Die EU-Kommission hat ihr 3. Gesetzgebungspaket präsentiert. Mit dem Gesetzesentwurf soll der unzureichende Wettbewerb in den Gas- und Strommärkten angekurbelt werden. Konkret ist ein Ausbau der Netzkapazitäten vorgesehen, um den Betrieb ineffizienter Kraftwerke zu verhindern und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, welche durch bestehende Engpässe gefährdet ist.<% image name="Hochspannungsmast" %><p>
Der Gesetzesentwurf sieht eine <b>Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit</b> der Betreiber von Hochspannungsnetzen im Strom und der Gas-Transportnetze (TSO) vor. Dazu müssen diese Unternehmen auf EU-Ebene jeweils eine Organisation gründen, die vor allem ein Regelwerk für die künftige Funktionsweise des europäischen Strom- und Gasmarktes und einen gemeinsamen Investitionsplan ausarbeiten soll.
Zur Stärkung der Unabhängigkeit der Netzbetreiber und zur Vermeidung von Diskriminierung – etwa durch die Weigerung zum Ausbau der Netze oder Verzögerung des Anschlusses neuer Kraftwerke – sieht der Entwurf 2 Möglichkeiten vor: <b>Ownership Unbundling oder die Schaffung eines unabhängigen Systembetreibers</b> (ISO). In Österreich bevorzugt die <u>E-Control</u> das Ownership Unbundling, da "das ISO-Modell für die Versorgungssicherheit wenig bringt, jedoch einen enormen Regulierungsaufwand verursacht", so Regulator Walter Boltz.
Künftig wird die Position der Regulatoren mit der Agency for the Cooperation of European Regulators (<b>ACER</b>) gestärkt und deren Vollmachten werden ausgebaut. Dies gilt vor allem für die Genehmigung EU-weit geltender Sicherheitsstandards, Investitionspläne, operativer Standards oder auch die Genehmigung EU-weit geltender Tarifmethoden.
<u>Die EU-Kommission</u> erwartet sich von den Maßnahmen, dass die Konsumentenpreise um 5-8 % sinken werden. Gesamtwirtschaftlich soll das BIP um 0,2-0,6 % real steigen, das sind etwa 25-70 Mrd €.
In Österreich bezeichnet <u>VEÖ</u>-Präsident Leo Windtner "das Liberalisierungspaket als Schritt in die völlig falsche Richtung". "Was die E-Wirtschaft angesichts des großen Investitionsbedarfs in ganz Europa jetzt wirklich benötigt, sind stabile Rahmenbedingungen sowie Rechts- und Planungssicherheit. Anstatt dessen wird nun - nur 2 Monate nach dem Inkrafttreten des verpflichtenden Legal Unbundlings - schon wieder ein Paket mit neuen Rahmenbedingungen für die E-Wirtschaft geschnürt." Die Enteignung der Übertragungsnetzbetreiber oder der Entzug der Verfügungsgewalt über die Netze seien nicht die geeigneten Mittel, um einen homogenen europäischen Binnenmarktes zu erreichen.
<u>WKÖ</u>-Präsident Christoph Leitl befürwortet indessen den eingeschlagenen Weg, "die Energiemärkte zu entfesseln". Eingedenk derzeit einer feststellbaren Tendenz zur Re-Monopolisierung und Schaffung nationaler Champions sieht er das Wettbewerbsbelebungs-Paket der EU-Kommission gerade zur rechten Zeit. "Die vorgeschlagene eigentumsrechtliche Entflechtung ist die sauberste und effektivste Methode, um die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur und die Gleichbehandlung aller Anbieter beim Netzzugang sowie bei der Kapazitätsvergabe sicherzustellen."
Die Energieunternehmen sollen mehrheitlich in öffentlicher Hand bleiben, fordert dagegen die <u>Arbeiterkammer</u>: "Statt weiterer Entflechtungspläne verlangen wir ein klares Bekenntnis zum mehrheitlichen Anteil der öffentlichen Hand und eine langfristige Energiestrategie", sagt Maria Kubitschek, Leiterin des Bereichs Wirtschaft in der AK Wien. Ownership Unbundling würde dagegen de facto eine Privatisierung der Unternehmen bedeuten.
Bei einem Expertenhearing im Parlament zur künftigen EU-Energiepoltik verwies <u>SPÖ</u>-Sekretär Andreas Schieder auf die zunehmend soziale Dimension der Energiepolitik, die europäische Ebene greife immer stärker ein, der nationale Spielraum werde geringer. Die SPÖ rechne nicht mit sinkenden Preisen.
<u>Wien Energie</u>-Vorstand Friedrich Pink betrachtet das Ownership Unbundling als "absolut unverhältnismäßig" und fragt: "Wo sind die großen Investitionen, um die internationalen Übertragungsleitungen zu verstärken? Kraftwerke sollten seiner Ansicht nach dort gebaut werden, wo die eingesetzte Primärenergie mit dem günstigsten Aufwand genützt werden könne. Von der Kapazitätsseite her ist festzuhalten, dass die Leistung der Kraft/Wärme-Kopplung im Wiener Raum in Summe so hoch sei, wie die aller österreichischen Windkraftwerke zusammen. Jetzt sollten einmal die Ergebnisse des Legal Unbundling evaluiert werden.
Heinz Kaupa von der Verbundtochter <u>APG</u> betont, dass man in der EU teilweise mit zu schwachen Leitungen verbunden sei; in Österreich seien die Leitungen zum Teil älter als 50 Jahre. In den nächsten 5 Jahren sollen in Österreich allerdings 800 Mio € investiert werden.Strom & Gas: EU legt Drittes Gesetzgebungspaket vor
<a href=http://www.evotec.com>Evotec</a> will das US-Biotech <a href=http://www.renovis.com>Renovis</a> via Aktientausch übernehmen. Die Transaktion bewertet Renovis mit 151,8 Mio $ - darin enthalten sind liquide Mittel in Höhe von mehr als 80 Mio $, die der Finanzierung der Medikamentenentwicklung dienen sollen. <table>
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<td><% image name="Renovis_Logo" %></td>
</table>
Evotec erhält damit mehrere Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungskrankheiten in fortgeschrittener präklinischer Entwicklung. Die Transaktion soll Anfang 2008 zum Abschluss kommen, kurz davor strebt Evotec eine Notierung an der NASDAQ an.
Der Zusammenschluss von Renovis und Evotec soll ein weltweit tätiges pharmazeutisches Unternehmen mit großem Wachstumspotenzial hervorbringen, das über "Forschungskapazitäten auf Weltniveau", eine beachtliche Pipeline an Projekten, eine Reihe signifikanter Forschungspartnerschaften sowie liquide Mittel auf Pro-Forma-Basis von 175 Mio $ verfügt.
<small> Die Forschungsprogramme von <b>Renovis</b> konzentrieren sich bei der Entwicklung von Therapeutika gegen Schmerz- und Entzündungserkrankungen auf die purinergen Rezeptoren P2X3 und P2X7. Darüber hinaus hat Renovis ein weltweites Kollaborations- und Lizenzabkommen mit Pfizer zur Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von niedermolekularen Vanilloidrezeptor-(VR1)-Antagonisten. </small>Evotec will Renovis übernehmen
<a href=http://www.biomasseverband.at>Biomasseverband</a>, der WKÖ-Dachverband Energie-Klima sowie die Gemeinschaft Dämmstoff Industrie (<a href=http://www.gdi.at>GDI</a>) fordern eine "zweckgebundene Wohnbauförderung". Wohnbauförderungen und der Finanzausgleich sollen zu 100 % an den Klimaschutz gebunden werden. <% image name="Waermedaemmung" %><p>
<big> Biomasse-Lobbyisten und die Dämmstoffindustrie reiben sich gedanklich die Hände und legen der Öffentlichkeit ihren Wunschzettel vor. In ihrem vorgeschlagenen 5-Punkte-Programm heißt es: </big>
1. Die 2,2 Mrd € an <b>Wohnbauförderung</b> sollen <b>an eine verpflichtende Installation erneuerbarer Energietechnologie gebunden</b> werden, sodass im Neubau mindestens 20 % des Energiebedarfs und im Altbau 10 % durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Eine Reduktion des Energiebedarfs durch die Einführung von Niedrigenergie- und Passivhausstandard soll zu einer Reduktion von insgesamt 20 % beitragen.
2. Bei der Förderung erneuerbarer Heizsysteme sollen Bund und Länder ausreichend Mittel bereitstellen, damit jeder Antragsteller ohne Wartezeit eine <b>Umstellungsförderung von 30 % der Investitionskosten</b> erhält.
3. Das Miet- und Eigentumsrechts sollte novelliert werden, um Anreize für thermische und energetische Sanierung zu schaffen. Die <b>Umsatzsteuer</b> soll <b>von 20 auf 10 % für erneuerbare Energietechnologien</b> gesenkt werden und Gebietskörperschaften sollen verpflichtet werden, bei Neubauten oder Ersatz alter Heizsysteme in öffentlichen Gebäuden, die Wärme mit erneuerbaren Energiequellen bereit zu stellen oder an Fernwärmenetze anzuschließen. Die bisher gestaltete Förderung fossiler Heizsysteme soll komplett aufgegeben werden.
4. Um die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme zu beschleunigen, soll bei jeder Neuinstallation eines Öl- oder Gasbrenners eine <b>CO<small>2</small>-Pauschale von 4.000 €</b> eingehoben werden.
5. Und als Draufgabe wünschen sich die Ökoritter auch noch eine <b>Werbekampagne</b> für die Nutzung erneuerbarer Energietechnologie und für Wärmedämmung.Biomasseverband & GDI: Angriff auf die Bauordnung
September 18th
Preise im Verkehr: Fast so niedrig wie vor 20 Jahren
Die Österreichische <a href=http://www.energyagency.at>Energieagentur</a> hat aktuelle Daten zur Preisentwicklung des öffentlichen und privaten Nah- und Fernverkehrs präsentiert. Die realen Treibstoffpreise sind im Vergleich zu anderen Produkten des täglichen Lebens nur geringfügig gestiegen.Preise im Verkehr: Fast so niedrig wie vor 20 Jahren<% image name="Entwicklung_Treibstoffpreise" %><p>
Trotz der Erhöhung der Mineralölsteuer sind die Kosten von Diesel in den letzten 20 Jahren inflationsbereinigt nur geringfügig, nämlich um rund 7 %, gestiegen, Normalbenzin um rund 9 % und Super um rund 10 %. Die Kosten für eine Kfz-Versicherung sind in den letzten 20 Jahren um 28 % gestiegen. Die Kosten für die Fahrschule sind um fast 50 % höher als 1986. Bei Bahn (+17 %) und innerstädtischen Verkehrsmitteln (+20 %) musste der Konsument ebenfalls sukzessive tiefer in die Tasche greifen.
Was ist real billiger geworden - von 1986 bis 2006:
• Kartoffeln um rund 16 %
• Kühlschränke um rund 32 %
• Bohnenkaffee um rund 32 %
• Radios um rund 43 %
Was ist real teuerer geworden - von 1986 bis 2006:
• Zigaretten um rund 17 %
• Innerstädtische Verkehrsmittel um rund 20 %
• Dauerwelle um rund 21 %
• Tageszeitungen um rund 32 %
• Brot um rund 33 %
• Semmeln um rund 36 %
• Wohnungsaufwand um rund 38 %
• Arztkosten um rund 49 %
• Installateurstunde um rund 57 %
• Mechanikerstunden um rund 69 %
<small> Die Daten stammen aus dem Zeitraum 1986 bis 2006, gemessen wurde am Verbraucherpreisindex 1986 als Basiswert. Österreichs Energieagentur, die den monatlichen Energiepreisindex auf Basis der Daten der Statistik Austria veröffentlicht, hat die Darstellung und Berechnung vorgenommen. </small>
Im Gebäude der DG-Umwelt der EU-Kommission in Brüssel sind 2.300 m2 <a href=http://www.luxasolar.eu>Luxasolar Clear View</a> installiert worden. Diese sonnenbeständige, metallisierte Folie trägt dazu bei, Energieeinsparungen von bis zu 30 % sowie eine bedeutende Verringerung der CO<small>2</small>-Emissionen zu erreichen. Glasfolie senkt Energieverbrauch um bis zu 30 %<% image name="Luxasolar" %><p>
<small> Dank der Installation von Luxasolar erreicht die EU-Kommission bereits jetzt ihre eigenen vorgegebenen Einsparungsnormen und kann so auch die Energierechnung ihrer Gebäude unter Kontrolle halten. </small>
Die energiesparende Wirkung der Folie besteht im Sommer ebenso wie im Winter - sie wird auf die Innenseite bestehender Glasfenster und Verglasungen aufgebracht, wobei die Durchsichtigkeit erhalten bleibt. Die garantierte Amortisierung in 2-3 Jahren ist ebenfalls einmalig.
Luxasolar Clear View ist ein europäisches Konzept und bietet eine Alternative für die Heizungs- und Gebäudesteuerung. Die Glasfolie besteht aus laminierten Polyesterlagen, die auf das Glasfenster aufgetragen werden. Dabei ist entscheidend, dass 93 % der infraroten Wärmestrahlung draußen bleiben, sodass die Innentemperatur um 6-9 °C sinkt. 99 % der UV-Strahlung bleiben ebenfalls draußen, was das Ausbleichen von Teppichen, Möbeln und Kunstwerken verhindert. Auch Spiegelungen auf PC- und Fernsehschirmen gehören der Vergangenheit an.
Die hitzebeständige Folie kann sowohl vertikal als auch auf schräge Verglasungen wie Glaskuppeln, Dachluke, Lichtschachten oder Verandas angebracht werden. Die Energieeinsparungen, die in Gebäuden mit Klimaanlage von Mai-Oktober durch Luxasolar erreicht werden können, liegen Ø bei 30 %.
<small> Impfstoffkandidat: </small><br> Hohe H5N1-Immunreaktion bei niedriger Dosierung
Neue Daten von <a href=http://www.sanofipasteur.com>Sanofi Pasteur</a> zeigen, dass sein neuer Impfstoffkandidat zum Schutz gegen eine H5N1-Influenzapandemie, der ein firmeneigenes Adjuvans enthält, bei der niedrigsten bisher gemeldeten Dosis des H5N1-Antigens eine hohe Immunreaktion erzielt hat.<% image name="Injektionsspritzen" %><p>
<small> Der neue Impfstoff von Sanofi Pasteur - einmal vollständig entwickelt - kann im Falle einer Pandemie schnell in Milliarden Dosen bereitgestellt werden. </small>
Die Ergebnisse basieren auf der Auswertung eines klinischen Versuchs, der in Belgien ausgeführt wurde. Er erfasste 266 gesunde Erwachsene im Alter von 18-40 Jahren. Der getestete Impfstoff wurde aus dem inaktivierten H5N1-Virus gewonnen und enthält ein neues Adjuvans, das auf die Stimulierung des Immunsystems abzielt, um die Reaktion auf den Impfstoff zu erhöhen. Den Versuchsteilnehmern wurden von jeder Formel 2 Dosen verabreicht. Es wurden 4 Stufen von Antigendosierungen getestet, wobei 1,9 Mikrogramm die niedrigste Dosis war.
Der Impfstoff, der nur 1,9 Mikrogramm Antigen enthält, erzeugte in dem klinischen Versuch bei mehr als 70 % der Teilnehmer einen hohen Grad an seroprotektiver Immunreaktion und der Impfstoff mit 3,75 Mikrogramm Antigen führt in demselben klinischen Versuch bei mehr als 80 % der Teilnehmer zu einem hohen Grad an seroprotektiver Immunreaktion.
<small> Laut WHO kann die nächste <a href=http://pandemic.influenza.com>Influenzapandemie</a> allein in den Industrienationen 1-2,3 Mio stationäre Behandlungen und 280.000-650.000 Todesopfer fordern. Ihre Auswirkungen in den Entwicklungsländern werden als noch verheerender erwartet. Mit einer Produktion von 170 Mio Dosen Influenzaimpfstoff im Jahr 2006 hat Sanofi Pasteur seine Führung als weltgrößte Hersteller saisonbedingter Influenzaimpfstoffe bestätigt und einen großen Teil der geschätzten globalen Produktion von mehr als 350 Mio Dosierungen geliefert. Sanofi Pasteurs Influenzaimpfstoffe Vaxigrip und Fluzone sind in mehr als 100 Ländern lizenziert. </small><small> Impfstoffkandidat: </small><br> Hohe H5N1-Immunreaktion bei niedriger Dosierung
Die oberösterreichische <a href=http://www.ecotechnic.at>Ecotechnic</a> erzeugt aus Altglas ein Granulat, das jeder XPS-Dämmstoffplatte die Show stiehlt: Schaumglas ist nass und trocken dämmend, altert nicht und verrottet nicht. Weder Bakterien noch Nager oder Frost können Schaumglas etwas anhaben.<% image name="Ecotechnic" %><p>
<small> Internationale Baukonzerne setzen darauf, Passivhausbauer verwenden es, Kirchen werden damit renoviert und Architektenhäuser erbaut: Schaumglas. </small>
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Auch die Kosten liegen unter der herkömmlichen Dämmung. Schaumglas ist - im Gegensatz zu den von der Erdölwirtschaft abhängigen Dämmplatten - ein reines Recyclingprodukt, leicht, unkompliziert zu transportieren und simpel einzubauen.
Schaumglas kann unter jede Art von Gebäudefundament und Kellerplatte eingesetzt werden. Es eignet sich für Neubau und Sanierung. Das unscheinbare Granulat wird in die vorbereitete Baugrube eingeschüttet, gleichmäßig verteilt und um 30 % verdichtet. Durch die Schaumstruktur aus Glas wird die Wärme gespeichert und das Wasser abgeleitet.Schaumglas: Dämm-Material aus Altglas
Phase IIa: AX200 zeigt Wirksamkeit bei Schlaganfällen
Der Medikamentenkandidat AX200 von <a href=http://www.sygnis.de>Sygnis</a> ist ein sicherer Wirkstoff, der darüber hinaus auch Wirksamkeit in Schlaganfallpatienten gezeigt hat, so das Ergebnis der von Sygnis durchgeführten AXIS-Studie, in der AX200 für die Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls getestet wurde. <% image name="Sygnis_Logo" %><p>
AXIS ist eine doppeltblinde Schlaganfallstudie, die in Zentren in Münster, Leipzig, Heidelberg, Hamburg, Wiesbaden and Erlangen an 44 Patienten, wovon 30 mit AX200 und 14 mit Placebo behandelt wurden. Die mittlerweile umfassend durchgeführte Datenanalyse zeigt, dass insbesondere Patienten mit schweren Schlaganfällen von AX200 profitieren können.
"Ich bin erleichtert, dass es, nach einer Reihe von fehlgeschlagenen Schlaganfall-Studien nun offensichtlich wieder einen viel versprechenden Wirkstoff in der Entwicklung gibt", sagt Erich Bernd Ringelstein, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Schlaganfallhilfe.
<a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/6188>Vor 2 Monaten</a> informierte Sygnis bereits über die Sicherheit und gute Verträglichkeit von AX200 im Schlaganfallpatienten und kündigte weitere Datenanalysen hinsichtlich der Wirksamkeit an. Im Rahmen dieser Analyse wurden sowohl klinische Befunde als auch Ergebnisse bildgebender Verfahren (Kernspintomographie) statistisch ausgewertet. Alle primären und sekundären Endpunkte der Studie wurden erreicht.
Aufbauend auf der umfangreichen Datenbasis der AXIS-Studie prüft Sygnis derzeit mit führenden Schlaganfallexperten, wie die weitere klinische Entwicklung von AX200 beschleunigt werden kann. Sygnis-Chef Alfred Bach ist jedenfalls überzeugt: "AX200, das körpereigene protektive und regenerationsfördernde Mechanismen unterstützt, hat - über den Schlaganfall hinaus - ein großes Potenzial, um zu einem erfolgreichen Medikament entwickelt zu werden."
<small> Derzeit erleiden weltweit jährlich mehr als 5 Mio Menschen einen <b>Schlaganfall</b>. Aufgrund der demographischen Entwicklung nimmt die Zahl der Schlaganfallpatienten kontinuierlich zu. Schlaganfall ist heute die dritthäufigste Todesursache und verursacht erhebliche volkswirtschaftliche Kosten. </small>Phase IIa: AX200 zeigt Wirksamkeit bei Schlaganfällen
<a href=http://www.lanxess.de>Lanxess</a> hat einen Großauftrag für Ionenaustauscherharze erhalten. Diese werden künftig zur Gewinnung von Nickel im südpazifischen Neukaledonien eingesetzt. <% image name="Lanxess_Ionenaustauscherharze" %><p>
<small> Lanxess wird der Goro Nickel S.A.S. mit Sitz in Nouméa, Neukaledonien, Ionentauscherharze der Lewatit-Produktfamilie liefern. Ein Großteil des Liefervolumens besteht aus Spezialharzen. Beide Unternehmen haben über die Auftragssumme Stillschweigen vereinbart. </small>
Die auf der Goro-Hochebene in Neukaledonien lagernden Vorkommen - es soll ab Anfang 2009 erschlossen werden - von derzeit etwa 120 Mio t Erz reichen aus, um die Produktionsanlagen mit einer Kapazität von 60.000 Jahrestonnen für die kommenden 30 Jahre zu versorgen. Die nickelhaltigen Mineralien werden im Tagebau erschlossen. Insgesamt werden jährlich 10 Mio t Erdreich bewegt, die etwa 4 Mio t Erz enthalten.
Die Produktion von Nickel verursacht hohen Energieaufwand. Durch das herkömmliche Gewinnungsverfahren fallen große Mengen Schwefel- und Kohlendioxid an. Für das neukaledonische Projekt ist dagegen ein umweltfreundlicheres Verfahren geplant. Dabei werden die Erze, die von schweren Baggern in 10 m breiten Terrassen abgetragen werden, in die Fabrik gepumpt und dort unter Säureeinwirkung bei hohen Temperaturen und unter Druck die verwertbaren Metalle getrennt. Nach mehreren Reinigungsstufen sind die abgetrennten Metalle Nickel und Kobalt für den Transport aufbereitet.
Eine der Herausforderungen dieses Prozesses ist, dass die auf der Goro-Hochebene abgebauten Erze nicht nur Nickel enthalten, sondern auch kleinere Mengen anderer Metalle wie etwa Kupfer. Um diese abzutrennen, kommen die Ionentauscher zum Einsatz: Die metallhaltige Säurelösung wird einfach über das Lewatit-Produkt geleitet, das gezielt unerwünschte Metalle aufnimmt. Die abfließende Lösung enthält nahezu ausschließlich Nickel-Ionen, die dann in weiteren Verfahrensschritten – ebenfalls mit Ionentauschern – und mit geringerem Aufwand abgetrennt werden können.
Die regenerierten Ionentauscherharze können immer wieder neu eingesetzt werden. Sie sind so langlebig, dass der Betreiber der Anlage jedes Jahr, also nach der Verarbeitung von rund 4 Mio t Erz, nur geringfügige Mengen austauschen muss.Lanxess gewinnt Großauftrag aus Neukaledonien
Bioethanolwerk Pischelsdorf: Nach Testlauf folgt Pause
Die <a href=http://www.agrana.com>Agrana</a> wird die Errichtung der neuen Bioethanolanlage in Pischelsdorf planmäßig Ende September abschließen, danach mehrwöchig testen, in Folge jedoch bis zum Frühjahr abstellen. Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf die jüngste Preishausse bei Weizen und Mais auf den internationalen Rohstoffmärkten.Bioethanolwerk Pischelsdorf: Nach Testlauf folgt Pause<% image name="Agrana_Pischelsdorf_Luftbild" %><p>
Ungeachtet dieser Entscheidung wird Agrana alle Lieferverpflichtungen voll erfüllen. Die entsprechenden Mengen, insbesondere für die 4,4 %-Bioethanolbeimischung zum Fahrbenzin in Österreich ab 1. Oktober, werden zur Überbrückung von anderen Konzernunternehmen beigestellt.
Die Verschiebung des Regelbetriebes in Pischelsdorf wird auf die Ertragslage des Agrana-Konzerns im laufenden Geschäftsjahr 2007|08 keinen substanziellen Einfluss haben. Die Aufwendungen des laufenden Jahres liegen im Rahmen der Planung und werden keinen zusätzlichen Vorsorgebedarf notwendig machen.
Die Weizenpreise sind in den vergangenen Wochen extrem gestiegen und liegen derzeit bei 265 €/t. Im Vergleich dazu betrugen die Ø Weizenpreise im Geschäftsjahr 2006|07 rund 133 €/t und 2005|06 rund 107 €/t. Auch Mais notiert mit 246 €/t in Europa auf Rekordniveau. Hier betrug der Preissprung 2007 gegenüber dem Durchschnittspreis 2006|07 rund 70 % und gegenüber 2005|06 nahezu 100 %.
Die wichtigsten Ursachen für diese Entwicklung sind neben einer weltweit kontinuierlich wachsenden Nachfrage vor allem temporäre Einflüsse wie wetterbedingte regionale Missernten, die zu physischen Verknappungen in Europa führen sowie Spekulationen an den internationalen Warenbörsen.
Da die Ø Getreideüberschüsse der EU den Getreidebedarf für die Bioethanolerzeugung in Europa strukturell übersteigen, erwartet die Agrana insbesondere infolge der von der EU geplanten Aufhebung der 10 % Flächenstilllegung eine entsprechende Anhebung des Getreideanbaus und -aufkommens in Europa und dementsprechend einen Preisrückgang. Diese Trendwende sollte durch ein durchschnittliches Ertragsniveau bei normalen Witterungsverhältnissen verstärkt werden. Daher plant die Agrana im Frühjahr 2008, den Normalbetrieb der Anlage aufzunehmen.