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September 18th, 2006

Schering lizenziert SEGRA an Bausch & Lomb

<a href=http://www.schering.de>Schering</a> hat <a href=http://www.bausch.com>Bausch & Lomb</a> eine exklusive, weltweite Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung eines selektiven Glucocorticoidrezeptor-Agonisten (SEGRA) zur nicht-systemischen Behandlung von Augenkrankheiten erteilt. <% image name="Analyse" %><p> Bausch & Lomb wird das Potenzial der Verbindung als entzündungshemmendes Therapeutikum mit einem verbesserten Sicherheitsprofil für ophthalmologische Indikationen erforschen und einen einmaligen Betrag sowie Meilensteinzahlungen an Schering leisten, die sich nach dem Entwicklungs- und Zulassungsprozess richten. Glucocorticoide sind die momentan wirksamsten und am häufigsten verwendeten entzündungshemmenden Verbindungen. Der Nutzen der Glucocorticoide wird jedoch durch das mögliche Auftreten von Nebenwirkungen wie dem Grünen Star eingeschränkt. Man geht davon aus, dass SEGRAs auf Grund eines besonderen molekularen Mechanismus ein besseres Wirkungs- bzw. Nebenwirkungsprofil haben als herkömmliche Glucocorticoide. Die SEGRA-Technologie soll das Portfolio von Bausch & Lomb an entzündungshemmenden Produkten auf Basis des Wirkstoffs Loteprednol (Lotemax, Alrex und Zylet) ergänzen. Schering lizenziert SEGRA an Bausch & Lomb

Bayer beschleunigt Antikörper-Produktion in Pflanzen

<a href=http://www.icongenetics.com>Icon Genetics</a>, eine Tochter der <a href=http://www.bayer-innovation.de>Bayer Innovation GmbH</a>, und Bayer BioScience, eine Tochter der Bayer CropScience, haben Fortschritte bei Expressionstechnologien für Pflanzen erzielt. Bayer beschleunigt Antikörper-Produktion in Pflanzen <% image name="Pflanzenzucht2" %><p> Seit ihrer Entdeckung vor 17 Jahren ist die Fähigkeit von Pflanzen zur Exprimierung von Human-Antikörpern aufgrund der geringen Ausbeuten und der langen Dauer zur Erzeugung erster kleiner Mengen des Forschungsmaterials nicht genutzt worden. Mit 2 unterschiedlichen viralen Pflanzenvektoren und transienter Co-Expressionstechnologie haben Forscher von Icon Genetics und Bayer CropScience ein Verfahren entwickelt, das eine Exprimierung von monoklonalen Antikörpern mit hohen Ausbeuten ermöglicht und weniger als 2 Wochen dauert. Ein Beispiel für dieses Verfahren ist die Herstellung des tumorspezifischen monoklonalen Human-Antikörpers A5 IgG1. Mit Ausbeuten von bis zu 0,5 g IgG1/kg Pflanzenmaterial ist das gezeigte Verfahren für die Forschung, die Übertragung auf den industriellen Maßstab und die schnelle Herstellung von Antikörpern für medizinische Anwendungen geeignet und kann auch bei Pandemien eingesetzt werden. Das Verfahren erweitert die Expressions-Plattform "Magnifection"- sie ermöglicht es, die Amplifizierung des Gens gleichzeitig in allen ausgewachsenen Blättern einer Pflanze auszulösen. Dadurch werden hohe Expressionsraten erzielt und das Verfahren lässt sich nahezu unbegrenzt skalieren, womit es auch zur Produktion im industriellen Maßstab geeignet ist. Die Technologie vereint mehrere Vorteile biologischer Systeme: Die Effektivität von Vektoren sowie die wirksamen systemischen Mechanismen von Agrobacterium zum Einschleusen von DNA, die Geschwindigkeit sowie das Expressionsniveau und die Ausbeute pflanzlicher RNA-Viren und die Möglichkeiten der posttranslationalen Produktmodifikation sowie die niedrigen Produktionskosten von Pflanzen. Wolfgang Plischke, Mitglied des Bayer-Vorstands, ist überzeugt: "Wir übernehmen damit eine Vorreiterrolle, um die Herstellung von Biopharmazeutika in Pflanzen der kommerziellen Realität näher zu bringen."

NovoMix 30 Insulin: Alternative bei Typ 2 Diabetes

Neue Daten zeigen, dass NovoMix 30 (biphasisches Insulinaspart) von <a href=http://www.novonordisk.com>Novo Nordisk</a> eine mit der Basal-Bolus-Therapie vergleichbare Wirksamkeit besitzt und dass das Sicherheitsprofil für Patienten, die vorher mit oralen Antidiabetes-Medikamenten behandelt wurden, ähnlich ist. <% image name="Makrolon_Nadel" %><p> Die Ergebnisse folgen auf die jüngste Entscheidung der EU-Kommission, NovoMix 30 als erstes vorgemischtes, für die einmal tägliche Verabreichung mit je nach Bedarf nachfolgenden Verstärkung der Behandlung geeignetes, Insulin zuzulassen. Die Ergebnisse waren Teil der PREFER-Studie, welche die Basal-Bolus-Behandlung mit NovoMix 30 in einer Gruppe von 715 Patienten mit Typ 2 Diabetes verglich. Dabei wurde NovoMix 30 zwei Mal täglich verabreicht; bei der Basal-Bolus-Therapie wurde Insulindetemir 1 x pro Tag verabreicht und Insulinaspart zu den Mahlzeiten. <b>NovoMix 30</b> ist ein vorgemischter Insulinanalog, der für die Behandlung von Typ 2 Diabetes Mellitus zugelassen ist. Da die meisten Leute mit Diabetes auf Insulin unterschiedlich reagieren, brauchen manche mehr als eine Art von Insulin, um die Blutglukosewerte einzustellen. NovoMix 30 enthält durch seine Dual-Release-Formel sowohl schnell wirkendes Insulin (30 %) als auch mäßig schnell wirkendes Insulin (70 %) in einer Dosis. Der schnell wirkende Bestandteil von NovoMix 30 beginnt sich innerhalb von 10 bis 20 min auf die Glukoseabsorption auszuwirken. Daher kann das Mittel direkt vor einer Mahlzeit gegeben werden, genau wie menschliches Insulin, das ebenfalls 30 min vor der Mahlzeit gegeben werden muss. Der mäßig schnell wirkende Bestandteil von NovoMix 30 hat eine verlängerte Absorptionsrate und daher eine verlängerte Wirkungsdauer von bis zu 24 h. Die Höchstwirkung tritt zwischen 1 und 4 h nach der Injektion ein. <small> NovoMix 30 ist besonders geeignet für Patienten, die mit der Insulinbehandlung gerade erst beginnen, da es einfach und wirksam ist. </small> NovoMix 30 Insulin: Alternative bei Typ 2 Diabetes

September 15th

SERD: Schering und AstraZeneca kooperieren

<a href=http://www.schering.de>Schering</a> und <a href=http://www.astrazeneca.com>AstraZeneca</a> werden bei der Entwicklung und Vermarktung eines neuen Selektiven Estrogen Receptor Downregulator (SERD) zur Behandlung von Brustkrebs zusammenarbeiten. SERD: Schering und AstraZeneca kooperieren <% image name="Brust" %><p> AstraZeneca wird dabei für die klinische Entwicklung verantwortlich sein, während Schering die nicht-klinische Entwicklung sowie die Prozessentwicklung steuern wird. Darüber hinaus wird Schering die Herstellung des Produkts übernehmen, das beide Unternehmen gemeinsam in allen wichtigen Märkten anbieten werden. Alle Entwicklungs- und Vermarktungskosten sowie der Gewinn werden gleichmäßig aufgeteilt. „Die Entwicklung von Wirkstoffen, die den Östrogen-Rezeptor herunterregulieren, ist ein großer Schritt nach vorn bei der Behandlung von Brustkrebs. Unser neuer Wirkstoff bietet die Möglichkeit eines spezifischen und zielgerichteten Behandlungsansatzes für Frauen mit Brustkrebs“, so Peter Zündorf, Leiter des Geschäftsbereichs Onkologie bei Schering. „Durch diese Vereinbarung wird die Produktpalette von AstraZeneca vergrößert und unsere führende Position auf dem Gebiet der anti-hormonellen Therapien gestärkt“, sagt John Patterson, Executive Vice President Entwicklung bei AstraZeneca. <small> <b>SERD:</b> Das Brusttumore fördernde Hormon Östrogen wird über Östrogenrezeptoren in den Brustkrebszellen vermittelt. Es existieren Behandlungen, die deren Aktivität unterbinden oder die Östrogen-Synthese verhindern. Dabei kommt es jedoch häufig zur Resistenz gegenüber der antihormonellen Behandlung. SERDs haben einen neuen Wirkmechanismus: Sie beschleunigen den Abbau von Östrogenrezeptoren, sodass weniger Rezeptoren für die Interaktion mit anderen intrazellulären Signalwegen, die ihrerseits bei der Resistenzentwicklung im Rahmen einer antihormonellen Behandlung eine Rolle spielen, zur Verfügung stehen. </small>

In Hohenau wird künftig Biodiesel produziert

Die ABID Biotreibstoffe AG hat von der <a href=http://www.agrana.at>Agrana</a> eine Fläche von 34.845 m2 am ehemaligen Zuckerfabrikgelände in Hohenau gekauft, um dort eine Biodieselproduktion zu errichten. In Hohenau wird künftig Biodiesel produziert <% image name="Diesel" %><p> "Nach der Schließung der Zuckerfabrik im Frühjahr ist das ein wichtiger Schritt für Hohenau. Neue Arbeitsplätze entstehen, die regionale Landwirtschaft bekommt neue Aufträge und die Wertschöpfung bleibt in der Region. Das Land Niederösterreich wird das Projekt aus Mitteln der Wirtschaftsförderung unterstützen", sagt Niederösterreichs Landesvize Ernest Gabmann. Die neue Biodieselanlage wird voraussichtlich 2007 eröffnet werden. Vorerst werden hier 20 Mitarbeiter tätig sein; 2008 soll sich die Anzahl auf 40 verdoppeln. Sowohl die bestehenden Gleisanlagen als auch vorhandene Gebäude und technische Einrichtungen können in Hohenau von ABID weiter genutzt werden. Das bei der Erzeugung von Biodiesel benötigte Saatgut will ABID von heimischen Landwirten ankaufen. In einer ersten Phase wird ABID 10,5 Mio € investieren. Die Anlage soll jährlich 50.000 t Biosprit produzieren; ab 2008 soll die Produktion auf 100.000 t erhöht werden.

Rembrandtin Lack bekommt neue Eigentümer

Der zur BA-CA gehörende Mittelstandsfinanzierer EK Fin verkauft seine 100-Prozent-Beteiligung am Wiener Lackhersteller <a href=http://www.rembrandtin.com>Rembrandtin</a> an die österreichische Ring Holding. Rembrandtin Lack bekommt neue Eigentümer <% image name="Lack" %><p> EK Fin hat im Frühjahr 2005 alle Anteile an Rembrandtin von <a href=http://www.altana.de>Altana</a> übernommen und in Folge Geschäftsführung und Vertriebsstruktur neu organisiert sowie ein umfangreiches Kostenprogramm initiiert. Erste Erfolge davon spiegelten sich im Geschäftsjahr 2005 wider - es war das erfolgreichste seit Bestehen von Rembrandtin. Die Ring International Holding AG hat Rembrandtin als strategischer Investor erworben und möchte die Geschäftstätigkeit des Unternehmens weiter forcieren. Dank konsequenter Weiterentwicklung der Produkte sei Rembrandtin nunmehr für eine Expansion gut gerüstet. Der neue Eigentümer will besonders das Lack-Geschäft von Rembrandtin in Zentral- und Osteuropa deutlich ausbauen. <small> Rembrandtin hat im Vorjahr mit 131 Mitarbeitern einen Umsatz von 36 Mio € erwirtschaftet und ist auf Industrielacke und Straßenmarkierungen spezialisiert. </small>

Kugelhähne mit ISO 5211-konformen Antrieben

<a href=http://www.swagelok.de>Swagelok</a> bietet nun ISO 5211-konforme Antriebe – vormontiert an mehreren Kugelhähnen oder als Nachrüstsatz für den Einbau vor Ort. <% image name="Swagelok_Kugelhaehne" %><p> <small> ISO 5211-konforme Antriebe von Swagelok: Vormontiert oder als Nachrüstsatz. </small> Diese Antriebe mit zweifachen Zahnstangen haben ein kompaktes Design und stehen mit Federrückstellung oder Doppelbetätigung zur Auswahl. Komplette Einheiten bestehen aus Antrieb, Stellungsmelder, Montagesätze, Magnetventilen und einem Kugelhahn. Zur Auswahl stehen: &#8226; Einteilige Kugelhähne für fluktuierende Umgebungstemperaturen im Freien (-53 bis 148 °C, bis 206 bar), &#8226; Zweiwege-Kugelhähne für Betriebsdrücke bis zu 413 bar, 121 °C und Durchflusskoeffizienten von 13,8, &#8226; Allzweck-Kugelhähne in verschiedenen Größen, Werkstoffen und Endanschlüssen (bis zu 206 bar, -53 bis 454 °C, Durchflusskoeffizienten von 1,1 bis 130) sowie &#8226; Dreiteilige Instrumentierungskugelhähne (bis 689 bar) zum Ein-/Aus- oder Umschalten. Kugelhähne mit ISO 5211-konformen Antrieben

September 14th

Glukosesenkend: Sitagliptin + Metformin

Eine simultane Behandlung mit Sitagliptin und Metformin führte in einer Phase III-Studie bei Typ 2-Diabetes zu einer signifikanten &Oslash; Reduzierung des HbA1c-Niveaus - dem &Oslash; Blutglukosewert - gegenüber Placebo von bis zu 2,1 % Glukosesenkend: Sitagliptin + Metformin <% image name="Blutzucker" %><p> Die Diabetes-Patienten bekamen dabei 2 x täglich 50 mg Sitagliptin zusammen mit einer 2 x täglich verabreichten Dosis von 1.000 mg Metformin, einer häufig eingesetzten Diabetestherapie. Sitagliptin ist das orale Arzneimittel von <a href=http://www.merck.com>Merck</a> im Untersuchungsstadium für Typ 2 Diabetes. Es wurde im August als erster genehmigter DDP-4-Inhibitor weltweit in Mexiko zugelassen. Derzeit werden 43 Studien mit Sitagliptin durchgeführt bzw. wurden schon abgeschlossen, 4 weitere Studien sollen noch heuer anlaufen. Die Studien von Merck umfassen rund 6.700 Patienten, von denen etwa 4.700 Sitagliptin verabreicht wird. Darüber hinaus werden 1.100 Patienten seit mehr als einem Jahr mit Sitagliptin behandelt. <small> <b>DPP-4-Inhibitoren</b> verstärken das so genannte Inkretin-System. Wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist, lösen Inkretine in der Bauchspeicheldrüse die Freigabe von Insulin aus und verhindern die Produktion von Glukose in der Leber. DPP-4-Inhibitoren verstärken diese körpereigene Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren, indem Sie die aktiven Niveaus dieser Inkretin-Hormone im Körper steigern. </small>

Erste Biogas-Betankung Österreichs

Autofahrer, die ihr Fahrzeug mit Erdgas betreiben, können nun im Zuge eines einmonatigen Pilotprojekts erstmalig Biogas in Österreich tanken. Die OMV will damit demonstrieren, dass der Ausbau der Biogaseinspeisung in das Erdgas-Netz Zukunft hat. Erste Biogas-Betankung Österreichs <% image name="OMV_Biogasbetankung" %><p> <small> OMV-Tankstelle in Ansfelden bei Linz: OÖ-Landeshauptmann Josef Pühringer, OMV-Boss Wolfgang Ruttenstorfer und erdgas oö.-Chef Klaus Dorninger betanken das erste Erdgasfahrzeug mit Bio-CNG. </small> Das Biogas stammt dabei von der Anlage im oberösterreichischen Pucking, die von erdgas oö betrieben wird und mit Förderung des Landes OÖ seit 2005 in Betrieb ist. Das innovative Verfahren der Anlage erlaubt es, die strengen, EU-weiten Reinheits- und Qualitätsanforderungen von Erdgas zu erfüllen. <small> <b>Biogas</b> entsteht bei der sauerstofffreien Vergärung von organischem Material. Als Ausgangsstoffe eignen sich neben Gülle und Mist auch biomassehaltige Reststoffe sowie gezielt angebaute Energiepflanzen. Je nach Herkunft wird zwischen Klärgas (aus Kläranlagen), Deponiegas (aus Deponien) und Biogas (aus Biogas-Anlagen) unterschieden. In mehreren Aufbereitungsschritten wird Biogas veredelt, bevor es in das Erdgas-Netz eingespeist wird. </small>

OMV und Borealis weihen Schwechats Cracker ein

Projekt "Bridge": Das gemeinsame 400 Mio € Investment von <a href=http://www.omv.com>OMV</a> und <a href=http://www.borealisgroup.com>Borealis</a> am Raffinerie-Standort Schwechat ward Wirklichkeit. Der hochgerüstete OMV-Cracker liefert nun den Rohstoff für mehr als 1 Mio t Borstar-Kunststoffe pro Jahr für die Borealis. OMV und Borealis weihen Schwechats Cracker ein <% image name="Borstar_PE_Plant" %><p> <small> Die neue Borstar-Anlage in Wien-Schwechat. OMV-Vorstand Gerhard Roiss spricht von einem "fantastischen Prozess": Ethylen wird während der Destillation auf 800 bis 850 &deg; C erhitzt und in Folge wieder auf -150 &deg; C abgekühlt. </small> OMV-Vorstand und Borealis-Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Roiss blickt zurück: "Österreich hat die Chancen der Kunststoffproduktion früh erkannt. Als die OMV 1961 mit einer 5.000 t-PP-Produktion in Schwechat startete, war das erst die zweite Plastikproduktion in Europa. Die Folge davon war ein enormes Wirtschaftswachstum sowie Wohlstand im Land." Die Entscheidung zur bisher größten Einzelinvestition am Standort Schwechat im Jahr 2003 bezeichnet er als "einen berührenden Moment des Managements" und fügt hinzu: "Solche Bekenntnisse sind nur mit einer sehr homogenen Eigentümerstruktur machbar." Das "very shaky business" der Plastikerzeuger, wie es in den 1990er Jahren - als nicht 10, sondern 20 Kunststoffproduzenten am Weltmarkt agierten - vorherrschte, sollte mit dem "extrem wichtigen Kapazitätsausbau" nunmehr wesentlich abgefedert werden können. Die Synergien zwischen OMV und Borealis lassen sich auch so erklären: Der wesentliche Grundstoff für Kunststoffe - Ethylen - ist nicht transportierbar. Also macht die unmittelbare Verwertung an einem Raffineriestandort wie Schwechat natürlich Sinn. Und: "Eingedenk dessen, dass der Benzin-Überschuss in Europa stetig zunimmt, ist es nur konsequent, wenn wir nicht in Mobilität, sondern in Nachhaltigkeit investieren: Aus Naphta wird also weniger Benzin, sondern Polyethylen und Polypropylen", so Roiss. Die neue auf der Borstar-Technologie basierende PE-Produktion hat eine Kapazität von 350.000 t/Jahr, die bestehenden PP-Anlage wurde von 210.000 auf 300.000 t/Jahr erweitert. Gleichzeitig wurde der benachbarte OMV-Cracker von 650.000 auf 900.000 t/Jahr erweitert. Die 200 Mio € Investition der OMV für den Ausbau des Crackers steigert die Kapazitäten der OMV für Ethylen um 150.000 auf 500.000 und für Propylen von 100.000 auf 400.000 t/Jahr. <% image name="Borstar_PE_Plant1" %><p> <small> Rund 900.000 h an Planungszeit und 3,3 Mio h an Errichtungszeit von Montageteams aus 10 Nationen waren für die größte Einzelinvestition in Österreich in den Jahren 2004 und 2005 vonnöten. Genutzt sollen die neuen Kapazitäten der Borealis vor allem für hochwertige Kunststoff-Folien, die zu flexiblen Konsumverpackungen und Industrieprodukten weiterverarbeitet werden können. </small> Auch Borealis-CEO John Taylor schwärmt von "a lot of chemistry design inside". Zugleich meint er aber auch: "Es ist nicht die Energieversorgung, die momentan das dringlichste Problem der Erde darstellt. Vielmehr müssen wir uns einem gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen engagieren. Und hier liefern unsere auf Kunststoff basierenden Transportsysteme einen entscheidenden Beitrag dazu." Auf Kohlehydrate basierende kompostierbare Kunststoffe werden seiner Ansicht nach ebenso ihre Märkte erobern können. Die Lösung für alle Probleme seien sie aber mit Sicherheit nicht.

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