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May 25th, 2007

GVO: BASF darf "Amflora"-Kartoffeln freisetzen

Das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat den Antrag von <a href=http://www.corporate.basf.com/de/produkte/biotech/plantscience>BASF Plant Science</a> auf Freisetzung gentechnisch veränderter Kartoffeln der Sorte "Amflora" unter Sicherheitsauflagen genehmigt. <% image name="Kartoffeln" %><p> <small> Gegen die Freisetzung gab es rund 2.200 Einwendungen, die von der Behörde geprüft wurden. </small> Gestattet wurde 2007 und 2008 die Freisetzung von maximal 45.000 Knollen/ha auf insgesamt 155 ha in den Gemeinden Zepkow und Buetow (Mecklenburg-Vorpommern) sowie in Perleberg (Brandenburg). Die gentechnische Veränderung bewirkt eine für die industrielle Nutzung der Kartoffel günstigere Stärkezusammensetzung. Das BVL erwartet von dem Freisetzungsversuch keine schädlichen Einflüsse auf die Umwelt. Um eine Verbreitung der GVO-Kartoffeln zu verhindern, muss zwischen den Freisetzungsflächen und Äckern mit nicht gentechnisch veränderten Kartoffeln 10 m Abstand halten. Das gentechnisch veränderte Pflanz- und Erntegut ist darüber hinaus zu kennzeichnen. Die aus der Freisetzung gewonnenen Kartoffeln dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden. Der EU liegen aber Anträge zum Inverkehrbringen für gentechnisch veränderte "Amflora-Kartoffeln" für industrielle Zwecke sowie als Lebens- und Futtermittel vor, durch deren Genehmigung ein Anbau der Knollen zu kommerziellen Zwecken ermöglicht würde. Eine Entscheidung darüber wurde noch nicht getroffen. GVO: BASF darf "Amflora"-Kartoffeln freisetzen

Wichtige RNA aus dem „Zell-Müll“ gefischt

Alexander Hüttenhofer von der Medizinuniversität Innsbruck begründete die experimentelle RNomik. Sein Ansatz soll helfen, entscheidende Regulierungsaufgaben nicht-kodierender RNA aufzuklären. Ein Portrait von Carola Hanisch. <table> <td> Die Ribonukleinsäure wurde lange unterschätzt. Als wichtigste Spieler in der Zelle galten DNA und Proteine: DNA enthält die Information für den Bau der Proteine – und diese üben die Lebensfunktionen aus. Der RNA hatte man nur Hilfsfunktionen zugedacht. Als Boten-RNA schleust sie den Gencode zu den Proteinfabriken, den Ribosomen. Dort wird er entschlüsselt und nach seiner Vorgabe werden Aminosäuren zu Proteinen verknüpft. So steht es im Biologie-Lehrbuch. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter. </td> <td> <% image name="Huettenhofer" %></td> </table><p> <small> Alexander Hüttenhofer: Eckpfeiler der starken RNA-Forschung in Österreich. </small> <b>Regulierung per „Noncodings“.</b> Dass es Hunderte von nicht kodierenden RNAs gibt, die keinerlei Bauanleitung für Proteine enthalten, wurde lange übersehen und sorgt daher in den letzten 5 Jahren für umso mehr Aufregung. Noch steht die Wissenschaft zwar erst am Anfang, die Funktion dieser „Noncodings“ aufzuklären, doch ihnen wird eine ungeheure Bedeutung zugetraut. So könnte allein eine Klasse von ihnen, die MicroRNAs, beim Menschen für die Feinregulierung eines Drittels aller Gene verantwortlich sein. Sie werden daher in der Medizin intensiv erforscht. Eine andere Klasse, die der small interfering RNAs (siRNAs), die Gene gezielt ausschalten können, ist zum Standardwerkzeug der Molekularbiologie geworden. Für ihre Erforschung erhielten Craig Mello und Andrew Fire im letzten Jahr den Medizin-Nobelpreis. Die Grundlagen für den heutigen RNA-Boom wurde aber schon in den 1990er Jahren geschaffen – unter anderem von Alexander Hüttenhofer, der heute am Biozentrum der Medizinuniversität Innsbruck forscht. Durch das von ihm erstmals angewandte Verfahren der experimentellen RNomik wurden zahlreiche der heute bekannten nicht kodierenden RNAs entdeckt. Als Hüttenhofer und seine Mitarbeiter 1997 mit ihrer gezielten Suche begannen, waren gerade die ersten Noncodings gefunden worden. Kaum jemand glaubte, dass es sich dabei um die Spitze eines Eisbergs handeln könnte. Nicht kodierende RNAs galten als uninteressante Abfallprodukte der Zelle. Hüttenhofer, der damals noch an der Universität Münster arbeitete, und einige Mitstreiter hatten jedoch die richtige Vorahnung. Sie wollten einen Überblick darüber bekommen, wie viele von diesen angeblich nutzlosen Molekülen in einer Zelle vorhanden sind. Dazu wandelten die Wissenschaftler ein Standardverfahren ab, das bis dahin zum Auffinden von Boten-RNA verwendet worden war. „Wir nannten uns die ‚Müllmänner’ der Genomforschung“, erinnert sich Hüttenhofer. Denn was sie suchten, wanderte normalerweise in den Ausguss. <b>„Kleine“ RNAs im Visier.</b> Sie isolierten die gesamte RNA einer Zelle und trennten diese über Gel-Elektrophorese auf. Je nach Molekülgröße wandern die RNAs dabei unterschiedlich schnell durch das Gel. Sie schnitten den Bereich aus dem Gel aus, in dem sich nur kurze RNAs befanden, also mit einer Länge von 50 bis 500 Basenbausteinen. Boten-RNAs haben mehr als Tausend Basenbausteine. Sie wuschen die RNAs aus dem Gel aus und modifizierten sie so, dass das Enzym Reverse Transkriptase sie in cDNA umschreiben konnte. Das heißt, die einzelsträngigen RNA-Moleküle wurden durch Anlagerung eines komplementären zweiten Strangs zur DNA ergänzt. Diese cDNAs wurden vermehrt und schließlich wurde ihre Sequenz, also die Abfolge der Basenbausteine, analysiert. Das Ergebnis überraschte: Noncodings waren alles andere als selten. Im Jahr 2000 veröffentlichte Hüttenhofer gemeinsam mit Jürgen Brosius, ebenfalls Universität Münster, Jean-Pierre Bachellerie aus Toulouse und anderen Wissenschaftlern das erstaunliche Ergebnis ihrer Suche. Die Wissenschaftler hatten in Gehirnzellen der Maus mehr als 200 bis dahin unbekannte Noncodings gefunden. Hüttenhofer wiederholte das Verfahren in verschiedenen anderen Modellorganismen, darunter die Fliege, den Wurm C. elegans und der Pflanze Arabidopsis. Überall zeigte sich das gleiche Bild – nicht kodierende RNAs fanden sich in großer Zahl. Mehr als 700 dieser Moleküle haben Hüttenhofer und sein Team mittlerweile entdeckt. Eine dieser RNAs steht im Verdacht, für die Entstehung einer Nervenkrankheit, des Prader Willi Syndroms, verantwortlich zu sein. Sie lieferte einen der ersten Hinweise darauf, dass nicht kodierende RNAs eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krankheiten spielen, was heute bereits als selbstverständlich angesehen wird. <% image name="RNomik" %><p> <small> „Innenansicht“ einer Sequenziermaschine, mit der man nicht kodierende RNA sequenzieren kann. </small> Das Verfahren der experimentellen RNomik wurde bald von vielen Wissenschaftlern angewandt und es wurden weitere Klassen von nicht kodierenden RNAs gefunden, die vielfältige Aufgaben wahrnehmen. Die überraschendste und wichtigste ist, dass sie die Aktivität von Genen steuern können – daher auch der Nobelpreis. MicroRNAs oder siRNAs beispielsweise lotsen einen Proteinkomplex zu einer Boten-RNA. Der Proteinkomplex blockiert die Boten-RNA, so dass ihre Botschaft nicht abgelesen werden kann, oder er zerschneidet sie sogar. Auf dieses Weise wird das zugehörige Gen indirekt lahmgelegt. Diese Erkenntnis war sensationell, dachte man doch bis dahin, dass Gene nur von Proteinen an- oder ausgeschaltet werden können. <% image name="RNomik_Peptidsysnthesezentrem_am_Ribosom" %><p> <small> Peptidsysnthesezentrem am Ribosom. </small> Seit der Entdeckung dieser Form der Genregulation auf RNA-Ebene hat sich das Verständnis vom Funktionieren einer Zelle grundlegend gewandelt. Es gibt sogar Spekulationen, dass nicht kodierende RNAs eines der größten Rätsel der Genetik lösen könnten: Auf welche Weise das Erbgut für die Komplexität eines Lebewesens verantwortlich ist. <b>Feintuning der Genaktivität.</b> Die Anzahl proteinkodierender Gene ist jedenfalls nicht der alleinentscheidende Faktor. Der Mensch, obwohl eines der komplexesten Lebewesen, hat gar nicht viel mehr Gene als primitive Organismen wie Fliege oder Wurm. Je komplexer ein Lebewesen, desto kleiner ist der Anteil seines Erbguts, der tatsächlich in Proteine übersetzt wird: Beim Mensch sind es nur 1,4 %, bei Bakterien hingegen 90 %. Wozu der große „Rest“ des humanen Erbguts da ist, ist erst teilweise klar. Immerhin machen sich menschliche Zellen die Mühe, rund die Hälfte ihres Erbguts nur bis zur „Zwischenstufe“ RNA, nicht aber in Proteine zu übersetzen. Ein Teil dieser RNAs könnte, so die These, zur Steuerung der Gene dienen. Nicht die Anzahl, sondern die flexible Feinabstimmung der Genaktivität wäre demnach der Schlüssel zur Komplexität. Von einer Bestätigung dieser These ist die Wissenschaft aber noch weit entfernt. Erst ein Bruchteil der nach Schätzungen vorhandenen Noncodings ist beim Menschen gefunden worden. Und von den allermeisten – die MicroRNAs bilden die rühmliche Ausnahme – ist die Aufgabe völlig unklar. Die Funktionen der einzelnen Noncodings aufzuklären ist nun aber ein schwieriges Unterfangen, das sich bisher nicht in Massenverfahren mit großem Durchsatz durchführen lässt. Hüttenhofer betreibt seine Forschung daher nun zweigleisig weiter. Zum einen isolieren er und sein Innsbrucker Team immer noch neue RNAs, zum Beispiel in Mitochondrien oder Chloroplasten, oder in Trypanosomen, den Erregern der Schlafkrankheit. Zum anderen versuchen sie die Funktion medizinisch relevanter Noncodings herauszufinden. Möglicherweise spielen nicht kodierende RNAs zum Beispiel bei viralen Erkrankungen wie HIV eine Rolle oder bei pathogenen Pilzen, die immungeschwächte Menschen in Krankenhäusern infizieren. Dahinter steht die Hoffnung, über nicht kodierende RNAs neue Angriffspunkte für die Bekämpfung der Erreger zu finden. Diese Fragestellungen werden im Rahmen des Projekts „Noncoding RNAs als Regulatoren der Genexpression und ihre Rolle bei Krankheiten“ im österreichischen Genomforschungsprogramm GEN-AU untersucht. Für dieses Projekt arbeiten verschiedene Gruppen aus Innsbruck und Wien zusammen. „RNA-Forschung ist einer der Bereiche, in denen Österreich sehr stark ist“, stellt Hüttenhofer fest – und hoffentlich bleiben wird. Denn nicht kodierende RNAs werden die biologische und vor allem auch die angewandte Medizinforschung voraussichtlich noch viele Jahre beschäftigen. Wichtige RNA aus dem „Zell-Müll“ gefischt

May 24th

Methangas-Expertise formiert sich

Green Gas International Ltd. fusioniert mit dem tschechischen Grubengasunternehmen OKD, DPB a.s., einer Tochter der niederländischen New World Resources B.V. (NWR). Gemeinsam formen sie <a href=http://www.greengasinternational.com>Green Gas International B.V.</a>, den künftigen Marktführer in der Gasnutzung von Kohlegruben und Deponien. Methangas-Expertise formiert sich <% image name="RHI_Magnestitabbau" %><p> Das neue Unternehmen hat zudem 15,5 Mio € an zusätzlichem Eigenkapital bereitgestellt bekommen. Die neue Gruppe vereint Kompetenz in Projektentwicklung und -finanzierung, eine substanzielle Projektpipeline und mehr als 30 Jahre Erfahrung in der untertagigen Methangasfassung, Bewetterung und Gasnutzung sowie die Fähigkeit, Projekte unter dem Regime des Kyoto-Protokolls umzusetzen. Niederlassungen existieren bereits in Tschechien und Deutschland. Daruber hinaus werden derzeit Projekte in den USA, Ecuador, Chile und der Ukraine entwickelt. Chris Norval, Executive Chairman und Mitbegründer der Green Gas International Ltd, wird auch die neue Gruppe führen. Die Fusion kommentierte er wie folgt: "Wir sind nun aufgestellt, um unsere Projektpipeline von rund 350 MW elektrischer Leistung innerhalb der nächsten 5 Jahre in den neuen Märkten weltweit zu realisieren." <small> NWR hält 70 % der Anteile an der Gas International B.V. Die restlichen Anteile liegen beim bisherigen Gesellschaftern der Green Gas International Ltd und des französischen Fonds Demeter. </small>

Lenzing Plastics erwirbt Glassmaster

<a href=http://www.lenzing.com>Lenzing</a> übernimmt einen Großteil der Vermögenswerte des US-Kunststoffherstellers Glassmaster aus dem Bereich Monofilamente, die nach Chapter 11 zum Verkauf standen. Lenzing Plastics wird den Glassmaster-Standort in Lexington (South Carolina) weiterführen und erwartet damit einen Jahresumsatz von 7-8 Mio $. Lenzing Plastics erwirbt Glassmaster <% image name="Besen" %><p> <small> Lenzing Plastics erweitert die Kapazitäten für synthetische Bürsten, Borsten und Gewebe. </small> „Die Übernahme von Glassmaster ist ein weiterer Baustein in der Wachstumsstrategie der Lenzing Plastics. Das übernommene Glassmaster-Produktportfolio ist eine optimale Ergänzung zu der vor einigen Wochen übernommenen <a href=http://chemiereport.at/chemiereport/stories/4954>Hahl Gruppe</a>, die ebenfalls schwerpunktmäßig im Sektor synthetische Bürsten für die Industrie tätig ist“, sagt Lenzing-Chef Thomas Fahnemann. Glassmaster wird künftig unter dem Namen Hahl Inc. die US-Basis für das gesamte Geschäft der Lenzing Plastics bilden. Lenzing Plastics sichert sich mit dieser Akquisition neben interessanten Kunden auch einen Produktionsstandort im Dollar-Raum, ein immer wichtiger werdender Wettbewerbsvorteil für die Fortsetzung der internationalen Wachstumsstrategie.

NExBTL: Biodiesel-Initiative in Stockholm

Die Logistik-Division der schwedischen Post, die Schifffahrts-Gesellschaft Waxholmsbolaget Ångfartygs, Volvo Penta und Scania testen nun in einem groß angelegten Projekt in Stockholm den aus Nawaros gewonnenen "NExBTL-Diesel" von <a href=http://www.nesteoil.com>Neste Oil</a>. <% image name="Neste_Biodiesel" %><p> Das schwedische Projekt ist als Teil eines größeren EU-Projekts aufgesetzt, das die Verwendung von "hochprozentigem" Biodiesel in mehreren EU-Staaten promoten soll. Untersucht wird dabei unter anderem, wie sich die Auspuffgase durch NExBTL gegenüber herkömmlichen Dieselkraftstoffen verändern. Der schwedische Testlauf startet im Herbst und wird bist Ende 2010 andauern - mit rund 100 Fahrzeugen von Posten Logistik und 2-3 Schiffen von Waxholmsbolaget. Volvo Penta wir die Emissions-Messungen sowie die Überprüfung der Schiffsmaschinen durchführen. Zum Einsatz kommt am Beginn ein Dieselkraftstoff mit rund 30 % NExBTL - während des Tests soll bis auf 100 % NExBTL hochlizitiert werden. Ein vergleichbarer Testlauf wird von Neste Oil, dem Helsinki Metropolitan Area Council (YTV) und Helsinki City Transport ab Herbst in der finnischen Metropole durchgeführt. NExBTL: Biodiesel-Initiative in Stockholm

Erdgasspeicher Haidach eröffnet

Die Rohöl-Aufsuchungs AG (<a href=http://www.rohoel.at>RAG</a>), <a href=http://www.wingas.de>WINGAS</a> und <a href=http://www.gazprom-germania.de>Gazprom</a> haben den Erdgasspeicher im Salzburger Haidach offiziell eröffnet. Damit wurde der erste Teil des in 2 Stufen geplanten größten Erdgasspeicherprojekts Österreichs in nur 2 Jahren abgeschlossen. Erdgasspeicher Haidach eröffnet <% image name="Haidach" %><p> <small> Nach rund 1 Mio Arbeitsstunden wurde der größte Erdgasspeicher Österreichs und zweitgrößte Mitteleuropas in Haidach fertig gestellt. </small><p> <% image name="Haidach4" %><p> Die zweite Ausbaustufe beginnt Ende 2008 und wird im April 2011 abgeschlossen sein. Insgesamt werden in Haidach 250 Mio € investiert. Der Speicher wird von der RAG als Konzessionsinhaberin errichtet und betrieben. Er kann im Endausbau bis zu 2,4 Mrd m3 Erdgas aufnehmen, das entspricht etwa einem Viertel des österreichischen Gesamtjahresbedarfs an Erdgas. <% image name="Haidach3" %><p> Für Gazprom-Chef Alexej Miller "erhöht der neue Erdgasspeicher ohne Zweifel die Zuverlässigkeit und Flexibilität der russischen Erdgaslieferungen an die europäischen Verbraucher". Für WINGAS bedeutet er einen von mehreren derzeit in Bau oder Planung befindlichen Erdgasspeicher-Projekten. Einen dreistelliger Millionen-Euro-Betrag investiert WINGAS zudem in den größten Erdgasspeicher Westeuropas im norddeutschen Rehden, einen Speicher in England (Saltfleetby) sowie nahe der deutsch-niederländischen Grenze in Jemgum, dessen Bau derzeit geprüft wird. <% image name="Haidach1" %><p> In der ersten Ausbaustufe in Haidach wurden insgesamt 9 Speicherbohrungen umgesetzt - aneinandergereiht ergäben sie eine Strecke von 16,5 km. Mehr als doppelt so lang, nämlich 39 km, ist die Pipeline, die den Erdgasspeicher Haidach an das Erdgasfernleitungsnetz in Burghausen anbindet. Für den Bau dieser Austria-Bavaria-Gas-Pipeline (ABG) wurden mehr als 2.300 Stahlrohre mit einer Länge von jeweils etwa 18 m miteinander verschweißt. Der gesamte Rohrleitungsstrang wiegt beinahe 15.000 t. Mit Hilfe des "Salzach-Dükers" wurde die Salzach bei Überackern unterquert. <% image name="Haidach2" %><p> <small> <b>Die Erdgaslagerstätte Haidach</b> wurde 1997 als Porenlagerstätte in 1.600 m Tiefe von der RAG gefunden. Mit einem Gesamtvolumen von 4,3 Mrd m³ war sie seit 1982 der größte Erdgasfund Österreichs. Seit Beginn der Produktion 1998 wurden daraus über 2,9 Mrd m³ Erdgas gefördert. Haidach erstreckt sich über 17,5 km². Rund 1 Mio m³ Erdgas/h können aus dem Speicher entnommen werden. </small>

ARC: Neuanfang nach "finanzieller Schieflage"

Die Austrian Research Centers (<a href=http://www.arcs.ac.at>ARC</a>) haben in den letzten Jahren im Rahmen der Technologieoffensive - mit Steuergeldern aus der "Nationalstiftung" - mehr als 40 Mio € ausgegeben. Die Eingänge für die Auftragsforschung haben aber mit dieser Größenordnung nicht Schritt gehalten. Jetzt fehlen mindestens 6 Mio €, ohne weitere Zuschüsse vom Bund schaut es düster aus. ARC: Neuanfang nach "finanzieller Schieflage" <% image name="Androsch" %><p> <small> Hannes Androsch will an einen sich 2008 einstellenden Auftragsschub für die ARC - resultierend durch die Technologieoffensive der letzten Jahre - nicht so recht glauben. © pressefotos.at/Thomas Preiss </small> Der neu bestellte Aufsichtsratspräsident Hannes Androsch bringt die Lage der ARC auf den Punkt: "Die finanzielle Gestion ist in Schieflage. Das Forschungsangebot war für die Industrie offensichtlich nicht attraktiv genug, um die hohen Ausgaben der Technologieoffensive abdecken zu können." Und dass sich die Früchte der Technologieoffensive in großem Ausmaß in den nächsten Jahren ernten lassen würden, daran will er nicht so recht glauben. Seine Vorbilder für die ARC sind die deutsche Fraunhofer Gesellschaft, das MIT, Caltech oder das Paul-Scherrer-Institut in der Schweiz. Also legt er der neuen Forschungs-Staatssekretärin Christa Kranzl nahe, "angemessene 10 Mio €" für die ARC zusätzlich locker zu machen. Im übrigen mahnt er ein, dass sich Österreich "durch das aktuelle Fremdenverkehrsrecht zur internationalen Lachnummer" mache - es sei damit einfach nicht mehr möglich, Top-Wissenschaftler in ausreichender Zahl nach Österreich zu locken. "Bis Mitte Juli" soll jedenfalls "Klarheit geschaffen" werden - darüber, wie viel Geld tatsächlich an die ARC fließen soll (laut Kranzl wurde im Budget für 2007 und 2008 entsprechend dafür vorgesorgt), und darüber, welche F&E-Schwerpunkte künftig nicht mehr verfolgt werden sollen. Hans Rinnhofer, seit Oktober 2006 der neue Sprecher der ARC, erläutert den Journalisten bei der öffentlichen Krisensitzung die GuV-Rechnung mit einem "kontinuierlichen Cashabfluss". Gerade einmal 700.000 € würden ihm liquide derzeit zur Verfügung stehen, um den Forschungsbetrieb in der größten außeruniversitären Einrichtung Österreichs aufrecht zu erhalten. Klar sei ebenso, dass "die ARC keine Universität, sondern eine GmbH" sei. Also werde nun eisern gespart und ab sofort quartalsweise "Bericht erstattet". <b>Umbau.</b> Als erste Kurskorrektur wurden jedenfalls 5 ehemalige Konzerngesellschaften zu einer operativen Einheit verschmolzen und damit "ein nicht funktionierendes Organigramm entschlackt". Unnötige Hierarchien werden also wegfallen, dafür "adäquate Controllingsysteme eingeführt". Übrig bleiben die strategischen Bereiche Health Technologies, Materials Technologies, IT sowie Mobility & Energy. Positiv sei zudem, dass "die Auftragsbücher der ARC voll sind". Bereits im ersten Quartal konnte eine Auftragsdeckung von 80 % für das Gesamtjahr 2007 erreicht werden. Überhaupt würden die ARC bereits rund 60 % ihres Gesamtumsatzes am Markt erwirtschaften, die restlichen 40 % erhalten die ARC aus öffentlichen Mitteln. Bei den aus der Wirtschaft akquirierten Umsätzen - der Auftragsforschung - konnte 2006 ein Anstieg von 8 % erzielt werden. Insgesamt stiegen die betrieblichen Erträge von 114,6 auf 118,2 Mio €. Aufgrund stark gestiegener Personalkosten blieb unterm Strich jedoch ein Bilanzverlust von rund 6 Mio €. <% image name="Gornik1" %><p> Der wissenschaftliche Leiter und Geschäftsführer der ARC, Erich Gornik, sieht die Aufgabenstellung insbesondere in der Etablierung intelligenter Stromnetze für die dezentrale Einspeisung alternativer Energiequellen. Dazu haben die ARC mit dem Forschungszentrum RISO in Dänemark, Gas de France und Siemens ein mehrjähriges EU-Forschungsprojekt eingereicht. Zudem sagt Gornik: "Vor drei Jahren waren wir im Bereich der Biotechnologie noch ein Niemand, heute sind wir Weltklasse." In diesem Bereich haben die ARC-Forscher zuletzt Biochips für Salmonellen und die Wassergüte entwickelt - einer für die Luftgüte soll folgen. Weitere Forschungsschwerpunkte betreffen Embedded Systems, Quantenkryptografie und die Verkehrstelematik. Mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren sei seine Mannschaft jedenfalls "top aufgestellt".

Qiagen führt Web-basierten "Product Finder" ein

Qiagen bietet nun mit dem <a href=http://www.qiagen.com/Products/ProductFinder>Product Finder</a> ein für die Life Sciences einmaliges interaktives Online-Tool, das die Auswahl geeigneter Muster und Testkits erleichtert. Qiagen führt Web-basierten "Product Finder" ein <table> <td><% image name="Qiagen_Logo" %></td> <td> Das Tool umfasst mehr als 500 Muster und Assay-Produkte für alle Standardprotokolle sowie für spezielle Anwendungen. Die Datenbank beinhaltet zudem zahlreiche Empfehlungen, was einen bequemen Bestellprozess ermöglichen soll. Das Beantworten von 5-8 Fragen führt dabei zum geeignetsten Produktvorschlag. </td> </table> <% image name="Proben" %><p> Das interaktive Tool ergänzt den technischen Online-Support von Qiagen, der zu allen Qiagen-Produkten, allgemeinen Protokollen, Literatur sowie Referenz-Datenbanken Zusatzinformation bietet.

Allroundschutz: Die neue Generation von UV-Filtern

Die EU-Kommission hat <a href=http://alsa.at/chemiereport/stories/3413>2006</a> eine Empfehlung ausgesprochen, die für ein Mindestmaß an UVA-Schutz in Sonnenschutzprodukten sorgen soll. Denn bis dato schützten Sonnencremes fast nur vor UVB-Strahlung und damit vor Sonnenbrand. Die <a href=http://www.basf.de>BASF</a> hat dafür den UVA-Filter Uvinul A Plus entwickelt. <% image name="BASF_UV_Strahlen" %><p> <small> UVA-Strahlen erzeugen freie Radikale, die zu einer Schädigung des Erbgutes und zu Störungen im Gleichgewicht der Zellfunktionen führen können. </small> UVA-Strahlen ist man auch bei bewölktem Himmel, im Halbschatten und hinter Fenstern ausgesetzt. Sie erzeugen freie Radikale - aggressive Verbindungen, die alles in ihrer direkten Umgebung angreifen. Sie schädigen Zellmembrane und greifen das Erbgut an – Störungen im fein abgestimmten Gleichgewicht der Zellfunktionen entstehen. Auch der körpereigene Abbau von Bindegewebsfasern aus Elastin und Collagen wird durch UVA-Strahlen übermäßig angeregt. Die Haut verliert dadurch an Elastizität und Feuchtigkeit, Falten bilden sich oder werden tiefer. Davor schützt der neue UV-Filter <b>Uvinul A Plus</b>. Er nimmt die eintreffende Strahlung auf und wandelt sie in harmlose Wärme um. Die Substanz ist sehr lichtbeständig und garantiert deshalb einen lang andauernden Schutz. Zum UV-Schutzkonzept der BASF gehören nicht nur chemische UV-Filter wie Uvinul A Plus, sondern auch physikalische. Diese reflektieren die Strahlung wie kleine Spiegel – sowohl die langwellige UVA- als auch die kurzwellige UVB-Strahlung. Als Minispiegel werden winzige Partikel aus Titandioxid und Zinkoxid verwendet. Sie sind nur maximal ein fünftausendstel Millimeter groß und deshalb auf der Haut unsichtbar. Ob chemisch oder physikalisch: Selbst die besten Filter und die höchsten Sonnenschutzfaktoren können nicht verhindern, dass ein Rest UV-Strahlung in die Haut eindringt. Hier können hochaktive Antioxidantien wie spezielle Formen von Vitamin C und E die Hautzellen vor oxidativen Schäden bewahren: Wirkstoffe aus der Kamille und das Provitamin B5 wirken entzündungshemmend und gleichzeitig pflegend. Vitamin A normalisiert den durch die UVA-Strahlung übermäßig angeregten Abbau von Bindegewebsfasern, die Zellerneuerung wird aktiviert und die Faltentiefe verringert. <small> Nach einer im Juni 2006 durchgeführten Studie von ACNielsen macht die Anti-Aging-Hautpflege derzeit 30 % des gesamten internationalen Marktes für Hautpflegeprodukte aus. Allein in Deutschland wurden 2005 fast 280 Mio € für Anti-Aging-Produkte zur Gesichtspflege ausgegeben. Der Anti-Aging-Trend und nicht zuletzt der Druck durch die neue EU-Empfehlung werden in naher Zukunft zu einem verstärkten Einsatz von UVA-Filtern führen – sowohl bei Sonnenschutzmitteln als auch bei Kosmetikprodukten. </small> Allroundschutz: Die neue Generation von UV-Filtern

May 23rd

Positive Neunmonatsergebnisse mit PLA-Koronarstent

<a href=http://www.abbott.com>Abbott</a> gab positive Ergebnisse aus der ABSORB-Studie, der ersten klinischen Studie der Welt, welche die Sicherheit und Leistungsfähigkeit eines vollständig bioresorbierbaren, medikamentenfreisetzenden Koronarstents bei der Behandlung der koronaren Herzkrankheit untersucht, bekannt. Positive Neunmonatsergebnisse mit PLA-Koronarstent <% image name="ABSORB" %><p> <small> Resorbierbarer Stent aus Polymilchsäure (PLA) weiterhin vielversprechend als Technologie künftiger Stent-Generationen. </small> Die Neunmonatsergebnisse der ersten 30 Patienten der Studie zeigten keine Stentthrombose und eine niedrige Rate (4 %, ein Patient) von schwerwiegender kardialen Ereignissen (Major Adverse Cardiac Events, MACE) wie Herzinfarkt oder interventionelle medizinische Wiederholungsbehandlung. Abbotts Everolimus freisetzender bioresorbierbarer Stent ist aus Polymilchsäure (PLA) hergestellt, einem biokompatiblen Material, das allgemein für medizinische Implantate Verwendung findet. Wie ein Metallstent führt auch der bioresorbierbare Stent zur Wiederherstellung des Blutflusses durch das Offenhalten eines verschlossenen Gefäßes, wobei diesem bis zur Heilung des Blutgefäßes eine Stützfunktion zukommt. Anders als ein Metallstent ist ein bioresorbierbarer Stent so konstruiert, dass er langsam vom Körper abgebaut und mit der Zeit komplett resorbiert wird. <small>Die ABSORB-Studie ist eine prospektive, nicht-randomisierte Studie, in die bis zu 60 Patienten in Belgien, Dänemark, Frankreich, Neuseeland, Polen und den Niederlanden aufgenommen werden sollen. Zu ihren Hauptendpunkten gehören Prüfung der Sicherheit, MACE und Stentthrombose, die Raten an Tag 30, 180 und 270, mit jährlichen Nachuntersuchungen bis zu 5 Jahren und der erfolgreiche Einsatz des bioresorbierbaren medikamentenfreisetzenden Koronarstents. Zu den anderen Hauptendpunkten der Studie gehören Messungen zur Nachkontrolle mittels Röntgen-Angiographie, intravaskulärer Ultraschalluntersuchung und bildgebenden Verfahren nach 180 Tagen und 2 Jahren. </small>

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