Das von der EU mit 13 Mio € geförderte Konditionale Maus Mutagenese Projekt EUCOMM und sein kanadisches Partnerprojekt NorCOMM bekommen Verstärkung: Die US-Gesundheitsbehörde NIH hat das Knockout Mausprojekt (KOMP) gestartet. Die 3 Projekte wollen nun alle Gene des Mausgenoms mutieren, um alle Gen-Funktion aufklären zu können.Initiative zur Funktionsaufklärung aller Maus-Gene<% image name="KOMP" %><p>
Europäische Forscher haben bei dieser Initiative, die ähnlich wie zuvor das internationale Humangenomprojekt strukturiert sein soll, eine Vorreiterrolle übernommen. EUCOMM erzeugt bereits seit Jahresbeginn mutierte Mausgene in embryonalen Stammzellen der Maus, die der Wissenschaftsgemeinschaft in Kürze frei zur Verfügung gestellt werden. Aus diesen Zellen können Mausmodelle für alle genetisch bedingten menschlichen Erkrankungen generiert werden.
<% image name="Wurst" %><p>
<small> Das europäische Programm wird von Wolfgang Wurst, Institutsdirektor am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, koordiniert. </small>
Die bei der Mutation der Mausgene verwendeten Verfahren sind konditionale Gene Trapping- und Gene Targeting-Verfahren, die eine besonders präzise Modellierung genetisch bedingter Krankheiten in der Maus ermöglichen, wie Morbus Parkinson, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und andere.
EUCOMM hebt die bisher durchgeführte Produktion von Mausmodellen auf eine neue Ebene, indem die Modelle jetzt koordiniert sowie schneller, einfacher und günstiger erzeugt werden können. Somit rückt erstmals eine Aufklärung der Ursachen aller genetisch bedingten Krankheiten in greifbare Nähe.
Genom eines pathogenen Colibakteriums entschlüsselt
Escherichia coli sind ein wichtiger Teil der Darmflora. Sie können jedoch auch zu Varianten mutieren, die die Harnwege besiedeln und dort Infektionen hervorrufen. Das Genom eines solchen uropathogenen E.coli-Stammes haben jetzt Forscher der <a href=http://www.genomik.uni-goettingen.de>Uni Göttingern</a> entschlüsselt.Genom eines pathogenen Colibakteriums entschlüsselt<% image name="Ecoli1" %><p>
<small> E.coli-Bakterien auf einer Blasenepithelzelle. Foto: Hilde Merkert </small>
Sequenziert wurde - gemeinsam mit Forschern der Uni Würzburg sowie Experten in Frankreich und Ungarn - das Genom des uropathogenen E.coli-Stammes 536. Die freigelegten genetischen Informationen wurden mit den bereits bekannten Genomsequenzen des kommensalen E. coli-Stammes und drei weiterer pathogener Stämme verglichen.
Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Unterschiede zwischen "guten" und "schlechten" Colibakterien durch mosaikartige Einschübe von genetischem Material in die Erbsubstanz - den <u>"Pathogenitätsinseln"</u> - bestimmt werden. Beim E.coli-Stamm 536 sind es die Gene von 6 Pathogenitätsinseln, die Auslöser für Harnwegsinfektionen sind. Mit Hilfe der entschlüsselten Genom-Informationen konnten die Forscher auch das "Wesen" der Uropathogenität analysieren. Es sind Faktoren, die das Anheften der Bakterien in den Harnwegen ermöglichen, die Erschließung von Nährstoffen sichern und die Freisetzung von Giftstoffen bewirken.
Von besonderer Bedeutung ist die Charakterisierung einer Pathogenitätsinsel, die Gengruppen mit Informationen zur Bildung von Wirkstoffen wie Toxinen oder Antibiotika enthält. Diese PKS-Inseln sind nicht nur in den uropathogenen E.coli-Stämmen, sondern auch in den harmlosen Kommensalen vorhanden; sie haben eine toxische Wirkung, durch die benachbarte Zellen absterben. Das Bakterium lebt im Darm und in den Harnwegen daher nicht einfach neben den menschlichen Zellen her, sondern kann diese offenbar durch Unterbrechung der DNA-Vermehrung abtöten und damit seinen Lebensraum sichern.
Abbott will Humira auch gegen Morbus Crohn einsetzen
Morbus Crohn ist die vierte Autoimmunkrankheit, die mit <a href=http://www.humira.com>Humira</a> (Adalimumab) in Angriff genommen werden soll und für die von <a href=http://www.abbott.com>Abbott</a> ein Zulassungsantrag sowohl in den USA als auch in Europa eingereicht wurde.<table>
<td><% image name="Humira" %></td>
<td> Abbott hat zudem eine supplemental Biologics License Application bei der FDA und eine Typ II-Variation bei der EMEA beantragt, um Humira als Behandlung für Morbus Crohn mittleren bis schweren Aktivitätsgrades vertreiben zu können. </td>
</table>
<small> <b>Morbus Crohn</b> ist eine schwerwiegende, chronisch entzündliche Darmkrankheit, an der insgesamt mehr als 1 Mio Menschen in Nordamerika und Europa leiden. Es gibt derzeit keine Heilung für Morbus Crohn. </small>
Die globalen Anträge basieren auf den Ergebnissen von CLASSIC I (CLinical assessment of Adalimumab Safety and efficacy Studied as an Induction therapy in Crohn's disease), CHARM (Crohn's trial of the fully Human antibody Adalimumab for Remission Maintenance) und GAIN (Gauging Adalimumab effectiveness in Infliximab Nonresponders). Die klinischen Studien sind abgeschlossen und beurteilten die Wirksamkeit und Sicherheit von HUumira in einer Reihe von Patienten mit Morbus Crohn mittleren bis schweren Aktivitätsgrades, die vorher noch nicht mit einer Anti-TNF-Therapie (Tumor Nekrosis Factor) behandelt worden waren und die auf Infliximab nicht mehr reagierten oder eine Infliximab-Unverträglichkeit aufwiesen.
Dabei erwies sich Humira als signifikant bei der Induktion und Aufrechterhaltung der klinischen Remission bei Morbus Crohn mittleren bis schweren Aktivitätsgrades. Das Sicherheitsprofil des Wirkstoffs in den Studien zu Morbus Crohn war dem für rheumatoide Arthritis (RA) ähnlich.
<small> <b>Humira</b> ist der einzige vollständig humane monoklonale Antikörper, der von der FDA zugelassen wurde, um bei Erwachsenen mit mittlerer bis schwerer rheumatoider Arthritis die Anzeichen und Symptome abzuschwächen, eine bedeutende klinische Reaktion zu induzieren, das Fortschreiten struktureller Schäden zu verhindern und die körperliche Funktion zu verbessern. </small>Abbott will Humira auch gegen Morbus Crohn einsetzen
<a href=http://www.dow.com>Dow</a> wird weltweit eine Reihe an Fabriken schließen und dadurch rund 550 bis 650 Mio $ einsparen. Am stärksten davon betroffen sind die Dow-Standorte in Kanada (Sarnia und Fort Saskatchewan) sowie in Italien (Porto Marghera).Dow baut um, sperrt zu und spart<% image name="Dow_Logo" %><p>
<b>In Sarnia</b> wird Ende 2008 die gesamte Produktion eingestellt - ausgelöst durch die kürzlich erfolgte Aussetzung der Ethylen-Lieferungen durch die Cochin-Pipeline. Das LD-PP-Werk wird bereits in den nächsten Wochen heruntergefahren, die Polystyrene-Produktion wird bis Ende 2006 eingestellt, die Latex-Produktion der UES-Anlage sowie die Anlage für Polyole werden 2008 schließen.
<b>In Fort Saskatchewan</b> wird Dow bis Ende Oktober die 27 Jahre alte Chlor-Alkali-Produktion sowie die Anlagen für die Direkt-Chlorierung mit Ethylendichlorid.
<b>In Porto Marghera</b> wird schließlich die TDI-Anlage (Toluene diisocyanat), welche Anfang August zu Wartungszwecken heruntergefahren wurde, nicht wieder angefahren.
"In den letzten 3 Jahren hat Dow weltweit mehr als 50 Produktionsanlagen geschlossen, was zu einer wesentlichen Verringerung unserer strukturellen Kosten geführt hat", so Dow-Boss Andrew N. Liveris.
Gleichzeitig hat Dow in Europa beschlossen, bis Anfang 2008 seine Kapazitäten im deutschen Schkopau für Latex-Pulver (<a href=http://www.dowlatexpowders.com>DLP</a>) zu verdoppeln.
BP-C1, der Anti-Krebs-Wirkstoff von <a href=http://www.meabco.com>Meabco</a>, geht in die Phase IIB über. Bei Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium zeigte der Einsatz von BP-C1 eine gute Wirksamkeit und nur geringe Nebenwirkungen. Dänische Meabco mit Krebsmedikament BP-C1<% image name="Injektionsspritzen" %><p>
BP-C1 wird ambulant über eine intramuskuläre Injektion verabreicht. Die Behandlungsdauer beträgt etwa einen Monat.
Die Phase IIB-Tests werden nun Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs umfassen und in Form einer Reihe von randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden Tests durchgeführt.
Den Brustkrebstests sollen klinische Tests für andere Krebsindikationen folgen, für die bereits vorläufige, positive Ergebnisse mit Patienten vorliegen. Der Zulassungsantrag zur Durchführung klinischer Tests für diese ergänzenden Indikationen wird voraussichtlich im vierten Quartal gestellt werden.
Die Forschung und Entwicklung für das BP-C Therapeutikum begann Mitte der 1990er Jahre. Die laufende Forschungsaktivität wird heute von dänischen Fachleuten und den russischen Forschern des Unternehmens durchgeführt, die auch für die F&E in der Anfangsphase verantwortlich waren. Diese Zusammenarbeit wird in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut werden.
Eine von <a href=http://www.festo.at>Festo</a> beauftragte Gallup-Umfrage bestätigt: Verstärkter Einsatz der Automatisierung, eine Produktionsausweitung, cleverer Einkauf sowie das Outsourcing von Teilbereichen sollen zur Kostenreduktion führen und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.Industrie setzt auf Automation und Kooperation<table>
<td><% image name="Festo_Keiner" %></td>
<td><small> Festo Österreich-Chef Wolfgang Keiner: „Ohne modernste Automatisierungstechnik lassen sich in keinem Industriezweig Produkte in hoher Qualität und zu weltmarktfähigen Preisen herstellen. Ein hoher Automatisierungsgrad ist die beste Voraussetzung für hohe Produktivität.“ <small> </td>
</table><p>
Eine von Festo im Frühsommer in Auftrag gegebene Studie zum Thema „Einsparpotenziale in Industriebetrieben“ befragte Betriebs- und Produktionsleiter aus 200 Industriebetrieben aller Branchen. Resultat: Ein Großteil der Unternehmen sieht in den kommenden 3 bis 5 Jahren
• im Einsatz neuer Technologien (59 %) und
• in einem effizienten Einkaufsmanagement (40 %)
die größten Einsparpotenziale in der Produktion.
33 % beurteilen die <u>Erhöhung der Produktionseinheiten</u> als wichtigen Einflussfaktor, für jeweils 30 % gehört ein <u>effizienteres Lieferantenmanagement</u> und die <u>Umgestaltung des Produktionsprozesses</u> zum Kostenoptimierungsprogramm. 20 % erwarten sich durch das </u>Outsourcing von Teilbereichen</u> der Produktion einen Kostenvorteil.
Unter den effizienzsteigernden <u>Technologien</u> reihen zwei Drittel die Automatisierung an erste Stelle. Dahinter liegen Kommunikationslösungen wie W-LAN, Ethernet oder Feldbus, nur mehr 8 % setzen auf Bildverarbeitung und 3 % auf Nanotechnologie.
Jene 40 %, die an Veränderungen beim <u>Einkaufsmanagement</u> denken, wollen vorrangig eine direkte E-Commerce-Anbindung an ihre Lieferanten. Aber auch die verstärkte Nutzung von Online-Shops wird ein relevantes Thema darstellen. Ein Drittel könnte sich die Teilnahme an einem externen Einkaufspool vorstellen, 23 % ziehen die Installation eines internen Marktplatzes in Erwägung.
Vorgefertigte bzw. vormontierte Komponenten können in der <u>Fertigung</u> wesentlich die Kosten der Lagerhaltung und der Montage senken. Wenn man bedenkt, dass beinahe 60 % der Umfrageteilnehmer über ein Komponentenlager und 46 % über ein Ersatzteillager verfügen, wird klar, dass sich hier wesentliche Einsparungen erzielen lassen. Festo hat auf diese Forderung bereits mit der Lieferung vorverpackter bzw. vormontierter Systeme nach Kundenwunsch reagiert.
Für die Hälfte der Befragten nehmen verstärkte <u>Kooperationen in der Produktentwicklung</u> – etwa mit Spin-offs oder Unis – einen wichtigen Stellenwert ein.
Neben der Anlieferung von fertig vormontierten Systemen kann auch in den Bereichen <u>Engineering und Montage</u> durch die Integration der Lieferanten bereits ab dem Entwicklungsprozess viel an Sparpotenzial erschlossen werden. Immerhin zählen 83 % der Befragten Engineering und 78 % Montage zu den kostenintensiven Teilen der Produktion.
Grundsteinlegung für Bioethanolanlage in Pischelsdorf
In Pischelsdorf bei Tulln fand die Grundsteinlegung für die erste Bioethanolanlage Österreichs statt. Die von der <a href=http://www.agrana.com>Agrana</a> errichtete Anlage kostet 125 Mio € und soll künftig rund 200.000 m3 Bioethanol produzieren, der im Sinne der EU-Bio-Treibstoffrichtlinie Treibstoff beigemischt werden soll. Grundsteinlegung für Bioethanolanlage in Pischelsdorf <% image name="Pischelsdorf" %><p>
<small> Baustart: Agrana und Rübenbauern haben das Projekt Bioethanol in Angriff genommen. </small>
20 Jahre nach den ersten „Austroprot“-Visionen wird dass Projekt „Bioethanol“ nun endlich Wirklichkeit. In der Nähe der gescheiterten AKW-Träume aus der Ära Kreisky wird eine Bioethanol-Anlage ab 2007 rund 380.000 t Weizen, 80.000 t Mais und 50.000 t Dicksaft (hergestellt aus Zuckerrüben) verarbeiten. Darüber hinaus werden jährlich bis zu 170.000 t Eiweißfuttermittel erzeugt, das künftig Österreichs Futtermittelimporte auf Sojabasis teilweise ersetzen kann. Der Standortentscheidung sei ein hartes Ringen vorausgegangen, sagt Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll. Jetzt freut er sich über Synergien, die sich mit dem EVN-Kraftwerk Dürnrohr ergeben.
Für Agrana-Chef Johann Marihart entsteht mit der Anlage nicht nur ein neues Geschäftsfeld, es handelt sich auch um die größte Einzelinvestition des Unternehmens. Ein Investment, an dem neben der Agrana Bioethanol GmbH auch die Rübenproduzenten Beteiligungs GesmbH zu 25 % beteiligt ist. Zum Einsatz kommt das Verfahren der US-Company <a href=http://www.katzen.com>Katzen</a>, Generalplaner ist die Wiener <a href=http://www.poerner.at>Pörner</a>, die eine vergleichbare Anlage auch schon für die spanische Abengoa errichtet hat.
Alzheimer-Impfung von AFFiRiS in Seoul ausgezeichnet
Für die Entwicklung eines innovativen Impfstoffes gegen Alzheimer wurde das Wiener Biotech <a href=http://www.affiris.com>AFFiRiS</a> jetzt mit dem Lee Sun Kyu Pharmaceutical Award ausgezeichnet. <% image name="Affiris_Schmidt" %><p>
<small> AFFiRiS-Chef Walter Schmidt: In Südkorea für seine Alzheimer-Forschung geehrt. </small>
Der jährlich vom südkoreanischen Industrieunternehmen <a href=http://www.dongsung-pharm.co.kr/eng>Dongsung Pharma</a> vergebene Preis ehrt Entwicklungen, die einen bedeutenden Beitrag zur globalen Entwicklung der Biopharmabranche leisten. Dongsungs Präsident Yang-Gu Lee betonte in seiner Festrede die Bedeutung innovativer Lösungen zur Alzheimer-Therapie. Durch geschickte Auswahl der Peptide, die für den Impfschutz sorgen, ist es Affiris gelungen 2 Probleme zu lösen, die andere Unternehmen bei der Entwicklung eines Alzheimer-Impfstoffes bisher nicht lösen konnten.
Zum einen wird beim Ansatz von AFFiRiS eine Auto-Immunreaktion verhindert. Die Gefahr einer solchen Komplikation ist bei einer Alzheimer-Impfung sehr hoch, da die Erkrankung durch körpereigene Proteine verursacht wird. Zum anderen kann der von Affiris getestete Impfstoff aus günstigen Grundstoffen produziert werden. Dies senkt die Produktionskosten.
Neben der Preisverleihung in Seoul wurde Schmidt auch zu Gesprächen mit hochrangigen Vertretern von Dongsung eingeladen - es gab erste konkrete Anfragen bezüglich Lizenzvergaben für die Vermarktung der von AFFiRiS entwickelten Impfung im asiatischen Raum.Alzheimer-Impfung von AFFiRiS in Seoul ausgezeichnet
<a href=http://www.intercell.com>Intercell</a> und die amerikanische Non-Profit Organisation <a href=http://www.path.org>PATH</a> werden Intercells Impfstoff gegen Lungenentzündung gemeinsam bis zur Zulassung entwickeln. Intercell erhält aus der Zusammenarbeit eine erste Zahlung von 7,3 Mio $ für die weitere präklinische Entwicklung.PATH finanziert Intercells Pneumonie-Impfstoff<% image name="Intercell" %><p>
Eine zusätzliche finanzielle Unterstützung in späteren Entwicklungsphasen ist möglich. Intercell und PATH haben sich bereit erklärt, den Impfstoff gemeinsam durch die klinische Entwicklung bis zur Zulassung zu führen.
PATH wird das bereits laufende Entwicklungsprogramm von Intercells auf Proteinen basierenden Impfstoff gegen Lungenentzündung finanziell unterstützen, was einen rascheren Fortschritt in den präklinischen Studien ermöglichen soll. Das Impfstoffprogramm basiert auf Intercells Antigen Identifizierungstechnologie (AIP) und zielt auf den weltweit größten Auslöser von Lungenentzündung, bakterieller Sepsis und Meningitis, ab.
Im Zuge der Vereinbarung wird Intercell den Impfstoff durch die Entwicklungsphase führen und den Impfstoff auch für betroffene Personen in ärmeren Entwicklungsländern zu einem geringen Preis zugänglich machen. In vielen dieser Entwicklungsländer ist dieser Krankheitserreger der Hauptgrund für die hohe Sterblichkeitsrate bei Kindern.
<small> Weltweit sterben jährlich 1 Mio Menschen an Pneumokokken; Kinder unter 5 Jahren sind sind am häufigsten betroffen. Intercell behält in den Industrieländern alle Rechte sowohl am Kinderimpfstoff als auch an der Formulierung eines Impfstoffs für Erwachsene zum Schutz vor Pneumokokken-Infektionen. Die derzeit am Markt erhältlichen Impfstoffe decken nur eine beschränkte Anzahl der verschiedenen Erregerstämme ab; Entwicklungsländer können sich diese Vakzine nicht leisten. </small>
Der Zusammenschluss zwischen Linde und BOC wurde am 5. September offiziell vollzogen. Das neu aufgestellte Unternehmen firmieret nun unter dem Namen "The Linde Group". Die Namensänderung gilt ausschließlich für den Konzern. Auf Marktebene werden die Marken Linde und BOC unverändert erhalten bleiben. <% image name="Linde_Reitzle" %><p>
<small> Wolfgang Reitzle wird die neue The Linde Group führen. </small>
Die <b>Unternehmenszentrale</b> der "The Linde Group" wird künftig an zwei Standorten angesiedelt: Der Hauptsitz und Sitz des Vorstands wird in München sein, ein zweiter Standort mit unterstützenden Funktionen wird in England in der Region Surrey eingerichtet, in der Nähe des bisherigen Stammsitzes der BOC Group. Durch die Zusammenführung der konzernübergreifenden Funktionen zu einer schlanken, effizienten Einheit wird die neue Unternehmenszentrale dazu beitragen, die aus der Fusion angestrebten Synergien zügig zu realisieren.
Mit dem Zusammenschluss von Linde und BOC zur "The Linde Group" ist ein weltweit führendes Industriegase- und Engineering-Unternehmen entstanden, das auf einer Pro-forma-Basis einen Jahresumsatz von rund 12,7 Mrd € erzielt und mit weltweit 53.000 Mitarbeitern ein EBIT von 1,6 Mrd € erwirtschaftet.
Im Zuge der Konzentration auf das Industriegasegeschäft prüft "The Linde Group" strategische Optionen für die Veräußerung des Komponenten-Geschäfts der Tochter <b>BOC Edwards</b>. Das Geschäft mit Flüssiggasen und Elektronikgasen von BOC Edwards soll hingegen weitergeführt werden. BOC Edwards hat 2005 im Komponenten-Geschäft ein Umsatzvolumen von etwa 800 Mio € erzielt. BOC Edwards ist ein führender Anbieter von Vakuum-Pumpen und von Komponenten für die Halbleiterindustrie.
Parallel zum Zusammenschluss mit BOC hat Linde den Unternehmensbereich <b>Material Handling</b> rechtlich verselbständigt und die drei Marken Linde, STILL und OM unter der neuen Dachgesellschaft "KION Group" gebündelt. Die drei Marken Linde, STILL und OM haben 2005 mit mehr als 19.000 Mitarbeitern einen Umsatz von insgesamt 3,6 Mrd € erzielt und ein EBIT von 223 Mio € erwirtschaftet. Hauptsitz der neuen Dachgesellschaft ist Wiesbaden.Linde + The BOC Group = The Linde Group