Die Schweizer <a href=http://www.oncalis.com>Oncalis</a> und <a href=http://www.chemdiv.com>ChemDiv</a> aus San Diego sind eine weitreichende F&E-Partnerschaft eingegangen. Oncalis wird mit seiner auf Hefezellen basierenden Technologie Assays entwickeln - ChemDiv wird in vitro und in vivo Dienstleistungen erbringen, um Kandidaten für Rezeptor-Tyrosine-Kinase-Inhibitoren zu entwickeln.Oncalis und ChemDiv forschen gemeinsam<% image name="Reagenzglaeser1" %><p>
Oncalis ist erst <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/4201>kürzlich</a> vom Schweizer Biotech ESBATech ausgegliedert worden und entwickelt nun deren Kleinmolekül-Plattform unabhängig weiter.
ChemDiv stellt Lead-Moleküle für die einzigartige, auf Hefe basierende Screening-Plattform zur Verfügung, die jetzt vollständig von Oncalis übernommen wurde, sowie eine hochmoderne Hochdurchsatz-Screeningplattform und geistige Eigentumsrechte an Forschungsprojekten.
Die Zusammenarbeit mit ChemDiv sieht sowohl in der Schweiz als auch an ChemDivs Chemical Diversity Forschungsinstitut in Moskau die gemeinsame Entdeckung und Entwicklung von Wirkstoffkandidaten für mit Krebs zusammenhängende Kinase-Zielmoleküle vor.
Oncalis-CEO Alcide Barberis kommentiert: "Die Zusammenarbeit verschafft uns Zugang zu ChemDivs fast 1 Mio Kleinmoleküle umfassende Bibliothek, zu einem Heer von Chemikern, krebsorientiertem Medizinchemie-Know-how sowie in vitro und in vivo Modellen."
Die <a href=http://www.omv.com>OMV</a> nahm gemeinsam mit Shell und Todd Pohokura die Lieferungen aus dem neuseeländischen Gasfeld Pohokura auf. Die ab 2007 erwartete Förderrate von rund 40.000 Barrel Öl-Äquivalent (boe/d) pro Tag deckt rund 40 % von Neuseelands Gasbedarf. <% image name="Rohoelaufsuchung" %><p>
Die gesamten Entwicklungskosten von Pohokura betragen rund 600 Mio $ - es ist das zweitgrößte Gasfeld Neuseelands und befindet sich im Taranaki-Becken, wo auch das Maui-Gasfeld sowie das Maari-Ölfeld liegen, welche die OMV bearbeiten wird.
Die OMV wird durch ihre Anteile an Pohokura und Maui als drittgrößter Gasproduzent rund 11 % des neuseeländischen Marktes versorgen.
In Summe ist die OMV nun der größte Produzent flüssiger Kohlenwasserstoffe (Öl und Kondensat) in Neuseeland.OMV startet Gasförderung in Neuseeland
Neue Daten zeigen, dass mehr als zwei Drittel weniger Influenza-Todesfälle auf die Behandlung mit dem von <a href=http://www.roche.com>Roche</a> vermarkteten Tamiflu (Oseltamivir) zurückgeführt werden können.<% image name="Tamiflu" %><p>
Tamiflu senkt laut den vorgestellten Daten das mit der saisonalen Influenza bei schwer kranken Patienten verbundene Sterberisiko. Die Behandlung infizierter Erwachsenen führte zu einer <u>um 71 % verringerten Mortalität.</u> Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung antiviraler Therapien bei saisonaler Influenza auf und heben die Schwere und das Mortalitätsrisiko der Krankheit hervor.
Die populationsbasierte Überblicksstudie wurde in zwei aufeinanderfolgenden Influenza-Saisons an 512 Patienten durchgeführt, die in der Provinz Ontario aufgrund von mit einem positiven Influenzatest verbundener Krankheit ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Mehr als die Hälfte dieser Patienten, vor allem diejenigen mit anderen Krankheiten, waren zuvor geimpft worden. 84 % wurden zum Zeitpunkt der Einlieferung bzw. Diagnose mit Antibiotika behandelt und 32 % mit antiviralen Mitteln (3 % Amantadin; 97 % Oseltamivir).
Von der Gesamtzahl der Influenza-Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, wurde bei 67 % Influenza mit oder ohne Lungenentzündung, bei 13 % eine Atemwegsinfektion (akute Bronchitis etwa) und bei 62 % ein von Viren ausgelöster grippaler Infekt festgestellt. Von allen erwachsenen Patienten starben 6,4 % - und diese Todesfälle wurden auf Influenza zurückgeführt. Die Behandlung von Erwachsenen mit antiviralen Mitteln wurde mit einer Verringerung von Todesfällen durch Influenza von mehr als 2/3 assoziiert.
<small> <b>Tamiflu</b> wurde mit dem Ziel entwickelt, gegen alle klinisch relevanten Influenzaviren zu wirken. Das Arzneimittel funktioniert, indem es die Wirkung des Neuraminidase-Enzyms (NAI) auf der Oberfläche des Virus hemmt. Wird die Neuraminidase gehemmt, kann das Virus sich nicht ausbreiten und andere Zellen des Körpers infizieren. </small>Tamiflu senkt das Risiko, an Influenza zu sterben
Die <a href=http://www.omv.at>OMV</a>, die Erdgasgroßhändler <a href=http://www.econgas.at>EconGas</a>, GWH, <a href=http://www.centrex.at>Centrex</a> sowie die Gazprom-Tochter <a href=http://www.gazexport.com>Gazexport Ltd.</a> haben neue Gaslieferverträge unterzeichnet, welche die Gasimporte nach Österreich bis 2027 fixieren und damit die 2012 auslaufenden Verträge verlängern. <% image name="Gaszaehler" %><p>
Das neue Vertragsvolumen beträgt rund 7 Mrd m³/Jahr. Insgesamt wurden damit Gaslieferungen im Umfang von ca. 150 Mrd m³ für Österreich gesichert. OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer spricht von „der langfristigen Sicherung der Erdgasversorgung in Österreich“.
EconGas, an der die OMV 50 % hält, wird dabei in ein direktes Vertragsverhältnis mit Gazexport eintreten und dabei den bisherigen Vertragspartner OMV Gas ablösen. Durch den Abschluss eines direkten Liefervertrages zwischen GWH Gas (einem Gemeinschaftsunternehmen von OMV, Gazexport und Centrex) und Gazexport wird GWH 20 % des österreichischen Marktes – die Landesferngasgesellschaften in Kärnten, Salzburg und der Steiermark – mit russischem Gas beliefern.
<small> Die seit 1968 nach Österreich importierten Gasvolumina betrugen per September 2006 rund 150 Mrd m3. Auch für den Transit von russischen Gasmengen nach Ungarn, Slowenien, Kroatien, Italien, Deutschland und Frankreich nimmt Österreich eine zentrale Stelle ein. Bereits heute transitiert OMV Gas jährlich rund 45 Mrd m³ durch ihr Pipelinenetz. Dies entspricht in etwa einem Drittel der russischen Erdgasexporte nach Westeuropa. Mit 1. September 2006 beliefen sich die kontrahierten Transitmengen auf ca. 600 Mrd m³. <small>OMV und Gazexport verlängern Gaslieferverträge
Immunantwort liefert Prognosen zur Tumorausbreitung
Grazer Forscher haben gemeinsam mit Medizinern vom <a href=http://www.inserm.fr>INSERM Paris</a> bewiesen, dass weit präzisere Prognosen über den Krankheitsverlauf bei Dickdarm-Patienten möglich sind als bisher bekannt. Immunantwort liefert Prognosen zur Tumorausbreitung<% image name="Trajanoski" %><p>
<small> Zlatko Trajanoski: "Vorhersagen über die Wahrscheinlichkeit, ob ein Krebs-Patient wieder erkrankt, sind möglich." </small>
Derzeit liegt der Fokus bei der Diagnose und Behandlung von Krebspatienten auf dem Tumor selbst und nicht auf den Immunzellen. Das Grazer Team um den Bioinformatiker Zlatko Trajanoski untersucht dagegen die Immunzellen sowohl im Tumor als auch im benachbarten Gewebe. Mit Erfolg: Denn die Art, die Dichte und die Lokalisation der Immunzellen in Darm-Tumoren ermöglichen exakte Prognosen auf die klinischen Folgen: "Wir können den Medizinern bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung ein sehr genaues Bild des wahrscheinlichen Krankheitsverlaufs anbieten", sagt Trajanoski, der das Institut für Genomik und Bioinformatik der TU Graz leitet.
Das Forscherteam hat erst im Vorjahr den Nachweis dafür erbracht, dass Immunzellen für die Tumorbekämpfung mitverantwortlich sind. Gemeinsam mit der Uni Innsbruck soll nun untersucht werden, ob die neuen Erkenntnisse auch auf Prostata- oder Eierstockkrebs zutreffen.
In dreijähriger Entwicklungsarbeit bauten die Grazer Bioinformatiker eine Datenbank auf, in der sie klinische und genomische Daten erfassten. Dafür untersuchten sie die Daten zu 400 Gewebeproben von Krebspatienten und prüften ihre Erkenntnisse an 2 Kontrollgruppen. Die französischen Kollegen hatten bereits 1985 bis 2000 Proben von insgesamt 1.000 Patienten gesammelt. Diese Zellproben können auch heute noch dank Bioinformatik neue Erkenntnisse liefern: "Sie verhalten sich wie erloschene Sterne: Noch lange nachdem sie verglüht sind, sehen wir sie leuchten", so Trajanoski.
Die Österreich-Tochter des deutschen Medizintechnik-Spezialisten <a href=http://www.ottobock.at>Otto Bock Healthcare</a> hat den neuen Standort in Wien-Simmering eröffnet. 19 Mio € wurden in die Erweiterung investiert - hier werden etwa der "DynamicArm" oder das "C-Leg" gefertigt.Otto Bock Healthcare baut Wiener Standort aus <% image name="Rollstuhlzeichen" %><p>
Die Wiener Niederlassung hat sich im internationalen Prothetik-Sektor einen Spitzenplatz gesichert. Mit ihren 320 Mitarbeitern kommt der Wienere Otto Bock Healthcare im Bereich F&E eine wichtige Rolle zu - rund ein Viertel der Mitarbeiter ist in diesem Bereich tätig.
Am neuen Standort im 11. Bezirk an dem früher ein Siemens-Werk untergebracht war, hat Otto Bock Healthcare bisher rund 12 Mio € investiert. Das Gebäude wurde komplett renoviert und adaptiert und erfüllt alle Anforderungen einer High-Tech-Produktionsstätte. Auf dem Nachbargrundstück errichtet das Medizintechnik-Unternehmen bereits ein weiteres Produktionsgebäude um 7 Mio €.
Ende 2005 kam eine in Wien entwickelte Armprothese auf den Markt, die einen bemerkenswerten Fortschritt im Glied-Ersatz für Oberarmamputierte bedeutet: Der "DynamicArm". Der Benützer kann den künstlichen Arm heben und senken, die Hand öffnen und schließen und bis zu 6 kg Gewicht damit heben. Ein spezielles Ellbogen-System gleicht die Bewegungen dabei optisch und funktionell den natürlichen Bewegungen eines Armes an. Ermöglicht werden diese Aktivitäten durch ein ausgeklügeltes Zusammenwirken von Elektronik und Mechanik.
Maßstäbe in der Orthopädie-Technik konnte das Unternehmen auch mit dem C-Leg setzen, das 1999 mit dem österreichischen Staatspreis für Innovation honoriert wurde. Die computergesteuerte Beinprothese für Oberschenkelamputierte wird seit 1997 in Wien gefertigt und weltweit vermarktet. Die Bewegung der Prothese wird durch einen Mikroprozessor im Kniegelenk gesteuert. 50-mal pro Sekunde errechnen hochsensible Sensoren, in welcher Phase des Schritts sich das Bein befindet. Durch eine elektronische Steuerung passt sich das C-Leg jeder Situation automatisch an - ob beim Treppensteigen, Gehen im Dunkeln oder Gehen im Einkaufsgedränge.
Geklärt: Molekularer Mechanismus der Immunproteine
Für den Aufbau der Immunabwehr ist eine Proteinklasse bedeutsam, die bei einem Befall durch Viren oder Bakterien durch extrazelluläre Botenstoffe (Interferone) stimuliert wird. Wie eines dieser Proteine, das humane Guanylat-bindende-Protein-1 (hGBP1), arbeitet, haben Forscher der Ruhr Uni Bochum herausgefunden. Geklärt: Molekularer Mechanismus der Immunproteine<% image name="hGBP1_Proteine" %><p>
<small> Molekulare Ansicht zweier hGBP1 Proteine (eines hinten in blau und das andere durchsichtig davor in grün), deren Interaktion durch die beiden GTP Moleküle gesteuert wird (Kugeln in dunkelblau, weiß und rot). </small>
Das besondere bei GTP-bindenden Proteinen besagt schon ihr Name: Sie haben ständig einen Co-Faktor gebunden - das GTP. Dieses kleine organische Molekül sorgt dafür, dass "sein" Protein eine bestimmte mikroskopische Struktur annimmt, die es erst dazu befähigt, mit dem Partnerprotein in Interaktion zu treten.
Damit sind diese Wechselwirkung und die damit verbundene Funktion regulierbar, denn das GTP kann seinerseits durch Abspaltung einer Phosphatgruppe verändert werden. Dieses Prinzip des "Ein- und Ausschaltens" eines Proteins ist in der Natur weit verbreitet und dient zur Regulation von Zellwachstum und -differenzierung, Proteinbiosynthese und vielen anderen Prozessen.
Eine Besonderheit des hGBP1 ist, dass es von seinem Co-Faktor nicht nur eine, sondern nacheinander zwei Phosphatgruppen abspaltet, so dass eine größere Vielfalt von regulierbaren Wechselwirkungen denkbar ist. Bisher konnten die Forscher zeigen, dass dadurch ein Selbst-Assemblierung des hGBP1 gesteuert wird. Nun sind sie auf der Suche nach weiteren Interaktionspartnern des Proteins. "Die wird es für das hGBP1 geben müssen, um die Wirkung des Proteins in der Immunabwehr zu erreichen", so Christian Herrmann von der Ruhr Uni Bochum.
Jenaer Chemiker imitieren Energiegewinnung der Natur
Mit einer weltweit einmalig hohen Ausbeute sind Jenaer Chemiker in der Lage, in einem der Natur nachempfundenen Prozess molekularen Wasserstoff zu erzeugen. Das Besondere an dem Verfahren: Die Reaktion läuft in einem einzigen Molekül ab.<% image name="Wald" %><p>
Die Wissenschaftler vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Uni Jena nutzen Licht, um Elektronen gezielt von einer Untereinheit dieses Moleküls zu einer anderen springen zu lassen. Dadurch entsteht am Ende der Reaktion molekularer Wasserstoff.
Sven Rau hat für diese Form der Energiegewinnung aus Licht in jahrelanger Synthesearbeit einen speziellen Katalysator entwickelt: "Unser Vorbild ist die Natur, die uns in jedem grünen Blatt vormacht, mit welcher Effizienz man das Sonnenlicht zur Energiegewinnung nutzen kann. Wir haben nun einen wichtigen Baustein gefunden, mit dem auch der Mensch diese Quelle in Zukunft mit einer hohen Ausbeute nutzen kann." So sei es denkbar, dass eines Tages Autos den speziellen Molekülkomplex in ihrer Windschutzscheibe tragen und das darauf scheinende Sonnenlicht den Wasserstoff als Treibstoff für die Brennstoffzelle erzeugt.
Wie bei der Photosynthese hat der Prozess, den die Chemiker im Labor ablaufen lassen, 2 wesentliche Stationen: Ein spezieller Metallkomplex mit Ruthenium als ausschlaggebendem Bestandteil dient als Antenne, die das Licht einfängt. Das Ruthenium gibt daraufhin ein Elektron ab, das auf das Reaktionszentrum springt, dessen Kern ein Palladiumatom bildet. An diesem Metallzentrum wird schließlich Wasserstoff gebildet.
In der Natur sind es die Blattfarbstoffe "Chlorophylle" und "Carotinoide", die als Lichtantennen dienen. Die Aufnahme der Lichtenergie versetzt sie in einen energiereichen angeregten Zustand. Sie geben diese Energie weiter, die damit als Triebkraft für eine Reihe von Reaktionen dient. An deren Ende wird aus CO<small>2</small> Zucker gewonnen. "Was wir der Natur bisher noch nicht abschauen konnten, ist die perfekte Zielgerichtetheit dieser Prozesse", erklärt Rau. In seinem Laboraufbau springen noch nicht alle Elektronen vom Ruthenium auf das Palladium über, doch das soll jetzt mit Laser-spektroskopischen und quantentheoretischen Methoden perfektioniert werden.Jenaer Chemiker imitieren Energiegewinnung der Natur
In Knittlingen bei Pforzheim (Baden-Württemberg) wird eine neue Abwassertechnologie erprobt: In einem Neubaugebiet wird Abwasser dort gemeinsam mit Küchenabfällen semi-dezentral via Anaerobtechnik gereinigt und gleichzeitig Biogas und Dünger gewonnen. Zudem wird Regenwasser wieder in Trinkwasserqualität zur Verfügung gestellt. DEUS 21: Energie und Düngemittel aus dem Abwasser<% image name="Bioreaktor_Membranfilter" %><p>
<small> Im Bioreaktor wird das Abwasser anaerob gereinigt und Biogas gewonnen. Die nachgeschalteten Rotationsscheibenfilter halten die anaeroben Bakterien im Reaktor zurück und filtern das hier gereinigte Abwasser. </small>
Nach Abschluss der zweijährigen Bauarbeiten geht die vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart entwickelte Anlage jetzt offiziell in Betrieb. Das "Wasserhaus" des Projekts mit dem Namen DEUS 21 (Dezentrales urbanes Infrastruktursystem) vereint dabei alle unterirdischen Wasserwege - es bereitet das Regenwasser auf, ist Abwasservakuumstation und anaerobe Abwasserreinigung zugleich.
Zusätzlich zur klassischen Trinkwasserleitung aus dem örtlichen Wasserwerk führt in Knittlingen eine separate Ringleitung <u>aufbereitetes Regenwasser</u> aus dem "Wasserhaus" in die Haushalte. Im Wasserhaus wird das Regenwasser mit Rotationsscheibenfiltern aufbereitet, die am Fraunhofer IGB entwickelt wurden. "Die Poren dieser keramischen Membranfilter sind kleiner als Bakterien und Viren - das gefilterte Regenwasser ist somit keimfrei" erläutert Walter Trösch vom Fraunhofer IGB. Es kann zum Waschen und Duschen, zum Geschirrspülen, für die WC-Spülung oder zur Gartenbewässerung genutzt werden. Zudem werden Entkalkungsmittel und Weichspüler überflüssig, da das Regenwasser besonders weich ist.
Im Projekt DEUS 21 wird zudem das Abwasser nicht ins örtliche Abwassernetz geleitet, sondern mit dem im Haushalt anfallenden Biomüll über eine Vakuumkanalisation einer Abwasserreinigungsanlage zugeführt. Die Haushalte haben so die Möglichkeit, noch einmal Wasser zu sparen, wenn sie anstatt der herkömmlichen Wasserspülklos Vakuumtoiletten installieren, die nur 1/10 des Wassers verbrauchen.
Nun kommt die <u>biologische Abwasserreinigung</u> zum Einsatz: Diese besteht aus einem 2,5 m3 fassenden Bioreaktor mit einer Membranfilterstufe. "Wir betreiben den Bioreaktor anaerob, das heißt unter Ausschluss von Luftsauerstoff und bei hiesigen Temperaturen. Das ist eine Weltneuheit, denn herkömmliche Kläranlagen nutzen aerobe Biologie für die Endreinigung des Abwassers. Anaerobe Mikroorganismen bilden weniger Biomasse als aerobe und produzieren zudem Biogas, das die Anlage mit Strom und Wärme versorgt." Überschussstrom kann in das Versorgungsnetz eingespeist werden.
Das gereinigte Abwasser, das als Filtrat die Membranfilterstufe des Bioreaktors verlässt, hat einen niedrigen CSB (chemischen Sauerstoffbedarf), weil es kaum organische Kohlenstoffverbindungen enthält. Die restlichen Phosphate und Ammoniumstickstoffe werden als wertvolle Düngemittel aufbereitet: Phosphat wird als Magnesium-Ammonium-Phosphat gefällt, Ammonium aus dem Regenerat einer Ionenaustauschersäule per Luftstrippung zurückgewonnen.
Das Konzept kann auch für regenarme Regionen angepasst werden. Damit eröffnen sich Exportchancen für die Industriepartner Bellmer, Eisenmann, EnBW, Festo, Gemü, GEP, Kerafol, Prov und Roediger.
Angesichts der am 1. Oktober in Kraft tretenden europäischen Abgasnorm Euro 4 rechnet die <a href=http://www.omv.com>OMV</a> mit einem stark steigenden Bedarf nach AdBlue und verdichtet daher ihr AdBlue-Tankstellennetz. <% image name="OMV_Tankstelle" %><p>
<small> Euro 4 soll für 80 % weniger Partikel und ein Drittel weniger Stickoxide bei den LKW-Emissionen sorgen. Genau das ermöglicht die Harnstofflösung AdBlue in Kombination mit der SCR-Technik (Selective Catalytic Reduction). </small>
Die OMV ist überzeugt: Während bisher nur ein LKW Hersteller - vorwiegend für den deutschen Raum - Fahrzeuge mit der notwendigen SCR-Technik (Selective Catalytic Reduction) lieferte, werden ab 1. Oktober alle namhaften europäischen Nutzfahrzeughersteller diesem Beispiel folgen.
In den tauglichen Fahrzeugen wird die Harnstofflösung AdBlue in einen zusätzlichen Tank gefüllt und während des Betriebs automatisch in das Abgassystems eingedüst. Im Katalysator werden damit Stickoxide in Luftstickstoff und Wasser umgewandelt. So kann die Partikelemission von LKW-Dieselmotoren um 80 % und die Stickoxidemission um ein Drittel gesenkt werden. Gleichzeitig senkt der Einsatz der SCR-Technik den Kraftstoffverbrauch um bis zu 7 %. Bei einer Tankgröße von 60 l muss Ø nur alle 4.000 km getankt werden.
AdBlue ist heute an 131 OMV-Tankstellen in Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn erhältlich. Bei 32 davon kommt die Harnstofflösung direkt aus der Zapfsäule, bei den übrigen ist AdBlue in 10 l-Gebinden erhältlich. 2007 wird die OMV die Anzahl ihrer AdBlue Tankstellen mit Zapfsäulen in Mitteleuropa auf 67 erhöhen.OMV setzt auf AdBlue: Harnstoff gegen LKW-Abgase