Die globale Biotech-Branche konnte 2006 ihre Umsätze, die Anzahl der Produkte in Entwicklung ebenso wie den Risikokapitalzufluss auf Rekordhöhen führen, so der Tenor des diesjährigen Biotech-Reports von <a href=http://www.ey.com/austria>Ernst & Young</a>. Österreichs Biotechs behaupten sich durch internationale Finanzierungsrunden und Kooperationen.
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<td align="right"> <small> Erich Lehner, Ernst & Young Österreich: „Der europäische Markt hat seinen 2005 begonnenen Aufwärtstrend mit einem zweistelligen Umsatzzuwachs und einem weiterhin hohen Kapitalzufluss auch im vergangenen Jahr eindrücklich bestätigt.“ </small>
Die <b>Umsätze</b> börsennotierter Biotechs stiegen weltweit um 14 % und erreichten 70 Mrd $. Die <b>F&E-Aufwendungen</b> haben um 34 % zugenommen und machen deutlich, dass eine Vielzahl neuer Produkte zu erwarten sind. Mit 27,9 Mrd $ konnte die Biotech-Branche 2006 um <b>42 % mehr Kapital</b> aufnehmen als 2005. Ebenfalls einen neuen Rekordwert stellt das weltweit in die Biotechs geflossene <b>Risikokapital</b> von 5,4 Mrd $ dar. </td>
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<b>Aufwärtstrend in Europa.</b> Nach einer längeren Restrukturierungsphase in den Vorjahren setzte die Biotech-Branche 2006 auch in Europa ihren Aufwärtstrend fort: So legten die Umsätze börsennotierter und privater europäischer Unternehmen um 13 % auf 13,3 Mrd € zu, nachdem sie im Vorjahr lediglich um 6 % zugenommen hatten. Der europäische Biotech-Sektor nahm 2006 mit 4,7 Mrd € zudem um 45 % mehr Kapital auf als im Vorjahr. Der Zufluss an Risikokapital erlebte - ebenso wie in den USA - mit 1,5 Mrd € auch in Europa einen neuen Rekordwert.
Die Anzahl der Produkte in der Pipeline börsennotierter Unternehmen nahm in Europa um 30 % zu. Damit sind mittlerweile rund 700 Produkte auf dem Markt erhältlich, weitere 27 Produkte wurden 2006 registriert und warten auf ihre Zulassung.
Parallel dazu haben private Biotechs in Europa rund 800 Produkte in ihren Pipelines, 12 weitere warten auf ihre Zulassung.
<b>Auch in Österreich</b> befindet sich der Biotech-Sektor auf dem Vormarsch: Neben einer im internationalen Kontext beachtlichen Finanzierungsrunde von <a href=http://www.nabriva.com>Nabriva</a> in der Höhe von 42 Mio € bauten viele österreichische Biotechs ihre internationalen Kooperationen aus (<a href=http://www.intercell.com>Intercell</a> und <a href=http://www.greenhillsbiotech.com
>Greenhills</a> etwa). „Die hervorragenden Rahmenbedingungen für Start-Ups in Österreich werden nun auch international wahrgenommen und erhöhen neben den Forschungsaktivitäten der großen Pharmakonzerne die Attraktivität des Standortes Österreich“, so Lehner.
Anders ist die Situation <b>in Deutschland</b>, hier hat sich 2006 die Eigenkapitalfinanzierung der Biotech-Branche verschlechtert. Insgesamt wurden 433 Mio € an Eigenkapital aufgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das einen Rückgang um 11 %.
<b>In den USA</b> erzielte der Biotech-Sektor 2006 eine große Zahl von Produktzulassungen und solide Finanzresultate – und bestätigte damit den Trend hin zu einer Reifephase. So brachte es die Branche 2006 auf 36 Produktzulassungen, davon 25 Erstzulassungen. 2005 waren es noch 33 Produktzulassungen und 21 Erstzulassungen. Auch konnten die Biotechs eine Zunahme von 38 % bei der Kapitalaufnahme verzeichnen. Der Sektorumsatz erhöhte sich durch höhere Verkäufe um 13 % auf 59 Mrd $.
Die Perspektiven für die Branche sind viel versprechend: Noch vor 2010 ist laut Einschätzung von Ernst & Young mit einer globalen Umsatz-Steigerung auf mehr als 100 Mrd $ zu rechnen. Ein solches Wachstum bringt jedoch neue Anforderungen an die Unternehmen mit sich: Die Umfrage unter 400 CEO’s weltweit tätiger Biotechs ergab, dass gerade der Reifeprozess innerhalb der Branche dafür sorge, dass Themen wie erhöhte Anforderungen durch Investoren, die Zunahme regulatorischer Vorgaben oder der Umgang mit Preisdruck in den jeweiligen Märkten verstärkt in den Fokus der wachsenden und zunehmend global ausgerichteten Biotechs geraten.2006: Biotech-Branche weltweit mit Rekordwachstum
Die <a href=http://www.omv.com>OMV</a> unterzeichnete mit der National Iranian Oil Company (NIOC) ein Heads of Agreement über mögliche Beteiligungen an der Entwicklung von Teilen des South Pars-Gasfelds im Persischen Golf, einer LNG-Verflüssigungsanlage sowie LNG-Bezugsverträgen. Konkrete Ergebnisse werden für die zweite Jahreshälfte erwartet.OMV forciert Iran-Geschäfte<% image name="Persischer_Golf" %><p>
Vor dem Hintergrund eines geplanten LNG-Regasifizierungsterminals in Kroatien, an dessen Entwicklung die OMV maßgeblich beteiligt ist, würde ein derartiges Projekt im Iran Sinn machen. Der LNG-Terminal in Kroatien soll 2011/2012 in Betrieb gehen, als eine mögliche Bezugsquelle bietet sich unter anderem der Iran mit seinen großen Gasreserven an.
Bereits im April 2001 unterzeichnete die OMV ein Abkommen mit der NIOC über Explorationstätigkeit in der Region Zagros, wo sich die Arbeiten auf ein 2.500 km2 großes Gebiet konzentrieren, den "Mehr Block". Die OMV operiert dabei als Betriebsführer eines Konsortiums, an dem Repsol YPF und Sipetrol (Chile) je 33 % halten. Die erste Explorationsbohrung wurde im Jänner 2005 erfolgreich abgeschlossen, im Februar 2007 wurde die Wirtschaftlichkeit des Feldes von der NIOC bestätigt. Nunmehr wird ein Plan für die Feldentwicklung erarbeitet.
<small> <b>Das iranische South Pars-Gasfeld</b> ist gemeinsam mit dem <b>North Field in Katar</b> das größte bekannte Gasfeld der Welt mit geschätzten Gasreserven von etwa 1.300 Trillionen Kubikfuß (221 Mrd boe), wobei rund 500 Trillionen Kubikfuß (85 Mrd boe) auf iranischer Seite liegen. Der Iran plant dieses Gasfeld in mehreren Phasen zu entwickeln. </small>
Innsbrucker Chemiker bauen künstliche Riboschalter. Und das weckt die Hoffnung auf neue Antibiotika. Ein Portrait von Carola Hanisch.RNA-Ingenieure am Werk<% image name="Micura" %><p>
<small> Ronald Micura: In der RNA-Synthese ist der Innsbrucker Forscher einzigartig. </small>
Die Ribonukleinsäure (RNA) ist ein faszinierendes Molekül: Wie die DNA kodiert sie genetische Information in der Abfolge der 4 Nuklein-Basen. Während sich bei der DNA aber zwei komplementäre Stränge zur berühmten Doppelhelix winden, kann die einsträngige RNA verschiedene Gestalten annehmen. Einige Basen verknüpfen sich mit Partnern desselben Strangs, so dass dieser Schlaufen bildet. Auf diese Weise wird die RNA verschlungen und gefaltet – wie ein langer Faden, der an manchen Stellen klebrig ist.
Früher sah man die Aufgabe der RNA hauptsächlich darin, als so genannte Boten-RNA den Gencode aus dem Zellkern zu den Proteinfabriken der Zelle zu transportieren. Dort, an den Ribosomen, werden Aminosäuren dem Code entsprechend in der richtigen Reihenfolge verknüpft. Seit kurzem weiß man aber, dass es darüber hinaus viele weitere RNA-Klassen gibt, die keine verschlüsselte Aminosäurebotschaft enthalten. Diese nicht kodierenden RNAs übernehmen – unter anderem dank ihrer 3D-Faltung – ganz ähnliche Aufgaben wie die ebenfalls vielgestaltigen Proteinenzyme, zum Beispiel die Genregulation.
<b>„RNA-Boom“.</b> Diese überraschenden Erkenntnisse führten in den letzten Jahren zu einem Boom der RNA-Forschung und zu einer großen Nachfrage nach künstlich hergestellten RNAs. Bei der RNA-Synthese gibt es allerdings eine grundsätzliche Schwierigkeit: Die RNA ist ein kurzlebiges Molekül, dessen Strang leicht bricht. Ronald Micura, Professor für Organische Chemie an der Leopold-Franzens-Uni und seine Mitarbeiter gehören zu den wenigen Chemikern, welche die Kunst beherrschen, RNAs von mehr als 100 Bausteinen Länge herzustellen und sie zudem gezielt chemisch zu modifizieren. Ihre Konstrukte sind bei Biologen und Medizinern für die verschiedensten RNA-Anwendungen begehrt.
Kein Wunder, bieten synthetisch hergestellte RNAs doch viele Vorteile: Sie sind wesentlich reiner als natürliche, denn die Produktionsmaschinerie des Lebens nimmt es nicht immer so genau. Zudem helfen die chemischen Modifikationen – so paradox es klingen mag –, die natürlichen Strukturen zu verstehen. So hat etwa Novartis-Preisträger Norbert Polacek vom Biozentrum Innsbruck ein von der Micura-Gruppe modifiziertes RNA-Stück in Ribosomen eingebaut. Auf diese Weise konnte er einzelne Atomgruppen im Ribosom gezielt „ausschalten“ und herausfinden, welche von ihnen an der Knüpfung der Peptidbindung entscheidend beteiligt sind, und welche nicht. Auch andere RNAs „made in Innsbruck“ sorgten in letzter Zeit für Aufsehen: So halfen Modifikationen mit Selen-Atomen, manches Kristallstruktur-Problem zu lösen, das jahrelang nicht zu knacken war.
Doch neben diesen vielfältigen Anwendungen und erfolgreichen Kooperationen verfolgen Micura und seine Mitarbeiter hauptsächlich ihren eigenen Forschungsschwerpunkt. Sie beschäftigen sich mit der Frage, wie das Kettenmolekül RNA seine komplexe 3D-Gestalt annimmt – und wie sich diese verändern lässt. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass RNA-Moleküle umfalten, also zwischen verschiedenen Strukturen wechseln können. Auf dieser Eigenschaft basieren die erst vor fünf Jahren entdeckten Riboschalter, mit denen Bakterien Gene an- und ausschalten können.
<b>Strukturwechsel.</b> Riboschalter steuern die Herstellung vieler Stoffwechselprodukte über einen Rückkopplungsmechanismus: Überschreitet deren Konzentration einen bestimmten Wert, wird die weitere Herstellung gebremst. Während diese Art der Regulation außer bei Bakterien auch bei Pflanzen und Pilzen vorkommt, wurde sie beim Menschen bisher nicht nachgewiesen. Das macht sie für die Pharma-Industrie interessant: Die Blockade von für Mikroben lebenswichtigen Riboschaltern könnte eine neue Klasse von Antibiotika erschließen – ohne die Vorgänge in menschlichen Zellen zu stören.
Ein Riboschalter ist ein Abschnitt am Anfang der Boten-RNA, der keinen Aminosäure-Code enthält, der aber ein ganz bestimmtes Molekül erkennen und an sich binden kann. Kaum ist der Ligand angekoppelt, faltet sich die RNA hinter der Bindungsstelle um. Geschieht dies bereits während der Herstellung der Boten-RNA, wird dieser Vorgang durch die plötzliche Umfaltung abgebrochen und die RNA wird gar nicht erst fertig gestellt. Bindet der Ligand erst später, führt die Strukturänderung der RNA dazu, dass diese nicht in ein Protein übersetzt werden kann. Beide Mechanismen sorgen dafür, dass das Gen, dessen Botschaft ja durch die RNA übertragen werden sollte, auf indirekte aber wirksame Weise stillgelegt wird. Da dieses Gen wiederum meist für die Produktion des Liganden nötig ist, entsteht eine Rückkopplung. Die Erforschung der Riboschalter wird im Rahmen des Verbundprojekts „nichtkodierende RNAs“ im Rahmen des österreichischen Genomprojekts GEN-AU gefördert.
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<small> Fluoreszenzmarkierte Riboschalter sollen helfen, die Boten-RNA besser zu verstehen und eventuell neue Antibiotika ermöglichen. </small>
<b>Die Kunst des Labellings.</b> Die Innsbrucker Chemiker versuchen dabei zunächst, die molekulare Funktionsweise der Riboschalter zu verstehen. Welche der Tausenden von Atomen sind an der Ligandenbindung beteiligt? Woher kommt die Triebkraft für die Strukturänderung? Wie und mit welcher Geschwindigkeit werden Bindungen geknüpft und gelöst? Um diese Fragen zu beantworten, hilft es, chemisch markierte Riboschalter für die Kristallstrukturanalyse, Fluoreszenzspektroskopie oder NMR-Spektroskopie herzustellen. Gezielt ausgewählte Molekülteile werden durch den Einbau künstlicher Marker-Atome sichtbar gemacht, wie ein Radfahrer im Dunkeln durch Leuchtstreifen an der Kleidung.
Die große Kunst des Labellings ist allerdings, die Struktur der RNA so wenig wie irgend möglich zu verändern. Besonders raffiniert ist daher das von Micuras Mitarbeiter Christoph Kreutz in Zusammenarbeit mit Robert Konrat von der Uni Wien entwickelte System zur Fluormarkierung am Ribose-Zucker. Das Anhängen voluminöser Atomgruppen an die RNA, beispielsweise großer Fluoreszenzfarbstoffe, kann die Struktur und Faltung der RNA beeinflussen. Daher haben die Wissenschaftler nur einzelne OH-Gruppen am Ribose-Zucker der RNA durch Fluoratome ausgetauscht – eine für ein großes Molekül fast unmerkliche Veränderung.
Sie bietet aber in der Kernresonanzspektroskopie entscheidende Vorteile. Das Resonanzsignal des Fluor-Atoms befindet sich an einer von den vielen überlappenden Signalen der Wasserstoffatome weit entfernten Stelle und kann völlig separat betrachtet werden. Zudem reagiert es sehr sensibel auf Veränderungen der chemischen Umgebung: Bildet oder löst sich eine Bindung in unmittelbarer Nähe des Fluor-Atoms, verschiebt sich der Peak. Geschieht dies in weiterer Entfernung, bleibt das Signal unverändert. Mit Hilfe des neuen Innsbrucker 600 MHz-NMR-Spektrometers lässt sich somit exakt herausfinden, welche Basenbausteine eines Riboschalters an der Ligandenbindung, und welche an der Umfaltung beteiligt sind.
<b>Liganden-Suche.</b> Zudem können die Wissenschaftler durch geschickte Fluormarkierung gezielt nach Liganden suchen. Dass dieses prinzipiell funktioniert, haben die Innsbrucker und Wiener Forscher bereits nachweisen können. Sie markierten einen Riboschalter, der lediglich dafür bekannt war, das Antibiotikum Tobramycin zu binden. Anschließend beobachteten sie im NMR-Spektrum, wie sich der mit Fluor markierte Riboschalter bei Zugabe verschiedener anderer Klassen von Aminoglykosiden verhält – und fanden einen bisher unbekannten, wenn auch schwächer bindenden Liganden: Streptomycin.
Dahinter steckt die Strategie, neuartige Antibiotika zu entwickeln, die anstelle des natürlichen Liganden an einen Riboschalter binden. Diese Bindung würde dem Bakterium vorgaukeln, dass eine genügend große Menge des Stoffwechselprodukts vorhanden ist, obwohl in Wahrheit ein Mangel besteht. Der – im Idealfall lebensnotwendige – Metabolit würde nicht mehr hergestellt, und das Bakterium ginge zugrunde.
Doch bevor es dazu kommen kann, ist noch viel Grundlagenforschung nötig – und dabei leisten die RNA-Ingenieure mit ihren künstlichen Riboschaltern wichtige Dienste.
J&S Bio Energy BV, die in Utrecht ansässige Tochter der Öl- und Gasunternehmensgruppe <a href=http://www.mercuria.com>Mercuria</a>, hat Verträge zum Bau einer 42,5 Mio € teuren 200.000 t-Biodieselanlage am Ölbetankungs-Terminal im Hafen von Amsterdam unterzeichnet. Mercuria baut Biodieselanlage in Amsterdam <% image name="Mercury_Biodieselanlage" %><p>
<small> Die Anlage soll im Sommer 2008 in Betrieb gehen und 30 Arbeitsplätze schaffen. </small>
Mercuria hat die <a href=http://www.manferrostaal.com>MAN Ferrostaal AG</a> mit dem Bau der Anlage beauftragt. Der in der Biodieselanlage angewandte Prozess basiert auf dem Connemann-CD Patent und wandelt pflanzliches Öl nach Reinigung in Fettsäuremethylester (FAME) um, die die europäische Qualitätsnorm für Biodiesel (EN 14214) erfüllen.
Die Herstellungsanlage befindet sich am Ölbetankungs-Tanklager Terminal in Amsterdam. Oiltanking Amsterdam BV ist eine Tochter der Oiltanking GmbH, eines der weltweit größten Unternehmen im Tanklagerbereich, das 73 Terminals in aller Welt verfügt. Das Tanklager in Amsterdam besitzt eine Gesamtkapazität von 1,2 Mio m3 für herkömmliche Mineralölprodukte, von denen ein großer Teil für die Lagerung von Diesel und Gasölen verwendet wird. Es wird beabsichtigt, eine zusätzliche Lagerkapazität zu errichten, die der Biodieselanlage zugeordnet ist und aus Lagervolumen für eine Vielzahl von Pflanzenölrohmaterialien und einem separaten Speicher für verschiedene Grade von Methylester für die Vermischung zu Diesel besteht.
Mercuria plant in der Anlage Rapssaatöl, Rapsöl, Sojabohnenöl und andere ähnliche pflanzliche Öle zu verarbeiten. Der kleine Glyzerinherstellungsbereich ist als Rohmaterial für die weitere Verarbeitung vorgesehen, u.a. für die Umwandlung zu Syngas für die Biomethanolherstellung.
Ton Klomp, der Managing Director von Mercuria Energy Holding BV, kommentierte die Entwicklung: "Für uns als ein Mischer und Marketer von Dieseltreibstoff ist es ein natürlicher Schritt, die Versorgung mit Qualitätsbiodiesel durch unsere eigene Herstellungsanlage zu sichern. Diese Anlage in Amsterdam ist eine Ergänzung zu den Biodieselherstellungsstandorten, die Mercuria in Polen bereits in Entwicklung hat."
<small> <b>Mercuria</b> ist hauptsächlich in 4 Sektoren des Weltenergiemarktes aktiv ist: Rohöl and raffinierte Produkte, petrochemische Produkte, LNG und Elektrizität. Die diversifizierte und rasch wachsende Unternehmensgruppe kauft derzeit Öl- und Erdölprodukte in mehr als 20 Ländern und verkauft diese in 40 Ländern. </small>
Vor rund einem Jahr ging das Integrated Microsystems Austria (<a href=http://www.ima-mst.at>IMA</a>) – industrielles Kompetenzzentrum für angewandte Mikrosystemtechnik am Technopol Wiener Neustadt in Vollbetrieb. Kürzlich konnte es im Rahmen einer internationalen Evaluierung seine Spitzenposition erfolgreich unter Beweis stellen.<% image name="TFZ" %><p>
Die wissenschaftliche Experten-Jury bewertete die Forschungs- und Entwicklungsleistungen positiv - geforscht wird am IMA an integrierter Sensorik für Pharmaka-Applikationen, Neuentwicklungen für die Medizintechnik sowie hochgenauen Meßmethoden für Verschleißmessungen. Technopolmanager Rainer Gotsbacher will nun mit neuen Industriepartnern weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte starten.
Das IMA ist im Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt (TFZ) angesiedelt und das erste Entwicklungs- und Prototypenzentrum für Mikrosystemtechnik in Österreich. Es soll die Schlüsseltechnologie Mikrosystemtechnik in Österreich langfristig etablieren sowie Unternehmen als F&E-Partner unterstützen.
<small> In Wiener Neustadt hat sich schon über das letzte Jahrzehnt ein bedeutender Technologiestandort entwickelt. Die unterschiedlichen Ausrichtungen der Forschungseinrichtungen, in deren Mittelpunkt Produktionsverfahren und innovative Produkte stehen, wurden unter dem Begriff „Moderne industrielle Technologien“ zusammengefasst. Der Großteil der Forschungen findet im TFZ statt. Neben dem IMA sind im TFZ auch noch die beiden anderen Kompetenzzentren für Elektrochemie (ECHEM) und Tribologie (AC²T) beheimatet. </small>Erfolgreiche Evaluierung des IMA Wr. Neustadt
Neues Mixing-System von Millipore als Einweglösung
<a href=http://www.millipore.com/bioprocess>Millipore</a> hat das Mobius MIX200 Disposable Mixing System vorgestellt: Es erleichtert das Mixen pharmazeutischer Inhaltsstoffe und das Vorbereiten von Zellkultur-Medien, verringert dagegen die Kontaminierungs-Risken, indem es statt rostfreiem Stahl vermehrt Einwegkomponenten beinhaltet. Neues Mixing-System von Millipore als Einweglösung<table>
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<small> Das System erfordert kein Warm-Up und verringert so die Zeit für das Mixen von Pharmaprodukten bzw. das Vorbereiten von Zellkultur-Medien. </small>
Biopharma-Unternehmen versuchen derzeit vermehrt, Lösungen aus Stahl durch Einwegprodukte aus Kunststoff zu ersetzen. Diese Einweglösungen beseitigen den Reinigungsaufwand und verringern so die Zyklenzeit zwischen den Prozess-Schritten.
Das modulare Mobius-System beinhaltet Filterprodukte, Prozesscontainer, Mixer, Verbindungsstücke und Ventile. Zusätzlich bietet Millipore Unterstützung beim Design und der Validierung, um eine komplette Einweglösung in bestehende Prozesse zu integrieren.
Das System hat einen 200 l-Tank, einen für den einmaligen Gebrauch vorgesehen, magnetisch betriebenen Schwingflügel innerhalb eines Einweg-Prozesscontainers aus PureFlex-Film sowie einen elektronischen Antrieb. Ausführungen mit 100 l und 500 l sind in Vorbereitung.
April 19th
Grazer Chemiker stellen Kunststoffe aus Abfällen her
Grundsteinlegung in Wien Simmering: Der größte Kraftwerksstandort der <a href=http://www.wienenergie.at>Wien Energie</a> wird bis Ende 2008 für rund 300 Mio € von Siemens umgebaut und erweitert. Eine der effizientesten Kraftwerksanlagen in Europa wird dann etwa 800.000 Haushalte und mehr als 7.000 Businesskunden mit Strom sowie knapp 200.000 Haushalte mit Wärme versorgen. <% image name="Kraftwerk_Simmering_Nachtaufnahme" %><p>
Der Um- und Neubau des Kraftwerks Simmering besteht aus zwei Teilprojekten. „Simmering 1“ wird komplett neu errichtet und zwar als Gas-und-Dampfturbinen-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 700 MW bei einer Fernwärmeleistung von 450 MW. Siemens Power Generation wird dazu 2 Gasturbinen und 2 unbefeuerte Abhitzekessel mit Katalysator liefern. Zudem wird die bestehende Dampfturbine der Siemens HMN-Baureihe umgebaut.
Die Kraft-Wärme-Kopplung sorgt dabei für einen Wirkungsgrad von mehr als 81 %. Zusätzlich wird ein Teil des seit 30 Jahren bestehenden, alten Kraftwerks modernisiert und als "Simmering 2" zur Reserve betrieben. Die Leistung von Simmering 2 beträgt 60 MW elektrisch und 150 MW thermisch.
Auf der Südseite des Kraftwerks Simmering 1 wird zudem Wiens größte Photovoltaikanlage auf Basis kristalliner Solarzellentechnologie installiert. Die Leistung beträgt bei einer Fläche von 311 m² Solarzellenfläche 30,8 Kilowatt-Peak. Damit werden im Jahr rund 22.000 KWh Strom produziert.
Der hohe Wirkungsgrad des Kraftwerkes sorgt dafür, dass die neue Anlage im Vergleich zu einem herkömmlichen Kohlekraftwerk und inkl. der Substitution von Öleinzelöfen durch Fernwärme mehr als 1 Mio t CO<small>2</small> jährlich einspart.
Die erzielte Gesamt-Wertschöpfung beträgt nach einer Berechnung der Energieagentur rund 650 Mio € und die dadurch ausgelöste Beschäftigung beträgt 3.800 Arbeitsplätze.Wien Energie baut Kraftwerk Simmering aus
Das japanische MHLW hat dem neuartigen Cholesterinsenker Zetia (Ezetimib), der die Cholesterinresorption im Dünndarm hemmt, die Zulassung erteilt. Vermarktet wird Zetia künftig von Bayer Yakuhin Ltd. und Schering-Plough K.K. Japan gemeinsam. <% image name="Pillen_aboutpixel" %><p>
Das Präparat ist sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit einem Statin zugelassen, um eine zusätzliche Senkung des "schädlichen" LDL-Cholesterin-Spiegels zu bewirken.
<b>Zetia</b> hemmt im Verdauungstrakt die Aufnahme von Cholesterin und unterscheidet sich damit von Statinen, die in der Leber ansetzen, um die Herstellung von Cholesterin zu verringern. In einer zwölfwöchigen multizentrischen, doppelblinden Studie an 628 Patienten mit erhöhtem Cholesterinspiegel führte die Kombitherapie mit Atorvastatin (10 mg, 20 mg, 40 mg, 80 mg) und Zetia 10 mg über alle Dosisstufen hinweg zu einer durchschnittlichen Senkung des "schlechten" LDL-Cholesterinspiegels um 53-61 % gegenüber Studienbeginn. Unter Atorvastatin in Monotherapie gingen die LDL-Cholesterinwerte um Ø 37-54 % zurück.
Die Gesamtzahl der Hypercholesterinämie-Patienten in Japan, einschließlich der noch unerkannten Fälle, wird auf rund 30 Mio geschätzt. Man geht davon aus, dass ungefähr 80 % dieser Fälle bisher unbehandelt geblieben sind.
Die gemeinsame Vermarktung von Zetia in Japan ist Bestandteil der strategischen Allianz zwischen <a href=http://www.bayerhealthcare.com>Bayer HealthCare</a> und <a href=http://www.schering-plough.com>Schering-Plough</a> von 2004. In deren Rahmen werden außerdem Produkte aus dem Primary Care-Geschäft von Bayer, wie die Antibiotika Avelox und Cipro, das Herz-Kreislauf-Präparat Adalat und auch Levitra von Schering-Plough in den USA und Puerto Rico vermarktet und vertrieben.Cholesterinsenker Zetia in Japan zugelassen