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April 19th, 2007

Signalmolekül der Wundheilung entdeckt

Forscher des Max-Delbrück-Centrums für Moleklulare Medizin (<a href=http://www.mdc-berlin.de>MDC</a>) Berlin-Buch haben jetzt zeigen können, dass das Signalmolekül c-Met, das in der Embryonalentwicklung Zellwachstum und Zellwanderung steuert, auch eine Schlüsselrolle bei der Wundheilung der Haut spielt. <% image name="Puzzleteil" %><p> <small> Die Haut erneuert sich beim Menschen rundherum etwa einmal im Monat. Bei Verletzungen ist dieser Prozess beschleunigt, damit sich Wunden rasch schließen und keine Krankheitskeime ins Körperinnere dringen. </small> Bei einer Verletzung der Haut bildet sich zunächst quasi als Erste-Hilfe-Maßnahme Wundschorf, der die Wunde nach außen abdichtet, damit keine Keime ins Innere gelangen. Vom Wundrand her wandern anschließend Hornzellen (Keratinozyten) über die Wunde. Sie teilen sich besonders schnell und bilden rasch neues Hautgewebe, das innerhalb kurzer Zeit die Wunde abdeckt. Dieses sehr stark wachsende Gewebe, das hyperaktive Epithel, füllt die Wunde auch mit neuen Hautzellen auf, so dass sich schließlich neues Gewebe bildet, das den Wundschorf ersetzt. Diesen Wanderungsprozess vom Wundrand her, steuert das Signalmolekül <b>c-Met</b>. Es ist ein Rezeptormolekül, das auch auf der Hülle von Hautzellen sitzt, und dessen Rolle in der Entwicklungsbiologie das Berliner Labor von Carmen Birchmeier in den vergangenen Jahren intensiv erforscht hat. Mitspieler von c-Met ist der Wachstumsfaktor Hepatocyte Growth Factor/Scatter Factor (<b>HGF/SF</b>), weil er bei der Leber, einem Organ, das sich nach Verletzungen besonders rasch regeneriert, als Wachstumsfaktor für Leberzellen (Hepatozyten) entdeckt worden ist. Dieser Faktor spielt auch in der Krebsforschung als „Streufaktor“ (Scatter Factor) eine große Rolle, wie Walter Birchmeier und seine Mitarbeiter mehrfach zeigen konnten. Das Duo HGF/SF und c-Met regelt ganz entscheidend die Zellwanderung und wird nicht nur in der Leber, sondern auch in der Lunge, den Nieren und dem Herzen verstärkt ausgeschüttet, wenn diese Organe verletzt sind. Das ist auch bei Hautwunden der Fall, wie die Forscher jetzt zeigen konnten. HGF/SF und c-Met werden dabei verstärkt von dem hyperaktiven Hautgewebe ausgeschüttet. Dieses Gewebe puscht also selbst sein Wachstum. Während c-Met aber normalerweise sowohl in der Haut als auch in den Haarfollikeln vorkommt und bei Wunden verstärkt im hyperaktiven Epithel ausgeschüttet wird, ist HGF/SF vor einer Verletzung in den Haarfollikeln nachweisbar, nicht aber in der Haut. Erst nach einer Verletzung ist HGF/SF in der Haut aktiv, und dann vor allem an den Wundrändern des hyperaktiven Epithels. Die Forscher hatten mit einer bestimmten Technik das Gen für c- Met in Mäusen gezielt ausgeschaltet. Sie stellten dabei fest, dass Mäuse, deren Hautzellen kein c-Met mehr bilden, bei Hautverletzungen keine neue Haut aufbauen. Bei den Mäusen, die noch über einige Hautzellen mit aktiven c-Met verfügen, weil diese Zellen der genetischen Veränderung entkommen sind, ist die Wundheilung nicht blockiert. Sie tritt aber verspätet ein und dauert doppelt solange wie im Normalfall. Das heißt, nur die Hautzellen mit aktivem c-Met können das rasch wachsende und damit rasch schützende neue Gewebe zum Verschluss einer Hautwunde aufbauen. Signalmolekül der Wundheilung entdeckt

Deutschland genehmigt Freisetzung von GVO-Kartoffeln

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (<a href=http://www.BVL.Bund.de>BVL</a>) hat BASF Plant Science die Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Deutschland genehmigt Freisetzung von GVO-Kartoffeln <table> <td><% image name="Kartoffelernte" %></td> <td align="right"> 10 Freisetzungsstandorte in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern sind geplant. Diese Flächen umfassen 3,7-45 ha, auf denen die BASF zwischen 2007 und 2011 maximal 45.000 Knollen pro Kartoffellinie, Standort und Jahr freisetzen darf. Ähnliche Freisetzungen wurden bereits 2006 genehmigt. Um eine Verbreitung der GVO-Kartoffeln zu verhindern, wird 10 m Abstand zu anderen Nutzflächen eingehalten, zudem wird das veränderte Pflanz- und Erntegut gekennzeichnet. Vor der Ernte müssen die oberirdischen Teile der Kartoffeln abgetötet werden. </td> </table> In dem Freilandversuch sollen 677 Kartoffellinien mit unterschiedlichen gentechnisch veränderten Eigenschaften untersucht werden. Die übertragenen Gene stammen aus der Kartoffel, einer Wildkartoffel sowie aus der Ackerschmalwand. Bei bestimmten Linien wurde die Zusammensetzung der Stärke in den Knollen verändert, sodass die Stärke durch das Ausschalten von Genfunktionen überwiegend aus Amylose besteht, bei anderen überwiegend aus Amylopektin. Weitere Kartoffellinien sollen widerstandsfähiger gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule sein. Das Gen aus der Ackerschmalwand verleiht allen zur Freisetzung vorgesehenen Kartoffellinien Toleranz gegenüber dem Stoff Imazamox, der gegen Unkräuter wirkt. Die geernteten Kartoffeln werden vom Betreiber analysiert oder können als Pflanzgut für die darauf folgende Saison eingesetzt werden. Überschüssiges Erntematerial muss vernichtet werden.

Bilharziose: Merck KGaA verschenkt 200 Mio Drops

<a href=http://www.merck.de>Merck KGaA</a> ist mit der WHO eine zehnjährige Partnerschaft zur Bekämpfung der Bilharziose bei afrikanischen Schulkindern eingegangen. Dazu stellt Merck 200 Mio Tabletten Cesol 600 (Praziquantel) mit einem Wert von rund 80 Mio $ kostenlos zur Verfügung. <% image name="Tablettenverpackung" %><p> „Die Erschwinglichkeit von Praziquantel ist für arme Gesellschaften eine erhebliche Hürde und bisher Haupthindernis für die Umsetzung einer integrierten präventiven anthelmintischen Chemotherapie in vielen Ländern Afrikas gewesen”, so die neu WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. „Die Spende von Merck bringt die WHO einen großen Schritt in Richtung ihrer Millenniumsziele voran, nämlich Armut zu vermindern und eine bessere Gesundheit für alle zu verwirklichen.” &#8226; Bilharziose ist nach Malaria die zweithäufigste Tropenkrankheit in Afrika. Angesichts von mehr als 200 Mio infizierten Menschen stellt die Bilharziose nach wie vor ein wesentliches Problem für die öffentliche Gesundheit dar. &#8226; Nahezu 85 % aller infizierten Menschen leben in Afrika südlich der Sahara. Betroffen sind vorwiegend Kinder im Schulalter zwischen 6 und 15 Jahren, doch gehören gebärfähige Frauen, Bauern und Fischer zu weiteren Hochrisikogruppen. &#8226; Während es durch die Erkrankung zu etwa 200.000 Todesfällen pro Jahr kommt, beeinträchtigt ihr chronischer Verlauf die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen. Bei Kindern führt Bilharziose zu Anämie, Stunting (vermindertem Längenwachstum) und eingeschränkter Lernfähigkeit. Im Rahmen des Partnerschaftsabkommens zwischen Merck und der WHO werden 200 Millionen Tabletten, die 600 mg Praziquantel enthalten und unter dem Handelsnamen Cesol 600 erhältlich sind, von Merck Mexico hergestellt. Die Kosten für Qualitätskontrolle und Versand werden von Merck übernommen während die Verteilung und Verabreichung an Schulkinder vor Ort durch die WHO und deren Mitgliedsstaaten erfolgt. <small> <b>Praziquantel</b> wurde vor 30 Jahren gemeinsam von Merck und Bayer in Zusammenarbeit mit der WHO entwickelt. Es stellt die wirksamste Therapie für Bilharzioseinfektionen dar und verfügt über ein günstiges Sicherheitsprofil, auch während der Schwangerschaft. Praziquantel steht in der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel. </small> Bilharziose: Merck KGaA verschenkt 200 Mio Drops

Form macht Geruch: Forscher sagen Düfte voraus

Für die Erforschung des Riechens ist ein interdisziplinäres Forscherteam unter die virtuellen Parfümeure gegangen: Sie modellierten am Computer einen Geruchsrezeptor für Maiglöckchenduft (hOR17-4), der als erster menschlicher Riechrezeptor auch auf Spermien im Labor von Hanns Hatt an der Ruhr-Uni Bochum detailliert charakterisiert wurde. <% image name="Muguet" %><p> <small> Das für den Duft von Maiglöckchen (französisch Muguet) charakteristische Duftmolekül wird auch von Rezeptoren der Spermien erkannt. </small> Daran testeten sie die Wirkung von Maiglöckchenduftstoffen, die sie durch den Austausch einzelner Atome manipuliert hatten. Da sich die Grundform des Moleküls dadurch nicht wesentlich ändert, müsste die Grundnote des Dufts gleich bleiben, die Geruchsschwelle und die begleitenden Nuancen sich aber ändern, sagten die Forscher anhand der virtuellen Nase voraus. Experimente mit der echten menschlichen Nase und mit Spermien bestätigten diese Vorhersage. Fazit: Die Form macht den Geruch. <b>Spermien kennen nur einen Duft.</b> Etwa 347 Geruchsrezeptoren befinden sich in unserer Nase, und üblicherweise besteht ein Geruch aus einer großen Anzahl einzelner Riechstoffe, die unterschiedliche Rezeptoren ansprechen. Da zudem jeder einzelne Riechstoff mit mehreren Geruchsrezeptoren reagiert, besitzen selbst einzelne Riechstoffe oft komplexe Gerüche. Spermien dagegen verfügen nur über einen einzigen Rezeptor, der für Maiglöckchenduft sensibel ist. Daher lässt sich mit Hilfe von Spermien der Maiglöckchen-Rezeptor isoliert studieren. Trifft der Maiglöckchenduft auf den Rezeptor, steigert das Spermium seine Geschwindigkeit und bewegt sich in Richtung der Duftquelle. Die Eizelle lockt so die Spermien an. <b>Rezeptortasche bestimmt Funktion.</b> Um der Funktion dieses Rezeptors auf den Grund zu gehen, erstellte das Forscherteam um Reinhold Tacke von der Uni Würzburg, Philip Kraft von Givaudan und Hatt vom Maiglöckchenrezeptor ein Computermodell. Da ein olfaktorisches Rezeptorprotein auf einen Riechstoff anspricht, wenn dieser in dessen Bindetasche hineinpasst, lässt sich bei Kenntnis der Struktur der Tasche vorhersagen, ob und wie stark eine Substanz diesen Riechrezeptor aktiviert. "Unsere Berechnungen basieren ausschließlich auf der Moleküloberflächenform, die durch die Elektronen definiert wird," erklären die Wissenschaftler. Sie vermuteten, dass die Form des Moleküls seine Wirkung auf den Rezeptor bestimmt. Um diese Theorie zu belegen, testeten sie im Computermodell und im Riechexperiment, wie sich der Austausch eines C-Atoms durch ein Si-Atom in den Maiglöckchenriechstoffen Lilial und Bourgeonal, bei dem sich Oberflächenform und -volumen nur wenig ändern, Masse und Schwingungsfrequenzen aber massiv, auf deren Geruch auswirken und ob sich diese Änderung auch quantitativ vorhersagen lässt. Da dieser Atom-Austausch recht wenig Einfluss auf die Molekülform hat, sollte sich der Hauptcharakter nicht ändern, sondern nur die Geruchsschwelle sowie begleitende Nuancen. Und tatsächlich ließ sich die menschliche Nase hereinlegen: Alle 4 synthetisierten Stoffe zeigten typisch blumig-aldehydige Maiglöckchen-Düfte, rochen jedoch nicht vollkommen identisch. "Offenbar sind unterschiedliche Geruchsrezeptoren an ihrer Differenzierung beteiligt", schließt Hatt. In der Nähe ihrer Schwellenwerte ließen sich die Riechstoffe dagegen nicht mehr unterscheiden. Die Forscher vermuten, dass bei diesen Konzentrationen nur noch der empfindlichste Maiglöckchen-Rezeptor aktiviert wird. Dies konnte zusätzlich durch Verwendung eines Rezeptor-spezifischen Blockers gezeigt werden. Im Vorfeld der synthetischen Arbeiten hatten die Forscher die Bindungsenergien und damit die Geruchsintensitäten und die Empfindlichkeit der Spermien auf die Substanzen am Computermodell vorhergesagt. Die berechneten Unterschiede in den Bindungsenergien stimmten sehr genau mit den experimentell ermittelten Geruchsschwellen und Spermienaktivitäten überein, die, wie erwartet, für die manipulierten Riechstoffe höher lagen als für Lilial und Bourgeonal. Die Ergebnisse belegen daher eindeutig, dass es die elektronische Oberflächenstruktur eines Moleküls ist, die die Wechselwirkungen eines Riechstoffs mit seinen olfaktorischen Rezeptoren bestimmt - und damit seinen Geruch. Form macht Geruch: Forscher sagen Düfte voraus

April 18th

PVC-Recycling verdoppelt sich zweites Jahr in Folge

<a href=http://www.vinyl2010.org>Vinyl 2010</a> - jene Organisation, die das Bekenntnis der europäischen PVC-Industrie koordiniert - hat 2006 eine PVC-Menge von 82.812 t wiederverwertet. 2004 betrug die Recycling-Tonnage erst 14.255 t, ein Jahr später waren es 38.793. <% image name="Rohre" %><p> <small> PVC-Rohre im Trinkwasserbereich werden in den meisten EU-15-Ländern nur noch ohne Blei-Stabilisatoren vermarktet. </small> Der Fortschrittsreport von Vinyl 2010 zeigt, dass die im Jahr 2000 freiwillig von der Industrie gesteckten Ziele in greifbarer Nähe sind und dass der Ansatz der Selbstregulierung funktioniere. Zusätzlich zu der massiven Erhöhung des PVC-Recyclings in allen Sektoren - sowohl bei Rohren, Fensterprofilen als auch bei beschichteten Erzeugnissen - konnte 2006 der Ersatz von Blei-Stabilisatoren vorangetrieben werden: In den meisten EU-15-Ländern wurden sie bei Wasserrohren vom Markt genommen. Schließlich bewähre sich auch das Recovinyl-Programm - es bietet finanzielle Anreize für das Recycling von PVC-Abfällen, die von Müll- und Baugesellschaften gesammelt werden. <u>Die Meilensteine des Vinyl 2010-Programms seit 2000:</u> <small> • 2001: Die EU-15 nimmt Cadmium-Stabilisatoren vom Markt und alle ECVM-Mitgliedsunternehmen verbannen Bisphenol A aus der PVC-Produktion. • 2003: Eine Recycling-Quote von 25 % wird bei Rohren, Fenster und Abdichtungsfolien erreicht. • 2004: Die Risikoeinschätzung zu den Haupt-Stabilisatoren wird publiziert. • 2005: Eine 15 %ige Reduktion der Blei-Stabilsatoren wird früher als geplant erreicht. • 2006: Die Risikoeinschätzung zu Phthalate wird publiziert und das Auslaufen von Cadmium- und Blei-Stabilisatoren wird auf die EU-25 ausgeweitet. </small> PVC-Recycling verdoppelt sich zweites Jahr in Folge

Lenzing baut Viskosefaserwerk in Indien

<a href=http://www.lenzing.com>Lenzing</a> wird in Indien gemeinsam mit der indischen Modi-Gruppe ein neues Viskosefaserwerk errichten, das in der ersten Ausbaustufe eine Kapazität von 80.000 t Viskosefasern für den textilen und Nonwovens-Bereich aufweisen soll. Die Investitionssumme wird inklusive Umlaufvermögen bei rund 200 Mio $ präliminiert. <% image name="Lenzing_Fahnemann" %><p> <small> „Wir setzen nach der erfolgreichen Inbetriebnahme unseres Werkes in Nanjing einen weiteren logischen Schritt in der Fortsetzung unseres Wachstumskurses mit Schwerpunkt Asien“, so Lenzing-Chef Thomas Fahnemann. </small> Derzeit ist Lenzing nur über eine Handelsniederlassung in Indien - langfristig neben China der zweitwichtigste Markt für Viskosefasern - vertreten, allerdings fallen hohe Einfuhrzölle an. Mit dem neuen Werk, rund 70 km südlich von Mumbai, soll sich das ändern: In einem Industriepark im Staat Maharashtra sollen dort ab 2010/11 etwa 700-800 Mitarbeiter beschäftigt sein. Lenzing wird die Mehrheitsanteile an der Produktion halten - es ist bereits das weltweit siebente Viskosefaserwerk von Lenzing - und seine operative Erfahrung in das neue Gemeinschaftsunternehmen einbringen. Modi stellt die Grundstücke und lokales Know-how zur Verfügung. Die rechtlichen Genehmigungen für den Bau und den Betrieb des Werkes liegen bereits vor. Durch geschlossene Chemikalienkreisläufe und Chemikalienrückgewinnungs-Systeme sowie eine moderne Abgas- und Abwasserreinigung wird Lenzing in Indien auch beim Umweltschutz neue Maßstäbe setzen. Lenzing baut Viskosefaserwerk in Indien

2006: Degussa steigert EBIT um 19 %

Das weltgrößte Spezialchemie-Unternehmens konnte den Umsatz um 12 % auf 10,9 Mrd €. Von dem Zuwachs entfielen jeweils 5 Prozentpunkte auf erhöhte Verkaufspreise und gestiegene Mengen sowie 2 Prozentpunkte auf Veränderungen des Konsolidierungskreises. <% image name="Degussa_Headquarters" %><p> <small> Degussa-Chef Klaus Engel: "Wir haben 2006 unsere Aktivitäten in allen Regionen bei hoher Nachfrage weiter ausbauen können. Zudem gelang es, einen immer größeren Teil der stark gestiegenen Rohstoffkosten über Erhöhungen der Verkaufspreise an die Kunden weiterzugeben.“ </small> Das EBIT verbesserte sich um 19 % auf 879 Mio €. Dazu trugen die erfolgreich durchgeführten Preiserhöhungen, gestiegene Absatzmengen, eine hohe Kapazitätsauslastung und spürbare Erfolge bei Maßnahmen zur Kostensenkung bei. Belastet wurde die Ertragslage jedoch unvermindert von den gegenüber Vorjahr weiter gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich aufgrund der Veräußerungserlöse für die Bauchemie- und Food Ingredients-Aktivitäten erheblich auf 1,83 Mrd €. Der Vorjahreswert von minus 290 Mio € war insbesondere von einer Wertberichtigung auf die Feinchemieaktivitäten belastet. Deutlich verbessert hat sich auch die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital, die von 8,6 auf 11,1 % stieg. Damit wurden die Kapitalkosten in Höhe von 9 % deutlich übertroffen. Der positive Wertbeitrag für 2006 beläuft sich auf 166 Mio €. Dank des hohen Jahresüberschusses verbesserte sich die Eigenkapitalquote des Degussa-Konzerns zum 31. Dezember 2006 von 31 auf 33,7 %. Finanzchef Heinz-Joachim Wagner ergänzt: „Der Cash Flow entwickelte sich analog zum operativen Ergebnis erfreulich und stieg um 35 % auf 972 Mio €. Zusammen mit den hohen Mittelzuflüssen aus den Desinvestitionen verfügt der Degussa-Konzern jetzt über eine Nettofinanzposition von plus 0,7 Mrd €.“ Degussa-Chef Engel erwartet für 2007 „einen leicht über Vorjahr liegenden Umsatz und ein leicht verbessertes operatives Ergebnis. Zudem gehen wir davon aus, die in der Vergangenheit deutlich gestiegenen Rohstoffkosten noch stärker an unsere Kunden weitergeben zu können.“ Das im Jahr 2006 – bedingt durch Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftsaktivitäten – sehr hohe Konzernergebnis wird im laufenden Jahr nicht wieder erreicht. 2006: Degussa steigert EBIT um 19 %

2006: Greiner am Weg zu neuen Umsatzhöhen

Der oberösterreichische Kunststoffverarbeiter <a href=http://www.greiner.at>Greiner</a> will heuer erstmals mehr als 1 Mrd € umsetzen. 2006 stiegen die konsolidierten Erlöse der Gruppe um 17 % auf 959 Mio €, der Cash-Flow wuchs um 12 % auf 74 Mio €. 2006: Greiner am Weg zu neuen Umsatzhöhen <% image name="Greiner_Werksfoto" %><p> Bei Vorprodukten wie Ethylen hatte Greiner 2006 mit Lieferengpässen und starken Preisanstiegen zu kämpfen - Volatilitäten, welche Greiner zunehmend versucht, durch erneuerbare Rohstoffe auszutarieren. Das stärkste Wachstum der Gruppe erzielte <a href=http://www.purtec.at>Greiner Purtec</a>, wo sich der Umsatz um rund 45 % auf 48,8 Mio € erhöhte: Das Unternehmen, das auch Flugzeugsitze fertigt, profitierte von einem boomenden Markt für Boiler-Isolierungen. Nach einem Rückgang im Jahr 2005 stiegen die Erlöse der <a href=http://www.greiner-extrusion.at>Greiner Extrusionstechnik</a> 2006 wieder - von 106,1 auf 119,4 Mio €. Jetzt sollen weitere 30 % am Werkzeugbauer <a href=http://www.weba-group.com>Weba</a> mit Sitz in Dietach bei Steyr übernommen werden. Derzeit hält Greiner 49 %. Der Umsatz des Polyurethan-Herstellers <a href=http://www.eurofoam.at>Eurofoam</a>, an dem das Familienunternehmen Hälfteeigentümer ist, stieg von 341,4 auf 412,8 Mio €. <a href=http://www.greiner-gpi.com>Greiner Packaging</a> steigerte den Umsatz von 235,1 auf 296,1 Mio €. <a href=http://www.gbo.com>Greiner Bio-One</a> legte von 203,6 auf 218,5 Mio € zu. 2006 investierte die Gruppe insgesamt 67 Mio €, großteils für neue Maschinen bei Greiner Packaging sowie eine neue polnische Produktionshalle für Eurofoam. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich um 10 % auf 7.109, die Anzahl der Standorte um 10 auf 112 (in 26 Ländern). Der Umsatz soll auch heuer um mindestens 10 % steigen.

April 17th

GEA veräußert Lurgi-Gruppe an Air Liquide

Die <a href=http://www.geagroup.com>GEA Group</a> verkauft ihre Anlagenbau-Tochter <a href=http://www.lurgi.de>Lurgi</a> an <a href=http://www.airliquide.com>Air Liquide</a>. Der Verkauf basiert auf einem Equity Value von rund 550 Mio €, der inklusive der Übernahme der Cash-Position von Lurgi sowie ihrer Verbindlichkeiten einem Unternehmenswert von 200 Mio € entspricht. <% image name="GEA_Methanolanlage" %><p> <small> GEA hat sich mit dem Lurgi-Verkauf vom Großanlagenbau verabschiedet. </small> Mit dem Verkauf unternimmt die GEA Group einen weiteren wesentlichen Schritt zur Neupositionierung ihres Portfolios. Nach dem Verkauf der Textilmaschinenfabrik Fleissner im vergangenen Jahr sowie der Integration der operativen Aktivitäten der Zimmer AG in die Lurgi-Gruppe ist die Trennung der GEA Group vom Großanlagenbau fast abgeschlossen. GEA konzentriert ihre operativen Aktivitäten jetzt ganz auf den ertrags- und wachstumsstarken Maschinenbau in den Sektoren Nahrungs- und Genussmittel, der Pharma-Industrie sowie die Energieversorgung. "Die nach dem Lurgi-Verkauf bestehenden gesunden Bilanzrelationen versetzen uns in die Lage, den profitablen Wachstumskurs mit Ausrichtung auf das Kerngeschäft fortzusetzen", so Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender der GEA Group AG. GEA veräußert Lurgi-Gruppe an Air Liquide

EndoTAG-1: Phase II bei Rezeptor-neg. Brustkrebs

Das deutsche Biotech <a href=http://www.medigene.com>MediGene AG</a> hat eine Phase II-Studie mit EndoTAG-1 zur Behandlung von hormonunabhängigem Brustkrebs (Triple receptor negative breast cancer) gestartet. Ziel der Studie ist die Überprüfung der Wirksamkeit von EndoTAG-1 in dieser sehr aggressiven Krebsform sowie die Erhebung weiterer Daten zur Medikamentensicherheit. <% image name="Forscherin" %><p> Die nun begonnene Studie soll 135 Patienten einschließen und wird an mehr als 20 Zentren in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt. Die Endauswertung der Studie soll 2009 vorliegen. EndoTAG-1 - eine Kombination des etablierten Zytostatikums Paclitaxel mit einem Trägersystem aus positiv geladenen Liposomen - ist darauf ausgerichtet, gezielt die Blutgefäße von Tumoren zu zerstören und dadurch Krebszellen "auszuhungern". Das innovative Trägersystem von EndoTAG-1 sorgt für einen gezielten Transport des Wirkstoffs zu neugebildeten Blutgefäßen des Tumors. Die Wände dieser wachsenden Blutgefäße haben eine negativ geladene Oberfläche, an die sich die positiv geladenen Liposomen anlagern. Dort soll das Zytostatikum freigesetzt, die Blutgefäße zerstört und so die Nährstoffzufuhr des Tumorgewebes reduziert werden. Bereits seit September 2005 läuft eine weitere Phase II-Studie mit EndoTAG-1 zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. EndoTAG-1: Phase II bei Rezeptor-neg. Brustkrebs

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