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September 27th, 2006

Bewährt: Biologisches Pflanzenstärkungsmittel BIQ

Das von russischen Forschern entwickelte Pflanzenstärkungsmittel <a href=http://www.biq.at>BIQ</a> aus flüssigem Wurmkompost diente ursprünglich der Regeneration von schwer kontaminierten Böden. Jetzt hat es in niederösterreichischen Tests die Ertragssteigerung bei Gerste bewiesen. <% image name="BASF_Getreideernte" %><p> Bei einer <a href=http://root.lako.at/versuche/pdf/pflanzenbau/weitere/energiekorn_tulln_2006.pdf>Untersuchungsreihe</a> der niederösterreichischen Landesregierung mit Wintergerste lieferte BIQ einen &Oslash; Mehrertrag von 32 % gegenüber alleiniger Stickstoffdüngung und war damit den Mitbewerbern in fast allen Bereichen überlegen. Auch der Eiweißgehalt hat in diesem Vergleich, sowohl beim ein- als auch beim mehrjährigen Ergebnis Höchstwerte erreicht. BIQ konnte damit beweisen, dass hohe Getreideerträge und hoher Eiweißgehalt kein Widerspruch sind. Werner Stumpf betreibt seit 1992 eine Handelsfirma in Bulgarien und versucht seit 2003 die Österreicher vom biologischen Düngemittel BIQ zu überzeugen. Er ist nach 2 Jahren überzeugt, dass die auf 5 Jahre angelegte Untersuchungsreihe zudem den Effekt der Bodenregeneration durch BIQ bestätigen wird: Durch die mannigfachen Inhaltsstoffe des Wurmkomposts (Humin- und Fulvosäuren, Phytohormone, Aminosäuren wie Asparagin, Glutamin, Valin, Methionin sowie Mikroorganismensporen) erfolge eine nachhaltige Regeneration überstrapazierter Böden. Und dies alleine durch die Düngung der Pflanzen. Bewährt: Biologisches Pflanzenstärkungsmittel BIQ

Schnittstelle verbindet AS-i-Ebene mit Profinet

Mit dem neuen Netzübergang IE/AS-i Link PN IO bietet <a href=http://www.siemens.de/as-interface>Siemens A&D</a> eine kompakte Verbindung zwischen der Profinet- und der AS-Interface-Ebene. Als AS-Interface-Master bietet es einen durchgängigen Austausch von Informations- und Diagnosedaten. Schnittstelle verbindet AS-i-Ebene mit Profinet <% image name="Siemens_Schnittstelle_AS-i_Profinet" %><p> <small> Mit der neuen Schnittstelle werden übergeordnete Systeme noch effizienter mit der untersten Feldebene verknüpft. </small> Nach der AS-i-Spezifikation 3.0 können mit Einfach- oder Doppelmastern bis zu 62 Slaves adressiert werden. Profinet-IO-Controller tauschen über das Gerät E/A-Daten mit den unterlagerten AS-Interface-Slaves zyklisch aus. Zusätzlich sind azyklische Dienste etwa zur Parametrierung oder Diagnose in der Lage, AS-i-Masteraufrufe durchzuführen. Über ein integriertes Bediendisplay kann der Anwender den unterlagerten AS-i-Strang komplett in Betrieb setzen. Zudem können die Slaves über die Anzeige auch parametriert oder einem kompletten IO-Test aller digitalen und analogen Slaves unterzogen werden – auch ohne Verbindung zum übergeordneten System. Während des Betriebes stehen detaillierte Diagnose-Infos am Display zu Verfügung, die helfen, einen Fehlerort unmittelbar zu lokalisieren. Diese Funktionen lassen sich durch den integrierten Webserver auch aus der Ferne via Browser nutzen. Durch die Kombination mit einem vorgeschalteten WLAN-Modul lässt sich ein AS-i-Strang auch ohne aufwendige Verkabelung an Profinet einbinden.

DSM erweitert Produktionskapazitäten für Dyneema

<a href=http://www.dsm.com>DSM</a>, der weltgrößte Hersteller von High-Performance-Polyethylen-Produkten (HPPE), wird in neue Produktionskapazitäten für <a href=http://www.dyneema.com>Dyneema fiber</a> investieren. DSM erweitert Produktionskapazitäten für Dyneema <% image name="DSM_Greenville" %><p> <small> DSM-Standort Greenville bekommt neue Dyneema-Kapazitäten. </small> Die neue Anlage soll bis Anfang 2008 in Greenville, North Carolina, entstehen. Mehrere 10 Mio $ sollen in die Anlage investiert werden - sie wird die insgesamt zehnte Fiber-Produktion von DSM sein. DSM-Vorstandsmitglied Nico Gerardu kommentiert: "Die Nachfrage nach Dyneema-Produkten ist seit Jahren höher als unsere Produktionskapazität."

September 26th

Intercell erforscht therapeutischen HCV-Impfstoff weiter

<a href=http://www.intercell.com>Intercell</a> startet eine weitere Phase II-Studie mit dem therapeutischen Hepatitis C-Impfstoff (IC41) bei chronischen Hepatitis C-Patienten, deren Krankheit noch nicht behandelt wurde. Intercell erforscht therapeutischen HCV-Impfstoff weiter <% image name="Intercell" %><p> Es wird nun die optimierte Häufigkeit und Art der Verabreichung verwendet, die mit der im Frühjahr abgeschlossenen Optimierungsstudie festgelegt wurde. Ergebnisse werden Mitte 2007 erwartet. 50 Patienten aus Deutschland, Polen und Rumänien werden in die Studie aufgenommen. Sie soll zeigen, dass die Behandlung mit IC41 zu einer anhaltenden Reduktion der Viruslast führen kann. Mit dem optimierten Impfschema soll eine signifikant stärkere T-Zellen-Antwort im Vergleich zu früheren Studien erreicht werden. In der bereits abgeschlossenen Phase II-Studie mit IC41 stand die stärkste T-Zellen-Antwort in Zusammenhang mit einer klinisch bedeutenden Verringerung der Viruslast. In einer weiteren bereits laufenden Phase II-Studie, die 24 Patienten einschließt, wird die Kombination von IC41 mit der Standardtherapie Interferon/Ribavirin getestet. Die primären Endpunkte dieser Studie sind Sicherheit und pharmakodynamische Interaktionen von IC41 mit der Standardtherapie. Das soll die Entwicklung von IC41 in einer Kombinationstherapie unterstützen, in der dann auch die optimierte Häufigkeit und Art der Verabreichung verwendet werden wird.

BEKO Holding übernimmt Sperrminorität an Triplan

Die Wiener <a href=http://www.beko.eu>BEKO Holding</a> baut ihre Engineering-Kompetenz mit der Sperrminorität an der deutschen <a href=http://www.triplan.com>Triplan</a> aus und sieht Synergien im erweiterten Branchenspektrum und einer vergrößerten Marktpräsenz. BEKO Holding übernimmt Sperrminorität an Triplan <% image name="BEKO_Engineering" %><p> Triplan hat sich auf zwei Geschäftsfelder spezialisiert, die sich mit den Produkten und Dienstleistungen der BEKO Engineering und der Beko Engineering & Informatik AG ergänzen sollen: Triplans Engineering Services konzentriert sich auf Planungsleistungen in der Pharmazie, Chemie, Petrochemie, Biotech- und Nahrungsmittelbranche sowie für erneuerbare Energien. Im Geschäftsfeld Technology Services bietet Triplan die Entwicklung und den Vertrieb von Software in der Fabrikplanung sowie der Gebäudetechnik an. Triplan erwirtschaftete 2005 einen Umsatz von 24,6 Mio € bei einem EGT von 18.000 €. Im ersten Halbjahr 2006 zeigte sich ein positiver Trend: Der Umsatz stieg um 80 % von 10,9 auf 19,6 Mio € zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Synergien ergeben sich durch eine Erweiterung des Branchenspektrums sowie der Regionen. Der BEKO Engineering Fokus kann damit auf die pharmazeutisch-chemische Industrie und Unternehmen der Biotech- und Food-Branche ausgedehnt werden. Durch Standorte der Triplan in Deutschland, der Schweiz und der starken Marktpräsenz der BEKO Engineering in Österreich mit Standorten in Graz, Klagenfurt, Linz, Salzburg, St. Pölten und Wien kann der gesamte DACH-Markt betreut werden. Ein besonderes Synergiepotenzial ergibt sich auch in Tschechien, durch jeweils einen Standort der Triplan und der Beko Engineering. <small> BEKO ist Österreichs größte börsenotierte Holding im Technologie-Umfeld. Sie beteiligt sich an einschlägigen Unternehmen und macht ihren Einfluss in Richtung Integration geltend. </small>

ARA senkt Lizenztarife und führt Überschüsse zurück

Die <a href=http://www.ara.at>ARA</a> senkt 2007 die Tarife für die Verpackungssammlung markant: Dank einer gesteigerten Sammelqualität und guter Verwertungserlöse aufgrund hoher Rohstoffpreise. Zudem konnten die nicht gerade knappen Überschüsse aus Vorperioden von 25 Mio € kalkuliert werden. Und das wird heftig kritisiert. ARA senkt Lizenztarife und führt Überschüsse zurück <% image name="ARA_Lizenzkosten" %><p> <small> Die &Oslash; Lizenzierungskosten für die Sammlung und Verwertung 1 gemischten t Verpackungsmaterial sinken 2007 von 141 auf 132 €. </small> Konkret werden die Lizenzierungskosten für Transportverpackungen aus Papier um 7 % auf 0,042 € verringert, jene für Einweg-Glasverpackungen um 12 % auf 0,061 €. Eine maßgebliche Reduktion von 37 % erfuhr auch die Packstoffgruppe Industrie/Gewerbe- & Große Kunststoffverpackungen. Weitere markante Tarifsenkungen gibt es bei Keramik mit 41 % und EPS (z.B. Styropor) mit 38 %. Ferrometalle können künftig um 9 % günstiger lizenziert werden, Kunststoffe klein um 2 % und Materialverbunde um 13 %. <b>Lösung für Bio-Verpackungen.</b> Da Packstoffe auf biologischer Basis zunehmend Verwendung finden und die Unternehmen eine Möglichkeit haben sollen, auch mit diesen Packstoffen die Vorschriften der Verpackungsverordnung zu erfüllen, hat die ARA beim Lebensministerium einen entsprechenden Antrag auf Systemgenehmigung eingereicht. Sofern dieser erteilt wird, wird die ARA ab 2007 Herstellern, Vertreibern und Abfüllern biogener Packstoffe die Entpflichtung für Packstoffe auf biologischer Basis und damit die einfache Erfüllung der Pflichten aus der Verpackungsverordnung anbieten können. <b>Heftige Kritik.</b> Wenig Lob für die am ersten Blick wie eine Frohbotschaft getarnte Aussendung kommt indessen vom Recyclingdienstleister <a href=http://www.eva.co.at>EVA</a> - eine Tochter der Kölner Interseroh AG: Die angekündigten Tarifsenkungen der ARA, die erst durch die jahrelange Bildung von enormen Rücklagen aus den laufenden Lizenzeinnahmen möglich werden, hält die EVA für rechtswidrig. "Die Tarifpolitik der ARA hat zu hohen Reserven geführt, die mit dem Kostenorientierungsgebot der Verpackungsverordnung nicht vereinbar sind. Die Einrechnung so genannter Zufallsgewinne in künftige Tarife verstößt zudem gleich zweifach gegen das Kartellrecht: Einerseits sind Unterkostentarife des Marktbeherrschers als missbräuchliche Kampfpreise zu qualifizieren, andererseits entsteht durch die Verwendung der Reserven für die nun angekündigten Tarifsenkungen eine Marktabschottung und sittenwidrige Kundenbindung zu Lasten der Kunden und der Wettbewerber", so EVA-Chef Franz Sauseng. Die ARA habe über Jahre hinweg aus den Lizenzeinnahmen steuerfreie Rückstellungen bzw. passive Rechnungsabgrenzungen von mehr als 100 Mio € gebildet. Die ARA-Kunden hätten daher jetzt einen Rückzahlungsanspruch für jene Beträge, die sie in den letzten Jahren zu viel an die ARA gezahlt haben, meint die EVA, eine Auflösung der Reserven ausschließlich durch künftige Tarifreduktionen sei dagegen nicht zulässig. Denn das binde die Kunden auch weiterhin an die ARA und behindere so den Wettbewerb.

Wider den Müllberg: Neue Stoffströme in Österreich

Die vierte Fortschreibung des Bundes- Abfallwirtschaftsplans informiert über die Umsetzung des Abfallwirtschaftsgesetzes 2002 und die seit 2004 geltende Deponieverordnung: Österreich darf sich über immer weniger Müll auf Deponien freuen. Dennoch wächst der Müllberg bis 2009 weiter. <% image name="Muell" %><p> So stieg die Abfallmenge seit 1999 um 5 Mio t und erreichte 2004 damit 54 Mio t, wobei insbesondere die Zunahme des Bodenaushubs infolge vermehrter Bahn-Bauten um 2 Mio t. auf 22 Mio t und eine 10-prozentige Zunahme des Haushaltsmülls als Ursachen genannt werden. Ausgeweitet wurde aber auch die thermische Verwertung des Restmülls, sodass die Masse der Schlacken und Aschen aus der Müllverbrennung um 628.000 t auf 2 Mio t wuchs. Bei den Haushaltsabfällen wurden die Sammelergebnisse bei der getrennten Erfassung einiger Altstoffarten (biogene Abfälle, Holz und Papier) sowie bei Problemstoffen verbessert. Der Anteil gefährlicher Abfälle, die speziell behandelt werden müssen, blieb mit 1 Mio t gleich. Fäkalschlämme aus Senkgruben gingen mit dem weiteren Ausbau des öffentlichen Kanalnetzes um 400.000 t zurück. Die erfolgreiche Umsetzung der Deponieverordnung kann daran abgelesen werden, dass bereits im ersten Jahr ihrer Geltung die Menge des deponierten Abfalls um 8 % auf 9,7 Mio t abnahm. Beim Restmüll ging die deponierte Masse gegenüber 2003 von 1,8 Mio t auf 283.000 t zurück. Ein Großteil der Abfälle wird in den Betrieben verwertet oder beseitigt, für den Rest stehen 2.500 Behandlungsanlagen zur Verfügung. Bis zur vollständigen Umsetzung der Deponieverordnung 2009 rechnet man mit einer weiteren <u>Zunahme des Haushaltsabfalls um 57.000 t auf 3,7 Mio t</u>. Als Ursachen werden die Zunahme der Haushalte, vermehrte Einwegprodukte, Elektroschrott und die zunehmende Entsorgung von Grünschnitt in Sammelbehältern für biogene Abfälle genannt. <u>Der Haushalts-Müllberg 2009</u> wird aus 1,52 Mio t Restmüll, 260.000 t Sperrmüll, 1,26 Mio t getrennt gesammelten Altstoffen, 600.000 biogenen Abfällen und 60.000 t Problemstoffen bestehen, erwarten die Experten. 1,66 Mio t dieser Haushaltsabfälle sollen in Müllverbrennungsanlagen verwertet werden. Davon entfallen 1,27 Mio t auf Rest- und Sperrmüll sowie 395.000 t auf heizwertreiche Materialien, die unter anderem bei der Altstoffsammlung aussortiert werden. 270.000 t heizwertarme Abfälle sollen 2009 in biotechnischen Anlagen behandelt und aus 570.000 t biogenen Abfällen 200.000 t Kompost erzeugt werden. Für 60.000 t Problemstoffe und Elektroaltgeräte sind spezielle Behandlungsverfahren vorgesehen. Durch Verwertung der Altstoffe, Verbrennung heizwertreicher Abfälle sowie biologisch/mechanische Behandlung der heizwertarmen Restmaterialien soll der ursprünglich 3,7 Mio t. umfassende Haushaltsmüllberg des Jahres 2009 um 82 % reduziert werden. Die verbleibenden 650.000 t an Abfallrückständen müssen deponiert werden. Die Kapazitäten der derzeit arbeitenden sowie der genehmigten oder in Bau befindlichen Abfallbehandlungsanlagen reichen mit Ausnahme der Müllverbrennungsanlagen aus, dieses Ziel zu erreichen und die Vorgaben der Deponieverordnung zu erfüllen. <b>Altlasten.</b> Vorbild für viele Länder ist Österreich bei der Bewältigung abfallwirtschaftlicher Sünden der Vergangenheit. Aufgrund des 1989 in Kraft getretenen Altlastensanierungsgesetzes wurden bisher 232 sanierungsbedürftige Altlasten im Altlastenatlas ausgewiesen. 70 davon sind bereits gesichert oder saniert. Der Gesamtsanierungsbedarf für die insgesamt 2.500 sicherungs- bzw. sanierungsbedürftigen Altlasten wird vom Umweltbundesamt mit 3,7 Mrd € angegeben, 1,27 Mrd € für 250 Altablagerungen und 2,4 Mrd € für 2.250 Altstandorte. Wider den Müllberg: Neue Stoffströme in Österreich

Schott weiht Produktion für Solarreceiver ein

<a href=http://www.schott.com>Schott</a> eröffnete jetzt offiziell am bayrischen Standort Mitterteich die 15 Mio € teure Fertigungsstätte für Solarreceiver - eine Schlüsselkomponente für die Stromerzeugung mit solarthermischen Parabolrinnenkraftwerken. Schott weiht Produktion für Solarreceiver ein <% image name="Schott_Receiver" %><p> "Wir sind mit unserem Receiver Technologieführer und machen deshalb jetzt den Schritt von der Pilot- und Kleinserienfertigung zur industriellen Serienfertigung", sagt Schott-Vorstand Udo Ungeheuer. "Mit dem höchsten Wirkungsgrad und den niedrigsten Stromgestehungskosten unter allen Solartechnologien haben Parabolrinnenkraftwerke das Potenzial, in Regionen um den Sonnengürtel der Erde schon mittelfristig Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren." Seit Anfang August läuft die Produktion auf Hochtouren. Schott verfügt über Aufträge zur Lieferung von Receivern für die derzeit im Bau befindlichen Solarkraftwerke in Nevada und in Andalusien. Das Projekt in Andalusien ist das erste kommerziell betriebene solarthermische Kraftwerk in Europa. Parabolrinnenkraftwerke haben sich seit 20 Jahren für die zentrale Stromerzeugung bewährt. Seitdem produzieren 9 solcher Kraftwerke in der Mojave-Wüste in Kalifornien mit einer Gesamtleistung von 354 MW Solarstrom für 200.000 Haushalte. Bereits für die Receiver dieser Kraftwerke lieferte Schott Spezialglasröhren als Hüllrohre für die Receiver. 2004 entwickelte Schott dann einen eigenen Receiver mit deutlich verbesserter Qualität. <small> <b>Parabolrinnenkraftwerke</b> bestehen aus einem riesigen Feld parabolisch gewölbter Spiegel, die das Sonnenlicht auf Receiver (Absorberrohre) bündeln, die sich in der Brennlinie befinden. In den speziell beschichteten Receivern wird die konzentrierte Sonnenstrahlung in Wärme umgesetzt und an ein zirkulierendes hitzebeständiges Spezialöl abgegeben. Dieses Öl erhitzt sich dadurch auf bis zu 400 &deg;C, wird dann zum zentralen Kraftwerksblock gepumpt, durchfließt mehrere Wärmetauscher und erzeugt so - wie in konventionellen Kraftwerken - den nötigen Dampf für den Antrieb von Turbinen zur Stromerzeugung. </small>

September 25th

UCB übernimmt Schwarz Pharma für 4,4 Mrd €

Die Konsolidierungswelle im Biopharma-Business geht weiter: Nach der angekündigten Fusion von Merck und Serono und den Ambitionen von Pfizer im Biopharma-Geschäft soll nun mit dem Zusammenschluss der belgischen <a href=http://www.ucb-group.com>UCB</a> und der deutschen <a href=http://www.schwarzpharma.de>Schwarz Pharma</a> ein noch deutlicheres Zeichen in diesem Technologiebereich gesetzt werden. UCB übernimmt Schwarz Pharma für 4,4 Mrd € <% image name="Fermenter_Bullauge" %><p> <small> Die Claims im Biopharma-Geschäft werden aktuell abgesteckt. </small> UCB hat sich mit einer Reihe an <u>Zusagen</u> die Übernahme bereits weitgehend abgesichert: Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Schwarz Pharma AG wollen das Übernahmeangebot - es liegt etwas mehr als ein Fünftel über den letzten Schlusskursen - empfehlen. Die Familie Schwarz, die rund 60 % an Schwarz Pharma hält, wird das Angebot ebenso annehmen und 41,5 % der Aktien von UCB, die sie durch das Angebot erhalten wird, bis Juni 2010 zu halten. Schließlich werden auch Schroders Investments Management und Capital Research and Management, die zusammen 7,9 % an Schwarz Pharma halten, das Angebot anzunehmen. <% image name="Schwarz_Pharma_Logo" %><p> Schwarz Pharma bringt 3 vielversprechende neue Wirkstoffe im fortgeschrittenen Entwicklungsstadium ein. Gemeinsam würden UCB und Schwarz Pharma zu einem Biopharma-Unternehmen werden, das mehr als <u>3,3 Mrd € Umsatz</u> erzielt und ein <u>Forschungsbudget von 770 Mio €</u> verteilt. Die beiden würden weltweit eine führende Position in der Neurologie einnehmen, was durch eine umfangreiche Pipeline in diesem Bereich sowie bei Entzündungskrankheiten noch unterstrichen würde. Bei den beiden Companies stehen demnächst 2 Markteinführungen an, 2 weitere sind bis Ende 2008 geplant. Dazu tragen UCB und Schwarz Pharma zu gleichen Teilen bei. Gemeinsam könnten die beiden ihren Vertrieb in den USA und Europa stärken. Das <u>Synergiepotenzial</u> wird auf mehr als 300 Mio € innerhalb von 3 Jahren eingeschätzt - die Transaktion soll bereits nach 2 Jahren einen positiven Ergebnisbeitrag leisten. Roch Doliveux, CEO von UCB, kommentiert: "Die Fusion ist ein Sprung nach vorn bei der Transformation von UCB in ein global führendes Biopharma-Unternehmen. Die beiden Unternehmen passen perfekt zusammen. Das Management von UCB hat durch die Übernahme von Celltech bereits gezeigt, dass es in der Lage ist, ein komplementäres Geschäft erfolgreich zu integrieren." Das erweiterte Unternehmen wird UCB heißen und seinen <u>Sitz in Brüssel</u> haben. Der bisherige Sitz von Schwarz Pharma in Monheim wird das allgemeinmedizinische Geschäft als Schwarz Pharma führen und als eines der Forschungszentren des erweiterten Unternehmens dienen. Das Angebot bedarf der kartellrechtlichen Zustimmung sowie der Zustimmung zur Eigenkapitalerhöhung durch die Hauptversammlung von UCB. UCB geht davon aus, dass die Transaktion bis Ende 2006 abgeschlossen sein wird.

Struktur eines Ribosom-Antibiotikums aufgeklärt

Einem Forscherteam des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und des RIKEN Instituts in Japan ist es gelungen, die Struktur der kleinen ribosomalen Untereinheit des Bakteriums Thermus thermophilus mit dem daran gebundenen Antibiotikum Kasugamycin aufzuklären. <% image name="Kasugamycin" %><p> <small> A: Überblick über die Bindung des Kasugamycins (Ksg, rot) an die kleine 30S-Untereinheit des Ribosoms (grau) von T. thermophilus. Die mRNA ist grün dargestellt, die Initiator-tRNA orange. B: Detaildarstellung der Überlappung des Kasugamycins mit der mRNA an der Bindungsstelle des Ribosoms. Die nicht korrekt ans Ribosom gebundene mRNA kann nicht mehr mit der tRNA wechselwirken. Dadurch wird auch die Bindung der tRNA an die 30S-Untereinheit des Ribosoms verhindert. © MPI für molekulare Genetik </small> Ribosomen - die "Protein-Maschinen" aller Zellen - setzen sich aus 2 Untereinheiten zusammen: Einer kleinen Untereinheit (30S), die für die mRNA-Erkennung und damit für die Übersetzung des genetischen Codes verantwortlich ist, und einer großen Untereinheit (50S), welche die Aminosäuren zu einer Kette verknüpft. Jetzt konnte die Struktur der kleinen 30S-Untereinheit des Ribosoms des Bakteriums T. thermophilus aufgeklärt werden, an die das Antibiotikum Kasugamycin gebunden ist (Abbildung A). Die Forscher unter der Leitung von Paola Fucini fanden heraus, dass jeweils 2 Kasugamycin-Moleküle an eine funktionell wichtige Region der 30S-Untereinheit binden. Die Moleküle blockieren dadurch die Bindungsstelle für die mRNA, so dass diese nicht mehr richtig an das Ribosom gebunden werden kann (Abbildung B). In Folge wird auch die Wechselwirkung des Moleküls mit der mRNA gestört, das die Aminosäuren für die Zusammensetzung der Proteine an das Ribosom herantransportiert (Initiator-tRNA). Auch die Initiator-tRNA kann somit nicht mehr an das Ribosom binden, die Synthese von Proteinen wird dadurch vollständig verhindert. Die Erkenntnisse sind vor für die Landwirtschaft bedeutsam. Denn Kasugamycin kann die äußere Zellmembran von Bakterien und Pilzen durchdringen, in die Zellen von Pflanzen und Tieren gelangt es jedoch nicht. Es wird daher seit Jahren zur Bekämpfung der Blattbräune (Rice Blast Disease) eingesetzt, einer Pilzerkrankung von Reispflanzen, die jährlich zu erheblichen Verlusten in Asiens Landwirtschaft führt. Die jetzt erforschte Struktur erklärt, warum bereits kleine Veränderungen an der 30S-Untereinheit des Ribosoms eine Resistenz gegenüber dem Antibiotikum bewirken können. Struktur eines Ribosom-Antibiotikums aufgeklärt

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