Archive

May 10th, 2006

Nagelpilz: Selbstbehandlung mit Canesten

12 bis 17 % aller Erwachsenen sind von Nagelpilz betroffen. Wenn weniger als zwei Drittel eines Nagels und maximal drei Nägel befallen sind, verspricht eine lokale Selbstbehandlung Erfolg. Dafür bietet <a href=http://www.bayerhealthcare.com>Bayer</a> das Zwei-Wirkstoff-System Canesten aus Harnstoff und dem Antipilzmittel Bifonazol. Nagelpilz: Selbstbehandlung mit Canesten <% image name="Canesten" %><p> In den ersten 2 Wochen wird dabei der infizierte Nagel durch den Harnstoff aufgeweicht und mit einem Spatel abgetragen. In der zweiten, 4 Wochen dauernden Phase bekämpft die Bifonazol-Creme den Pilz. Die Heilungsrate liegt zwischen 55 und 87 %. Bifonazol ist ein Breitspektrum-Antimykotikum, das gegen alle relevanten Nagelpilzerreger wirksam ist. <small><b><u>Nagelpilz</u></b> kommt etwa viermal häufiger an Zehen als an Fingern vor und nimmt mit steigendem Lebensalter zu: Bei den über 65-jährigen liegt die Häufigkeit bei mehr als 45 %. Zu den Risikogruppen gehören Diabetiker, Personen mit Durchblutungsstörungen an Beinen und Füßen, abwehrgeschwächte Personen sowie Sportler. Aus jeder zweiten Fußpilz-Infektion entwickelt sich bei nicht ausreichender Behandlung eine Nagelpilzinfektion. </small>

Chemie-Industrie: Löhne steigen 2006 um 2,8 %

Nach 5 Verhandlungsrunden hat sich die chemische Industrie in Österreich mit den Gewerkschaften auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt: Die Mindestlöhne der rund 40.000 Mitarbeiter der chemischen Industrie steigen um 2,8 %, die Ist-Löhne um 2,6 %, mindestens jedoch um 42,50 €. Chemie-Industrie: Löhne steigen 2006 um 2,8 % <% image name="Handschlag" %><p> Die Gewerkschaften sehen im Ergebnis einen "akzeptablen Lohn- und Gehaltsabschluss". Die Chemie-Industrie wirft ihnen dagegen vor, nur ans Geld und nicht an die Zukunft der Industrie zu denken. Summa summarum: Alles im Lot. Die Gewerkschaften der Chemiearbeiter und Privatangestellten hatten zuvor am 4. Mai flächendeckende Betriebsversammlungen abgehalten. Deren Maschinen standen bis zu 4 h still.

Fusion von OMV und Verbund ist fix

<a href=http://www.omv.com>OMV</a> und <a href=http://www.verbund.at>Verbund</a> haben eine Vereinbarung zur Bildung eines neuen Energiekonzerns mit Sitz in Wien unterzeichnet. Angestrebt wird eine Fusion als gleichberechtigte Partner im Verhältnis ihrer Marktkapitalisierung 60:40. <% image name="Erdgas_TAG" %><p> Als „integrierter Energiekonzern mit Wachstumspotenzial in Mitteleuropa“ wollen die beiden Produktion, Transport und Handel von Öl, Gas und Strom vereinen. Wenn alle mitspielen – Österreichs Parlament, Aktionäre und Wettbewerbshüter – rechnen die beiden mit der Realisierung der neuen Energielösung Ende 2006. OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer bezeichnet das Zusammengehen von Verbund und OMV als „zukunftsweisende Lösung“: „Die profitablen Geschäfte der beiden Unternehmen werden auf ein starkes gemeinsames Fundament gestellt und einen integrierten Energiekonzern mit höherer Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit bilden.“ Auch Verbund-Chef Hans Haider kommentiert: „Die neue Energielösung ist ein entscheidender Beitrag für eine nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich.“ Ein Energiekonzern mit der Verbindung zwischen umweltfreundlichem Gas und Strom, der überwiegend aus Wasserkraft erzeugt wird, sei für die neue „OMV Verbund AG“ die strategisch beste Lösung der Energiefragen der Zukunft. <b>Und so sieht die Wachstumsphantasie der OMV Verbund AG aus:</b> Durch die starke Position der OMV in Mitteleuropa ergeben sich Expansionsmöglichkeiten im Stromgeschäft in jenen Ländern, in denen der Verbund bisher nicht präsent war. So wird etwa die Errichtung von gemeinsamen Gaskraftwerken in Zentraleuropa ins Auge gefasst. Hier bietet sich das OMV-eigene Gas sowie ab 2011 das zusätzliche Gas der Nabucco-Pipeline als sicherer Supply für die Stromerzeugung an. Im Bereich des kombinierten Öl-, Gas- und Stromhandels schließt die OMV Verbund AG zu den großen europäischen Wettbewerbern auf. Strom aus Wasserkraft sorgt dabei für eine geringere Abhängigkeit von der Preisentwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten. Die Geschäfte beider Unternehmen sehen OMV und Verbund als „komplett komplementär“ – es gäbe daher keine Reduktion des Wettbewerbs. Der Vorstand des neuen Unternehmens soll sich aus den 7 bisherigen Vorstandsmitgliedern von OMV und Verbund zusammensetzen. Um die neue Energielösung zu schaffen, bringt die Republik Österreich ihren 51 %-Anteil am Verbund via ÖIAG in die OMV gegen Ausgabe von jungen OMV-Aktien im Verhältnis 1:6,5 bzw. gegen Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung ein. Für die Verbund-Minderheitsaktionäre wird es ein Pflichtangebot mit einer Bar- und einer Aktienalternative geben. Das Barangebot liegt 20 % über dem &Oslash; Börsekurs der Verbund-Aktie während der letzten 6 Monate. Fusion von OMV und Verbund ist fix

May 9th

GABRIEL: EU-Projekt ist Asthma auf der Spur

Eine neue Studie soll die genetischen Faktoren und Umwelteinflüsse, die die Entwicklung von Asthma bronchiale in Europa beeinflussen, untersuchen. Das Projekt wird von der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Imperial College London koordiniert. GABRIEL: EU-Projekt ist Asthma auf der Spur Das GABRIEL-Projekt wird von der EU mit 11 Mio € finanziert. Insgesamt sind 150 Wissenschaftler aus 14 europäischen Ländern sowie Russland beteiligt, die Methoden aus der Genetik, Epidemiologie und Bioinformatik nutzen werden, um Schlüsselfaktoren bei der Entwicklung von Asthma bronchiale zu identifizieren. "<b>Asthma bronchiale ist die wichtigste chronische Kinderkrankheit in Europa und kostet die EU mehr als 3 Mrd € jedes Jahr</b>", so Bill Cookson, Co-Koordinator vom Imperial College London. "Es gibt zwar effektive Therapien für leichtes Asthma, aber die 10 % der Kinder mit schwerem Asthma verursachen 60 % der Kosten. Dazu kommt, dass auch eine effektive Behandlung die Krankheit nicht heilen kann." Wissenschaftler glauben, dass eine ländliche Umgebung ein starker Schutz vor der Krankheit ist, und die zunehmende Ausbreitung der Städte zur steigenden Anzahl der Betroffenen beitragen könnte. "Wir hoffen deshalb, dass wir mit Hilfe dieser Studie herausfinden können, wie genau Gene und die Umwelt die Entwicklung dieses Leidens verursachen. So könnten Risikofaktoren und schützende Einflüsse identifiziert werden, mit dem Langzeitziel, die Krankheit verhindern zu können." Neben der Analyse von Interaktionen zwischen Genetik und Umwelt wird GABRIEL auch die molekulare Grundlage für Umweltfaktoren, die das Asthmarisiko erhöhen, untersuchen. So sollen auch Substanzen identifiziert werden, die in ländlicher Umgebung und auf Bauernhöfen einen starken Schutz vor Asthma gewährleisten. Zusätzlich werden Genetik, Genomik und Proteomik eingesetzt werden, um neue genetische und mikrobielle Faktoren zu entdecken, die Asthma verursachen oder davor schützen. Insgesamt sollen im Rahmen von GABRIEL mehr als 40.000 Personen untersucht werden, die in der Kindheit oder als Erwachsene an Asthma erkrankt sind. Dabei sollen umweltbezogene Daten wie etwa Tabakrauch, Luftverschmutzung, Ernährung, der Kontakt zu Allergenen und industriellen Substanzen berücksichtigt werden.

Mitarbeiterrekord bei Diamond Aircraft

<a href=http://www.diamond-air.at>Diamond Aircraft</a> hat die Anzahl der Mitarbeiter seit Ende 2003 von 250 auf mehr als 500 verdoppelt. Im ecoplus-Wirtschaftspark Wiener Neustadt entwickeln und produzieren sie Glas- und Carbonfaser-Composite-Flugzeuge. Mitarbeiterrekord bei Diamond Aircraft <% image name="Diamond_Aircraft" %><p> <small> Niederösterreicher feiern erfolgreiche Flugzeugbauer in Wiener Neustadt. </small> In der allgemeinen Luftfahrt (General Aviation) ist Diamond Aircraft der größte Hersteller einmotoriger Flugzeuge in Kanada und der drittgrößte weltweit. Außerdem ist das Unternehmen in vielen Bereichen der Forschung, Entwicklung und Anwendung tätig, wie etwa in der Raumfahrt und der Verteidigung. In der Zentrale in Wiener Neustadt werden die beiden 4-sitzigen Flugzeugtypen DA42 Twin Star und DA40 TDI produziert. 2004 erweiterte Diamond Aircraft das Werk, heute produziert es bereits 7 Flugzeuge pro Woche. Am 18. April hob der neueste D-JET am London International Airport zum Erstflug ab – Diamonds kanadischem Standort. „Wir verbinden das Beste aus der Werkstoff-, Motoren- und Navigationstechnologie und entwickeln Flugzeuge, die wirtschaftlicher in Anschaffung und Unterhalt sind und die Umwelt weniger belasten“, erklärt Christian Dries, Inhaber und Geschäftsführer von Diamond Aircraft.

Oberösterreicher revolutionieren Tiefziehprozess

<a href=http://www.mouldandmatic.com>Mould & Matic Solutions</a> und <a href=http://www.kiefel.at>Kiefel</a> haben mit <a href=http://www.toolvision.de>Peter Schöberl Messtechnik</a> aus Dinkelscherben/D das Mould-Control-System (MCS) entwickelt. Die Weltneuheit soll durch eine automatische Steuerung von Maschine und Werkzeug den Tiefziehmarkt revolutionieren. Oberösterreicher revolutionieren Tiefziehprozess <% image name="Mould_Matic" %><p> <small> MCS: Tiefziehprozesse ständig unter Aufsicht. © Mould & Matic </small> Das Tiefziehen gewinnt bei der Herstellung von <u>Kunststoffbechern</u> zunehmend an Bedeutung. Bis dato zählten allerdings die mangelhafte Erfassung und Reproduzierbarkeit von Prozessdaten zu den großen Nachteilen dieses Produktionsverfahrens. Die Becherqualität war abhängig von den vor Beginn der Produktion eingestellten Prozessparametern – und diese vom Fingerspitzengefühl der zuständigen Techniker. Das wurde geändert: Und zwar mit einer Echtzeit-Erfassung und Analyse von Druck, Temperatur, Weg, Geschwindigkeit, Beschleunigung und mechanischer Verformung mit einer im Werkzeug eingebauten Sensorik - das entwickelte Mould-Control-System (MCS) visualisiert nun aus 125 Messdaten/sek die wesentlichen Parameter im Thermoformprozess und wertet diese online aus. Vordefinierte Qualitätsfenster werden dabei von der CPU-Einheit in der Maschine bei jedem Takt überprüft. Bei Abweichungen erfolgt sofort eine Reaktion, die von einer einfachen Fehlermeldung bis zum sofortigen Abschalten der Maschine reichen kann. Die Maschinenbedienung via MCS verringert die Anfahrzeit beim Werkzeugwechsel um die Hälfte und erhöht auch bei kleinen Losgrößen die Verfügbarkeit der Produktionsanlage.

Siemens-Visionen zur e-card

Im Rahmen der eHealth-Konferenz in Malaga präsentiert <a href=http://www.siemens.at>Siemens</a> mit dem <a href=http://www.sozialversicherung.at>Hauptverband</a> der Sozialversicherungsträger Österreichs e-card. Indessen werden bereits künftige e-card-Funktionen ausgearbeitet. Siemens-Visionen zur e-card <% image name="Chipkartenleser" %><p> Das Ziel ist, in den nächsten Jahren alle wesentlichen Gesundheits-Institutionen in die e-card einzubinden. Die Systemarchitektur soll zum Schlüssel für den elektronischen Gesundheitsakt (ELGA) ausgebaut werden. In einem ersten Schritt sollen 2007 alle österreichischen Apotheken in das e-card-System eingebunden werden. Das <b>e-Rezept</b> wird dabei für die durchgängige IT-gestützte Abwicklung sorgen. Es ermöglicht dem Arzt des Vertrauens Einblick in die Medikamentenhistorie des Patienten und bietet die Möglichkeit, systematisch Wechselwirkungen zwischen Medikamenten zu vermeiden. Spätestens 2008 soll das e-Rezept auch in den Krankenhäusern integriert werden. Mittelfristig stehen neben dem e-Rezept und der Einbindung der Krankenanstalten die <b>e-Überweisung</b> und die <b>e-Zuweisung</b> am Plan. Auch diese beiden Prozesse sollen elektronisch auf Basis der e-card-Infrastruktur laufen und so die Papierform ablösen. Den Überblick für die Patienten über persönliche Versicherungs- und Gesundheitsdaten wird künftig ein <b>Online-Portal</b> bieten. Darüber hinaus könnten Arbeitgeber in Zukunft ihre Mitarbeiter einfach orts- und zeitunabhängig IT-gestützt zur Sozialversicherung an- und abmelden. Angedacht ist auch, Allergie-, Impf- und Blutspendedatenbanken zu vernetzen oder die Hinterlegung und zentrale Abrufbarkeit von Notfalldaten vorzusehen.

Kritik an AMA-Werbekampagne für Fleisch

Die Agrarmarkt Austria (<a href=http://www.ama.at>AMA</a>) - die Vermarktungsagentur der heimischen Landwirtschaft - wirbt erneut mit irreführenden Botschaften für den gesundheitlichen Mehrwert von Fleisch - und ignoriert damit den ohnehin schon überhöhten Fleischkonsum der Österreicher. "Hauptsache Fleisch- Macht schlau": Die AMA-Kampagne verspricht eine verbesserte Gedächtnisleistung und eine Intelligenzsteigerung. So weit, so gut. Jedoch: Die "wissenschaftliche" Untermauerung dieser These - im Kleingedruckten angeführt - ist eine Untersuchung an 500 mangelernährten kenianischen Schulkindern! Deren Profil spießt sich mit jenem der Bevölkerung Mitteleuropas: <small> 1) 19,4 % hatten ernährungsbedingte Wachstumsstörungen 2) 30 % waren untergewichtig (in Österreich ist jedes dritte bis fünfte Kind übergewichtig bzw. fettleibig) 3) Insgesamt sehr niedrige Fettaufnahme (13 En%; in Österreich: 36 En%) 4) Die Kinder hatten multiple Mikronährstoffmängel - also vor allem Vit A, B12, B2, Eisen und Zink (in Österreich sind keine Defizite dieser Nährstoffe bekannt) 5) Das Vorkommen von Malaria, Infektionen und Darm-Parasiten war sehr hoch und beeinflusst mitunter den Nährstoffstatus 6) 48,9 % hatten niedrige Hämoglobinkonzentrationen und 9 % schwere Anämien </small> In der kenianischen Studie wurde den 6-14-jährigen Kindern ein typisches Eintopfgericht als zusätzlicher Snack verabreicht. Dieses war entweder mit Rindfleisch, Milch oder Speiseöl mit gleichem Energiegehalt ergänzt. Nach 2 Jahren schnitt die "Fleischgruppe" nur in 1 der 3 durchgeführten kognitiven Leistungstests signifikant besser ab, in den übrigen Tests erzielten alle Gruppen vergleichbare Leistungssteigerungen. Angesichts der extremen Ausgangssituation mit gravierenden Nährstoffdefiziten ist es nicht weiter überraschend, dass durch eine Ergänzung mit Fleisch eine Leistungsverbesserung zu erwarten war. Die in Österreich vorherrschende Ernährungssituation zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild: Hier liegt der Fleisch- und Wurstkonsum von gleichaltrigen Kindern bereits bei 260 % der empfohlenen Aufnahme und die mittlere Fettzufuhr überschreitet um 20 % die obere Grenze der Richtwerte. Auch der Anteil an gesättigten Fettsäuren - aus vorwiegend tierischen Quellen - ist deutlich über den Empfehlungen angesiedelt. Der gegenwärtige Fleischverzehr in Österreich trägt wesentlich zur allgemein überhöhten Aufnahme von Fett, gesättigten Fettsäuren, Cholesterin, Kochsalz und Nahrungsenergie beiträgt. Diese sind wiederum Risikofaktoren für eine breite Palette an Erkrankungen (Herz-Kreislaufsystem, Krebs, Fettstoffwechsel, Diabetes, Bluthochdruck). Kritik an AMA-Werbekampagne für Fleisch

May 8th

Zink-Gigant Teck Cominco will Nickel-Riesen Inco

Der weltgrößte Zinkproduzent, die kanadische <a href=http://www.teckcominco.com>Teck Cominco</a>, will den großen kanadischen Nickelhersteller <a href=http://www.inco.com>Inco</a> für umgerechnet 12,6 Mrd € übernehmen. Voraussetzung dafür ist, dass Inco die geplante Übernahme der kanadischen Metallfirma Falconbridge aufgibt. <% image name="Zinkmine_Antamina_Copper" %><p> <small> Peruanische Zinkmine von Teck Cominco. </small> Teck Cominco wäre nach der Inco-Übernahme der zweitgrößte Nickelproduzent der Welt. Das Unternehmen wäre auch ein wichtiger Anbieter von Kohle, Kupfer, Gold, Silber, Platin, Palladium und Kobalt. "Diese Kombination von zwei großen Bergwerkskonzernen würde ein mächtiges kanadisches Unternehmen auf der Weltbühne entstehen lassen", so Teck Cominco-Boss Donald Lindsay. Bei einem Zusammenschluss mit Inco erwartet er jährliche Synergien von 150 Mio kanadische Dollar. Zink-Gigant Teck Cominco will Nickel-Riesen Inco

Mehr Tragekomfort bei Chemikalienschutzanzügen

Das Bekleidungsphysiologische Institut <a href=http://www.hohenstein.de>Hohenstein</a> in Bönnigheim überprüfte den Komfort von ABC-Schutzkleidung, Chemiewerkeranzügen, Einweganzügen und Aramidgeweben und erarbeitete Empfehlungen für deren Optimierung. Mehr Tragekomfort bei Chemikalienschutzanzügen <% image name="Hautmodell" %><p> <small> Das Hohensteiner Hautmodell simuliert die Wärme- und Feuchteabgabe der menschlichen Haut und bildet die Basis der thermophysiologischen Untersuchungen von Textilien. </small> Eine signifikante Verschlechterung des thermophysiologischen und hautsensorischen Tragekomforts bringt die wasserabweisende Ausrüstung der Schutztextilien mit sich. Der Einsatz von Laminaten ist deshalb im Hinblick auf das Feuchtemanagement am Körper häufig eine interessante Alternative. Eine Vielzahl der untersuchten Materialien neigten zu elektrostatischen Aufladungen, die zu gravierenden Problemen in der Praxis sorgen können. Bei <b>ABC-Schutzkleidung</b> bestimmen sowohl das Filtermaterial wie auch der Oberstoff den Tragekomfort. Die eingesetzte Aktivkohle kann dabei erhebliche Mengen an Feuchtigkeit aus dem Körperschweiß aufnehmen und wirkt sich somit physiologisch günstig aus. Dennoch ist eine niedrigere Aktivkohlebeladung des Materials für den Tragekomfort insgesamt vorteilhafter, da in diesem Fall die geringere Dicke zu einem besseren Wasserdampftransport führt. Da die Filtermaterialien darüber hinaus bisher sehr steif sind, können zusätzlich Hautirritationen verursacht werden. Trägermaterialien aus Filamenten sind sehr glatt und können auf schweißnasser Haut "ankleben". Konstruktionen aus Spinnfasern schneiden hier deutlich besser ab. Als Schutztextil für <b>Chemiewerkeranzüge</b> ist ein hochwertiges Laminat, etwa mit PTFE-Membran, eine sinnvolle Alternative zu einem hydrophobierten Gewebe. Bezüglich der Schnittgestaltung zeigten die Untersuchungen messbare Vorteile für die Kombination aus Jacke und Bundhose oder Overall im Vergleich zu Jacke und Latzhose oder Jacke und Kittel. Allerdings wird der Tragekomfort in erster Linie vom eingesetzten Schutztextil bestimmt, die Schnittgestaltung kann hier nur noch letzte Akzente setzen. PE-Spinnvliese schnitten bei der physiologischen Beurteilung von <b>Einweganzügen</b> insgesamt gut ab. SMS-Vliesstoffe boten hier aber noch zusätzliche Vorteile. Polymerbeschichtungen der PE-Spinnvliese wurden aufgrund der Wasserdampfundurchlässigkeit und Steifigkeit des Materials sowohl im Hinblick auf den thermophysiologischen wie auch den hautsensorischen Komfort als ungünstig beurteilt.

Seiten