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September 16th, 2015

Brenntag akquiriert türkischen Spezialchemie-Händler

Der Chemiedistributeur <a href=http://www.brenntag.at/de/pages/1_AboutBrenntag/index.html target=“_blank“> Brenntag</a> hat das türkische Unternehmen Parkoteks Kimya San übernommen. Die Akquisition soll das Produktportfolio für die Personal-Care-Industrie auf dem türkischen Markt ergänzen.

 

Parkoteks wurde 1989 gegründet und hat eine Reihe exklusiver Partnerschaften mit international tätigen Spezialchemieproduzenten aufgebaut. 2014 wurde ein Umsatz von rund 14,3 Millionen Euro erzielt. Für Matthias Compes, President Brenntag CEE Central stellt die Türkei einen „ausgesprochen attraktiven Markt für Chemiedistribution“ dar. Zahlreiche Industrie-Branchen in der Türkei würden eine zunehmend steigende Nachfrage nach Mehrwertprodukten verzeichnen.

 

 

 

September 14th

Atmosphärischer Sauerstoff kein Beweis für Leben auf anderen Planeten

Japanischen Wissenschaftlern zufolge ist Sauerstoff in der Atmosphäre kein sicheres Indiz für das Vorhandensein von Leben auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Das Gas könnte auch durch eine Titanoxid-katalysierte photochemische Reaktion gebildet worden sein.

 

Bisher galt ein hoher Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, so man ihn denn finden würde, als untrügliches Zeichen dafür, dass auf einem Planeten Leben existiert. Denn in der Geschichte der Erdatmosphäre wurde dieser von Organsimen durch Photosynthese freigesetzt. Nachdem alles oxidierbare Material in den Meeren verbraucht war,  mit dem Sauerstoff zunächst reagiert hatte, stieg die Sauerstoffkonzentration vor etwa 2,4 Milliarden Jahren sprunghaft an.

Norio Narita und Shigeyuki Masaoka von den japanischen National Institutes of Natural Sciences haben auf eine weitere Möglichkeit zur Anreicherung atmosphärischen Sauerstoffs hingewiesen. Den beiden Wissenschaftlern zufolge könnte Titanoxid als Katalysator einer Photolyse von Wasser fungieren, bei der dieses mithilfe von Licht in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird. Auf einem erdähnlichen Planeten würde es nach den Berechnung von Narita und Masaoka ausreichen, wenn diese Reaktion auf 0,05 Prozent der Oberfläche kontinuierlich abläuft, um einen Saustoffgehalt ähnlich dem der Erdatmosphäre (21 Prozent) zu erreichen. Sauerstoff in der Atmosphäre eines Planeten zu finden, würde somit nicht ausreichen, um darauf zu schließen, dass dieser von Lebewesen bewohnt ist.

 

 

 

 

 

September 10th

Strategische Partnerschaft von GSK und Siemens

Glaxo Smith Kline (GSK) ist mit Siemens eine weltweite Partnerschaft im Bereich Anlagenautomatisierung eingegangen. Siemens wird bevorzugter Lieferant von Automatisierungskomponenten für alle Produktions- und Forschungsstandort des Pharmakonzerns.

 

Nach Aussage von Dave Tudor, Vice President Primary Supply und Leiter des Global Automation Steering Team bei GSK, will das Unternehmen Automatisierungsstrukturen vereinfachen, standardisieren und sich auf eine kleinere Anzahl von Lieferanten und Systemen konzentrieren. Die strategische Partnerschaft mit Siemens sei ein Schritt im Rahmen dieser global ausgerollten Strategie.

Nach Angaben von Siemens arbeiten beide Unternehmen schon viele Jahre zusammen. Man könne  GSK durch ein „integriertes Portfolio aus Hardware, Software und Service über den ganzen Anlagenlebenszyklus“ unterstützen, wie Eckard Eberle, CEO der Siemens Business Unit Process Automation erklärte.

 

Schwerpunkte der Kooperation

Schwerpunkte der Zusammenarbeit, die vom Top-Management beider Konzerne unterstützt wird, sollen Prozesskontrolle, Anlagensteuerung sowie Gebäudemanagementsysteme sein. Insbesondere will man sich auf modulare Produktion sowie Blueprints für sterile Chargenproduktion und die Produktion von verschiedenen Darreichungsformen konzentrieren.

 

 

 

 

 

September 9th

Deutschland: Gute Halbjahreszahlen

Zufrieden mit dem ersten Halbjahr 2015 zeigt sich der deutsche Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die Produktion wuchs im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 um 3,4 Prozent, Die Auslastung der Erzeugungskapazitäten wird mit 83,5 Prozent beziffert und als gut beschrieben. Auch der Branchenumsatz erhöhte sich um 3,4 Prozent. Allerdings lagen die durchschnittlichen Erzeugerpreise immer noch um rund 2,6 Prozent unter denen des ersten Halbjahres 2014. 


 Die Chemie stimmt wieder - zumindest auf den ersten Blick“, heißt es dazu im Quartalsbericht. Warnend wird jedoch hinzugefügt, dass die guten Halbjahreszahlen „vor allem dem Pharmageschäft zu verdanken“ seien. Dort wuchs die Produktionsmenge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 um 10,5 Prozent, der Umsatz ging um 9,1 Prozent in die Höhe. Dies war sowohl durch den um 11,5 Prozent gestiegenen Auslandsabsatz als auch durch den um 4,4 Prozent gestiegenen Inlandsabsatz bedingt. Für die übrigen Sparten spricht der VCI jedoch weiterhin von einer „Wellblechkonjunktur“. VCI-Präsident Marijn Dekkers konstatierte zur aktuellen Lage, „der Aufwärtstrend wird aktuell vom Pharmageschäft getragen. Der schwache Euro begünstigt das Auslandsgeschäft. Rückenwind erhält das Chemiegeschäft auch durch die niedrigen Ölpreise. Gleichzeitig lässt jedoch die Wirtschaftsdynamik im weltgrößten Chemiemarkt China nach."

 

Für das Gesamtjahr beurteilt der VCI die Aussichten als grundsätzlich positiv, wenn auch das Wachstum insgesamt „niedrig“ bleibe. Erwartet werden ein Wachstum der Produktion um 1,5 Prozent und ein Anstieg der Preise um 2,5 Prozent. Der Branchenumsatz dürfte sich auf etwa 192,7 Milliarden Euro belaufen. Im Vergleich zu 2014 wäre das ein Plus von 1,0 Prozent.

 

 

September 7th

Linz Textil: Krach mit Lenzing AG

Wir haben weitere Preiserhöhungen bereits bei der Präsentation unserer Halbjahresbilanz angekündigt. Diesbezüglich finden Gespräche mit allen unseren Kunden statt.“ So kommentiert die Lenzing AG gegenüber dem Chemiereport die Mitteilung der Linz Textil AG, dass sie durch Schritte des Faserkonzerns „zu dramatischen Anpassungsmaßnahmen“ gezwungen sei. Die Lenzing wolle kommenden Frühjahr die Produktion der Tencel-Faser bei der Linz Textil um rund die Hälfte reduzieren. Überdies habe sie die Faserpreise per 1. September um zehn Prozent erhöht, „wobei bei den aktuellen Marktverhältnissen eine Weitergabe an den Kunden von maximal fünf Prozent möglich ist.“ Dies beende „de facto eine partnerschaftliche Achse der Zusammenarbeit, die 1938 ihren Anfang genommen und seither in der Produktionsstruktur der Linz Textil eine dominante Rolle gespielt hat.“ Der Umsatz der Linz Textil werde heuer um rund 14 bis 20 Prozent zurückgehen. Dies zwinge dazu, das Unternehmen zu verkleinern und die „Dividendenpolitik empfindlich anzupassen“. Dennoch bemühe sich die Linz Textil, „das strategische Gespräch mit der Lenzing AG fortzusetzen.“ Seitens der Lenzing hieß es dazu, Gespräche fänden mit allen Kunden statt. Zu Einzelfälle gebe es grundsätzlich keine Stellungnahmen.

 

Im ersten Halbjahr 2015 lag der Umsatz der Linz Textil bei rund 59,4 Millionen Euro, verglichen mit 63,2 Millionen im ersten Halbjahr 2014. Aufgrund von „einmaligen und nicht operativen Sondereffekten“, insbesondere des Einbaus neuer Maschinen am Standort Landeck, brach das EBIT von 836.000 auf -737.000 Euro ein. Wegen des guten Finanzergebnisses konnte laut Zwischenbericht dennoch ein Gewinn nach Steuern von rund 514.000 Euro ausgewiesen werden.

 

September 4th

Austrian Proteomics Association: Neues Präsidium gewählt

Die Austrian Proteomics Association (AuPA) hat ein neues Präsidium gewählt. Nach vier Jahren endete statutengemäß die Amtszeit des bisherigen Präsidenten Karl Mechtler (Leiter der Massenspektrometrie- und Proteinchemie-Gruppe an IMP und IMBA). Erstmals kommt der AuPA-Präsident nun nicht aus Wien und erstmals wurde eine Frau in diese Funktion gewählt: Ruth Birner-Grünberger leitet die Forschungseinheit „Functional Proteomics and Metabolic Pathways“ an der Medizinischen Universität Graz und ist Sprecherin des Omics-Centers Graz. Zur Vize-Präsidentin wurde Keiryn Benett (CEMM) gewählt, Taras Sasyk (Medizinische Universität Innsbruck) fungiert als Kassier, Klaus Kratochwill (Medizinische Universität Wien und Zytoprotec GmbH) als Sekretär.

Ziel des Forschungsvereins ist die Förderung von Wissenschaft und Lehre auf dem Gebiet der Proteomik. Die AuPA hält Kontakt zu internationalen Vereinigungen, organsiert Sommerschulen sowie das Austrian Proteomics Symposium und vermittelt Stipendien und Zuschüsse.

Österreichischer Erfolg bei der Chemieolympiade

Teilnehmer aus Österreich konnten bei der 47. Internationalen Chemieolympiade in Aserbaidschan vier Medaillen erzielen. Unter den 291 Teilnehmern des internationalen Bewerberfelds konnte sich Tobias Wolflehner mit dem 57. Platz unter den Silbermedaillenrängen platzieren, Julian Stropp (Platz 111), Dominik Kiem (Platz 116)und Martin Peev (Rang 117) erzielten Bronze. Insgesamt wurden in Baku 35 Gold-, 63 Silber- und 92 Bronzemedaillen vergeben. Die erfolgreichen Olympioniken wurden im Rahmen eines kleinen Empfangs von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek geehrt, die die Wichtigkeit der rechtzeitigen Förderung von Talenten betonte. Unter den Gratulanten war auch Hubert Culik, Obmann des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs, der sich freute, dass auch die Politik die Leistungen der Schüler würdigte: „Die Chemische Industrie braucht Spitzen-Fachkräfte in unserem Land und unsere Jugend hat das dafür nötige hohe Potenzial“, so Culik. Daher setze sich der Fachverband in besonderem Maße für die Förderung der Jugend und deren gute Ausbildung ein.

Die Internationale Chemieolympiade ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb, bei dem Schüler ihre Leistungen bei der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich der Chemie miteinander messen. In Österreich gingen dem Landeswettbewerb und ein Bundeswettbewerb vorher, bei sich dem die vier Schüler mit der höchsten Punktezahl für die Teilnahme am internationalen Bewerb in Aserbaidschan qualifizierten. Der Bewerb umfasst das gesamte Spektrum der Chemie, die behandelten Themenbereiche haben Universitätsniveau.

September 2nd

Covestro ab September eigenständig

Bayer hat den ersten Schritt dazu unternommen, seinen bisherigen Teilkonzern „Bayer Material Science“ in die Unabhängigkeit zu entlassen: Seit Anfang September ist das Unternehmen unter dem Namen <a href=http://www.covestro.com target=“_blank“>Covestro</a> wirtschaftlich und rechtlich eigenständig, bleibt bis zum geplanten Börsengang aber vorerst eine Tochtergesellschaft der Bayer AG.

 

Präsentiert wurde auch das Logo, unter dem der Anbieter von Polyurethan- und Polycarbonat-Kunststoffen auftritt. Das farbenfrohe Design soll nach Angaben des Unternehmens die Vision widerspiegeln, mit Innovationsanstößen „die Welt ein Stück lebenswerter“ zu gestalten.

Zu den Produkten zählen Rohstoffe für Polyurethan-Schaumstoffe, die in weicher Form, etwa in Matratzen oder Autositzen, oder als Hartschaum zur Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten-Verwendung finden. Der Hochleistungskunststoff Polycarbonat wird beispielsweise zur Herstellung von Kraftfahrzeugkomponenten, Dachkonstruktionen oder medizintechnischen Geräten eingesetzt

Covestro wird von einem vierköpfigen Vorstand geleitet, dem neben dem Vorsitzenden Patrick Thomas  Frank H. Lutz (Finanzen), Klaus Schäfer (Produktion und Technologie) und Markus Steilemann (Innovation) angehören.

 

IAEA: Kernkraft Ausbau im Gang

Im Jahr 2014 waren weltweit 438 Kernreaktoren mit einer Gesamtleistung von rund 376,2 Gigawatt (GW) in Betrieb. Das meldet die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) in ihrem neuen Jahresbericht. Während fünf neue Anlagen in Betrieb und drei in Bau gingen, wurde eine geschlossen. Insgesamt sind weltweit 70 Kernreaktoren in Bau, davon 46 in Asien. Laut den Berechnungen der IAEA wird die Leistung der Reaktoren bis 2030 weltweit um mindestens acht Prozent zunehmen, im aus ihrer Sicht optimalen Szenario ist allerdings auch ein Anstieg um 88 Prozent denkbar. Mehr als 30 Staaten arbeiten derzeit an Programmen zur friedlichen Nutzung der Kernkraft. 

Fortschritte bei ihren jeweils ersten Projekten verzeichneten laut IAEA insbesondere Bangladesch, Jordanien, die Türkei und Vietnam. Weißrussland und die Vereinigten Arabischen Emirate setzten den Bau ihrer ersten Kernkraftwerke Ostrovets bzw. Barakah fort. Keine Probleme macht bis auf Weiteres die Bereitstellung des benötigten Brennstoffs. So können zu einem Preis von weniger als 260 US-Dollar pro Kilogramm zurzeit etwa 7,6 Millionen Tonnen Uran gewonnen werden. Für weniger als 130 US-Dollar wären immer noch gut und gerne 5,9 Millionen Tonnen zu haben. Zum Vergleich: Der weltweite Jahresbedarf an Uran liegt nach Angaben der World Nuclear Association bei rund 67.000 Tonnen. 

Eine Herausforderung sieht die IAEA indessen im zunehmenden Alter der Kernkraftwerke. Mehr als 50 Prozent der Reaktoren sind älter als 30 Jahre, rund 14 Prozent sogar älter als 40 Jahre. Ähnlich sieht die Lage bei den Forschungsreaktoren aus: Mehr als 70 Prozent der weltweit installierten 247 Anlagen stehen seit über 30 Jahren im Dienst. Da die Ausfallszeiten immer länger werden, könnten sich in Zukunft Engpässe bei der Versorgung medizinischer Einrichtungen mit radioaktiven Isotopen ergeben, warnt die IAEA. 

August 31st

Erber Group eröffnete neue Konzernzentrale

In Getzersdorf etwa 15 Kilometer nördlich von St. Pölten ging am Freitag die neue Firmenzentrale der auf Futtermitteladditive, Schimmelpilzbekämpfung sowie biotechnologischen Pflanzenschutz spezialisierten Erber Group offiziell in Betrieb. Sie hat eine Bürofläche von 11.000 Quadratmetern und damit Platz für etwa 220 Beschäftigte. Insgesamt ist das Gelände etwa 20 Hektar groß. Geplant ist, bis 2020 weitere Gebäude zu errichten, in denen rund 450 Personen tätig sein sollen. In einer Aussendung hieß es, die Region um St. Pölten solle zum „Mekka der weltweiten Mykotoxin-Forschung“ werden.

 

Bis Ende der Dekade plant die Erber Group eine Umsatzsteigerung von derzeit etwa 250 Millionen Euro auf rund 450 Millionen und eine Ausweitung der Mitarbeiterzahl von derzeit weltweit rund 1.600 auf etwa 2.000. Zurzeit ist das Unternehmen mit 50 Geschäftseinheiten und 19 Fertigungsstandorten in 37 Ländern vertreten, darunter in den USA und in Singapur. An der Eröffnungsfeier nahmen neben Firmengründer Erich Erber Finanzminister Hans Jörg Schelling sowie Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll teil. Erber sagte, er habe in Niederösterreich ideale Bedingungen für die Gründung seines Unternehmens gefunden, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit dem Department für Agrarbiotechnologie Tulln (IFA) der Wiener Universität für Bodenkultur.

 

 

 

 

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