker zum Einsatz, der am Weltmarkt zugekauft und über den Wasserweg sowie per Bahn angeliefert wird. Die Produktionskapazität der neuen bosnischen Zuckerraffinerie von 150.000 t entspricht jenem Volumen, das Agrana bereits bisher über die SCO Studen in dieser Region mittels EU-Exportzucker abgesetzt hat.
<small> Agrana betreibt in Zentral- und Osteuropa neun Zuckerproduktionsstandorte, je zwei davon in Österreich, in Tschechien und in Ungarn, einen in der Slowakei und in Rumänien ebenfalls zwei Standorte. 2005/06 wurden 900.000 t Zucker aus Rüben sowie rund 282.000 t durch Raffination von Rohzucker gewonnen. </small>Agrana steigt in Bosnien-Herzegowina ein
<a href=http://www.vinyl2010.org>Vinyl 2010</a>, Europas Initiative zu nachhaltiger Entwicklung von PVC-Produkten, weist in ihrer Halbzeitbilanz Steigerungen im PVC-Recycling aus: 2005 konnte es mit 38.800 t gegenüber 2004 mehr als verdoppelt werden. <% image name="Rohre" %><p>
Maßgeblichen Beitrag dazu leistete Recovinyl, eine 2005 ins Leben gerufene Initiative zur Förderung der PVC-Abfallsammlung im Baubereich. Bereits im ersten Jahr erreichte Recovinyl eine Wiederverwertungsmenge von 14.000 t PVC. Die Branchenverbände der beiden bedeutenden PVC-Produktgruppen Fenster (EPPA) und Rohre (TEPPFA) entwickelten und installierten neue Sammelverfahren in Belgien, Holland und Spanien. Ihre ambitionierten Ziele, 50 % der erfassbaren PVC-Fenster und -Rohre wiederzuverwerten, konnten sie teils deutlich übertreffen.
Trotz des erfreulich hohen Prozentsatzes an wiederverwerteten PVC-Produkten erweist sich die in Europa zum Recycling verfügbare Menge an Alt-PVC wesentlich geringer als zu Beginn des Projektes 2000 geschätzt worden war. Denn PVC-Produkte besitzen, dank moderner Entwicklungsverfahren, eine wesentlich längere Lebensdauer als angenommen, Altprodukte (PVC-Fenster etwa) werden oftmals direkt wieder verwendet.
Andererseits wird Abfall derzeit zunehmend exportiert und außerhalb der EU rezykliert oder aus Kostengründen nach wie vor auf Deponien gelagert. Vinyl 2010 fordert daher die rasche Umsetzung der EU-weiten Deponie-Verordnung, die bisher in lediglich einer Handvoll Mitgliedstaaten (darunter Österreich und Deutschland) in Kraft gesetzt wurde.PVC-Recycling in Europa hat sich 2005 verdoppelt
Die Wiener <a href=http://www.greenhillsbiotech.com>Green Hills Biotechnology</a> führt ein europäisches Konsortium aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen an, das einen revolutionären Influenza-Pandemie-Impfstoff entwickeln soll. Dafür gibt es von der EU 9,2 Mio € an Förderungen.<% image name="Green_Hills_Muster" %><p>
Mit der herkömmlichen Technologie zur Erzeugung von Influenza-Vakzinen auf der Basis bebrüteter Hühnereier ist keine schnelle und ausreichende Reaktion auf eine Pandemie möglich. Thomas Muster, der Gründer von Green Hills Biotechnology, setzt daher auf neue Verfahren: "Unser FluVacc-Impfstoff ist kreuzreaktiv und wirkte im Tiermodell an Frettchen gegen verschiedene Influenza-Virusstämme. Er kann in Zellkulturen vorproduziert werden und wird als Nasenspray angewendet."
Das Vakzin besteht aus gentechnisch veränderten Influenza-Viren, die sich nicht mehr vermehren, trotzdem aber zu einer sehr guten Immunantwort führen. Das Geheimnis liegt im Ausschalten des Influenza-Virus NS1-Gens. Es schützt "normale" Krankheitserreger vor der primären Immunabwehr des Organismus durch die Ausschüttung von Interferon.
Influenza-Viren ohne NS1 sind sodann wieder angreifbar, es kommt zu einer starken Immuglobulin-Produktion gegen sie, zudem vermehren sie sich nicht mehr. Damit sind die gentechnisch veränderten "Impf-Viren" nicht mehr gefährlich, verursachen aber eine schützende Immunantwort.
Entwickelt wird im Rahmen des EU-Projekts mit industriellen Partnern, dem russischen Institut für Influenza (St. Petersburg) und Fachleuten der Medizinischen Universität Wien ein Vakzin (H5-) gegen eine Influenza-Pandemie. Hier sollen die ersten klinischen Studien im kommenden Frühjahr beginnen. An der Schwelle zur Zulassung will man schon im kommenden Sommer stehen.
Gleichzeitig beginnt im Oktober an 32 gesunden Probanden die Phase-I mit FluVacc als Vakzin gegen die normale und saisonal wiederkehrende Influenza. Ein Registrierungsantrag könnte 2010 erfolgen. Für die groß angelegten Phase-III wird GHB einen strategischen Partner in der Form eines großen Pharmakonzerns suchen oder eine neuerliche Finanzierungsrunde anpeilen.Influenza-Pandemie-Impfstoff aus Wien
Die ersten Ergebnisse von <a href=http://www.intercell.com>Intercell</a>s Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis in Phase III sind positiv. Damit kann der Lizenzeinreichungsprozess bei der FDA beginnen, um den für 2007 geplanten Markteintritt in den USA vorzubereiten.Intercells JE-Impfstoff in Phase III erfolgreich<% image name="Injektionsspritzen" %><p>
Der JE-Impfstoff mit Orphan Drug-Status in der EU hat den primären Endpunkt der Studie erreicht - er umfasste sowohl die Anzahl der Antikörper im Blut als auch den Prozentsatz der Probanden, die das schützende Antikörper-Niveau erreicht haben.
Die Studie verglich die Immunogenität des Intercell-Impfstoffs mit dem aus Maushirn produzierten JE-VAX (von Sanofi Pasteur vertrieben, von Biken produziert) in Österreich, Deutschland und den USA und umfasste 868 randomisierte Probanden.
Intercell hat die Phase III des JE-Impfstoffs so entworfen, dass sie den behördlichen und regulatorischen Anforderungen in den USA, Europa als auch Australien entspricht. Es wird erwartet, dass alle Studien Anfang 2007 abgeschlossen sind. Bisher wurden 4.800 der 5.370 Probanden aufgenommen und geimpft.
"Wir sind überzeugt, dass unser innovatives Produkt die aus Maushirn produzierten Impfstoffe ersetzen wird und dass wir das Marktpotenzial für diesen Reiseimpfstoff signifikant vergrößern können", ist Intercell-CEO Gerd Zettlmeissl überzeugt. Die gesamten klinischen Daten werden im November 2006 präsentiert.
<small>Das <b><u>Japanische Enzephalitis-Virus</u></b> ist ein durch Moskitos übertragenes Flavivirus, das bei Menschen, insbesondere bei Kindern, Enzephalitis verursacht. Die Krankheit stellt für die 3 Mrd Menschen, die in den endemischen Gebieten in Asien leben, eine gesundheitliche Bedrohung dar. Intercells Impfstoff dagegen ist neuartig, weil er auf Gewebekulturen anstelle auf lebendigen Organismen aufbaut und keine Stabilisatoren oder Konservierungsmittel enthält. </small>
Der Vogelgrippe sind nach UN-Angaben bisher rund 200 Mio Hühner und anderes Geflügel zum Opfer gefallen. Die Nutztiere verendeten entweder an der Tierseuche oder mussten vorsorglich getötet werden. Vogelgrippe: Weltweit bisher 200 Mio tote Hühner <% image name="Hahn" %><p>
Trotz Fortschritten bei der Bekämpfung der Seuche wird das aggressive Virus H5N1 die Weltgemeinschaft nach UN-Einschätzung noch Jahre beschäftigen. Die Ausbreitung des Virus sei keineswegs gestoppt.
Während sich die Situation in Europa verbessert habe, blicken die Experten mit Besorgnis nach Asien und Afrika. In Afrika sei die Krankheit in den vergangenen Monaten durch Geflügelhandel von Nigeria über Burkina Faso bis nach Nigeria gelangt. Auch in China und Indonesien würden weitere Ausbrüche erwartet.
Es sei nicht auszuschließen, dass das Virus von Indonesien auch auf Australien übergreifen könne, das Land sei allerdings bestens gerüstet.
May 30th
Hypo Alpe Adria finanziert Biodieselanlage in Sachsen
Neckermann Renewables realisiert für 64 Mio € die erste Komplett-Biodieselanlage Deutschlands. Hypo Alpe Adria finanziert das Projekt.<% image name="Piesteritz" %><p>
<small> Die weltweit zweitgrößte Biodieselanlage wird in Piesteritz entstehen, wo auch schon die Linzer AMI ein Melaminwerk betreibt. </small>
Mit 24. Mai hat der Bau der weltweit zweitgrößten Biodieselproduktion in Wittenberg-Piesteritz in Sachsen-Anhalt begonnen. Federführend für das 64-Mio-€-Projekt ist die Neckermann Renewables Wittenberg. Finanziert wird die deutschlandweit größte Biodieselanlage von der Hypo Group Alpe Adria. "Für uns sind Projekte dieser Art ein guter und sinnvoller Einstand am deutschen Markt", begründet Albin Ruhdorfer, Prokurist der Hypo Alpe-Adria-Bank AG, die Finanzierung.
Die Biodieselanlage wird über eine jährliche Produktionskapazität von 200.000 t Biodiesel und 20.000 t pharmazeutisches Glyzerin verfügen. Die Belieferung der Ölmühle, mit einer Produktionskapazität von 520.000 t Rapssaat pro Jahr, wird durch langfristige Lieferverträge mit deutschen Bauern bewerkstelligt.
Bei der Biodieselanlage in Wittenberg handelt es sich nicht nur um die größte, sondern auch die erste Komplettanlage in Deutschland, was soviel bedeutet, dass eine Biodieselanlage und eine Ölmühle direkt nebeneinander an der Elbe entstehen. Somit geht der Prozess von der Saatannahme über die Aufbereitung der Saat hin zu Vorpressung und der Extraktion bis zur Rohölaufbereitung und damit der Biodieselgewinnung absolut effizient von Statten. Vorerst liegt der Schwerpunkt des Geschäfts auf der Lieferung an Raffinerien, die das Produkt dem aus Erdöl gewonnen Diesel zusetzen. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2006 geplant.
Bis dato finanzierte die Hypo Group Alpe Adria im Bioenergiesektor 269 Mio €. Mit dem Engagement der Hypo Group Alpe Adria wurden bereits 34 Projekte erfolgreich umgesetzt, davon 30 in Österreich.Hypo Alpe Adria finanziert Biodieselanlage in Sachsen
Forscher der Uni Bonn haben ein Computerprogramm entwickelt, das aus Wachstumsrate und Art des Steins die Zusammensetzung des Urins vor Beginn der Kristallisation berechnet. Software macht Harnsteinpatienten Hoffnung<% image name="Harnsteine" %><p>
<small> Extreme Steinbildung in beiden Nieren. Beide Nierenhohlräume wurden innerhalb eines Jahres nahezu vollständig von Steinmaterial ausgefüllt. (c) Uniklinik Bonn </small>
Harnsteine bilden sich, wenn bestimmte Mineralsalze im Urin so hoch konzentriert sind, dass sie auskristallisieren. Meist geschieht das in den Nieren. Wenn der Fremdkörper sich bemerkbar macht, ist er oft schon groß wie ein Kirschkern. Manche Steine füllen sogar das gesamte Nierenbecken aus. Wenn sie sich im Harnleiter verklemmen, sind extreme Koliken die Folge. Sie verursachen extreme Qualen - Mediziner sprechen von "Vernichtungsschmerzen".
Die Ursachen der Steinbildung sind vielfältig. Eine genetische Veranlagung bildet in der Regel den Hintergrund der Erkrankung, Auslöser ist häufig eine unangepasste Ernährung. So kann der Genuss von Lebensmitteln, die viel Oxalsäure enthalten, die Steinbildung fördern - dazu zählt etwa der Spinat.
Im Urin kann sich diese Säure mit Kalzium zu unlöslichem Kalziumoxalat verbinden, das sich am wachsenden Stein ablagert. "In diesem Moment verschwindet das Oxalat aber leider aus dem Harn und lässt sich nicht mehr nachweisen", erklärt Norbert Laube von der Bonner Klinik. "Der Übeltäter ist gewissermaßen im Stein fixiert. Daher lässt sich das Urinbild mitunter nicht mit der Steingeschichte in Deckung bringen: Nach den gemessenen Werte dürfte der Patient oft gar keinen Stein haben."
<b>Beispiel Oxalsäure:</b> Die eigentliche Konzentration liegt häufig zwei- bis dreifach höher als die Messwerte. Anhand der Urinanalyse einen erfolgreichen Therapieplan zu entwickeln, ist daher manchmal fast unmöglich. Zusammen mit seinem Team hat Laube daher eine Software entwickelt, welche die Harnzusammensetzung vor Beginn der Kristallisation abschätzen kann. "Unser Programm erlaubt gewissermaßen einen Blick in die Vergangenheit", erklärt der Mineraloge.
Das Prinzip ist einfach: Aus zwei im Abstand von einigen Wochen aufgenommenen Röntgen- oder Ultraschall-Aufnahmen berechnet der Computer die Volumenzunahme pro Zeiteinheit. Aus den Patientenakten weiß der Arzt zudem, wie bei ihm die Zusammensetzung früherer Steine war. Aus diesen Parametern sowie dem Urinfluss durch die betroffene Niere kann das Programm dann berechnen, wieviel von welcher Substanz der Stein pro Zeiteinheit bindet - und wie dieser Effekt die Harnanalyse verfälscht.
Der Arzt erhält so eine korrigierte Harnanalyse, die ihm hilft, den Ursachen der Steinbildung auf die Spur zu kommen. "Das Verfahren ist einfach und günstig", verspricht Laube. "Bei Patienten, die häufig unter Harnsteinen leiden und auf eine Therapie nicht ansprechen, erlaubt es möglicherweise Rückschlüsse auf die Ursachen."
Zostavax von <a href=http://www.spmsd.at>Sanofi Pasteur MSD</a> hat die Zulassung der EU-Kommission erhalten. Der Impfstoff ist zur Vorbeugung von Gürtelrose (Herpes zoster) und damit verbundener postherpetischer Neuralgie (PHN) indiziert.Zoster-Lebendimpfstoff erhält europäische Zulassung <% image name="Sanofi_Pasteur_Logo" %><p>
Zostavax wird für die Immunisierung von Personen ab 60 Jahren angewendet. Es handelt sich um den ersten in Europa zugelassenen Impfstoff zur Prävention der Gürtelrose und postherpetischer Neuralgie.
Die Vorbeugung von Gürtelrose war bisher nicht möglich. Der mit der Erkrankung verbundene Schmerz ist meist nur unbefriedigend therapierbar. Viele Patienten sprechen auf die derzeit verfügbaren PHN-Behandlungsoptionen nicht an. Prävention durch Impfung ist deshalb die beste Strategie zur Verminderung der Krankheitsbelastung durch Herpes zoster.
Obwohl jeder Vierte irgendwann im Leben an Gürtelrose erkrankt, empfinden viele Menschen Gürtelrose nicht als Risiko. Die Erkrankung kann jeden treffen, der einmal Windpocken (Varizellen) hatte, da sie durch eine Reaktivierung desselben Virus verursacht wird. Umstände, die das Immunsystem schwächen, können die Reaktivierung des Virus begünstigen, das nach Erstinfektion im Kindesalter latent in den Spinal- und Hirnnervenganglien persistiert. Bei wem eine Gürtelrose auftritt, lässt sich bisher nicht vorhersagen.
Zwar kann Gürtelrose in jedem Lebensalter auftreten, doch die Häufigkeit nimmt mit dem Alter deutlich zu; dasselbe gilt für die PHN. Dies ist auf einen altersbedingten Rückgang der spezifischen Immunantwort zurückzuführen, der bereits vor dem fünften Lebensjahrzehnt einsetzt. Zwei Drittel aller Fälle von Gürtelrose treten bei Menschen ab 50 Jahren auf. In der EU geht man jedes Jahr von schätzungsweise 1,5 Mio Fällen von Gürtelrose aus. In Folge der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft ist mit einem vermehrten Auftreten der Erkrankung zu rechnen.
In einer groß angelegten Phase III-Studie verminderte Zostavax die Häufigkeit von Gürtelrose gegenüber Placebo um 51 %. Außerdem reduzierte es die Häufigkeit von PHN um 67 % sowie die Gesamtbelastung durch zosterbedingte Schmerzen und Beschwerden um 61 %.
Die <a href=http://www.gerresheimer.com>Gerresheimer Group</a> setzt ihre Expansion im weltweiten Geschäft mit Pharmaverpackungen fort. Jüngster Schritt ist der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der chinesischen Shuangfeng-Group.Gerresheimer erwirbt Mehrheit an ShuangfengShuangfeng produziert mit 670 Mitarbeitern an zwei Standorten rund 800 Mio Pharma-Fläschchen, vorwiegend für den heimischen Markt. Heuer wird ein Umsatz von rund 10 Mio € erwartet. Gerresheimer übernimmt jeweils 60 % der Gesellschaftsanteile und steigt damit erstmals in den chinesischen Markt für Röhrenglasverpackungen ein. Eine weitere Produktionsstätte wird derzeit auf der grünen Wiese errichtet, um die weitere Expansion schnell realisieren zu können.
<table><td><% image name="Herberg_Gerresheimer" %></td><td>Axel Herberg, CEO von Gerresheimer, ist überzeugt: "Mit der Shuangfeng-Gruppe werden wir schnell eine marktführende Position in China haben." Erst Ende 2005 hatte Gerresheimer 45,7 % am chinesischen Spezialisten für Behälterglas, Beijing Wheaton (heute Beijing Gerresheimer), erworben. <p>
Für Gerresheimer bietet die Akquisition der Shuangfeng-Group zudem eine gute Basis, gezielt Produkte der Gruppe in den nächsten Jahren nach China zu verlagern bzw. neue niedrig preisige Marktsegmente zu bedienen. </td></table>
<small> <b>Gerresheimer</b> zählt zu den führenden Herstellern hochwertiger Verpackungen aus Glas und Kunststoff, insbesondere für Pharmazie und Kosmetik. Die Gruppe erwirtschaftet mit 5.700 Mitarbeitern einen Umsatz von 630 Mio € und verfügt über 21 Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien. </small>
2005: Österreichs Metallindustrie schlägt sich tapfer
Für Österreichs <a href=http://www.fmmi.at>Maschinen- und Metallwarenindustrie</a> war 2005 erfolgreich: Trotz schwacher Konjunktur im Euro-Raum konnte die Branche sowohl bei den Auftragseingängen (+9,6 % auf 34 Mrd €) als auch bei der abgesetzten Produktion (+10,6 % auf 34,3 Mrd €) zulegen. Die einzelnen Branchen-Bereiche entwickelten sich allerdings höchst unterschiedlich.
• Die <b>Metallerzeugnisse</b> steigerten ihre Auftragseingänge um 11 % auf 8,9 Mrd €. Der Produktionswert dieses Bereiches erhöhte sich um 6,2 % auf ebenfalls 8,9 Mrd €.
• Schwächere Zuwächse verzeichnete der <b>Maschinenbau</b>: Die Auftragseingänge wuchsen hier lediglich um 6 % auf 14,1 Mrd €, beim Produktionswert gab es ein Plus von 5,8 % auf 14 Mrd €.
• Auf stabil hohem Niveau blieb der Bereich <b>Metallerzeugung</b> und -bearbeitung: plus 13,3 % bei den Auftragseingängen und ein Anstieg des Produktionswertes um 21,4 % auf 11 Mrd €.
Wachstumsmotor war einmal mehr der Export, der 2005 um 13,6 % auf 23,5 Mrd € ausgeweitet werden konnte. Die Steigerung der Ausfuhren in die MOEL-Länder setzte sich auch 2005 fort (+15,3 %).
Einbußen musste die Branche bei den Betrieben hinnehmen, insgesamt wurden 36 von 1.638 Unternehmen geschlossen. Ende 2005 waren 160.681 Personen (+0,2 %) in der Maschinen- und Metallwarenindustrie beschäftigt. Damit ist die Branche der mit Abstand bedeutendste industrielle Arbeitgeber Österreichs. Als solcher leidet die Industrie allerdings unter einer bereits prekären Fachkräftesituation.2005: Österreichs Metallindustrie schlägt sich tapfer