Als Quantenbits - den Einheiten eines Quantencomputers - müssten Moleküle Informationen speichern und austauschen können. Dies kann aber nur funktionieren, wenn sie regelmäßig angeordnet sind - und das wurde nun am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching mit einem optischen Gitter erreicht.<% image name="Molekuele_im_Eierkarton" %><p>
<small> Abb.1: Schema des Zustandes mit 1 Molekül/Gitterplatz. Die Mulden in der Mitte des Lichtgitters sind mit Molekülen besetzt (rot), die aus je 2 Atomen mittels eines Magnetfeldes zusammengefügt wurden. Am Rande sitzen einzelne Atome, die keinen Partner zur Molekülbildung haben (orange). Im Experiment ist die Anzahl besetzter Plätze wesentlich größer. </small>
Sind Moleküle polar, können sie elektrisch wechselwirken - in etwa so wie 2 Magnete sich an- bzw. abstoßen. Und diese Wechselwirkung ermöglicht den Molekülen, miteinander zu kommunizieren, weshalb polare Moleküle für die Quanteninformation besonders interessant sind. Allerdings sind Moleküle auch ziemlich komplizierte Objekte, da sie aus mehreren Atomen aufgebaut sind. Während Atome mit Hilfe von Laserlicht und weiteren Tricks praktisch zum Stillstand gebracht werden können, ist dies für Moleküle nicht so einfach möglich, weil die Atome, aus denen sie aufgebaut sind, auch gegeneinander schwingen können und sich das ganze Molekül um mehrere Achsen drehen kann.
Will man aber Moleküle als Quantenbits verwenden, müssen diese <u>ultrakalt</u> sein, also eine Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt besitzen und praktisch vollkommen in Ruhe sein. Dazu wurde ein sehr kaltes Gas aus Rubidium-Atomen - ein Bose-Einstein-Kondensat - in ein optisches Gitter gebracht. Ein optisches Gitter entsteht, wenn man mehrere Laserstrahlen in geeigneter Weise überlagert. Das resultierende Lichtfeld hat dann eine Form, die an einen Stapel von Eierkartons erinnert. Die Mulden entsprechen dann energetisch besonders günstigen Zuständen - und dort lassen sich die Rubidium-Atome daher bevorzugt nieder.
Die Tiefe der Mulde hängt dabei von der Laserleistung ab: Bei niedrigen Laserleistungen können die Atome noch unbeschwert von Mulde zu Mulde hüpfen. Erhöht man die Leistung der Laserstrahlen, werden die Mulden tiefer und irgendwann können die Atome nicht mehr aus den Mulden heraus - sie sind gefangen. Dieser hochgradig geordnete Zustand wird auch <u>Mott-Isolator</u> genannt.
Über die Gesamtzahl der Atome in dem optischen Gitter können die Physiker die Zahl der Atome/Gitterplatz so steuern, dass sich im mittleren Bereich genau 2 Atome/Mulde befinden und lediglich am Rand die Mulden mit einzelnen Atomen bestückt sind (Abbildung 1).
<% image name="Molekuele_im_Interferenzbild" %><p>
<small> Abb.2: Atome und Moleküle im Interferenz-Bild. Nach dem Ausschalten des optischen Gitters fliegen die Atome auseinander, was mit einer CCD-Kamera beobachtet werden kann. Dabei bildet sich das gezeigte Interferenzmuster mit den typischen Satellitenpeaks. Die 3 Bilder wurden aufgenommen (von hinten nach vorne): Vor der Molekülerzeugung, nach der Molekülerzeugung und nachdem die Molekülbindung wieder aufgebrochen wurde. Die starke Ähnlichkeit des ersten und des dritten Interferenzmusters beweist das Gelingen des Experimentes. Beim mittleren Interferenzbild tragen nur die einzelnen Atome zum Signal bei, während die Moleküle unsichtbar sind. </small>
Im nächsten Schritt legten die Forscher ein Magnetfeld an, das sie langsam hochfahren. Dabei nutzen sie eine so genannte <u>Feshbach-Resonanz</u> aus: Ab einer bestimmten Stärke des Magnetfeldes wird es für die Atome in der Mulde energetisch günstiger, eine Bindung zu ihrem jeweiligen Partner im "Eierkarton" einzugehen, als weiterhin ein Single-Dasein zu fristen.
Die Atome, welche keinen Partner in ihrer Mulde haben und deshalb zum Single-Dasein verdammt sind, werden aus dem Gitter entfernt. Für sie gibt es keine Verwendung mehr - so erhielten die Physiker einen Zustand mit genau 1 Molekül/Gitterplatz.
Sobald das Magnetfeld auf den ursprünglichen Wert zurück gefahren wird, bricht die Molekülbindung auf, und die Atome nehmen wieder ihren Ausgangszustand ein. Dieser Umstand ist wichtig, um das Gelingen des Experiments zu überprüfen. Denn nur die Atome können nachgewiesen werden, während die Moleküle selbst leider unsichtbar sind. "Da wir die Bindung zwischen den Atomen gelöst und anschließend wieder je 2 Atome in den Mulden beobachtet haben, konnten wir ausschließen, dass die Moleküle einfach aus dem Gitter entwischt sind", sagt Thomas Volz, der zusammen mit seinen Kollegen das Experiment durchgeführt hat. (Abbildung 2)
Die Herstellung eines optischen Gitters, in dem sich pro Gitterplatz genau 1 Molekül und somit genau 1 Quantenbit befindet, ist eine wichtige Voraussetzung für die Verarbeitung von Quanteninformation. Das Experiment stellt somit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem Quantencomputer aus Molekülen dar.Moleküle als Quantenbits: Partnersuche im Eierkarton
Das Lebensministerium hat Österreichs Biomasse-Aktionsplan in die Begutachtungsphase geschickt – er beruht auf einer Potenzialstudie der Energieagentur. In den Bereichen Wärmeerzeugung, Ökostromproduktion sowie Biokraftstoffherstellung werden folgende Chancen gesehen:
Österreich begutachtet Biomasse-Aktionsplan<% image name="Brennholz" %><p>
• Im Bereich <u>Wärmeerzeugung</u> sei es möglich, die Energieproduktion von derzeit 93,6 auf 115 PJ (2010) und 130 PJ bis 2020 zu erhöhen – eine Steigerung um 39 % bis 2020. Dazu seien weitere Schritte in der Wohnbauförderung notwendig, ebenso die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie und Effizienzkriterien bei Biomasse-Fernwärme. Bei öffentlichen Gebäuden will man vor allem die thermisch-energetische Qualität steigern.
• Bei der <u>Ökostromproduktion</u> aus Biomasse sei eine Steigerung von derzeit 0,5 auf 3,2 TWh (2010) bzw. 3,9 TWh (2020) denkbar – das wäre eine Verachtfachung bis 2020. Erreicht soll das insbesondere mit fester Biomasse werden, wobei der Anteil von Biogas bei 0,9 TWh (2020) zu liegen kommen soll. Der Brennstoffbedarf werde von 7,9 auf 51 PJ (2010) bzw. auf 61 PJ (2020) steigen. Dazu seien langfristig vorhersehbare Rahmenbedingungen, eine Flexibilisierung der Biogasnutzung sowie eine Verbesserung der Wärmenutzung unerlässlich.
• Auf dem Gebiet der <u>Biokraftstoffe</u> schließlich sei ein Anstieg des Anteils am gesamten Endenergieverbrauch im Verkehrsbereich von derzeit 3 auf 10,3 % (2010) bzw. 20,5 % (2020) realistisch. Dafür seien veränderte Kraftstoffnormen sowie eine verstärkte Nutzung von Biodiesel und Bioethanol bzw. eine Forcierung eines E85-Kraftstoffes (85 % Bioethanol, 15 % Benzin) erforderlich. Wichtig sei hier auch die Intensivierung der Forschung und Entwicklung der zweiten Generation der Biokraftstoffe (synthetische Kraftstoffe).
Durch diese Initiativen könnte Österreich seinen Biomasseeinsatz bis 2010 beinahe verdoppeln. Bis 2020 sei sogar eine Steigerung bis auf das 2,5-fache gegenüber 2004 vorstellbar. Damit einher würde eine Senkung der Treibhausgasemissionen von 7 Mio t im Jahr 2010 bzw. 12 Mio t im Jahr 2020 gehen.
Volkswirtschaftlich bringe ein verstärkter Biomasseeinsatz zusätzliche Investitionen von etwa 3,2 Mrd € bis 2010 bzw. 8,6 Mrd € bis 2020 und rund 32.000 neue Arbeitsplätze pro Jahr. Weiters komme es zu einer zusätzlichen Wertschöpfung von 7 Mrd € bis 2010 bzw. 20 Mrd € bis 2020. Die zentrale Herausforderung dabei sei jetzt die Mobilisierung der bisher noch brachliegenden Biomassepotenziale in der Land- und Forstwirtschaft.
Verbund: Poleposition für LNG-Terminal in Frankreich
Die staatliche Compagnie Industrielle Maritime (C.I.M.) und Poweo, der französische Partner des <a href=http://www.verbund.at>Verbund</a>, wurden im Vergabeprozess um die Errichtung eines neuen LNG-Terminals in Le Havre als bevorzugte Bieter ausgewählt und eingeladen, bis Mitte November ein Errichtungs- und Betreiberkonsortium zu bilden. <% image name="LNG_Tanker_Statoil" %><p>
Der Verbund hat Poweo in der Angebotsphase begleitet, um den Zugang zu Gas für seine Stromerzeugungsprojekte in Europa entsprechend abzusichern und das Gasgeschäft auszubauen.
Der geplante LNG-Terminal soll in einer ersten Phase auf eine Kapazität von etwa 8-10 Mrd m3 flüssigem Erdgas pro Jahr ausgerichtet werden (das ist mehr als der Gesamtverbrauch Österreichs) und könnte nach vertieften Machbarkeitsstudien 2011 in Betrieb gehen.
Die Investition für die geplante Anlage wird mit etwa 500 Mio € geschätzt. Gespräche mit potenziellen LNG-Lieferanten sind im Gange und werden nach erfolgtem Zuschlag finalisiert.Verbund: Poleposition für LNG-Terminal in Frankreich
Der deutsche Pharma- und Spezialchemiekonzern <a href=http://www.altana.de>Altana</a> verkauft sein Pharmageschäft für 4,5 Mrd € an die dänische <a href=http://www.nycomed.com>Nycomed</a>. Damit wird die bereits angekündigte Altana-Aufteilung in 2 eigenständige Pharma- und Chemiefirmen abgeschlossen.Altanas Pharmasparte geht an Nycomed<% image name="Altana" %><p>
<small> Altana-Boss Nikolaus Schweickart: "Es ist, knapp 30 Jahre nach der Altana-Gründung 1977, der bedeutendste Einschnitt in der Unternehmensgeschichte. Das markiert den Beginn einer neuen Ära." </small>
Altana war zum Handeln gezwungen: Der Patentschutz für den einzigen Blockbuster der Pharmasparte - das Magenmittel Pantoprazol - endet 2010. Und nachdem die Altana-Pipeline den zu erwartenden Umsatzausfall nicht kompensieren kann, war die Partnersuche unumgänglich.
Altana konzentriert sich künftig auf das kleinere Chemiegeschäft, bleibt börsenotiert und hat weiterhin die Erbin der Unternehmerfamilie Klatten, Susanne Klatten, als Mehrheitsaktionärin. Einen ursprünglich geplanten separaten Börsengang der Chemiesparte wird es damit nicht geben.
Altanas Pharmageschäft soll ab 1. Jänner 2007 unter Nycomed firmieren. Diese ist deutlich kleiner als Altana Pharma, vertreibt aber bereits Pantoprazol in Skandinavien und Belgien. Die Dänen erzielten zuletzt einen Jahresumsatz von 747,5 Mio € mit rund 3.500 Mitarbeitern. Altana Pharma kam im vergangenen Jahr auf 2,4 Mrd € Umsatz und beschäftigt rund 8.800 Mitarbeiter.
Die beta-Sekretase (BACE) dürfte maßgeblich an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sein. Denn dieses Enzym schneidet aus einem Vorläuferprotein das beta-Amyloid (auch Abeta genannt) heraus, das zu Plaques verklumpt. In der Umgebung dieser Ablagerungen sterben dann Neuronen in großer Zahl ab.<% image name="Nervenfortsaetze_Querschnitt" %><p>
<small> Nervenfortsätze im Querschnitt: Nervenfortsätze sind von einer dicken Myelinschicht umgeben (A und B). Ohne das Enzym BACE ist diese wichtige Hülle erheblich reduziert (C und D sowie rechts am unteren Bild). </small>
Mögliche Therapieansätze könnten darauf abzielen, die beta-Sekretase zu blockieren - wenn erst die Funktion des Enzyms im gesunden Körper bekannt ist. Ein Team um Christian Haass von der Ludwig-Maximilians-Uni München berichtet, dass BACE für die Myelinisierung von Nervenzellen nötig ist. Dabei wickeln sich Gliazellen um die Neuronen und ermöglichen unter anderem die rasche Signalweiterleitung am Nerv. BACE ist also wichtig im Körper und "die Funktion des Enzyms bei der Entstehung von Alzheimer wohl eher so etwas wie ein Unfall", meint Haass.
<% image name="Ischiasnerv" %><p>
Haass untersucht vor allem den Mechanismen der Abeta-Erzeugung. So konnte er nachweisen, dass der Ausgangspunkt für die Entstehung des Peptids das mit unbekannter Funktion im Körper vorkommende Protein APP ist. Dieses <u>Amyloid Precursor Protein</u> ist in der Membran der Nervenzellen eingelagert.
Damit das beta-Amyloid entsteht, muss neben der <u>beta-Sekretase</u> ein weiteres Enzym, die <u>gamma-Sekretase</u>, das Vorläuferprotein schneiden. Weil Abeta nur durch die gemeinsame Aktivität der 2 Enzyme entstehen kann, werden beide Sekretasen im Haass-Labor analysiert. "Mittlerweile sind die beiden Sekretasen auch Hauptziele für medikamentöse Therapien. Könnte deren krank machende Wirkung blockiert werden, sollte schließlich die altersbezogene Neuropathologie, die durch die Ablagerung von Abeta verursacht wird, verlangsamt werden."
Schon vor einigen Jahren konnte Haass zeigen, dass die biologische Funktion der gamma-Sekretase wichtig für die Zelldifferenzierung ist. Aber auch bei BACE wird ein dosiertes Vorgehen nötig sein. Das Enzym induziert nämlich ein Signal auf Nervenfortsätzen, das die elektrische Isolation durch Gliazellen einleitet. Wird das Gen der Enzymschere entfernt, ist diese Myelinisierung aber erheblich reduziert.
<small> Die lange als passive Helfer verkannten <b>Gliazellen</b> - ihr Name leitet sich von dem griechischen Wort für Leim her - sind nicht nur um ein Vielfaches häufiger als Neuronen im Gehirn. Sie erfüllen auch wichtige Funktionen: Sie stützen und versorgen die Nervenzellen und beeinflussen deren Bewegung sowie das Wachstum. Zudem senden sie selbst Signale aus und wirken bei der Informationsverarbeitung mit. Am bekanntesten sind sie als Baustein der Myelinhülle: Nervenzellen brauchen diese Isolierschicht, um Signale schnell und effizient weiterleiten zu können. </small>BACE: Die Entdeckung der "Alzheimer-Schere"
Die koreanische <a href=http://www.songwonind.com/eng>Songwon</a> und die Schweizer <a href=http://www.clariant.com>Clariant</a> werden ihre Kooperation in Sachen Antioxidantien nach mehreren Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit Anfang 2008 beenden. Joint-venture für Antioxidantien gekündigt<% image name="Clariant_HQ" %><p>
<small> Das Clariant-Headquarters wird künftig keine Antioxidantien von Songwon mehr vertreiben. </small>
Bis dahin wird Clariant die Antioxidantien 1010, 1076 und 168 sowie damit verbunden Blends, die von Songwon hergestellt werden, ausliefern. Danach werden beide Unternehmen ihre Antioxidantien-Aktivitäten für den Polymer-Markt unabhängig bestreiten. Künftig will Songwon als Hauptlieferant die Weltmärkte direkt beliefern.
Zudem soll in Ulsan für 120 Mio $ eine zweite Produktionsstätte für die Herstellung von phenolischen und phosphitischen Antioxidationsmitteln entstehen. Im zweiten Quartal 2007 wird Songwons Produktionskapazität für Antioxidationsmitteln dann bei etwa 55.000 t liegen, das ist eine 60%ige Steigerung gegenüber der heutigen Kapazität.
Der erste Impfstoff zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs und weiteren durch humane Papillomaviren (HPV) verursachten Erkrankungen hat die EU-Zulassung erhalten. Dabei werden so genannte <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/3808>Virus Like Particles</a> verwendet. <a href=http://www.spmsd.at>Sanofi Pasteur</a> will ihn demnächst auf den Markt bringen.<% image name="Sanofi_Pasteur_Logo" %><p>
7 Monate nach Antragstellung hat der HPV-Vierfachimpfstoff den wichtigsten Meilenstein vor der Marktzulassung in der EU erreicht. Wird die Zulassung erteilt, wird er in Kürze Frauen vor humanen Papillomaviren der Typen 6, 11, 16 und 18 schützen. Er ist zudem gegen hochgradige Zervixdysplasien, hochgradige Dysplasien der Vulva sowie Genitalwarzen indiziert.
In Europa ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Statistisch sterben in Europa 40 Frauen täglich daran.
Außer Gebärmutterhalskrebs gibt es noch weitere Erkrankungen, die durch humane Papillomaviren verursacht werden können: Als Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs kann es zu präkanzerösen Läsionen kommen, die sich in Folge zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Zudem kann es zu Genitalwarzen kommen - deren aktuelle Therapiemöglichkeiten zu ihrer Entfernung sind aber schmerzhaft und die Rezidivrate kann hoch sein, da nur die sichtbaren Läsionen entfernt werden, während die Infektion weiter besteht.
In klinischen Studien zeigte der HPV-Vierfachimpfstoff eine 100%ige Wirksamkeit in der Prävention durch humane Papillomaviren der Typen 16 und 18 bedingter zervikaler Präkanzerosen höheren Grades - der klinisch relevanteste Endpunkt für die Zulassungsbehörden und die WHO, um die Wirksamkeit bei der Prävention von Gebärmutterhalskrebs nachzuweisen. Das klinische Entwicklungsprogramm des HPV-Vierfachimpfstoffes für Phase II und III umfasst rund 27.000 Probandinnen aus 33 Ländern weltweit.
Der HPV-Vierfachimpfstoff wurde von Merck & Co. Inc. und Sanofi Pasteur MSD entwickelt. In Österreich wird er durch Sanofi Pasteur MSD vertrieben werden.Impfstoff gegen humane Papillomaviren zugelassen
Jüngste Ergebnisse der laufenden europäischen BIOV-111-Studie mit Evoltra (Clofarabin) bei pädiatrischer, akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) haben bestätigt, dass Evoltra, <a href=http://www.bioenvision.com>Bioenvisions</a> kürzlich zugelassener Wirkstoff, eine signifikante Ansprechrate bei schwer zu behandelnden Patientenpopulationen zeigt. <% image name="Bioenvision_Logo" %><p>
Obwohl die First-Line-Behandlung bei Kindern mit Leukämie in der Regel erfolgreich ist, zeigen Patienten mit mehrfach rezidivierender bzw. refraktärer Leukämie eine niedrige Ansprechrate auf die existierenden Behandlungsmöglichkeiten und haben mit einem Ø Überleben von nur 9 bis 10 Wochen eine sehr schlechte Prognose.
Die Zwischenergebnisse der BIOV-111-Studie, der laufenden europäischen Phase-II-Studie mit Evoltra bei refraktärer und rezidivierender ALL bei Kindern, zeigten eine vollständige Ansprechrate von 28 %. Darüber hinaus bot Evoltra mit einem derzeitigen Ø Überleben von 37,4 Wochen bei Patienten, die auf die Therapie ansprachen, einen beträchtlichen Überlebensvorteil gegenüber den 9,4 Wochen bei nicht ansprechenden Patienten.
Darüber hinaus zeigten die aktualisierten Ergebnisse der zulassungsentscheidenden CLO-2122-Studie (sie wurde von Genzyme in den USA durchgeführt), dass das Ansprechen auf Clofarabin dem Patienten die Möglichkeit einer Stammzellentransplantation eröffnet, die ihm im Weiteren die besten Langzeitüberlebenschancen bietet.
Dabei wurde bei stark vorbehandelten Patienten mit mehrfach rezidivierender bzw. refraktärer ALL eine Ansprechrate von 30 % erreicht, wobei das Ø Überleben nach den neuesten verfügbaren Daten 66,6 Wochen im Vergleich zu nur 7,6 Wochen bei nicht ansprechenden Patienten betrug.
Evoltra erhielt am 29. Mai die EU-Zulassung und ist in allen 25 EU-Staaten verfügbar. Dessen Wirkstoff Clofarabin hat in den USA und Europa Orphan Drug-Status sowohl gegen ALL als auch AML. Das Purin-Nukleotid-Analogon der nächsten Generation befindet sich derzeit in der klinischen Entwicklung gegen weitere hämatologische Krebsarten und Tumoren und wird präklinisch auf die Behandlung von Psoriasis und weitere Autoimmunkrankheiten überprüft.Behandlungsvorteile von Evoltra bei ALL bestätigt
Nach dem gescheiterten Mitfeilschen um Schering ist <a href=http://www.merck.de>Merck KGaA</a> nun anderwärtig fündig geworden und wird für 10,6 Mrd € von der Familie Bertarelli 64,5 % der <a href=http://www.serono.com>Serono</a>-Aktien bzw. 75,5 % der Stimmrechte an dem Biotech übernehmen.<% image name="Serono_Logo" %><p>
„Diese Akquisition entwickelt das ethische Pharmageschäft von Merck deutlich weiter und bringt es in eine führende Position im Biotech-Markt“, kommentiert der Chef der Merck KGaA, Michael Römer.
„Beiden Unternehmen bietet sich eine einmalige Möglichkeit, einen Wettbewerbsvorteil durch ein gemeinsames F&E-Budget von 1 Mrd € und ein stärkeres Produkt-Portfolio zu erlangen. Merck KGaA und Serono ergänzen sich mit 28 Substanzen in der Entwicklung. Zusammen wollen wir ein weltweit führendes Biopharma-Unternehmen mit globaler Marktpräsenz, hoch entwickelter Biotech-Produktion und starkem Wachstum schaffen.”
Großes Potenzial sieht er speziell in den Bereichen Neurologie und Onkologie. Mit Serono erreicht Merck ein marktführendes Multiple-Sklerose-Franchise, das das Portfolio verbreitert, eine globale Marktpräsenz mit Zugang zu den USA sowie eine weltweit führende Biotech-Produktion.
Die Sparte Ethicals wird mit Serono in Genf zu „Merck-Serono Biopharmaceuticals“ zusammengeführt, dessen US-Zentrale wird in Boston sein. Die fusionierte Company kommt auf 35.000 Mitarbeiter und einen Pro-forma-Umsatz von 7,7 Mrd € bzw. 3,6 Mrd € im Geschäft mit Biopharmazeutika. Mercks Geschäftsmodell, in beiden Märkten – Pharma und Chemie – aktiv zu sein, wird durch den Zusammenschluss gestärkt.
Die Akquisition wird zunächst durch bestehende Barmittel von Merck finanziert sowie durch eine Zwischenfinanzierung. Die Bar-Transaktion wird durch eine Kombination von einem syndizierten Darlehen, einer Anleihe und einer Kapitalerhöhung in Höhe von 2 bis 2,5 Mrd € refinanziert, an der sich die Merck-Familie mit bis zu 1 Mrd € beteiligen wird. Es wird erwartet, dass die Transaktion Anfang 2007 abgeschlossen wird.Merck KGaA übernimmt Mehrheit an Serono
Die BioDiesel Vienna GmbH (<a href=http://www.biodiesel-vienna.com>BDV</a>), ein Unternehmen der österreichischen Münzer Holding GmbH, hat den Testbetrieb beendet und eine der modernsten und größten Biodiesel-Anlagen Europas in Betrieb genommen.<% image name="Biodiesel_Vienna" %><p>
<small> Im Wiener Ölhafen Lobau werden ab sofort 95.000 t Biodiesel im Jahr erzeugt, eine weitere Kapazitätserhöhung auf 400.000 t/Jahr ist bis 2008 geplant. </small>
Das 30 Mio € schwere Investment wurde in nur einem Jahr errichtet – Wien ist damit die erste europäische Hauptstadt, in der Biodiesel großtechnisch hergestellt wird. Die Anlage hat jetzt die volle Nutzungskapazität für die Jahresproduktion von 95.000 t erreicht und deckt mit ihren 30 Mitarbeitern damit mehr als ein Drittel des österreichischen Biodiesel-Bedarfs.
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<small> "Die Nachfrage nach Biodiesel steigt ständig. Experten erwarten eine jährliche Wachstumsrate von mehr als 25 %", so Thomas Regitschnig-Kumpan, Geschäftsführer der BDV. </small>
Österreich benötigt aufgrund des stufenweise steigenden Beimischbedarfs bis 2010 etwa 415.000 t Biodiesel pro Jahr beimischen. Die Wiener Anlage in der Lobau wird daher bis Ende 2008 auf rund 400.000 t Jahreskapazität ausgebaut. "Damit werden wir den bis dahin erwarteten österreichischen Gesamtbedarf abdecken und die nachhaltige Versorgung Österreichs mit Biodiesel sichern", so Regitschnig-Kumpan.
Geplant und gebaut wurde die Biodiesel-Anlage von der BDV, Technologielieferant ist die BioDiesel International (BDI). Die Rohstoffe für die Biodieselanlage werden per Schiff oder Bahn angeliefert, das fertige Produkt wird unmittelbar ins Leitungsnetz des benachbarten OMV-Tanklagers eingespeist. 50 zusätzliche Schiffe werden dadurch den Wiener Hafen nutzen.
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Für die Erzeugung des Biotreibstoffs werden ausschließlich pflanzliche Frischöle wie Rapsöl aus dem europäischen Raum verwendet. Mittelfristig soll auch österreichischer Rohstoff zum Einsatz kommen, erfolgreiche Gespräche mit der österreichischen Landwirtschaft gibt es bereits. "Wesentlich für uns ist es, möglichst unabhängig vom internationalen Rohstoffmarkt produzieren zu können. Daher planen wir die Realisierung von zwei Ölmühlen im benachbarten Ausland, um unseren steigenden Rohstoffbedarf aus eigenen Ressourcen decken zu können. Natürlich prüfen wir auch die Realisierung derartiger Projekte in Österreich", so Regitschnig-Kumpan.BioDiesel Vienna eröffnet Anlagen in der Lobau